„Rente mit 67“: SPD auf der Flucht vor gesellschaftlicher Verantwortung

„Rente mit 67“: SPD auf der Flucht vor gesellschaftlicher Verantwortung

Noch in der Zeit der großen Koalition aus Union und SPD war beschlossen worden, das Renteneintrittsalter ab dem nächsten Jahr auf 67 Jahre zu erhöhen. Federführend war der damalige Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD). Angesichts des Druckes der Linken in der SPD und der Gewerkschaften bekommen die Sozialdemokraten kalte Füße. Sie wollen diese Entscheidung aussetzen.

Nach Meinung nahezu aller Fachleute darf es allerdings keine Zweifel an der Richtigkeit der „Rente mit 67“ geben, weil die demographische Situation keinen Ausweg erlaubt: Immer mehr Menschen bekommen immer länger Rente, die Beitragszahler müssen immer länger für immer mehr Rentner aufkommen. Die alarmierenden Zahlen in Kurzform:

Alarmierende Fakten

Noch im Jahre 1980 bezogen die deutschen Rentner durchschnittlich etwa 12 Jahre lang Rente. Im Jahre 2030 wird diese Zahl voraussichtlich auf 18 Jahre (Rentenbezugsdauer) steigen. Derzeit finanzieren 27,5 Millionen Beitragszahler etwa 20 Millionen Rentner. Das ist ein Verhältnis von    1,37 Beitragszahler zu 1 Rentner. 1993 lag das Verhältnis aber noch bei 2 zu 1, also zwei Beitragszahler zu einem Rentner. Da man den Rentenbeitragssatz nicht beliebig erhöhen kann, weil damit vor allem die Arbeitsplätze gefährdet würden, muß also irgendwo gekürzt werden: entweder die Rente selbst – was große Folgeprobleme mit sich brächte, z. B. Altersarmut -, oder die Rentenzahlung setzt später ein. Zu Letzterem hatte sich die große Koalition entschieden, und die SPD hatte dies zudem auch auf einem Parteitag beschlossen.

Mit einem plumpen Trick will nun der derzeitige Vorsitzende der SPD, Gabriel, das ganze Vorhaben kippen. Begründung: Die Beschäftigungsquote älterer Menschen sei noch lange nicht hoch genug, man sollte warten, bis sie deutlich über 50 Prozent läge. Auf Gabriels Vorschlag beschloß dann das SPD-Präsidium, die Verlängerung der Lebensarbeitszeit auszusetzen, bis mindestens jeder zweite sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer im Alter von 60 bis 64 Jahren noch arbeitet. Das soll vorerst bis 2015 gelten, womit die SPD vermeintlich Luft für die nächsten Bundestagswahlen zu gewinnen hofft.

 SPD schleicht sich aus der Verantwortung

Für wie dumm hält die SPD eigentlich die Wähler? Wer so taktiert, statt zu agieren, darf sich nicht wundern, daß Zweifel an der Regierungsfähigkeit der SPD berechtigt sind.  Es muß daran erinnert werden, daß sowohl der SPD-Fraktionsvorsitzende Steinmeier als auch Sigmar Gabriel damals die „Rente mit 67“ mit verabschiedet haben. „Doch was interessiert sie ihr dummes Geschwätz von gestern?“ Müntefering hingegen blieb seiner Absicht treu. Er warf Gabriel in einem Brief vor, „Zeitschinderei“ und „Schielen auf die nächsten Wahlen“ zu betreiben. Ehrlicher wäre es gewesen, wenn die SPD gleich nein für die „Rente mit 67“ gesagt hätte. Aber dafür ist Gabriel wohl zu feige.

Die SPD spielt „Alice im Wunderland“: Sie plädiert für ein Zurück zur geförderten Frühverrentung, ebenso zu einer Anhebung der Rente für Geringverdiener und einer Aussetzung der „Rente mit 67“ – und das alles ohne ein einziges Wort zur Finanzierung. Die SPD ist damit einmal mehr auf der Flucht vor gesellschaftlicher Verantwortung. Die „Rente mit 67“ ist volkswirtschaftlich notwendig und demographisch unausweichlich.

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. 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Eine Antwort zu „Rente mit 67“: SPD auf der Flucht vor gesellschaftlicher Verantwortung

  1. stardust schreibt:

    wer, der spd, überhaupt noch was glaubt, ist selbst schuld, das ganze theater, das sie jetzt veranstalten, ist reiner populismus und nur auf wählerfang ausgerichtet, gerade die spd hat immer bewisen, dass sie, wenn es ernst wurde, einen, mit vargen argumenten begründeten rückzug gemacht hat, gerade sie, hat in der deutschen geschichte gezeigt, das sie im ernstfall, die deutschen arbeiter, wie eine heisse kartoffel, hat fallen lassen und sich auf die seite des kapitals gestellt hat, die konstrukteure dieser partei, müssten sich vor scham, im grabe umdrehen, denn ihre ideale sind, von ihren nachfolgern, immer wieder verraten worden, der jetzige
    konstrukt, der sich spd nennt, hat werder moral, noch volksnähe, er ist einzig und allein auf die ausführende macht konzentriert, in regierungsverantwortung, taugt sie genauso wenig, wie die jetzige koalition gesellschaftliche verantwortung, ist für diese spd ein fremdwort, dass sie dieses wort überhaupt in den mund nehmen, ist der blanke hohn und gegenüber der bevölkerung ein offenbahrungseid der übelsten kategorie.

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