EURO-Rettung oder EURO-Ende? Der Fall Griechenland

Scheinlösung in Brüssel, Versagen Merkels

Durch den „Brüsseler Kompromiss“ sind der EURO einen Schritt näher an seinen Untergang und das politische Europa näher an sein Ende gerückt. Der „Euro-Rettungsgipfel“ in Brüssel wurde eher zur vorgezogenen Euro-Trauerveranstaltung.

Griechenland benötigt in den Jahren 2012 bis 2014 weitere 109 Milliarden Euro – zusätzlich zum ersten „Rettungsprogramm von 110 Mrd. € – für fällige Anleihen und die Aufnahme neuer Schulden. Darüber hinaus sollen die Laufzeiten bestehender Kredite von 7,5 auf 15 Jahre gestreckt werden, bei gleichzeitiger Senkung der Kreditzinsen auf 3,5 Prozent.

Neu ist allerdings, daß sich Banken, Versicherungen und Fonds an dem neuen Rettungsprogramm beteiligen werden, nämlich mit 37 Mrd. € bis zum Jahre 2014. Für weitere 12,6 Mrd. € werden griechische Staatsanleihen (im ursprünglichen Wert von 32,6 Mrd. €) zurückgekauft – ein unglaublicher Abschlag auf die Wertpapiere. Der Privatsektor beteiligt sich insgesamt bis zum Jahre 2020 mit 106 Mrd. €, wobei Griechenland bis zum Jahre 2020 vom Kapitalmarkt genommen wird. Diese hohe Privatbeteiligung hat aber nur vergleichsweise wenig Auswirkung auf die Gesamtverschuldung Griechenlands, da das Land noch immer über seine Verhältnisse lebt und international auf absehbare Zeit nicht wettbewerbsfähig ist.

Kein großer Wurf, eher eine Beruhigungspille

Das sind im Kern die Fakten des „Deals“ der letzten Nacht, möglich gemacht auch durch eine Verrenkung der Europäischen Zentralbank, die nach ihren Regeln und der möglichen Herabstufung Griechenlands durch die Rating-Agenturen eigentlich keine griechischen Anleihen mehr annehmen dürfte. Insgesamt kein „neuer, großer Wurf“, als der er angekündigt war, sondern allenfalls eine Beruhigungspille für die Europäer.

Und dennoch werden, wie gewohnt, Politiker und Banker den Brüsseler Gipfel als „Riesenerfolg“ feiern. „Augen zu und durch“ – das wäre die reinere Wahrheit; denn eine Rettung Griechenlands rückt auch mit diesem Hilfsprogramm in weite Ferne. Es fehlt nach wie vor ein Plan, wie die Wirtschaft des Krisenlandes angekurbelt und Investitionsanreize geschaffen werden könnten.

Der Kernfrage, ob die Europäer – auch wir Deutschen – mehr oder weniger Europa wollen, ist der illustre Brüssel-Kreis ausgewichen. Man schlängelt sich halt lieber durch, ohne konkret zu werden. Die Ergebnisse von Brüssel tragen vielleicht ein wenig zur Beruhigung Griechenlands bei, Europa bringen sie aber keine Klarheit. Zur Klarheit hätte z. B. die ausgesprochene Erkenntnis gehört, daß ein Euro-Land doch pleite gehen kann – und notfalls die Euro-Zone verlassen muß.

Die deutschen Bundeskanzlerin Merkel zeigt sich in der aktuellen Krise wieder einmal unentschlossen und mutlos. Sie hat ihren europäischen Kompaß verloren. Der Berliner Ökonom Henrik Enderlein spottete jüngst: „Immer wenn Angela Merkel in der Euro-Krise etwas abgelehnt hat, ist es nachher doch so gekommen.“ Die Bundesregierung spiele offensichtlich stets sehr lange die nationale Karte, „aber in der letzten Minute wird sie europäisch“ (Enderlein).

Ein tänzelnder Franzose und eine bockige Deutsche – ist das das letzte europäische Aufgebot? Es wird höchste Zeit, über das Ende des Euro nachzudenken. Und: Warum erhalten die Griechen nicht die Möglichkeit, losgelöst vom Euro und der EU in den nächsten Jahren ihr Land selbst in Ordnung zu bringen? Sie haben sich mit Lügen, Täuschungen und Manipulationen in „Europa“ eingeschlichen. Nun sollen sie dafür bezahlen, nicht wir!

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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