Rot-grüne Ernüchterung in Rheinland-Pfalz

Die Wirklichkeit holt die vielen rot-grünen Versprechen immer wieder ein. „Stuttgart 21“ ist nahezu ein Synonym dazu. Die baden-württembergische Hauptstadt zieht die Aufmerksamkeit der Bürger, nicht nur der kritischen, fast magisch an. Alle wollen einen Bahnhof. Die einen oben, die anderen unten. Wir werden am nächsten Sonntag mehr wissen. Bei all dem Bahnhofs-Lärm wird aber häufig übersehen, welch einen Niedergang ihres Bundeslandes die Grünen in Rheinland-Pfalz mitzuverantworten haben. Unter „König Kurts“ Leitung droht das Land  ein Armenhaus zu werden. Der rot-grünen Koalitionsregierung (noch) unter seiner Leitung fehlt der Kompaß. Vage Ankündigungen ersetzen handfeste Politik; Ausgaben und Schulden steigen, so daß Abgaben erhöht werden müssen. Es gibt hingegen mehr Stellen im Regierungsapparat und mehr Streit untereinander, total entnervte Justizbehörden bzw. Richter, enttäuschte Bürger – insgesamt ein arg ramponiertes Image. Einer der Hauptfehler Becks war der Plan, das Oberlandesgericht Koblenz aufzulösen und mit dem zwei Drittel kleineren OLG in Zweibrücken zu fusionieren. Selbst altgediente Genossen im nördlichen Rheinland-Pfalz waren empört. Mehr als 50.000 Bürger, darunter viele Justiz-Mitarbeiter, schlossen sich zu einer Initiative gegen Becks Plan zusammen. Mit Erfolg!

Bloß keine Bürgerbeteiligung Vom angekündigten „sozial-ökonomischen Wandel“ ist nichts zu spüren. Beck prangert zwar gerne unsoziales Verhalten bei anderen an, die Landesregierung gibt aber selbst schwangeren Vertretungskräften mit befristeten Verträgen keine Vertragsverlängerung. Die von den Grünen vollmundig angekündigte „mehr Bürgerbeteiligung“ bleibt aus. Man scheut jetzt, einmal an der Macht, offensichtlich Bürgers Wille. „Per ordre du Mufti Beck“ wird die geforderte Bürgerbefragung über die dringend notwendige Rheinbrücke nahe der Loreley abgelehnt. Die dortige Bevölkerung ist düpiert. Ihr werden ausgerechnet von den Grünen weite Umwege und Wartezeiten an den Fähren zugemutet. Wenn´s nicht so ernst wäre, wäre es fast lustig zuzusehen, wie aus den einstigen Öko-Kriegern nun lammfrohe SPD-Abnicker werden. Aber sie haben zur Ablenkung eine neue Spielwiese für „grüne“ Pläne gefunden: Anhebung der Cannabis-Freigrenzen, Abschaffung der Studiengebühren (auch für „ewige“ Studenten), mehr Bewegungsfreiheit für Asylanten – Themen, die so richtig nach dem Herzen der Rhein-Wein-Reben-Bürger sind!

Der Sonnenkönig in der Bananenrepublik Derweil werden die Schulden gigantisch. Rheinland-Pfalz liegt 27 Prozent über dem Verschuldungs-Durchschnitt aller Bundesländer. Auf Kritik regiert Beck allergisch und brummt angesichts der lauter werdenden Proteste gegen ihn: „Wir sind hier doch nicht in Lateinamerika!“ Verehrter Herr Ministerpräsident, Sie sollten doch wissen, daß es Bananenrepublik-Strukturen auch außerhalb Amerikas gibt. Aber der „Sonnenkönig von der Pfalz“ – „immer nah´ bei de Leut´“, sagt er gerne – kann´s noch dünnhäutiger. Zur Eröffnung des neuen Mainzer Fußballstadions beim Heimspiel des FSV Mainz ´05 schallte ihm ein gellendes Pfeifkonzert entgegen. Beck verließ das Stadion und ließ wissen, „nie mehr“ ein Heimspiel des FSV zu besuchen. Viele Mainzer fanden dies eine „grundsätzlich erfreuliche Ankündigung“.

Wie rief doch Bernhard Vogel bei seinem Abgang vom Minister-Präsidenten-Amt: „Gott schütze unser Rheinland-Pfalz!“ So sei es!

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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