Der „Pharao von Kairo“ ist zurückgetreten. Wann tritt der „Pharao der Pfalz“ zurück?

Alle Beobachter der Vorgänge in Ägypten waren sich darin einig, daß Husni Mubarak („Pharao von Kairo“) jeglichen Realitätssinn verloren hatte und deshalb zurücktreten mußte. Ein ähnliches Schicksal droht nun dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck („Pharao der Pfalz“), dem ebenfalls der Sinn für die Realitäten in seinem Land abhanden gekommen zu sein scheint. Weitgehend unbeobachtet von der bundesdeutschen Presse regiert Beck wie weiland der französische Sonnenkönig Louis XIV. Prestigebauten reihen sich aneinander, der Staatsbankrott droht. Was ist geschehen?

Größenwahn am Nürburgring

In einem Anflug von Größenwahn investiert das kleine Land, das seit langem am Tropf des Länderfinanzausgleichs hängt, z. B. mehr als 300 Millionen Euro am Nürburgring – in etwa die gleiche Summe, die das Land von den sparsameren Geberländern aus dem Ausgleichstopf erhält. In einer „armen“, struktur- und einwohnerschwachen Region wird der Nürburgring umgekrempelt zu einem „Event-Platz“ und Vergnügungspark mit einer überdimensionierten Einkaufsmeile, Achterbahn, Rennsportmuseum, Kneipendorf, Luxushotel usw. Die Planung sieht eine jährliche Besucherzahl von 500.000 vor – eine geradezu tollkühne Kalkulation in einer abgelegenen Region mit viel Regen und Saukälte im Winter. Heute herrscht am Nürburgring denn auch „tote Hose“, die erwarteten Besucher bleiben aus, die wenigen, die kommen, sind enttäuscht, stehen vor leeren Geschäften und suchen vergeblich nach „Events“ etc. Vielen kleinen Geschäften, die aufgrund der von der Landesregierung versprochenen Zahlen dort investiert hatten, droht die Schließung.Geradezu abenteuerlich ist die Finanzierungsgeschichte dieses Erlebnisparks. Wie in einem Märchen aus „1000 und 1 Nacht“ sollten die Dukaten vom Himmel regnen, und sogar ein „guter Onkel aus Amerika“ wurde gefunden, der die fehlenden Millionen einschießen würde. Aber der „gute Onkel“, den es zwar namentlich gab, wußte jedoch von gar nichts – und zahlte auch nichts. Darüber stolperte u. a. der Finanzminister, doch das Abenteuer ging weiter. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Untreue, vielleicht auch Betrugs. Der Landesrechnungshof Rh-Pf. stellte u. a. fest, Geschäftsführung und Aufsichtsrat (mit Finanzminister Deubel an der Spitze) der Nürburgring GmbH hätten „die gebotene Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns bei der Auswahl von Geschäftspartner vermissen lassen“. Und die Folgekosten, die auf das Land zukommen werden, sind noch nicht einmal bezifferbar.

„Feiner Kavaliersbau“ in Becks Heimat

Doch „König Kurt“, wie er auch in Rheinland-Pfalz gerufen wird, hat noch eine weitere Baustelle, die besonders an den Sonnenkönig erinnert. Ausgerechnet in seiner Geburtsstadt Bad Bergzabern – wenige Kilometer von seinem Wohnort entfernt – sollte ein maroder „Kavaliersbau“ (18. Jahrhundert) zu einem Vier-Sterne-Hotel umgebaut werden. Die ursprünglich geplanten Kosten sollten 3,1 Millionen Euro betragen, jetzt sind es schon sieben Millionen Euro. Was hat das mit König Kurt zu tun? Nun, das rheinland-pfälzische Innenministerium – natürlich unter SPD-Führung – hatte für den Prachtbau in der Heimat des Landesherren eine 90-prozentige (!) Förderung zugesagt. Und wieder mußte der Landesrechnungshof dem Innenminister bescheinigen, „nicht im Einklang mit den Förderbestimmungen“ gehandelt zu haben.

Südpfalz-Therme: finanziell ausgetrocknet

Nicht genug, einmal so richtig in Ausgebe-Laune fand man ein weiteres Prestige-Objekt, bei dem sich trefflich (Steuer-)Geld versenken ließ: die Modernisierung der Südpfalz-Therme, wieder in Bad Bergzabern gelegen. (Man erinnere sich, dem Geburtsort von Kurt Beck.) Mit ursprünglich geplanten 5,8 Millionen Euro sollte das Staatsbad saniert werden. Was stellt wiederum der vermaledeite Landesrechnungshof zu der Luxussanierung fest, na was wohl? Die Kosten der Sanierung seien „wegen unwirtschaftlicher Bauausführung“ von 5,8 auf 13,3 (!) Millionen gestiegen. Mehr noch: Da trotz der Sanierung die Besucherzahlen weiter zurückgingen, ergab sich zusätzlich ein Betriebsdefizit von1,5 Millionen Euro (2009). (Für 2010 liegen die Ergebnisse noch nicht vor.) Glaubt der Pharao der Pfalz wirklich, das alles und noch viel mehr weiter aussitzen zu können? Die Landtagswahlen im März werden´s zeigen. Und wie konnte der einmal sehr geachtete Sozialdemokrat Kurt Beck so die Bodenhaftung verlieren? Er sollte bald ´mal nach Ägypten reisen. Dort kann er sehen, wie ein Volk wirklich denkt.

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Außenpolitik, Politik, Politik Deutschland, SPD abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Der „Pharao von Kairo“ ist zurückgetreten. Wann tritt der „Pharao der Pfalz“ zurück?

  1. süsskartoffel schreibt:

    Lange galt Beck als „bürgerlicher“ Sozialdemokrat, der die einzige sozial-liberale Koalition im Land führte. Die bürgerliche Verkleidung hat er dann aus reinem Machtkalkül schnell abgelegt, als es in Hessen darum ging, mit den Kommunisten ins Bett zu gehen. Uns Steuerzahlern kommt der sozialistische Filz, die Vetternwirtschaft und die Verschwendungssucht von „König“ Kurt teuer zu stehen. Fazit: Kurt Speck muss weg!!!

Kommentare sind geschlossen.