Korrektur zum Lunacek-Bericht

In einem Artikel vom 6. Februar ´14 hatte conservo sich kritisch mit dem Lunacek-Bericht befaßt und unter anderem bemängelt, daß auch Stimmen aus der EVP (europäische CDU) diesen Bericht im Europa-Parlament unterstützt hätten. So hatte ich u. a. geschrieben:

„Europa und Freiheit – es ist fünf nach zwölf

…Trotz massiver Proteste von rund 220.000 Bürgern hat das Europaparlament am 4.2.14 mit großer Mehrheit und beschämender Zahl von Gegenstimmen den „Lunacek-Bericht“ beschlossen – benannt nach der österreichischen Grünin Ulrike Lunacek. Er trägt die alarmierende Überschrift „EU-Fahrplan zur Bekämpfung von Homophobie und Diskriminierung aus Gründen der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität” und wurde von Lunacek in das EU-Parlament eingebracht.

Unter anderem heißt es in diesem Bericht: “Die Mitgliedstaaten sollten dafür Sorge tragen, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit gewährleistet sind, insbesondere, was Pride-Märsche und ähnliche Veranstaltungen betrifft, indem sie dafür sorgen, dass diese Veranstaltungen mit Genehmigung stattfinden können und die Teilnehmer effektiv geschützt werden.” Gefordert wird auch die Einrichtung eines „Sonderstraftatbestandes“ mit dem Titel „Hass aus Gründen der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität“, mit der Begründung: „”Die Mitgliedstaaten sollten registrieren, welche Verbrechen aus Hass gegen lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle Personen

(LGBTI = Lesben, Schwule/Gay, Bi-, Trans- und Intersexuelle) begangen werden, diese untersuchen und strafrechtliche Bestimmungen verabschieden, die die Aufstachelung zum Hass aus Gründen der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität verbieten.”

Mit Stimmen deutscher Christdemokraten

Lunacek hatte bisher schon mehrfach versucht, ihren Bericht im EP durchzuboxen, scheiterte aber jeweils an der Parlamentsmehrheit, besonders der EVP, der Konservativen und der Rechten. Vor wenigen Tagen hat sie ihren „Bericht“ mit kleinen Änderungen erneut ins EP eingebracht und nun eine Mehrheit gefunden, wobei es ein Skandal ist, daß auch einige Stimmen aus der EVP-Fraktion (CDU) ihr halfen, darunter die des so ehrenwerten früheren Präsidenten des EP, Hans-Gerd Pöttering (2007-2009). Sie wollten wohl ein Zeichen setzen für die „nach vorne offene“ Union. Nun marschieren wir also mittels EP-Hilfe kräftig weiter auf dem Marsch in den Gender-Staat…“

Soweit der Auszug aus meinem Artikel. Erst in der letzten Woche wurde ich darauf hingewiesen, daß sich Hans-Gert Pöttering, der frühere EP-Präsident, bei der Abstimmung über den Bericht völlig anders verhalten hat, als ich es dargestellt hatte. Die Achtung vor meinem Mitstreiter aus langen JU-Tagen gebietet es, daß ich meinen Artikel öffentlich korrigiere, obwohl ich – wie der nachfolgende Schriftwechsel zeigt – nichts manipuliert oder mißverstanden habe, sondern einer „schiefen“ Protokollführung aufgesessen bin. Da mein Artikel auch auf Felizitas Kübles „Christliches Forum“ („charismatismus.wordpress.com“) erschienen ist, gilt diese Klarstellung auch für sie:

—–Original-Nachricht—–

Betreff: Korrektur Abstimmungsverhalten Lunacek-Bericht, Tue, 15 Apr 2014 11:23:55

Von: POETTERING Hans-Gert <hans-gert.poettering@europarl.europa.eu>

An: “Peter.Helmes@t-online.de” <Peter.Helmes@t-online.de>, “Felizitas.kueble@web.de” <Felizitas.kueble@web.de>

Sehr geehrte Frau Küble, sehr geehrter Herr Helmes,

durch Reaktionen Ihrer Leserinnen und Leser ist uns aufgefallen, dass Sie über die Abstimmung über den Änderungsantrag Nummer 2 der Alternativen Entschließung A7-0009/2014 (Bericht Lunacek) berichtet haben. In Ihrem Artikel auf den Internetseiten des Christlichen Forums, wie auch auf der Webseite Familien-Schutz.de, steht die Information, dass sich Herr Dr. Pöttering bei besagter Abstimmung am 3. Februar 2014 enthalten hätte. Dabei handelt es sich um einen Irrtum. Herr Dr. Pöttering hat diesen Antrag abgelehnt.

Der Fehler ist nachvollziehbar, denn das Protokoll über die namentliche Abstimmung ist an dieser Stelle verwirrend, es ist dieser E-Mail angefügt. Der Name von Herrn Dr. Pöttering taucht hier zweimal auf, einmal bei “Enthaltung” und einmal bei “korrigiert, Ablehnung”. Bei den schnellen elektronischen Abstimmungen im Europäischen Parlament kann es, auch durch technische Probleme, immer wieder zu Fehlern kommen. Aus diesem Grund gibt es unmittelbar nach jeder namentlichen Abstimmung die Möglichkeit, die Stimmabgabe zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Wie Sie an diesem Beispiel sehen, mussten einige Stimmen korrigiert werden. Im Protokoll tauchen dann die Namen bei dem ursprünglich falschen Votum auf, sowie unter “korrigiert”. Dies ist nicht immer leicht zu erkennen. Ich möchte Sie bitten, diesen Fehler auf Ihren jeweiligen Informationsplattformen klarzustellen. Die Reaktionen zeigen, zu welch falschen Schlussfolgerungen dieser Irrtum führt.

Herr Dr. Pöttering hat sich mit seiner Arbeit im Europäischen Parlament seit 1979 stets für die Würde des Menschen und das christliche Erbe als tragendes Wertefundament auf dem die Europäische Union mit ihren über 500 Millionen Bürgerinnen und Bürgern ruht, eingesetzt. Er wird dies auch in der verbleibenden Zeit seines Mandates so fortsetzen.

Mit besten Grüßen, auch im Namen von Herrn Dr. Pöttering,

Victoria Nguyen

Büro Dr. Hans-Gert Pöttering MdEP Präsident des Europäischen Parlaments a.D. Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung Victoria Alice Nguyen Außenpolitische Referentin PHS 07 B 029, Rue Wiertz 60, B – 1047 Brüssel, Tel: +32 (0) 2 28 37769, victoriaalice.nguyen@europarl.europa.eu

Und hier meine Antwort an Pöttering:

Lieber Hans-Gert,

herzlichen Dank für die Klarstellung. Diese Nachricht war mir tatsächlich so nicht bekannt, da das Protokoll für mich eine andere Interpretation erlaubte. Ich werde sie selbstverständlich als Korrekturmeldung auf meinen Seiten bringen.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei Deiner Arbeit – die ich als “alter Europäer” (ehem. Generalsekretär der Europäischen Jungen Christdemokraten und Konservativen) stets aufmerksam und kritisch begleite – und gute Gesundheit!

Herzliche Grüße, Peter Helmes, (ehem. langjähriger JU-Bundesgeschäftsführer)

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Tugendterror oder Meinungsterror?

Es ist seit langem immer wieder dasselbe: Kaum kritisiert jemand den Zeitgeist und seine unerträglichen Linksausleger, zeigen sich zum großen Teil hysterische und von Profilneurosen gezeichnete Reaktionen, besonders aus dem Bereich gleichgeschalteter Medien. Ob der Gescholtene Thilo Sarrazin, Akif Pirinçci oder Henryk M. Broder heißt, ist egal, das Kampfmittel ist gleich: Vernichtung um jeden Preis! Doch nun gerät diese Vernichtungswelle an ihre Grenzen:

Es geht nämlich jetzt um Akif, einen deutschen Autor türkischer Abstammung, der bisher lediglich durch spannende Katzenkrimis eine breite Bekanntheit und eine große Leserschaft erreicht hat, aber zu politischen Feldern noch nicht vorgedrungen war. Das hat sich radikal geändert. Der Mann redet Klartext, polarisiert und provoziert. Die vereinigte Linke ist sprachlos und kriegt das Nervenflattern. Die sonst übliche Faschismus- bzw. Nazikeule muß in der linken Asservatenkammer bleiben; denn der Mann ist Türke, ein nach Deutschland eingebürgerter. Der von mir hochgeachtete Chefredakteur von „Journalistenwatch“, Thomas Böhm (http://journalistenwatch.com/cms/), schreibt auf seinem blog: „…Akif Pirinçci hat das geschafft, was vielen Autoren vorher nicht gelungen ist. Er hat mit „Deutschland von Sinnen“ die Mainstream-Journalisten aus der Reserve gelockt und sie gleichzeitig als das bloßgestellt, was sie sind: Handlanger und Profiteure eines fettgefressenen Systems, die das wieder ausspucken, was ihnen von der Politik in den Hals gestopft oder auf den Redaktionstisch gelegt wurde…

…Bei so viel Schnappatmung (der Begriff „Rezension“ wäre in diesem Zusammenhang übertrieben) bleibt den linksseitig gelähmten Wiederkäuern natürlich nicht genügend Luft, Akif Pirinçci inhaltlich zu widerlegen, sich überhaupt ernsthaft mit seinen Thesen auseinanderzusetzen. Also lenken sie auf Akifs Schreibstil ab. Und genau das ist der Punkt. Akif verwendet die Sprache des Volkes, fernab von hohlen intellektuellen Phrasen gibt er das wieder, was unten auf der Straße und in den Kneipen – mehr und mehr hinter vorgehaltener Hand (Feind hört mit) – geredet wird. Diese Sprache allerdings war und ist unseren feinen Herren, die auf ihren angewärmten Redaktionsstühlen kleben, schon immer ein Graus. Das System ist gut eingespielt, und so findet die Zensur im Kopf statt. Kein Wunder also, daß sie alle durchdrehen, wenn jemand mit scharfer schwarzer Tinte und spitzer Feder ihr Nest beschmutzt und zerkratzt.“ Dem ist nichts hinzuzufügen – außer der Empfehlung, das Buch zu lesen.

Mit der Verurteilung von Pirinçci und Genossen wird zugleich der Verlust der Meinungsfreiheit in unserer Gesellschaft deutlich, der mit einem ausufernden, von Sarrazin so bezeichneten „Tugendterror“ einhergeht. Die gegenwärtige Meinungsmafia – so bezeichnet sie u. a. der Medienwissenschaftler Norbert Bolz – ist ein Konglomerat von gesellschaftlich schwer situierbaren Grünen und noch diffuseren „Linken“, begleitet von einem Konzert gleichgeschalteter, geneigter Medien – die moderne Erscheinung eines neuen Jakobinertums. Wenn man sie genauer untersucht, kommt ein erbärmliches Häuflein linker Pharisäer heraus – ein alternatives Spießertum.

Das von der behaupteten „moralischen Mehrheit“ getragene Meinungsmonopol und die damit einhergehende intellektuelle Gleichschaltung bedeuten nichts weniger als den Verlust eines unserer wesentlichen Grundrechte: Man muß doch grundsätzlich über alles reden dürfen, ohne daß die Meute politisch Korrekter über einen herfällt! Nur dann, wenn man andere Meinungen gelten läßt, kann man in einem freien Austausch von Argumenten in einem dialektischen Prozeß gesellschaftliche Fortschritte erzielen. Aber offensichtlich ist das genau der Juckelpunkt, der die politisch Korrekten verwirrt: Ein dialektischer Prozeß erfordert Offenheit für Argumente. Wenn mein Weltbild aber geschlossen ist und nicht zur Disposition gestellt wird, kann ich keinen Dialog mehr führen.

Seelenlose politische Korrektheit und oberflächliche Pseudo- bzw. Doppelmoral vergiften das gesellschaftliche Klima. Und das erst recht in einem Land der „Dichter und Denker“, in dem ein gewisser Immanuel Kant einst nicht nur seinen „kategorischen Imperativ“ formulierte, sondern auch die Forderung erhob: „Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Wie aber soll mancher das erreichen, der keinen hat?!

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Fatale Aussenpolitik: Steinmeier mutiert zum Vasallen Putins

SteiniGastkommentar von Freddy Kühne

Steinmeier formuliert es ungefähr so: man müsse die Nachbarn Russlands – wie beispielsweise die Ukraine – nicht mehr länger vor eine Entweder-Oder-Entscheidung stellen. Damit übernimmt Steimeier ohne Not die ultimative Forderung Russlands nach einer Neutralität der Ukraine und tut noch dabei so, als wäre es seine eigene Idee, zwischen der Nato und Russland neutrale Pufferzonen einzurichten.

Steinmeiers neue Ostpolitik soll Russland eine Einflusssphäre garantieren. Dabei ist Steinmeier der Wille der Menschen in der Ukraine, in Moldawien und Georgien egal. Steinmeier fällt zurück in die Aussenpolitik des 18. und 19. und 20. Jahrhunderts, in welcher Deutschland zusammen mit Russland auf Kosten der zwischen ihnen liegenden Staaten Kompromisse machen. Diese Ostpolitik von Steinmeier verrät die Interessen unserer europäischen Nachbarn Polens, des Baltikums, der Ukraine und anderer osteuropäischer Staaten.

Die Rücksichtnahme auf eine 3/4 Diktatur Russlands, in der die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit und andere Freiheiten eingeschränkt ist, ist nicht hinnehmbar und sendet falsche Signale aus. Signale der Ermunterung an Moskau: du darfst weiter unfair spielen und dich nicht an die Völkerrechtsgesetzgebung halten. Signale an Osteuropa: Deutschland ist eine gute Handelsbeziehung zu Moskau wichtiger, als die Freiheit der Osteuropäer. Steinmeier folgt damit dem uralten sozialdemokratischen Instinkt, es sich mit den vermeintlichen Sozialisten in Moskau gut einzurichten und damit ein Gegengewicht zur Westbindung der Bundesrepublik zu erstellen, die Konrad Adenauer gegen den Willen der moskaugeneigten SPD durchgesetzt hat.

Fatal ist an dieser im vorauseilenden Gehorsam den Russen unterwürfigen Ostpolitik, dass diese zur Neutralität gezwungenen Staaten jederzeit der Willkür und Arroganz russicher Macht ausgesetzt sein werden. Die Instrumente dazu sind bekannt: Drehen an der Gaspreisspirale, Drehen am Gashahn, Verweigern von niedrigen Zöllen – oder aber auch Hineinzwängen in eine eurasische Zollunion – bis hin zu militärischen Muskelspielen oder Abspaltungen. Folge dieser militärisch schwachen neutralen Staaten direkt an der Grenze zu Moskau könnte dauerhafte Unsicherheit und latenter Unfrieden sein.

Steinmeier liefert Osteuropa damit fahrlässig der Willkür Russlands aus. Er könnte damit ungewollt den Grundstein für weitere später folgende militärische Eroberungen Moskaus legen.

Umfragen zur öffentlichen Meinung in der Ukraine ergeben ganz klar, dass sich nur 28 Prozent der ukrainischen Bürger gegen einen EU – Beitritt, 53 Prozent aber dafür aussprechen. Zugleich zeigen die Umfragen aber einen großen Riss innerhalb der Ukraine: im Westen und in der Zentralukraine sprechen sich zwischen 90 und 73 Prozent für einen EU-Beitritt aus. Im Süden sind es nur 29 und in der Ostukraine sogar nur 22 Prozent. Eine Hinwendung zu einem eurasischen Bündnis aus Russland, Weißrussland und Kasachstan befürworten in der Ukraine jedoch lediglich nur zwischen 6 und 11 Prozent der Bevölkerung.

 

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SPD im großen Frust

frustSie können einem fast leidtun, die lieben Genossen. Da sind sie nach der Koalitionsbildung mit hochmotivierten Ministerlehrlingen gestartet, ihr Dirigent hat schon Muskelkater vom vielen Fuchteln mit dem Taktstock, der Außenminister tut so, als ob er mit der SPD nichts zu tun hätte und flüchtet sich ins Ausland, die Generalsekretärin kennt niemand – und die Umfragen zeigen die Partei im Keller , je nach Woche bei 23-25 Prozent. Es sind doch bitte schön die Sozialdemokraten, die den Regierungskarren ziehen, die die Räder in Schwung bringen, meinen sie. Kein Wunder, daß sich die SPD unverstanden fühlt. Undankbares Wahlvolk!

Und genau da liegt der Hund begraben. Die SPD arbeitet derzeit ihr Wahlprogramm ab – zugegebenermaßen zügig und konsequent. Aber am Volk vorbei! Die SPD beglückt lediglich ihr eigenes Wahlvolk und verwechselt es mit dem ganzen Volk, das schon bei der Bundestagswahl herzlich wenig vom sozialistischen Beglückungsprogramm wissen wollte und die SPD mit höchst bescheidenem Ergebnis nachhause schickte. Weder Mindestlohn noch Rente mit 63, Mütterrente oder Frauenquote bei DAX-Unternehmen usw. reißen das Publikum vom Hocker. Und wo die SPD mal glänzen könnte – z. B. Pflegereform oder Betreuungsthema – ruft die allgegenwärtige Bundeskanzlerin: „Ick bün all dor!“ Das schafft Frust.

SPD-Gewinnerthema

Die neue SPD-Generalsekretärin Fahimi sucht derweil verzweifelt, von sich reden zu machen. Angesichts der Kritik an der Nahleschen „Rente mit 63“ wirft sie sich mit ihrem ganzen Federgewicht an die Front und ruft: „Mit mir nicht! Keine Änderung des Rentenplanes!“

Ihre Begründung ist klasse – ein klassisches SPD-Eigentor. Frau Fahimi meint nämlich, daß es sich bei der Rente um ein „Gewinnerthema“ handele, und schließlich sei die überwiegende Mehrheit dafür. Basta. So ist das also, wenn die SPD dem Volk aufs Maul schaut. „Gewinnerthema!“ Das muß man sich merken; denn es könnte das „Sesam-öffne-Dich“ für ganz neue Problembereiche bilden:

Wie wär´s denn z. B. mit dem Benzinpreis? Da könnte man doch glatt eine Halbierung fordern! Schließlich ist doch wohl die Mehrheit der Bevölkerung gewiß dafür. Oder wie wär´s mit dem oft geforderten längeren Urlaub, oder dem Abitur für alle oder dem „Freibier für alle“? Wenn ich recht nachdenke, fallen mir bestimmt noch viele Gewinnerthemen ein. Doch es hilft nichts, ein Gewinnerthema wird die SPD so wohl eher nicht.

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Grün-roter Angriff auf die Wahlfreiheit

1rlfNur mit richterlicher Notbremse konnte die Absicht der Grün-Roten in Rheinland-Pfalz verhindert werden, den Bürgern bei der Wahl im Mai das Ausfüllen des Stimmzettels zu „erleichtern“. Wie immer nahm auch in diesem Fall die Presse kaum Notiz von diesem Bevormundungsversuch, der wirklich als Skandal bezeichnet werden muß.

Der Plan war so einfach wie hinterlistig und undemokratisch: Damit die Wähler endlich wachwerden, hatten die Grün-Roten auf den Stimmzetteln und Kandidatenlisten zur Kommunalwahl am 25. Mai einen besonderen Aufdruck vorgesehen, der den Frauenanteil im jeweiligen Ortsparlament sowie den Zusatz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ angeben sollte. Damit wollte die rheinland-pfälzische Regierungsmehrheit die Wähler animieren, die Frauenquote von zuletzt 16,8 Prozent in den Räten und Kreistagen zu erhöhen.

Der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz (VGH) machte aber einen radikalen Strich durch diese Planung und verbot den Zusatz, der verfassungswidrig sei und die Freiheit der Wahl verletze. Mehr noch, der VGH wies ausdrücklich darauf hin, daß die Bürger ein Recht hätten, „in der Wahlkabine in Ruhe gelassen zu werden.“ Beim Wahlgang müsse „sich die Willensbildung vom Volk zu den Staatsorganen hin vollziehen, nicht umgekehrt von den Staatsorganen zum Volk…“

So weit, so gut, könnten sich die CDU-Opposition und die Bürger denken. Aber so weit ist gar nichts gut; denn der Vorgang zeigt die Denkart der grün-roten Genossen, die aufzeigt, was wir noch zu gewärtigen haben werden. Als zweite Stufe war angedacht, eine solche „Mahnung“ auch auf die (eingebürgerten) Migranten anzuwenden – um damit an die Bürger zu appellieren, doch bitte schön den muslimischen Mitbürgern eine adäquate Vertretung in den Gemeindegremien zu sichern. Und dann kämen gewiß auch andere Gruppen auf diese Idee: Wie wär´s mit dem Ausweisen eines Katholiken- bzw. Protestantenanteils, von Senioren oder Behinderten, von Fußballern und Radfahrern oder Tierschützern und Hundehaltern usw.? Hier hätten die Grün-Roten beinahe ein Faß aufgemacht, besoffen von ihrem vermeintlichen Auftrag, den neuen Menschen, einen besseren Bürger zu schaffen! Bleibt noch eine weitere Erkenntnis: Das Beispiel zeigt wieder einmal, wie sich die einst stolze SPD am Nasenring durch die grüne Sauce schleifen läßt.

Es bleibt zu hoffen, daß es nun kein beleidigtes Zurückrudern gibt, sondern vielmehr die Erkenntnis, sich auf einem fundamentalen Demokratiefeld, nämlich der grundgesetzlichen Garantie für die Freiheit und Unabhängigkeit jeder Wahl, nicht verrennen zu dürfen. Wehret den Anfängen!

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Fakten statt Emotionen – Klimapolitik ohne Katastrophe

 

Dr. Wolfgang Thüne

Dr. Wolfgang Thüne

Von Dr. Wolfgang Thüne

Unser Gefühlsleben ist keine konstante Größe und kann durch Neigungseinflüsse schnell aus der Balance geraten. Manchmal genügt ein Wort, um eine Stimmung plötzlich zu verändern und Zuneigung in Abneigung zu verwandeln. Wenn zwischen Menschen Liebe in Hass umschlägt, dann ist das eine Klimakatastrophe, die in Feindschaft, Trennung, Scheidung, gar zu Mord und Totschlag führen kann.

Es ist Aufgabe eines jeden Staates und der gesamten Staatengemeinschaft, eine Politik zu betreiben, die dem „Frieden auf Erden“ dient. Das wäre im wahrsten Sinne des Wortes eine „Klimapolitik ohne Katastrophe“. Gelänge es, alle Neigungsverhältnisse wie Egoismen aller Menschen untereinander sorgsam auszutarieren und zu stabilisieren, Missgunst und Neid könnten unterbunden und Kriege vermieden werden. Hierauf sollte sich die Politik konzentrieren. Dies wäre Klimapolitik in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes „Klima“, das aus dem Griechischen kommt und „Neigung“ bedeutet. In allen Familien, Verbänden, Vereinen, Völkern und Staaten gibt es unzählige Bereiche, um ein „gutes Klima“ zu schaffen. Denken Sie an das Arbeitsklima, das Betriebsklima, das gesellschaftliche, politische und soziale Klima, das Konjunktur-, Wirtschafts- und Finanzklima, das Börsenklima. Der Grieche Heraklit sagte einmal „Alles fließt!“ Doch wie schnell und in welche Richtung ein Strom fließt, das hängt von der Neigung, dem Klima ab.

Jeder Mensch wünscht sich allzeit ein „gutes Klima“, aber genau das wünschen sich alle anderen auch, so dass es Konflikte gibt. All die vielen persönlich wie gesellschaftlich sehr unterschiedlichen Neigungsströme friedlich nach rechtsstaatlichen Kriterien zu koordinieren und vor Problemen, ja Turbulenzen oder gar revolutionären Umbrüchen zu bewahren, das wäre eine sinnvolle Klimapolitik. Ihr Zweck ist, Katastrophen zu verhindern und nicht herbeizureden, wie es der US-Außenminister John Kerry in Indonesien getan hat. Das Handelsblatt vom 16. Februar 2014 zitierte Kerry: „In gewisser Weise kann der Klimawandel jetzt als eine weitere Massenvernichtungswaffe betrachtet werden, vielleicht sogar als die fürchterlichste Waffe der Welt.“ Hätte er vorher bloß den Rat des Philosophen Friedrich Hegel beherzigt, der mahnte, dass am Anfang jeder wissenschaftlichen Arbeit „die Arbeit am Begriff“ stehen müsse.

Der Klimawandel als Neigungswandel ist das Natürlichste auf der Welt. Wohl nichts ändert sich schneller als der Neigungswinkel der Sonnenstrahlen, wie jede Sonnenuhr zeigt. Die älteste Naturwissenschaft ist die Himmelskunde, die Astronomie. Die Beobachtung des Wechsels von Tag und Nacht, des Wechsels des Neigungswinkels der Sonnenstrahlen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und auch des Höhenwinkels der Sonne im Jahresverlauf, mit dem auch der Wechsel der Tageslänge korrespondierte, alles führte zu der Erkenntnis, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Steht die Sonne tief am Horizont, sind die Tage kurz, ist es Winter. Nach der Wintersonnenwende am 21. Dezember steigt die Sonne höher, werden die Tage länger, nimmt die Intensität der Sonnenstrahlung zu, wird es wärmer. Astronomische Beobachtungen führten die Griechen dazu, die kugelförmige sich täglich um die eigne Achse drehende wie jährlich die Sonne umrundende Erde in Klima- oder Neigungszonen einzuteilen. Den Bereich zwischen Äquator und den Wendekreisen in 23,5 Grad nördlicher wie südlicher Breite, wo mindestens einmal im Jahr die Sonne im Zenit steht, nannten sie Tropenzone. Den Bereich von den Polen bis zu den Polarkreisen in 66,5 Grad nördlicher wie südlicher Breite nannten sie Polarzone. Der Bereich zwischen jeweils 23,5 und 66,5 Grad war für sie die gemäßigte Zone. Diese solare Klimazonierung liegt allen Klimaklassifikationen zugrunde.

Die antik-astronomische, sich an der solaren Beleuchtung orientierende Klimaeinteilung besagt, dass die Neigung und Intensität der Sonnenstrahlung wie ihr jahreszeitlicher Verlauf von der geographischen Breite abhängen. Daher gibt es eine vom Äquator hin zu den Polkappen gerichtete Temperaturabnahme. Am Strahlungsgenuss orientierte sich Wladimir Peter Köppen (1846-1940), der 1936 mit seinem Werk „Geographisches System der Klimate“ die erste objektive Klimaklassifizierung der Erde vorlegte und dabei Temperaturdaten, Niederschlagsdaten und die Vegetation einbezog. Er unterteilte die Erde in fünf Klimazonen: Tropische Klimate, Trockenklimate, Warmgemäßigte Klimate, Schneewaldklimate, Eisklimate. Der Äquator als Wärmepol mit den thermisch aufsteigenden Luftmassen ist der solare Motor für die Allgemeine Zirkulation, die das geographisch extrem unterschiedliche Wetter auf der Erde erzeugt. Ebenso wenig wie ein „Globalwetter“ gibt es ein „Globalklima“.

Der US-Außenminister John Kerry war nicht gut beraten, einen Rundumschlag gegen die „Leugner des Klimawandels“ zu führen und sie mit denen zu vergleichen, die im Mittelalter glaubten, dass die Erde eine Scheibe ist. Unter dem Hinweis, dass sich die Klimaexperten einig seien, dass sich Kohlenstoffdioxid und andere Treibhausgase „als Schicht um die Erde anreichern und wie eine Art Gewächshaus die Sonnenenergie festhalten“ polterte er lautstark: „Wir haben einfach keine Zeit, um ein paar lautstarke Interessengruppen die Debatte an sich reißen zu lassen.“ Eine kleine Gruppe „schlechter Wissenschaftler und Ideologen“ dürfe nicht wissenschaftliche Tatsachen infrage stellen.

Im Schutz einer vermeintlichen Meinungsmehrheit ist leicht agieren, aber ist Mehrheit, ist Konsens ein wissenschaftliches Argument? Ich habe für diesen Vortrag zwei Bücher herangezogen: 1. Stefan Rahmstorf und Hans Joachim Schellnhuber, Der Klimawandel (2012); 2. Sven Plöger, Gute Aussichten für morgen. Wie wir den Klimawandel bewältigen und die Energiewende schaffen können (2012). Herausgeber dieses Buches ist die Bundeszentrale für politische Bildung. Sven Plöger ist ein ARD-bekannter Meteorologe und soll die Klimapolitik der Bundesregierung argumentativ in der Bildungspolitik stützen. Er bekennt: „Auch wir, die wir „vom Fach“ sind müssen uns einer Prüfung gefallen lassen.“ Das werde ich tun, sozusagen in einer Art Peer-Review-Verfahren. Seien Sie gespannt. Schellnhuber und Rahmstorf sind wohlbekannter Physiker. Sie leiten das PIK, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Beide sind auch im WBGU, dem „Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen“. Dieser wird von Professor Dr. Schellnhuber geführt und propagiert offen die „Große Transformation“. Sie schreiben: „Nach Lektüre dieses Buches wird der Leser hoffentlich unserer Ansicht zustimmen, dass die Bewältigung des Klimawandels einer Feuertaufe für die im Entstehen begriffene Weltgesellschaft darstellt.“ Ich kann dieser Ansicht nicht zustimmen.

Aber nun ins Detail. Was sagen uns die Klimaexperten Rahmtorf und Schellnhuber? „Das Klima unseres Heimatplaneten hat immer wieder spektakuläre Wandlungen durchgemacht. In der Kreidezeit (vor 140 bis 65 Millionen Jahren) stapften selbst in arktischen Breiten riesige Saurier durch subtropische Vegetation, und der CO2-Gehalt der Atmosphäre war ein Vielfaches höher als heute. Dann kühlte sich die Erde langsam ab und pendelt nun seit zwei bis drei Millionen Jahren regelmäßig zwischen Eiszeiten und Warmzeiten hin und her.“ (S.9) Einige Seiten weiter heißt es: „Die Daten zeigen zwei Phasen mit niedrigem CO2-Gehalt: die jüngere Klimageschichte der vergangenen Millionen Jahre und einen Zeitraum vor 300 Millionen Jahren. Ansonsten lag der CO2-Gehalt zumeist wesentlich höher, über 1000 ppm (parts per million).“ (S.17) Einige Seiten später: „Die Klimageschichte hat auch handfeste Überraschungen zu bieten. Im Verlauf der letzten Eiszeit kam es über zwanzigmal zu plötzlichen, dramatischen Klimawechseln. Innerhalb von nur ein bis zwei Jahrzehnten stieg in Grönland die Temperatur um bis zu 12°C an und blieb dann mehrere Jahrhunderte warm.“ (S.23) Dann beschreiben Sie das Klima des Holozäns, „der Warmzeit, in der wir seit 10 000 Jahren leben. Das Holozän ist nicht nur durch ein warmes, sondern auch durch ein vergleichsweise stabiles Klima gekennzeichnet.“ (S.25)

Doch wie sieht das „stabile Klima“ aus? Ich zitiere: „Von besonderem Interesse sind die Klimaschwankungen der letzten Jahrtausende, sind sie uns doch historisch am nächsten. Ein interessantes Beispiel ist das Schicksal der Wikingersiedlung in Grönland. Daten vom nächstgelegenen Eisbohrkern Dye 3 im Süden Grönlands zeigen, dass das Klima dort besonders warm war, als Erik der Rote im Jahr 982 seine Siedlung gründete. Doch die guten Bedingungen hielten nicht an, sondern sie verschlechterten sich in den folgenden 200 Jahren immer mehr. Eine vorübergehende Warmphase im 13. Jahrhundert gab nochmals Hoffnung, aber im späten 14. Jahrhundert war das Klima so kalt geworden, dass die Siedlung wieder aufgegeben werden musste. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die warmen Temperaturen des Mittelalters in Südgrönland wieder erreicht.“ (S.26) Wenige Seiten vorher heißt es: „In den letzten Eiszeitzyklen haben die Kaltphasen meist viel länger angehalten (~90 000 Jahre) als die Warmphasen (~10 000 Jahre). Wenn das auch für das Holozän gälte, müsste es bald zu Ende sein.“ (S.21)

Zum Schluss des Kapitels „Klimageschichte“ eine Wertung der Autoren: „Die Klimageschichte belegt vor allem die dramatische Wechselhaftigkeit des Klimas. Das Klimasystem ist ein sensibles System, … zudem ein nichtlineares System, das … zu sprunghaften Änderungen neigt. Das Klima ist kein „träges Faultier, sondern gleicht einem wilden Biest“, wie es der bekannte amerikanische Klimatologe Wallace Broeker einmal formulierte.“ Dabei hatten sie am Anfang des Kapitels noch frohlockt: „Zum Glück ist die Berechnung von Klimagrößen (also Mittelwerten) einfacher als die Wettervorhersage, denn Wetter ist stochastisch und wird stark durch Zufallsschwankungen geprägt, das Klima dagegen kaum.“ Was heißt das im Klartext? Den Klimaverlauf zu rekonstruieren, bedeutet keineswegs, ihn auch ursächlich erklären zu können. Daher auch die Ungenauigkeiten und Widersprüche. Trotz der statistischen Mittelung übertragen sich die „Zufallsschwankungen“ des Wetters auf das Klima und spiegeln sich in dessen Schwankungen wider!

Haben Sie genau zugehört? Sind Ihnen die zahlreichen Widersprüche aufgefallen? Es ist schlimmer, man schreibt ein Buch über den „Klimawandel“ und erwähnt mit keinem Wort, was Klima bedeutet und wie Klima definiert ist. Klima ist statistisch vom Wetter abgeleitet und daher ein Abstraktum, ein rein wissenschaftliches Konstrukt ohne reale Existenz. Natürlich ist es leichter, „Mittelwerte“ aus vergangenen Wetterdaten zu berechnen, als Wettervorhersagen zu machen. Die Definition von Klima sagt aber auch, dass die einzig sinnvolle Darstellung des Klimaablaufs darin bestünde, gleitende 30-jährige Mittel zu zeichnen, um die Schwankungen des Wetters in der Zeit, wenn auch geglättet, zu verfolgen. Doch dies wird bewusst unterlassen, um ständig neue Anomalien zu konstruieren, wie jetzt wieder im Fünften Sachstandsbericht des IPCC der am 31. März 2014 in Yokohama der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Das Papier für „politische Entscheidungsträger“ beginnt mit dem rätselhaften aber furchterregenden Satz: „Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig, und viele dieser seit den 1950 Jahren beobachteten Veränderungen sind seit Jahrzehnten bis Jahrtausenden nie aufgetreten.“ Ohne konkrete Angaben, ohne geringsten Beweis werden Behauptungen in die Welt gesetzt, um Panikstimmung zu erzeugen. Deswegen hat der Klimaökonom Richard Tol demonstrativ seine Unterschrift zurückgezogen.

In dem Teilbericht 1 „Wissenschaftliche Grundlagen“ wird festgestellt, dass Klimadaten seit Mitte des 19. Jahrhunderts vorliegen, aber erst seit den 1950er Jahren „in ausreichender Vollständigkeit und Qualität.“ Dennoch wird behauptet: „Die globale Mitteltemperatur in Bodennähe stieg im Zeitraum von 1880 bis 2012 um 0,85°C. Jedes der drei vergangenen Jahrzehnte war wärmer als alle vorhergehenden seit 1850. In der Nordhemisphäre war die letzte 30-jährige Periode (von 1983 bis 2012) die wärmste seit 1 400 Jahren.“ Es gehört schon viel manipulative geistige Energie dazu, um solche Texte zu konstruieren. Was leitet der Weltklimarat IPCC daraus ab? „Risiken für Menschen bestehen durch die Beeinträchtigung von Dienstleistungen der Natur (z.B. durch Extremtemperaturen, Dürreperioden, Überflutungen, Ozeanerwärmung und –versauerung sowie den daraus resultierenden Verlusten an Biodiversität und Produktivität von Ökosystemen und Landwirtschaft) sowie durch Schäden an Infrastrukturen und Landverluste (z.B. durch Meeresspiegelanstieg).“ Solche Texte sind ein Fundgrube für alarmistische Schlagzeilen. Sie werden den Journalisten geradezu in den Mund gelegt!

Weiter der IPCC: „Zunehmender Klimawandel verlangsamt das Wirtschaftswachstum, gefährdet die Ernährungssicherheit, verschärft soziale Ungleichheiten und birgt damit die Gefahr gewaltsamer Konflikte und verstärkter Migrationsbewegungen.“ Das Wetter eine „Dienstleistung der Natur“? Wenn das Wetter uns ärgert, warum verzichten wir nicht einfach auf diese Dienstleistung? Der Mensch ist als „Endprodukt“ von Evolution oder Schöpfung in die Natur gestellt worden und hat es vorteilhaft verstanden, sich bei der Ausbreitung über die Erde stets klug den unterschiedlichsten Wetterbedingungen anzupassen. Doch zurück zum Kapitel „Aus der Geschichte lernen“ von Rahmtorf und Schellnhuber. Sie sprachen von den „spektakulären Wandlungen des Klima“, dem „Vielfach höheren CO2-Gehalt der Luft“ und fuhren dann fort: „Dann kühlte sich die Erde langsam ab…“ Die Frage „Warum“ ließen sie offen. Wieder ohne Erklärung schreiben sie im gleichen Kapitel: „dreht man am CO2 (wie derzeit der Mensch), so folgt wenig später die Temperatur“. Doch wie konnten Menschen am CO2 drehen, lange bevor es sie gab? Man muss genau lesen, um solche Feinsinnigkeiten nicht zu überlesen.

Hätten die Experten doch nur den Ersten Bericht der Enquete-Kommission „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre“ vom 2. November 1988 gelesen, dem der Bundestag einhellig zugestimmt hat. Darin steht: „Die Gase in der Atmosphäre absorbieren die IR-Strahlung der Erdoberfläche in den meisten Spektralbereichen stark, in einigen dagegen nur geringfügig, wie etwa im Spektralbereich 7 bis 13µm. In diesem Bereich stammt der größte Teil der IR-Strahlung von der Erdoberfläche. Er wird als „offenes atmosphärisches Strahlungsfenster“ bezeichnet, da hier am wenigstens Wasserdampf- und Kohlendioxidabsorption stattfindet. 70 bis 90% der Abstrahlung der Erdoberfläche gelangen hier direkt in den Weltraum“ (S.371). Sodann heißt es: „Der Treibhauseffekt durch CO2 wird im wesentlichen durch seine Absorptionsbande bei 15 µm bewerkstelligt.“ Dies ist die Erklärung dafür, dass die Erde sich auch trotz einer Atmosphäre, die Unmengen von Wasserdampf und CO2 enthielt, abkühlen konnte, unter die kritische Temperatur von 100°C (373 K). Bei Unterschreiten der 100°C begann der Wasserdampf zu kondensieren. Erstmals bildeten sich Wolken. Es setzten sintflutartige Regenfälle ein, denen die Ozeane ihre Existenz verdanken. Warum? Das „Strahlungsfenster“ war offen, ist offen und wird offen bleiben! Die Erde ist kein Treibhaus und das ist die Überlebensgarantie für Fauna und Flora, für alles Leben auf Erden. Kritisch wird es für alles Leben erst, wenn manche Wunschträume nach einer „CO2-freien Atmosphäre“ Wirklichkeit würden. Dann würde bei der Photosynthese ein notwendiges Glied fehlen. Das CO2 ist ein Grundnahrungsmittel und kein „Umweltgift“! Ohne diesen „Schadstoff“ würde den grünen Pflanzen die Existenzgrundlage entzogen, würde das Symbol der „Grünen“, die Sonnenblume, sterben. Man sieht es auch beim Wasser. Fehlt dieses, dann vertrocknen die Pflanzen, mag der CO2-Gehalt der Luft noch so hoch sein. CO2, H2O und das Sonnenlicht sind unverzichtbar für grüne Pflanzen. Fehlt ein Faktor, dann gibt es keine Nahrungs- und Sauerstoffproduktion mehr. Allem Leben auf der Erde wäre die Existenzgrundlage entzogen.

Ziehen wir wieder Sven Plöger hinzu. Er beschreibt, dass die „zweite Atmosphäre“ wahrscheinlich zu „70% aus Wasserdampf und zu 25% aus Kohlendioxid“ bestand und fährt fort: „Der junge Planet kühlte sich weiter ab, und deshalb konnte der Wasserdampf nun kondensieren: Die wohl längste „Schlechtwetterperiode“ auf Erden setze ein. Etwa 40 000 Jahre hat es durchgeregnet, aber kräftig. Rund 3000 Liter Wasser fielen pro Tag auf jeden Quadratmeter… Infolgedessen entstanden unsere Ozeane.“ Die folgende „dritte Atmosphäre“ bestand hauptsächlich aus Stickstoff und Kohlendioxid, bevor Cyanobakterien (Blaualgen) als Vorstufe der grünen Pflanzen begannen, Photosynthese zu betreiben und dabei Sauerstoff abzugeben. Die Begrünung der Landmassen begann schließlich vor rund 440 Millionen Jahren. Heute leben wir in der „vierten Atmosphäre“ mit 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff und 0,04% (400 ppm) Kohlenstoffdioxid. (S.47) Sven Plöger nennt einige Zahlen, um ein „Gefühl für CO2-Konzentrationen“ zu geben: Die Bedingungen für unsere Pflanzen wären bei 1000 ppm ideal; die maximale Arbeitsplatzkonzentration liegt bei 5000 ppm; die Luft, die wir ausatmen, enthält 40 000 ppm; Bewusstlosigkeit und Tod treten ab 80 000 ppm ein.

Sven Plöger verhält sich stets „politisch korrekt“, aber sein Buch enthält Stolpersteine, die zum Nachdenken anregen. Beispiel: „Wetter können wir mit unseren Sinnesorganen fühlen, es zu erleben löst unmittelbar Empfindungen in uns aus. Wetter ist uns emotional sehr nah. Klima hingegen ist Statistik und die können wir nicht fühlen. Deshalb ist das Klima uns emotional fern.“ Weiter: „Das gemittelte Wetter ist also kein Normwetter. So etwas gibt es nicht. Beim Wetter ist die Abweichung von der Norm die Norm!“ Doch dann macht er den Klima-Salto: „Das statistische Konstrukt ist jedoch unglaublich hilfreich und notwendig, denn man kann sich schließlich nicht alle Wetterlagen über alle Ewigkeiten merken.“ (S.21) Das Klima als lebloses statistisches Konstrukt wird politisch instrumentalisiert, um mit der Drohung vor der Klimakatastrophe mit zunehmendem Extremwetter Klimaängste zu schüren und zum Klimaschutz aufzufordern. Dieser apokalyptischen Argumentation folgt haargenau der Weltklimarat IPCC. Welcher geängstigte Mensch merkt, dass da falsche Propheten am Werk sind, die klammheimlich Ursache und Wirkung vertauscht haben? Das Wetter ist und bleibt die Ursache für jedweden Klimawert. Veränderungen beim Wetter ziehen Veränderungen beim Klima nach sich.

Kommen wir nun zu dem alles entscheidenden Punkt, dem Treibhauseffekt und der Klimasensitivität. Nach Rahmstorf und Schellnhuber ist er „ein ganz natürlicher Vorgang“, der „sogar lebensnotwendig“ ist. Wörtlich: „Eine einfache Rechnung zeigt die Wirkung. Die ankommende Sonnenstrahlung pro Quadratmeter Erdoberfläche beträgt 342 Watt. Etwa 30% werden reflektiert, es verbleiben 242 Watt/m2, die teils in der Atmosphäre, teils von Wasser- und Landflächen absorbiert werden. Ein Körper, der diese Strahlungsmenge abstrahlt, hat nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz der Physik eine Temperatur von -18°C; wenn die Erdoberfläche im Mittel diese Temperatur hätte, würde sie also gerade so viel abstrahlen, wie an Sonnenstrahlung ankommt. Tatsächlich beträgt die mittlere Temperatur an der Erdoberfläche aber +15°C. Die Differenz von 33 Grad wird vom Treibhauseffekt verursacht, der daher erst das lebensfreundliche Klima auf der Erde möglich macht.“ (S.31) Diese Rechnung ist in der Tat einfach, und zwar einfach falsch, weil sie an der Wirklichkeit vorbei geht.

Jetzt muss ich mit Sven Plöger „Halt, stopp, langsam!“ rufen. Wie konstruiert er den Treibhauseffekt? Er erwähnt zuerst, dass unsere Erde rund 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt ist, der Abstand aufgrund der elliptischen Erdbahn zwischen 147 und 152 Millionen Kilometer pendele, die Erde im Mittel eine Energie von rund 1370 W/m2 erhalte. Nun seine Rechnung: „Von diesen im Mittel 1370 W/m2 steht der Atmosphäre durch die Tatsache, dass die Erde sich dreht und wir damit die Hälfte der Zeit von der Sonne abgewandt sind, und dadurch, dass die Erde eine Kugel ist, nur ein Viertel zur Verfügung: also 342 W/m2. 107 W/m2 davon verschwinden durch Streuung und Reflexion an Atmosphäre und Erdboden ungenutzt wieder ins Weltall. Die verbleibenden 235 W/m2 erwärmen im Schnitt zu 30 Prozent die Atmosphäre, und zwar durch Absorption an Wolken, Wasserdampf, Staub und Ozon. Gute 70 Prozent werden von der Erdoberfläche absorbiert. Und genau diese durch Absorption entstandene Wärme strahlt der Erdboden seinerseits wieder ab.“ (S.39)

Beide Rechnungen sind mathematisch korrekt, doch physikalisch völlig abwegig. Plöger geht noch halbwegs von der Wirklichkeit aus und erwähnt, dass die Erde eine „Kugel“ ist und die Hälfte der Zeit von der Sonne abgewandt ist. Dann muss sie der andere Hälfte der Zeit der Sonne zugewandt sein. Das bedeutet, die der Sonne zugewandte Seite erhält 1370 W/m2, die andere Seite erhält 0 W/m2. Hebt man Tag und Nacht auf, was theoretisch denkbar aber unsinnig ist, und verteilt die Strahlung gleichmäßig auf beide Erdhälften, dann ergäbe die Halbierung 685 W/m2. Dass die Erde eine Kugelform hat und immer die Hälfte von der Sonne beschienen wird, zeigt jedes Sattelitenfoto. Um ein Viertel der Erde zu bestrahlen, müsste man diese am Äquator aufschneiden und die Schnittfläche der Sonne zuwenden. Diese Querschnittfläche ist eine Kreisfläche (πr2), die ein Viertel der Kugelfläche (4πr2) beträgt. Die Erde ist aber keine „Scheibe“, sondern eine rotierende „Kugel“, die immer zur Hälfte von der Sonne bestrahlt wird. Die Verteilung der Sonnenstrahlung durch 4-Teilung der „Solarkonstanten“ vom Kreis auf die Kugel macht die Sonne rechnerisch „kalt“. Aber auf solch unhaltbare Annahmen einen „Treibhauseffekt“ samt „Hitzekollaps“ zu konstruieren, ist kein Ruhmesblatt. Es ist nach Prof. Dr. Zbigniew Jaworowski „der größte Wissenschaftsskandal unserer Zeit“. Naturwissenschaftler, welche von solch widernatürlichen Annahmen ausgehend einen „natürlichen Treibhauseffekt“ ableiten, mögen zwar politisch verdienstvoll sein und gut verdienen, aber den Namen „Naturwissenschaftler“ verdienen sie nicht.

Rechnen Rahmstorf und Schellnhuber mit ihren Tricks die Strahlkraft der Sonne auf 242 W/m2 und damit die Erdtemperatur auf -18°C herunter, so geht Plöger noch ein Stück weiter. Er behauptet, dass von den verbleibenden 235 W/m2 nur 70% von der Erdoberfläche absorbiert werden und das wären etwa 165 W/m2. Die Erde wäre eisiger als eisig! Wenn die Analogie von Rahmstorf und Schellnhuber stimmt, dass ein Körper, der mit 242 W/m2 ausstrahlt, eine Temperatur von -18°C hat, dann muss ein Körper mit einer Temperatur von +15°C eine Energie von 390 W/m2 abstrahlen. An dem Punkt bricht das ganze Erklärungsgebäude wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Wie kann eine Erde, die 242 W/m2 in die Atmosphäre abstrahlt, aus dieser eine Gegenstrahlung von 390 W/m2 empfangen, um eine Temperatur von 15°C zu haben? Dieses Wunder soll in etwa 6 km Höhe geschehen, wo sich angeblich die „Treibhausgase“ sammeln, um eine Art Spiegel zu bilden. Aber auch ein Spiegel könnte nur 242 W/m2 widerspiegeln! Da die Temperatur um 6,5°C pro Kilometer Höhe abnimmt, ist es unwahrscheinlich, dass dort ein Heizstrahler existiert, der mit 390 W/m2 strahlt und die „Globaltemperatur“ von 15°C erzeugt. Plöger führt seine Argumentation selbst ad absurdum, indem er sagt, dass die Wärmestrahlung der Erde „aus dem Erdboden“ hervorgehe, „unsere Atmosphäre vor allem von unten erwärmt wird. Deshalb ist es in der Höhe kälter als im Flachland“. Ja, in dem Treibhaus geht es gedanklich zu wie im Tollhaus.

Noch toller ist die Argumentation beim „anthropogenen Treibhauseffekt“, der auf dem „natürlichen Treibhauseffekt“ aufbaut. Plöger beziffert den „energetischen Beitrag des menschengemachten Treibhauseffektes“ mit 2,5 W/m2. Rahmstorf und Schellhuber geben die „Klimasensitivität“ oder den Strahlungseffekt bei Verdopplung des CO2-Gehalts von 280 auf 560 ppm mit 3-4 W/m2 an. Dabei war Sven Plöger auf der richtigen Fährte, als er den Begriff „Solarkonstante“ als gewagt ansah und auf den wechselnden Abstand der Erde von der Sonne hinwies. Im Aphel Anfang Juli beträgt dieser 152,5 und im Perihel Anfang Januar 147,5 Millionen km. Ist den Klimaexperten das 1/r2-Gesetz unbekannt, das für alle Energiegrößen und auch die Gravitation gilt? Danach nimmt die elektromagnetische Sonnenstrahlung, d.h. die Leistung pro Fläche mit dem Quadrat der Entfernung ab oder zu. Dies bedeutet, dass die „Solarkonstante“ gar nicht konstant sein kann, sondern um 3,5% um den Mittelwert zwischen Perihel und Aphel schwankt. Anfang Januar erhält die Erde 1416 W/m2 und Anfang Juli nur 1320 W/m2. Global betrachtet müsste es nach Rechnung der Klimaexperten im Januar wesentlich wärmer sein als im Juli. Geht man von einer „Klimasensitivität“ von 4°C bei 4 W/m2 aus, so müsste vom Juli bis zum Januar die „Globaltemperatur“ zunehmen und vom Januar bis zum Hochsommer abnehmen. Wer diesen Gedankengang bezweifelt, den verweise ich gerne auf das Buch „Physical Climatology for Solar and Wind Energy“ von Rodolfo Guzzi und Carl Gerald Justus (Singapore 1988).

Es gäbe noch viele, sehr viele weitere Ungereimtheiten zwischen Modellannahmen und der Wirklichkeit hervorzuheben, aber das würde bei weitem den Zeitrahmen sprengen. Nur noch einen Punkt: Rahmstorf und Schellnuber fragen, „Was bestimmt das Klima?“ und antworten: „Unser Klima ist im globalen Mittel das Ergebnis einer einfachen Energiebilanz: Die von der Erde ins All abgestrahlte Wärmestrahlung muss die absorbierte Sonnenstrahlung im Mittel ausgleichen.“ (S.12) Muss sie das? Nein! Auch diese Annahme ist wirklichkeitsfern, haben doch beide Energieströme eine völlig andere Qualität und sind daher quantitativ nicht vergleichbar. Sonne und Erde haben extrem unterschiedliche Temperaturen, so dass die Annahme eines „Strahlungsgleichgewichtes“ zwischen Sonne und Erde völlig absurd ist. Dies bestätigen sogar indirekt Rahmstorf und Schellnhuber: „Die Oberfläche strahlt, wie jeder physikalische Körper, Wärme ab – je höher die Temperatur, desto mehr.“ Dies ist Inhalt aller Strahlungsgesetze, seien sie von Stefan-Boltzmann, Wilhelm Wien und Max Planck. Die Wärmestrahlung eines Körpers nimmt proportional der 4. Potenz der absoluten Temperatur zu oder ab. Es ist unsinnig, zwischen zwei Körpern mit 6000K und 300K ein „Strahlungsgleichgewicht“ zu postulieren. Unter welchen Bedingungen sich dieses theoretisch einstellt, zeigte 1809 Pierre Prévost, der schon 1791 herausfand, dass alle Körper Wärme ausstrahlen, egal ob warm oder kalt. Und was die Erde betrifft, so gehen etwa 30% der Solarstrahlung gar nicht in die Erderwärmung, sondern in die Erdkühlung. Sie gehen direkt in die H2O-Verdunstung, mit der der Wasserkreislauf aufrechterhalten wird. Denn noch wichtiger als die Temperatur ist das Wasser für alles Leben.

Die Oberfläche der Erde strahlt rund um die Uhr, bei Tag und bei Nacht, Wärme ab. Kein Körper, auch nicht die Erde, kann sich von selbst erwärmen. Er muss erwärmt werden. Dafür ist die Sonne da, die Licht und Wärme zur Erde strahlt. Deswegen haben wir bei klaren Nächten, wenn das „Strahlungsfenster“ nicht durch Wolken zugehängt ist, auch frühmorgens die tiefsten Temperaturen, und zwar direkt am Erdboden, wo sich Lithosphäre und Atmosphäre berühren. Dies war sehr gut bei den vielen wolkenarmen Hochdruckwetterlagen heuer im März zu beobachten. Am 11. März 2014 wurden in Oppenheim am Rhein morgens um 6 Uhr gemessen: Bodentemperatur 2,9°C in 5 cm Tiefe, in 20 cm Höhe -0,7°C und in 200 cm Höhe 3,0°C. Am 12. März wiederholte sich das: Boden 3,0°C, 20 cm -1,3°C, 200 cm 1,5°C. Fazit? Von der erwärmenden Wirkung der Gegenstrahlung am Boden keine Spur! Mittags um 14 Uhr war die Bodeninversion weggeheizt. Am 11. wurden in 20 cm Höhe 18,2°C und in 200 cm 17,1, am 12. in 20 cm 17,6°C und in 200 cm 16,4°C gemessen. Diese Temperaturschichtung ist wichtig, denn ohne diese Erwärmung von unten würde die Luft nicht thermisch aufsteigen, könnten sich keine Haufen- oder Konvektionswolken am Himmel bilden, gäbe es keine Schäfchenwolken, Schauer und Gewitter. Leider gibt es keine direkten Temperaturen von der Erdoberfläche oder zumindest in 2 cm Höhe. Dann würde noch deutlicher werden, dass die Sonne zwar die Energiequelle für alles Leben wie die Luftbewegungen ist, dass aber der Boden am Tage die Heizfläche und in der Nacht die Kühlfläche für die aufliegende Luft ist.

Der Vergleich „Erde = Treibhaus“ ist von Grund auf falsch! Das „Treibhaus“ ist ein Angst machendes ideologisches Gebilde, vergleichbar der „Hölle“! Die Erde ist ganz im Gegensatz ein „offenes Ökosystem“ mit allzeit offenen Strahlungsfenstern, sowohl für die solare als auch die terrestrische Strahlung! Wie die Erdgeschichte zeigt, verdanken wir die „Sintflut“ und dem solar getriebenen Wasserkreislauf auf der Erde mit einem „Globalniederschlag“ von 1000 mm Regen der Nichtexistenz des angeblich „natürlichen Treibhauseffektes“.

Dipl.-Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne

 

 

 

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Kretschmann betreibt grün-rote Klientelpolitik zugunsten der LSBTTIQ-Lobby

winiVon Mathias von Gersdorff

Winfried Kretschmann kündigt substanzielle Änderungen am Bildungsplan 2015 an. Zugleich betreibt sein Kultusminister Stoch hemmungslose Klientelpolitik für die LSBTTIQ-Lobby.

Zwei Tage nach der Ankündigung Kretschmanns, substantielle Änderungen am „Bildungsplan 2015“ vornehmen zu wollen, veröffentlicht die linksalternative Tageszeitung “taz” am 10. April ein Gespräch mit Kultusminister Andreas Stoch. Dort ging es vor allem darum, wie „Sexuelle Vielfalt“ im Schulunterricht behandelt werden soll.

O-Ton Stoch: „Wir haben uns nun in enger Absprache mit den Lesben- und Schwulenverbänden dazu durchgerungen, das Thema in einen größeren Kontext einzubinden.“

Seit Monaten tobt eine heftige Diskussion um den Bildungsplan. Eltern aus Baden-Württemberg haben massenhaft eine entsprechende Petition unterstützt. Schon drei Demonstrationen wurden zum Thema in der Stuttgarter Innenstadt organisiert.

Und was tut Stoch? – Spricht er etwa mit dem Initiatorenkreis der Petition? Lädt er die Organisatoren der Demonstration, um ihre Argumente zu hören? Fragt er etwa die “Junge Union“, wieso sie den Bildungsplans kritisiert?

Nein. Er geht zu den sog. LSBTTIQ-Gruppen, um mit ihnen die weitere Vorgehensweise hinsichtlich des Bildungsplans zu besprechen.

Kein Wunder, wenn die taz schreibt: „In Kultusminister Andreas Stoch (SPD) scheint die LSBTTIQ-Szene ein bisschen verknallt zu sein.“

Eines steht fest: Wenn es um Schulpolitik geht, interessiert sich Stoch mehr für die Meinung der LSBTTIQ-Gruppen als die der Elternverbände.

Diese hätten den Bildungsplan schlichtweg missverstanden, so Stoch: „Das Arbeitspapier zur Akzeptanz von sexueller Vielfalt hat seit November wahnsinnige Unterstellungen ausgelöst. Die Rede war sogar von Umerziehung und Unterricht zur Sexualkunde. Seitdem argumentieren wir gegen das Missverstehen an.“

Für Stoch sind die Eltern, die seit vier Monaten gegen den Bildungsplan protestieren, zu blöd, um das Arbeitspapier richtig verstehen zu können.

Diese Arroganz ist unerträglich.

Nicht viel besser ist die Meinung von Ministerpräsident Kretschmann über die Gegner des Bildungsplanes. Denn auch er meint, sie hätten alles missverstanden. Deshalb würde man ein anderes Vokabular verwenden und eben nun Leitperspektiven im Bildungsplan einführen.

Der grüne Politiker hat während des Wahlkampfes versprochen, er strebe eine Politik des „Gehörtwerdens“ an. Was den Bildungsplan anbelangt, betreibt er hemmungslose Klientelpolitik.

Am Vorabend der Ankündigung über die Änderungen des Bildungsplanes besuchte er die LSBTTIQ-Gruppen. Anschließend ließen diese vermelden, sie seien mit Kretschmann zufrieden.

Diese Angelegenheit ist schlichtweg ein Skandal. Es ist unfassbar, dass ein Ministerpräsident in dieser Art und Weise Schulpolitik gegen die Interessen der Eltern und der Schüler betreibt.

Gegen diese unglaubliche Ungerechtigkeit sollte mit “null Toleranz” vorgegangen werden. Höchste Zeit, dass auch CDU, FDP und sonstige Gegner des Bildungsplanes zu öffentlichen Protesten aufrufen.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und das Webmagazin “Kultur und Medien online”

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