Der Papst, der Vatikan und die Intrigen

Der Papstrücktritt Benedikts des XVI. hat viele auf die Probleme, mit denen das Papsttum und die Kirche zu kämpfen haben, aufmerksam gemacht. Hier mein Versuch, das alles ´mal in einfachen Worten und laienhaft zu erläutern. Ich fuße die folgende Darstellung auch auf meine – in aller Bescheidenheit: hochgelobte – Würdigung des Papstrücktritts (im Internet der Deutschen Konserva-tiven) vom 24. Februar d. J., die von vielen Publikationen und Internet-Plattformen übernommen wurde und mehrere hunderttausend Leser erreicht hat.

a.) Zunächst: Der Papst
Er ist Staatsoberhaupt (Vatikan-Staat) und (noch wichtiger) Oberhaupt der katholischen Kirche – nach katholischem Selbstverständnis also Oberhaupt „der Christen“ schlechthin; denn außer der katholischen erkennt „Rom“ keine andere Kirche an („una sancta catholica et apostolica ecclesia“, oder, wie ich als Kind schon lernte: „Wir (Katholiken) sind im wahren Christentum! Oh Gott, wir danken Dir!“). So werden Protestanten z. B. nach der katholischen Lehre wie Sekten behandelt – eines der größten Ärgernisse unserer Zeit, aus Sicht der Kritiker – aus Sicht der Katholiken aber nur konsequent. Der Vatikan ist die älteste absolute Monarchie der Welt, es gibt keinerlei Gewaltenteilung: Der Papst ist Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberster Richter, ein Parlament gibt es nicht – also keine Spur von Demokratie, was ein weiteres Ärgernis für die „Reformer“ darstellt.

Leider kann ich hier keinen theologischen Exkurs leisten, aber ich muß – ob ich persönlich damit übereinstimme oder nicht – dieses „Rollenverständnis“ in der Kirche akzeptieren: Unser Glaube ist dogmatisch, also in den wesentlichen Zügen unverrückbar festgelegt. Jedes „demokratische Element“ würde Dogmen zur Disposition stellen. Da es aber (nach kath. Auffassung) nur eine Wahrheit gibt, kann ich sie nicht „demokratisieren“, gar zur Mehrheitsabstimmung stellen. (Hinkender, aber plastischer Vergleich mit dem Militär: Warum gilt „Befehl und Gehorsam“? Weil ich einen Befehl nicht demokratisieren, zur Abstimmung stellen, kann!) Also, unser Glaube ist nicht „beliebig“, sondern „in ehernen Bahnen“ festgefügt. Nachteil und Vorteil dabei liegen auf der Hand. Der Nachteil: Diese dogmatische Haltung verprellt viele „modernen“ Gläubigen (?), besser: Zweifelnden, die bei allem mitreden, mitbeteiligt werden wollen. Der Vorteil: Dieses Festhalten an den Kern-Dogmen hat die katholische Kirche über 2.000 Jahre stabil gehalten, ohne Dogmen wäre die Kirche längst zerbrochen.

Zu diesem Themenkreis gehört noch ein weiteres, oft mißverstandenes Dogma: das der Unfehlbarkeit des Papstes. Natürlich ist der Papst (im natürlichen Sinne) nicht unfehlbar, sondern wie jeder Mensch fehlbar. Nur in „Glaubensfragen“ kommt wieder die absolutistische Rolle des Papsttums zum Ausdruck: „ex-cathedra“ verkündet der Papst die absolute (besser: absolut bindende) Wahrheit, womit er im Umkehrschluß also „unfehlbar“ ist. Das würden die „Reformer“ am liebsten sofort abschaffen. (Der „gemeine Mensch auf der Straße“ versteht´s eh nicht.) Aber auch hier sind wir beim Glaubenskern: Kein Papst ist so vermessen, lauthals aus dem Fenster zu rufen: „Sehet, ich verkündige Euch eine (neue) Wahrheit!“ Solche „Glaubens- und Verkündigungsfragen“ bearbeitet (bisher) jeder Papst nach langer, gründlicher Vorbereitung und stets nach Anhörung des Episkopates. Dann trifft er (als absoluter Herrscher) die Entscheidung und „verkündet“ sie. Und da sie nicht einspruchsfähig ist, ist sie eben „unfehlbar“.

Ehe ich jetzt ein Theologie-Seminar über das Papsttum beginne, sollte es mit diesen wenigen Sätzen zum Thema Papst ´mal genügen. Ich wollte kein Standardwerk schreiben, sondern – möglichst neutral, was mir als Katholiken nicht leichtfällt – das Für und Wider der Kirchenproblematik aufzeigen.

b.) Kleiner Einblick in den Zustand der katholischen Kirche:
Mit seiner Rücktrittsankündigung vom 11. Februar 2013 – und erst recht mit seinem am 28. Februar vollzogenen Rücktritt – überraschte Papst Benedikt Freund und Gegner. Der Mensch Joseph Ratzinger landete damit einen Befreiungsschlag, der kirchengeschichtlich praktisch einmalig ist.

Des Papstes Schritt zur Abdankung war nicht etwa eine Kapitulation vor gewissen kirchlichen Kräften und den von ihnen inszenierten Intrigen, sondern starker Ausdruck der Erkenntnis über die Endlichkeit des Menschen, der seine Hinfälligkeit rechtzeitig erkennt und öffentlich bekennt. Er hatte sich, wie jedermann weiß, nicht um dieses Amt beworben, aber dann mit äußerster Disziplin ausgefüllt. Sein Rücktritt war also nur konsequent.

Nach seinen eigenen Worten seien für sein Amt „sowohl die Kraft des Körpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, dass ich mein Unvermögen erkennen muß, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen…“ Den Rücktritt darf man durchaus als Ausdruck außergewöhnlichen Mutes, innerer Stärke und Größe betrachten, aber auch als Resignation (siehe unten). In seiner letzten Messe im Petersdom am 13. Februar d. J. fand er nochmals deutliche Worte: „Das Gesicht der Kirche wird manchmal von Sünden gegen die Einheit der Kirche und Spaltung zwischen den Geistlichen geschädigt.“ Dabei werde „das Zeugnis“ der Kirche „umso bedeutsamer sein, umso weniger wir unseren Ruhm suchen.“

Tiefe Betroffenheit, aber auch Dank und höchste Anerkennung erfuhr der Papst in den letzten Tagen in aller Welt. Nur sein Heimatland Deutschland tritt wieder einmal mit vielen Kritikern auf, die diesem Papst und unserer Kirche ein anderes Verständnis aufdrücken wollen. Dazu gehören die Aktivisten der sogenannten „Reformgruppen“, die im Lichte des Hl. Geistes betrachtet eher Reaktionäre sind, wie z. B. „Wir sind Kirche“ oder „Kirche von unten“, die die (kath.) Kirche ganz anders begreifen als etwa die Traditionalisten, nämlich als „Gemeinschaftsveranstaltung zur Hebung des Seelenheils“ (Helmes), in der alle Schranken des Respektes vor Gott und dem Priestertum entfallen (verkörpert eben durch den Ausruf „Wir sind Kirche!“)

Die Kirche ist aber kein Markt, keine Marketing-Veranstaltung, bei der die Gläubigen zu Kunden und die Kirche zu einem Sozialverein mutieren und somit den Glauben letztlich zur bloßen Ethik herunterziehen. Bei seinem Besuch in Freiburg (2011) mahnte denn auch Benedikt: Um frei zu sein für die Welt, dürfe die Kirche nicht selbst „Welt“ sein. Sie dürfe nicht der „Organisation und Institutionalisierung größeres Gewicht als ihrer Berufung zur Offenheit“ geben. Dahinein gehört auch seine Mahnung, die „Institution Papst“ nicht zu einem sakralen „Führungslogo“, zu einer „Trademark“, aufzublasen. So wollte Papst Benedikt XVI. nicht enden. Dirk Schümer brachte es in der FAZ (12.2.) auf den Punkt: „…es ist beileibe kein Zufall, dass es dieser kühle, scheue Intellektuelle aus Bayern jetzt tat – und damit in im mühsamen Update des uralten Papsttums nun doch noch zur historischen Figur wird…“. Die Kirche ist für den Pontifex – ganz im Gegensatz zu den „Reformern von unten“ – kein Gesprächszirkel z. B. zur Klimarettung oder zu (geistigen oder geistlichen) Unterhaltungsprogrammen. „Die Kirche ist nicht irgendeine Vereinigung, die sich um die religiösen Bedürfnisse der Menschen kümmert, aber eben ihr beschränktes Vereinsziel hat. Nein, sie bringt den Menschen in Berührung mit Gott und so mit dem Ursprung aller Dinge. Deshalb geht Gott uns als Schöpfer an, und deswegen tragen wir Verantwortung für die Schöpfung“ (Benedikt in der Osternacht 2011). Die Kirche, meint Benedikt, dürfe sich nicht zuerst um alles Mögliche kümmern und dann nur noch ein bißchen um den Glauben. Ich ergänze: Sie ist keine „Caritas- oder Rote-Kreuz-Organisation mit geistlichem Beistand“.

c.) Zur Weltkirche
Es bleibt zu hoffen, daß die gerade in Deutschland verbreiteten „Basis-Katholiken“ auch in Zukunft keinen größeren Einfluß auf die Weltkirche nehmen können. Wer die katholische Kirche ausschließlich aus dem deutschen Blickwinkel sieht, verkennt die weltumspannende Rolle der Kirche. Rücksicht auf deutsche Befindlichkeit wird auch dem neuen Papst nicht Richtschnur seines Handelns sein (können). Der Vatikan, und nicht das ZK der Deutschen Katholiken, ist das Zentrum der Weltkirche mit rund 1,2 Milliarden Gläubigen. Die Kirchen (wo erlaubt) in den Ländern Asiens, Afrikas und besonders Lateinamerikas sind voll, die deutschen jedoch immer leerer. Die Bindekraft der katholischen Kirche schwindet in Deutschland und in einigen „weltlichen“ Ländern Europas, während sie in der alten „Dritten Welt“ rasant wächst. Man darf fragen, woran das wohl liegen kann.

Anders ausgedrückt: Wir Europäer, vor allem die Deutschen und die Italiener, betrachten nach wie vor „Rom“ als natürlichen Mittelpunkt der (christlichen) Welt. Sie erwarten – unausgesprochen –, der Papst möge sich nach unseren Sorgen und Meinungen ausrichten. Von daher erklären sich viele Spannungen in der katholischen Kirche. Ich will versuchen, die verschiedenen Flügel aufzuzeigen:

Die kirchliche Macht zeigt sich (neben dem Papst) in ihren Bischöfen (Episkopat) und ihren Kardinälen.

1.) Wir haben da natürlich die zahlenmäßige Übermacht des europäischen Episkopates und (rd. 40 %) bei den Kardinälen. Dies entspricht schon lange nicht mehr der Realität: In Europa schmilzt die Zahl der Gläubigen dramatisch, in Lateinamerika (und Afrika!) nimmt sie rasant zu. Aber die Zahl bzw. die geographische Verteilung der Bischöfe ist nicht ausgewogen, nämlich Europa-lastig. Das gebiert Spannungen zw. Europa und der III. Welt.

2.) Gerade Papst Benedikt, aber vorher auch schon Joh. Paul II. (der Pole) haben Bischöfe und vor allem neue Kardinäle ernannt, die halbwegs „auf Linie“ sind. Das schuf Spannungen zw. den „Modernisierern“ und den Traditionalisten. Das derzeit größte Problem im Klerus; denn das pflanzt sich fort bis zum einfachen Klerus, wobei die Deutschen, Österreicher und Schweizer in beiden Lagern die führende Rolle spielen. Gerade hier in Deutschland halten sich die „Blockierer“ und die „Modernisten“ die Waage. (Von daher auch meine Klage, daß die Deutsche Bischofskonferenz nicht mal die Spur einer kleinen Dankesanzeige an Papst Benedikt veröffentlichte.)

3.) Nun kommt das dritte Problem: Es gibt nicht nur (weltweit) die derzeit rd. 180 Kardinäle aus den verschiedenen Ländern (darunter rd. 130 Papstwahl-berechtigte), sondern darunter finden sich auch die „Kurien-Kardinäle“. (Die „Kurie“ ist die vatikanische Behörde, die Ämter; ein „Kurienkardinal“ ist also im Prinzip sowas wie ein Minister in einer Staatsregierung.) Jedem Kurienkardinal ist ein Amt, eine “Kurie“, zugeordnet. Z. B. war Ratzinger als Kurienkardinal „Präfekt“ der Glaubenskongregation, der wichtigsten Behörde des Vatikans. Kleiner Ausflug: Die Glaubenskongregation ist ebenso absolutistisch mächtig wie der Papst: Sie beobachtet und „verfolgt“ die Glaubensfragen (der Kath.) in der ganzen Welt. Wenn sie feststellt, daß jemand von der reinen Lehre abweicht, kann diese Kongregation nicht nur anklagen, sondern gleich auch bestrafen – sogar mit dem Kirchenrausschmiß (siehe Küng). Diese Stellung ist nahezu allen Papstkritikern ein Dorn im Auge.

4.) Es herrscht zwischen den Kardinälen eine fast unübersichtliche „Gemengelage“:
- zwischen den verschiedenen Nationen,
- zwischen den verschiedenen Alterszugehörigkeiten,
- zwischen „Modernierern“ und Konservativen,
- zwischen den italienischen Kardinälen (in der Überzahl) und fast allen anderen Kardinälen,
- zwischen (natürlich anonymen) Homosexuellen und „Anständigen“,
- zwischen „Gangstern“ und Braven,
- zwischen den Braven und der Vatikanbank (Geldwäsche) etc.

Wahrscheinlich müßte ich morgen noch tippen, wollte ich Ihnen alle Konfliktlinien aufzeigen. (Erst vor wenigen Tagen hat Papst Franz besorgt auf die „Schwulen-Mafia“ im Vatikan hingewiesen.) Zu beachten ist auch, daß es schließlich nicht nur um die Kardinäle in der Kurie alleine geht; jede Kurie hat natürlich ihren eigenen, meist dem Kurienkardinal treu ergebenen „Apparat“: Beamte (Bischöfe, Priester, Weltliche), die alle an ihre Karriere denken (müssen) und stets ein offenes Ohr für Intrigen aller Art haben – bis hin zum Mord.

Kircheninterne Hinterlistigkeiten
Schwer zu schaffen machten Benedikt deshalb diese vielen Intrigen in der Kirche selbst, und vor allem im Vatikan. Diese z. T. hinterfotzigen Streitereien, Durchstechereien und Querelen machten den Papst mürbe und schadeten in erheblichem Maße seiner Gesundheit. Er hatte (zeitlebens) nicht die Kraft, dagegen vorzugehen. Er war ein viel zu „lieber Mensch“, um entsprechend aufzutreten – insofern war er kurientechnisch gesehen eine klare Fehlbesetzung. Zu allem Übel sah er sein Amt ausschließlich aus dem Blickwinkel der Religion und hatte keinen Blick für solch weltliche Dinge. Darüber ist er letztlich gescheitert (siehe auch „Vatileaks“).Mit seinem Rücktritt ist gewiß auch sein Wunsch verbunden, einen neuen Anfang für die Kirche zu erzwingen. Er selbst sah sich wegen seiner schwindenden Kräfte dazu nicht mehr in der Lage. Der neue Papst Franz wird die Möglichkeit haben, eine neue Kurie zusammenzustellen. Nimmt er diese Chance nicht wahr, gehen die Intrigen weiter – zum Schaden der Kirche und der Gläubigen.

Veröffentlicht unter Allgemein, Kirche, Papst, Weltpolitik | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Das wahre Gesicht der Grünen: Kindersex-Freigabe

Daniel Cohn-Bendit, Volker Beck und der “pädosexuelle Komplex”
Die Partei der Grünen hat eine bewegte Geschichte, insbesondere in ihren Anfängen. Entstanden aus einer durchaus christlichen Motivation, die Natur zu bewahren (Herbert Gruhl, Baldur Springmann u. a.), wurde sie in kürzester Zeit von radikalen 68´ern und ehemaligen kommunistischen „Basis-Kämpfern“ erobert und unterjocht. Diese Gesellschaftszerstörer der APO haben den Grünen inzwischen ihren Stempel unauflöslich aufgedrückt. Sie brüsten sich u. a. damit, „die Gesellschaft freier gemacht“ zu haben. Welche „gesellschaftliche Freiheit“ ist das?

Der schmuddelige „gute Onkel“ Daniel
In der grünen Partei konnten sich ungehindert, ja sogar gefördert, Kräfte entfalten, für die die Legalisierung von Sex mit Kindern ein selbstverständliches „Recht“ schien. Schon 1985 gab es in Nordrhein-Westfalen einen Parteitagsbeschluß der Grünen, auf dem „Straffreiheit für jede Form von gewaltfreiem Sex“ – auch zwischen Erwachsenen und Kindern – gefordert wurde. In einem wahren „Anti-Diskriminierungsrausch“ hat die Partei damals den Verband der Homos, Lesben, Transsexuellen und Pädophilen auch finanziell unterstützt, um zu demonstrieren, daß niemand diskriminiert werden dürfe. Im Jahre Bereits 1984 arbeiteten Vertreter dieses Verbandes ganz offiziell in einer Gruppierung der Bundestagsfraktion der Grünen mit. Nun holt sie die Vergangenheit ein, insbesondere nachdem die schwülstigen Sex-Passagen im „Selbstbekenntnisbuch“ des Europaabgeordneten und geistigen Leiters der Grünen, Daniel Cohn-Bendit, einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde (Titel: „Der große Basar“). Die Deutschen Konservativen hatten schon vor Jahren auf dieses „Bekenntnis“ hingewiesen, aber viele hörten weg. Es ist kein Geheimnis, daß sich in den Reihen der Grünen „Freunde“ von Päderastie – also im Klartext: Kindesmißbrauch – befanden. Es sei hier nur an die Vorgänge an der „Odenwaldschule“ erinnert. Einer der dortigen Schüler war übrigens Daniel Cohn-Bendit. Wenn man die sexuellen Passagen dieses der „Pädophilie“ (siehe letzten Absatz) verdächtigten Mannes liest, muß man sich empören, daß ausgerechnet er in diesem Jahr den renommierten Theodor Heuss-Preis erhielt; Laudator war Winfried Kretschmann, der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg. In einem Interview nach Erscheinen seines Buches äußerte Cohn-Bendit, Kleinkinder seien „so phantastisch sexy“, man müsse ehrlich sein. „Ich habe zuerst mit ganz kleinen Babies ´gearbeitet´, das ist etwas anderes. Aber die Kinder ab einem Alter von 4 bis 6 Jahren…wissen Sie, wenn ein fünfjähriges Mädchen beginnt, sich zu entkleiden…phantastisch!“

Das unglaublich Verwerfliche an Cohn-Bendits Schilderungen ist sein Versuch, sich als Opfer und die kleinen Kinder als Täter, als Verführer, hinzustellen – völlig außer Acht lassend, daß Kinder sich gegen solche Praxis nicht wehren können. Analysiert man Cohn-Bendits Gedanken, wird das Kind zur treibenden Kraft. Er habe ja schließlich nur „auf Wunsch zurückgestreichelt“. So gibt er sich in diesem verlogenen Bekenntnis als der passive Teil, der schließlich dem Willen des Kindes folgt, seine Hände an die Geschlechtsteile des Kindes zu legen und vice versa.

Becks „sozialrepressives Klima“
Der grüne Spitzenpolitiker Volker Beck ist bekennender Homosexueller, der sich seit Jahrzehnten öffentlichkeitswirksam für “Schwulenrechte” einsetzt und dabei zugleich vehement für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der klassischen Ehe plädiert. Vor genau einem Vierteljahrhundert kämpfte der „abgebrochene Jurist“ Beck bereits für linke sexualpolitische Parolen, die er in dem entsprechend orientierten Sammelband “Der pädosexuelle Komplex” ausbreitete. Der heutige parlamentarische Bundesgeschäftsführer der Grünen steuerte damals – im Jahre 1988 – einen Beitrag zum Thema “Das Strafrecht ändern?” bei. In seinem Artikel setzte Beck sich “für eine realistische Neuorientierung der Sexualpolitik” ein, wobei er sogar die Entkriminalisierung von Kindesmißbrauch fordert, also z. B. eine Senkung des Schutzalters und eine “Strafabsehensklausel”.
Aufschlußreich ist vor allem, daß der Autor die Gleichstellung von Homo- und Hetero-Sexualität gleichsam als Vorstufe für eine gesetzliche Freigabe der Pädosexualität betrachtet:
“Allein eine Mobilisierung der Schwulenbewegung für die rechtlich gesehen im Gegensatz zur Pädosexualität völlig unproblematische Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität (…) und für die Rechte der Homosexuellen wird das Zementieren eines sexualrepressiven Klimas verhindern können – eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können.”

Die folgenden Kurz-Auszüge aus Becks Buchbeitrag erscheinen typisch für Becks Gedanken. Insgesamt ist sein „werk“ so schwere Kost, daß mehr Text unseren Lesern erspart bleiben sollte:
► „Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich, nicht zuletzt weil sie im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen aufrechterhalten wird.“ (S. 266)
► „Allerdings hat der Sonderausschuß sich selbst bei seinen Vorschlägen nicht daran gehalten und sich wider besseres Sachverständigenwissen für eine generelle Strafbarkeit der Sexualität mit Kindern entschieden.“ (S. 266)
► „Als strafrechtliche Perspektive wäre z.B. eine Novellierung ins Auge zu fassen, die einerseits das jetzige ‚Schutzalter‘ von 14 Jahren zur Disposition stellt (in den Niederlanden gab es solche Initiativen mit erheblichem Erfolg!) oder auch eine Strafabsehensklausel.“ (S. 263)
► „Allein die Mobilisierung der Schwulenbewegung für die rechtlich gesehen im Gegensatz zur Pädosexualität völlig unproblematischen Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität durch die Streichung des § 175 StGB und für die Recht der Homosexuellen wird das Zementieren eines sexualrepressiven Klimas verhindern können – eine Voraussetzung um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können.“ (S. 268)
Weitere Artikel in diesem Buch sind übrigens:
- „Selbstbestimmung – ja bitte! Vom Recht des Kindes auf Sexualität“
- „Weder krank noch falsch! Pädophilie aus anthropologischer und verhaltenspsychologischer Sicht“
- „‘Wir sind keine Kinderschänder‘ Pädophile berichten über ihren Alltag“
- „Hoffnungsträger Literatur – Bücher mit pädophilem Thema sollen Mut machen“

„Oberfaule“ Distanzierung
Beck distanzierte sich – nachdem ihm diese und ähnlich geartete Thesen öffentlich vorgehalten wurden – von seinen damals geäußerten Ansichten. Zudem seien, so behauptet er, vom Herausgeber des Buches seinerzeit redaktionelle Änderungen vorgenommen worden. Wie dem auch sei, dieser vielsagende Vorgang zeigt jedenfalls, welch verheerende Denkweise zum Kindesmißbrauch in grünen Kreisen noch bis Ende der 80er Jahre ohne weiteres vertreten werden konnte, zumal der Autor dieser skandalösen Äußerungen in dieser Partei trotz nicht beendeten Studiums sodann eine steile Karriere hinlegte.
Man kann ja verstehen, daß Beck heute in seiner Stellung als Fraktionsvorsitzender der Grünen oder als Repräsentant im Bundestag diese „Geschichte“ gerne ungeschehen machen würde. „Ungeschehen“ aber doch wohl nicht aus eigener Erkenntnis einer perversen Moral, sondern ausschließlich, weil sich das Bild der Bevölkerung u.a. nach bestialischen Morden an Kindern durch pädophile Männer realistisch geändert hat. Da beißt keine Maus den Faden ab: Der (grüne) Ruf nach „Entkriminalisierung“ des geschlechtsbetonten Umgangs mit Kindern war nichts anderes als eine Forderung auf ungestraften Sex mit schutzbefohlenen Kindern, die sich niemals wehren konnten und keine Lobby wie die Schwulen/Lesbenbewegung hatten.

Aber Volker Beck und die Grünen sind letztlich auf ihrem „Weg“ zu hemmungsloser Libertinage in den letzten Jahren ein großes Stück weitergekommen. Sie haben fast alles erreicht zur unproblematischen Gleichstellung und gesellschaftlichen Anerkennung von Homosexualität und Heirat zwischen Gleichgeschlechtlichen – inklusive der finanziellen Rechte und Vorteile in einer Homo-Ehe wie in einer „normalen“. Die Freigabe der Adoption von Kindern durch homosexuelle „Ehepaare“ ist nur noch eine Frage der Zeit. Das Schlimmste daran ist, daß heute unwidersprochen behauptet werden kann, Kinder würden in solchen Verhältnissen normal aufwachsen und keinen Schaden nehmen.

Gerade Beck und Genossen findet man stets an vorderster Front, wenn es um die Ächtung pädophiler Ereignisse in der katholischen Kirche geht. Da wird die Kirche dann gerne einem systematischen pädophilen Verdacht in ihrer Gesamtheit ausgesetzt – so als würde man jetzt die gesamte grüne Partei als pädophil bezeichnen. Der Protest der Grünen gegen Priester, die sich versündigt haben, kann dann gar nicht laut genug und der Entschädigungsfonds nicht groß genug sein. In ihrem eigenen Sündenfall messen sie offenbar mit zweierlei Maß. Jedenfalls ist von „Entschädigung“ nichts zu hören.
Pädokriminell

Wären die Grünen konsequent im Umgang mit ihrer Vergangenheit, müßten jetzt „Köpfe rollen“ und etliche Mitglieder austreten bzw. zum Austritt gezwungen werden. Das wäre ein Maß an „politischer Hygiene“, die man den Grünen füglich abverlangen darf. Aber die Spitze der Grünen bleibt merkwürdig zurückhaltend – allen voran die „Kirchenmänner und –frauen“. Wo ist die klare Distanzierung und Verurteilung des Mitgliedes des ZK der Deutschen Katholiken, MP Winfried Kretschmann? Wo bleibt die Distanzierung der Vorsitzenden (Präses) der EKD, Katrin Göring-Eckardt? Was ist in unserer Gesellschaft los? Es ist der Niedergang jeglicher ethischer Grundsätze, ohne die eine Gesellschaft nicht überleben kann. Der Untergang Roms läßt grüßen!

Der große Journalist und Herausgeber des Focus, Helmut Markwort, resümiert im Focus vom 22. Mai d. J.: „ Wie viel Sympathie für Kindesmissbrauch lebt noch bei den Grünen? So wie es aussieht, werden sie die Antworten hinauszögern, bis sie die Bundestagswahl hinter sich gebracht haben. Bis dahin haben sie alle Zeit, über die verharmlosende Wortwahl nachzudenken. Männer, die Kindern nachstellen und sie mißbrauchen, werden meist als pädophil bezeichnet. Auf Deutsch: kinderlieb. Kinderlieb ist, wer seine Kinder schützt und behütet. Die griechische Silbe „phil“, die wir (…) mit Sympathie wahrnehmen, wird in dem Begriff „pädophil“ übel mißbraucht. Das zutreffende Wort ist `pädokriminell`“.

Veröffentlicht unter Allgemein, Bildung, CDU, Die Grünen, Kinderschänder/Pädophile, Kirche, Medien, Papst, Politik, Politik Deutschland | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

“Genderismus“ – das Leben, wie es sein sollte (eine Real-Satire)

Liebe LeserInnen,
gefällt Ihnen diese Form der Anrede? Ganz ehrlich: Mir geht diese leidlich gequälte Gleichmacherei ziemlich gegen den Strich. Auch die Ansprache der PolitikerInnen “Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger …” Ich kann sie nicht mehr hören. Bürger sind wir alle: Mann, Weib und Kind – wobei die Kinder ohnehin ständig unterschlagen werden (bitte “liebe Jungs, liebe Mädels” oder eine andere regionale Variante). Frauen haben doch wohl inzwischen genug Selbstvertrauen, dass sie kein “-in” benötigen oder auf diese unerträglichen Wortschöpfungen angewiesen sind, wie etwa “Staatsmännin oder Landsmännin”! Wieso eigentlich nicht Staatsfrau oder Landsfrau? Der Begriff “Landfrau” ist allerdings wieder anders belegt, mehr so in Richtung “Landei”. Konsequent oder gar eindeutig ist diese Gleichmacherei auch nicht – schon das Wort allein kollidiert mit den Begriffen “Gleichstellung oder Gleichbehandlung”.

In Politik und Gesellschaft ist in diesem Zusammenhang eine neue Idee entstanden: das Einheitsgeschlecht. Damit dieses Wort super wichtig klingt, hat man dafür einen “wissenschaftlichen” Namen geschaffen: Genderismus. Dadurch befinden wir uns nun in einem permanenten Umerziehungsprozess, der von einigen politischen Parteien besonders unterstützt wird. Es entstand der “Gender Mainstream”.

Merkwürdige Auswüchse zeigen die Überlegungen zur Installation einer Unisex-Toilette. Warum geht man nicht generell von “Unisex” aus, und wir lassen uns mit “liebe Leute” oder “liebes Volk” anreden. Dann sind wir wenigstens alle gemeint! Laut Bibel schuf Gott allerdings den Menschen nicht als Neutrum, sondern als “Mann und Frau”. Ein Vergleich mit unseren Nachbarländern zeigt, dass es dort auch anders geht: Ladies and Gentlemen – Mesdames et Messieurs – Signore e signori. Die Anrede “Bürger”, wie er bei uns in aller Regel von PolitikerInnen benutzt wird, kommt gar nicht vor, außer als gesellschaftlich-soziologischer Begriff (bourgeoisie). Bürger sind “citizen” oder “citoyens”.

Betrachten wir das “Problem” einmal anders: Beispiel Hebamme, Hure, Krankenschwester. Hat man da auch an die geschlechtlich korrekte Form der “Übersetzung” für den Mann gedacht? Schwester Paula und Bruder Paulus haben zwei ganz verschiedene Berufe! Und wieso eigentlich gibt es nur die Brüderlichkeit (mit weiblichem Artikel!) und die Mutter-Sprache? Ich überlasse es Ihrer persönlichen Phantasie, weitere anzugleichende Begriffe zu finden. Wie wäre es denn mit einem Ausschuss oder einer Sonderkommission für die Gleichstellung in der deutschen Sprache? Ein weites Feld – dadurch könnte man sogar die Existenzberechtigung einiger BeamtInnen sicherstellen, super – oder? Und mit einem Ideenwettbewerb für Bürgerinnen und Bürger zu diesem Thema – oder zum Thema Unisex – oder vielleicht gar mit einem Volksentscheid (aha, da sind wir wieder ein Volk!). Was ist da ein “Bürgerbegehren”?

Ja, ja, je tiefer man in diese Problematik eintaucht, je intensiver man sich damit auseinandersetzt, es wird einfach immer verwirrender und gewinnt an Absurdität. Vielleicht nehmen wir es mit den Wortspielen von der heiteren Seite und die Dinge so wie sie sind. Das EU-Parlament beschloss übrigens schon 2009, sexistische Wörter zu vermeiden, hat es aber bisher nur zu einer Broschüre für “geschlechtsgerechten Sprachgebrauch” gebracht – mehr nicht. Wir befinden uns also in guter Gesellschaft!
Über Ihre persönliche Meinung würde ich mich freuen: heide.brandes@gmx.de.

Veröffentlicht unter Allgemein, Bildung, Die Grünen, Medien, Politik, Politik Deutschland | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wahlkampf 2013: Rot/Grün klar positioniert – im Abseits! Und die Union?

Hallo Politik, es ist Wahlkampfzeit! Also höchste Zeit, den Wählern klarzumachen, wohin die Reise gehen soll.

Klar positioniert hat sich bisher nur Rot/Grün: mit unsäglichen Programmvorstellungen, die Deutschland letztlich ruinieren werden. Der Bürger darf seinen eigenen Freitod wählen – oder nach einer Alternative suchen. Zwingend also die Frage: Was macht, was will denn nun eigentlich die Union? Es scheint wie bei einem disharmonischen Orchester: Da gibt es zwar einen Dirigenten, Frau Merkel, aber nur schlecht (ab)gestimmte Instrumente und einen vielstimmigen Chor – eine beeindruckende Kakophonie politischer Melodeien. Wobei dabei nicht nur die Ohren leiden, sondern auch die Orientierung verlorengeht.

Stellen wir ´mal ein paar Fragen (Antworten kann ich heute leider noch nicht geben, da ich nicht weiß, wie die Unions-Hymne klingt – wenn´s denn eine geben sollte):

Abgestimmte Familienpolitik – einstmals die „Paradedisziplin“ der Christdemokraten – oder Abschied von der Familie als wichtigster Institution unserer Gesellschaft? Allein die Tatsache, daß man daran erinnern muß, sollte die Unionsführung alarmieren. Homo-Ehe – Gleichsetzung mit „bürgerlicher“ Ehe? Familiensplitting ja oder nein? Höhere oder niedrigere Freibeträge? Verteuerung der Sozialversicherung? Weitere europäische Schuldenpolitik? Aufnahme weiterer Staaten in die EU? Energiewende – ein Torso auf Dauer? Innere Sicherheit mit Stärkung der Staatsgewalt bzw. seiner Einsatzkräfte? Mehr Islam – und weniger Christentum – in Schulen und Gesellschaft? Und, und, und…

Ein Bündel schier endloser Fragen, auf die die Union keine klare Antwort gibt oder nicht hat. Aber die umworbenen Wähler brauchen für Ihre Wahlentscheidung Klarheit darüber, wohin die Union geht. Wenn dieser Mißstand anhält, bleibt den Wählern letztlich nur die Wahl zwischen Pest (Rot/Rot/Grün) und Cholera (Union). Wieder einmal wird schmerzlich deutlich, daß die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Merkel mit ihrer Persönlichkeit alle Probleme überdeckt und die Partei orientierungslos läßt. Vielleicht hält sie das (und sich) für „alternativlos“. Sie sollte den mündigen Bürger aber nicht unterschätzen. Er findet Alternativen – und sei es als Nichtwähler. Die Verantwortung trüge Merkel.

Veröffentlicht unter Allgemein, Außenpolitik, Bildung, CDU, Die Grünen, Die Linke, EU, FDP, Kirche, Merkel, Politik, Politik Deutschland, Politik Europa, SPD, Umwelt, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Grüner Muff aus Jutesäcken

Von Peter Tauber MdB
Dieser Bundestagswahlkampf hat eine neue Qualität. Standen bisher Parteien im offenen Wettbewerb, um die Gunst der Wählerinnen und Wähler zu erlangen, zeigen die Grünen mit ihrem Bundestagswahlprogramm ganz offen, wes Geistes Kind sie eigentlich sind. Dass Sozialdemokraten daran glauben, dass eine Gesellschaft besser wird, wenn man Steuern erhöht und neue Sozialleistungen erfindet, verwundert nicht. Dass nun die Grünen nicht nur in das gleiche Horn stoßen, sondern noch einen draufsetzen, hingegen schon.
Ganz offen propagieren die Grünen nun 30 Jahre nach ihrer Gründung den Bevormundungsstaat. Sie wissen, was für die Menschen gut ist. Schon bisher sind politische Forderungen der Grünen vor allem dadurch gekennzeichnet, dass Ihnen ein moralischer Anspruch innewohnt. Wer der grünen Idee nicht folgt, der ist kein guter Mensch. Er ist intolerant, denkt nicht an morgen und gefährdet die Zukunft des Planeten. Diese Haltung haben die Grünen nun in ihrem Programm manifestiert. Die Grünen wissen am besten, wofür die Bürger ihr Geld ausgeben sollten, und weil das so ist, nimmt man ihnen möglichst viel davon ab.
Beim Abkassieren sind die Grünen groß. Angeblich sind 90 Prozent der Bürger von den neuen Steuerplänen gar nicht betroffen? Vom wegen! Am Ende werde alle mehr bezahlen – auch die kleinen und mittleren Einkommen. Dies beginnt bei den indirekten Steuern auf Plastiktüten oder der geplanten Erhöhung der Tabaksteuer und endet bei der neuen Steuerprogression, die dazu führt, dass bei einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes automatisch auch die anderen Steuersätze angehoben werden (müssen). Die von Union und FDP geplante Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen haben SPD und Grüne gerade abgelehnt.
Weitere Vorschläge der Grünen? Die Deutschen essen zu viel Fastfood, also führen wir mal gleich eine Steuer ein. Die Deutschen verschenken zu allen möglichen Anlässen Schnittblumen, die von weither in die Blumengeschäfte transportiert werden müssen? Her mit einer Schnittblumensteuer, wenn Appelle nicht fruchten und die Umerziehung über den Geldbeutel erfolgen soll.
Der Spiegel nennt die Pläne der Grünen nicht umsonst „Raubzug mit Ansage“. Denn alle Berechnungen zeigen: Die Steuererhöhungen würden vor allem den Mittelstand in Deutschland hart treffen.
Ein weiteres Beispiel ist die Verkehrspolitik. Während Sigmar Gabriel laut über 120 als generelles Tempolimit auf Autobahnen schwadroniert, sind die Grünen schon einen Schritt weiter: Tempo 80 auf Landstraßen und maximal 30 innerorts. Und natürlich wird ordentlich in die Tasche der Bürger gegriffen, wenn jemand schneller fährt. In den Urlaub fliegen? Kein Problem, aber bitte nicht ohne eine neue Kerosinsteuer, die das Gewissen beruhigt, die Lufthansa international weniger wettbewerbsfähig macht und vor allem von Lieschen Müller bezahlt werden muss. Vielleicht trauen sich die Grünen auch und holen Vorschläge wie das Verbot von Motorrollern wieder aus der Tasche. Auch Autowerbung oder das Autofahren am Wochenende wollten grüne Politiker schon verbieten lassen.
Mit Verboten die Menschen zum Besseren bekehren ist ein beliebtes Mantra der Grünen. Dass dabei die Logik selbst auf der Strecke bleibt, sieht man an der schönen Idee, durch die Reduzierung von Autoparkplätzen die Leute zum Verzicht auf das Auto zu erziehen. Die Wirklichkeit sieht in der Regel anders aus. Die Leute verzichten nicht auf das Auto, die Parkplatzsuche dauert länger und damit steigt die Umweltbelastung. Sie fahren auch nicht weniger Auto, wenn man die Straßen nicht ausbaut und auf eine Sanierung verzichtet – das war das jahrelange Mantra grüner Verkehrspolitik. Das prominenteste Beispiel ist der grüne Kampf gegen den Ausbau der A100 in Berlin.
Auch im Alltag helfen uns die Grünen ein besseres Leben zu führen. Sie wollen Heizpilze verbieten. Dass erinnert an Thilo Sarazzin, der ja Hartz IV-Empfängern mal empfohlen hat, noch einen Pulli anzuziehen, wenn sie frieren. In dieser Reihe steht auch die grüne Umweltminister von Rheinland-Pfalz, die angesichts steigender Stromkosten den guten Rat gab, doch öfters mal das Licht auszuschalten. Paintball soll ebenso verboten werden, wie es künftig zwingend einen fleischfreien Tag an Schulen, Kitas und der Mensa meiner Uni geben soll.
Darum stellt die FAZ am 10. Mai 2013 fest: „(…) im September wird darüber entschieden, ob es in Deutschland noch mehr staatliche Regulierung, Bevormundung und Umverteilung geben wird und noch weniger Freiraum für die individuelle Entscheidung und Verantwortung des Bürgers als bisher schon.“
Der Höhepunkt für mich war die neue Aktion einiger grüner Politiker, auf Twitter mit @tatortwatch parallel zu jedem Tatort zu überprüfen, inwieweit der Drehbuchautor Bürgerrechte außer acht gelassen hat. Wer glaubt, dass der Tatort die Realität abbildet, der glaubt auch an den Osterhasen. Und der Tatort soll das auch gar nicht. Er soll uns einen spannenden Krimi liefern und möglichst den Fall in 90 Minuten lösen. Die grünen Tugendwächter achten aber jetzt schon im Fernsehen darauf, dass es da steril und genderkonform zugeht.
Wenn andere Fehler machen sind die Grünen also sofort zur Stelle und heben den moralischen Zeigefinger. Wenn eigene „Würdenträger“ als Steinewerfer gegen Polizisten oder als Pädophile identifiziert werden, dann sind das verzeihliche Jugendsünden. Über die Legitimierung des Kindesmissbrauchs durch Päderasten in den Reihen der Grünen und entsprechende Beschlüsse der Partei wollen wir gar nicht reden. Die Doppelmoral hat in der Bundesrepublik eine Farbe. Sie ist grün.
Der Stechschritt und die Pickelhaube waren das Symbol des deutschen Obrigkeitsstaates, der seinen Bürgern vorschrieb, was sie zu denken und für richtig zu halten hatten. Wer glaubt, dass die Fantasien eines solchen Staates im modernen Deutschland ausgeträumt seien, der irrt. Die Grünen haben der Pickelhaube nur einen Überzug aus Jute verpasst.
5. Juni 2013

Veröffentlicht unter Allgemein, Die Grünen, Kinderschänder/Pädophile, Politik, Politik Deutschland, Sarrazin, SPD, Umwelt, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Flughafen-Gegner – erbärmliche Toleranz!

Die Bürgeraktion PRO Flughafen hatte für letzten Freitag (31. Mai) anläßlich der Hauptversammlung der Flughafen-Gesellschaft Fraport AG zu einer Demonstration PRO Flughafen eingeladen, u. a. mit den Worten “Wir wollen friedlich demonstrieren…”

Die Demonstration fiel zwar buchstäblich ins Wasser – es regnete in Strömen. Aber sie bot den Flughafengegnern reichlich Gelegenheit zu zeigen, was sie unter “Toleranz” verstehen.

Obwohl die Veranstaltung polizeilich angemeldet und genehmigt war, versuchten Chaoten der Flughafengegner-Seite, sie z. T. mit Gewalt zu stören. Die PRO-Teilnehmer ließen sich jedoch nicht provozieren und blieben gelassen.

Das reizte offensichtlich einige Gegner ungemein und verführte sie dazu, mit nahezu allen Mitteln Streit zu suchen: Mit Gebrüll, schrägem Singsang, mit Megaphonen sowie mit die PRO-Teilnehmer verdeckenden Plakaten. Einige versuchten, PRO-Aktive wegzudrücken, sobald ein Pressevertreter auftauchte. “Rempeln” gehört wohl zum “guten Ton” so mancher Gegner. Einer von ihnen, der seine Primatenherkunft nicht verbergen konnte und jeden PRO-Menschen frech duzte, wurde gar handgreiflich. Es nützte nichts, die PRO blieb ruhig.

Ein besonderes Zeugnis ihrer Verblendung legten die Gegner zudem bei ihren endlosen und lauthalsen Rufen “Der Hahn muß weg!” ab, fordern sie doch sonst immer, Teile der Fraport müßten gerade auf den Hahn verlegt werden. Und nun soll also “der Hahn weg”! Über den doppelten Sinn hatten die Kameraden wohl nicht nachgedacht. Aus welcher Ecke sie kommen, wurde aus ihren Forderungen nach einer „neuen Gesellschaftsordnung“ deutlich. Das hat zwar nichts mit Flughafen zu tun, paßt aber zur „Frankfurter Schule“ – damit jeder weiß, was ihre eigentlichen Ziele sind.

Fazit: Mit solchen Leuten ist kein Dialog möglich. Da bleibt nur Verachtung. Ihren Zielen haben sie keinen Gefallen getan. Die PRO wird auch weiterhin alles tun, die Region mit dem Flughafen zu versöhnen. Dazu müssen aber beide Seiten bereit sein. Unflätiges Schreien hilft da nichts, sondern disqualifiziert die Gegner.

3. Juni 2013

Veröffentlicht unter Allgemein, Medien, Politik, Politik Deutschland, Umwelt, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Rosa Parkplätze am Flughafen Frankfurt

Linke haben manchmal Sorgen, die man echt verstehen können muß: 250 neue Parkplätze, nur für Frauen, hat die Frankfurter Flughafengesellschaft „Fraport AG“ eingerichtet – alles in Pink, 2,50 m extra-breit. Ist doch schön! Denkste. Nun motzt die Linken-Fraktionschefin im Hessischen Landtag, Janine Wissler: „Das ist skurril und klischeebeladen!“ Flughafen-Sprecher Hulick verteidigt die rosa Aktion: „Damit gehen wir auf Kundenwünsche ein.“ Aber die Grüne Wissler erinnert diese Farbe allzu sehr an Barbies Welt: „Alles in Pink, es läuft sanfte Musik, Dufte strömen aus der Lüftung (…) Das ist eher eine Karrikatur.“ Lieber Gott, hat die keine anderen Sorgen! Oder – frei nach Ludwig Thoma: „Himmel öffne Dich und laß Hirn regnen!“

Veröffentlicht unter Allgemein, Die Grünen, Die Linke, Linkspartei, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , ,