UN fordert Freigabe der Abtreibung weltweit

Der Bericht des UN-Menschenrechtsrates (A/66/254: „Right of everyone to the enjoyment of the higest attainable standard of physical and mental heath“) fordert ungehinderten Zugang zu Abtreibung und eine komplette Abschaffung jeglicher legaler Restriktionen. Dies sei notwendig, um das Recht auf Gesundheit und Selbstbestimmung der Frau zu gewährleisten. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon übergab das Papier der Generalversammlung.

In erstaunlicher Offenheit fordert der Berichterstatter, Anand Grover (Indien), sämtliche Hindernisse zu Abtreibungen zu beenden, denn solche wären eine Verletzung des sog. „Rechts der Frau auf Gesundheit“. Abgesehen davon, daß ein solches Recht nicht existiert – maximal kann es ein Recht auf medizinische Leistungen geben – wird das „Recht auf Leben“ des ungeborenen Kindes völlig ignoriert. Kann das Recht auf Leben eines Menschen durch das angebliche „Recht auf Gesundheit“ eines anderen aufgehoben werden?

Fragwürdiges „Recht auf Gesundheit“

Selbst wenn man sich die Existenz eines „Rechts auf Gesundheit“ einläßt, ist nicht einsichtig, wieso eine Frau freien Zugang zu einer Abtreibung besitzen soll, um ihre Gesundheit nicht in Gefahr zu bringen. Eigentlich sollte der Berichterstatter Anand Grover fordern, sämtliche Hindernisse zu einer medizinischen hochwertigen Geburt zu beseitigen, damit die Mütter risikolos, hygienisch und sorglos ihr Kind bekommen können.

Der Bericht nennt zunächst das „Recht auf Gesundheit“ als Argument für den ungehinderten Zugang zu Abtreibungen. Weil dies offensichtlich aufgrund der o. a. Gründe zu schwach ist, führt der Bericht später das „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ an. Nur ein völlig freier Zugang zu Abtreibungen gewährleistet die Selbstbestimmung. Das ist natürlich Unfug, denn in wie vielen Ländern werden Frau (…) gezwungen, schwanger zu werden? Fast überall auf der Welt kann die Frau schlichtweg auf Geschlechtsverkehr verzichten und somit eine Schwangerschaft verhindern. Diese evidente Tatsache wird aber generell ignoriert, obwohl sich die Selbstbestimmung einer Person gerade hier ausdrückt.

Über das „Selbstbestimmungsrecht“ des ungeborenen Kindes schweigt natürlich der Bericht. Über den Umweg sogenannter Gesundheitsrechte die Liberalisierung der Abtreibung zu fordern, ist keine völlig neue Masche der Vereinten Nationen und mancher ihrer Organe. Seit der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo im Jahr 1994 versucht die Abtreibungs-Lobby die Abtreibung als Teil der sog. „Sexual- und Reproduktionsrechte“ zu definieren. Die Begründung ist: Ist die Abtreibung verboten oder wird der Zugang zu ihr erschwert, wird die Gesundheit der Frau in Gefahr gebracht; denn sie muß gegebenenfalls illegale, heimliche, unsichere Abtreibungen vornehmen lassen. Dieser Weg, um die Abtreibung zu liberalisieren, wird vor allem in Afrika versucht – glücklicherweise kaum mit Erfolg. Im Maputo-Protokoll von 2003 wird ausdrücklich die Legalisierung der Abtreibung in den afrikanischen Staaten gefordert.

Dieser Bericht des UN-Menschenrates ist nun ein neuer Versuch, dieser Strategie frische Dynamik zu geben. Es ist not wendig, daß sich die Lebensrechtler weltweit für ihr Scheitern einsetzen.

Abtreibung in China: Geringschätzung der Frau

In den vergangenen 30 Jahren wurden in der Volksrepublik rund 400 Millionen Kinder abgetrieben. Dies gab nach Angaben der Agentur „Zenit“ ein Sprecher der chinesischen Regierung bekannt. 400 Millionen entspricht ungefähr vier Fünfteln der Einwohner der Europäischen Union. Peking zwingt mit der Ein-Kind-Politik chinesische Paare seit 1980, nur ein einziges Kind zu haben. Teilweise kommt es zu staatlich verordneten Zwangsaborten auch noch in den letzten Monaten der Schwangerschaft. Die gezielte Abtreibung weiblicher Föten ist eine verbreitete Praxis. Nach Ansicht von Menschenrechtlern und der katholischen Kirche hat die Ein-Kind-Politik zu einer radikalen Geringschätzung der Frau in China beigetragen.

(Auswertung der IK-Nachrichten und des Newsletter von Radio Vatikan)

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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