Die „Causa Steinbach/Bartoszewski“

Erika Steinbach, die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV), gehört zu den tapfersten und mutigsten Frauen Deutschlands – und kassiert dafür mehr Prügel als Anerkennung. So hatte sie – die   u. a. dem Bundestagsausschuß für Menschenrechte angehört – es doch tatsächlich gewagt, nicht nur für unterdrückte Tibeter oder für Verfolgte auf dem Balkan oder in Afrika einzutreten, sondern – horribile dictu – auch für die deutschen Vertriebenen, und auf deren Leid und erlittene Ungerechtigkeiten hingewiesen.

Die Folgen ihres frevelhaften, politisch unkorrekten Tuns: haßerfüllte Gegnerschaft in der deutschen und polnischen politischen Klasse gleichermaßen. Oppositionspolitiker forderten nicht nur die unverzügliche Entfernung Steinbachs aus dem Menschenrechtsausschuß, sondern auch Merkel auf, Steinbach aus der CDU auszuschließen. (Daß man ihr nicht sogleich die bürgerlichen Rechte auf Lebenszeit aberkennen wollte, verstehe ich nicht.) Die Absicht ist klar: Man schlägt Erika Steinbach, will aber gleichzeitig auch den BdV treffen, um endlich den ersehnten Fall der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ zu erreichen.

„Wie ein Schwein“

Erika Steinbach hat in ihrer verständlichen Verärgerung einen weiteren „Fehler“ begangen. Schließlich gibt es auch in Polen „Gutmenschen“, die wie bei uns unter Naturschutz stehen. Dazu gehört sicher auch der polnisch-deutsche Regierungsbeauftragte Wladislaw Bartoszewski, dem Steinbach einen „schlechten Charakter“ bescheinigte. Halb Europa schrie auf. Bildlich wurden Scheiterhaufen für Steinbach errichtet, Galgen bereitgestellt und überhaupt…“Die Frau muß weg!“, schrie der Chor der deutsch/polnischen Gutmenschen. Doch darf man, bitteschön, ´mal an etwas erinnern, was der „brave“ Bartoszewski so alles über Steinbach abgesondert hatte: Vor gar nicht langer Zeit beschimpfte er Steinbach auf das Übelste. Dem Warschauer Korrespondenten der „Süddeutschen Zeitung“, Thomas Urban, der sich dummerweise positiv über Steinbach ausgelassen hatte, hielt Bartoszewski zudem vor, er (Urban) benehme sich „wie ein Schwein“.

Aufgepaßt: Wer Menschen als „Bestien“ und „Schweine“ beschimpft, der darf sich nicht wundern, wenn die Betroffenen den Charakter der Übel-Redner in Frage stellen. Was wäre erst in Deutschland (und Polen) losgewesen, hätte Frau Steinbach umgekehrt Bartoszewski gegenüber solche Ausdrücke gebraucht? Wer Steinbach kritisiert, sollte also zuallererst die ganze Wahrheit zur Kenntnis nehmen.

Merke: Heute braucht es kein diktatorisches Regime, um Wörter bzw. Meinungen zu verbieten. Wir erfreuen uns statt dessen der „politischen Korrektheit“, die von selbsternannten Tugend- und Wortwächtern getragen wird.

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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