Obamas Märchenstunde

Es war einmal ein guter, lieber Onkel, der von Chicago auszog, um die Welt zu retten. Überall, wo er hinkam, kamen die lieben, einfachen Menschen und ließen sich von seinen herzensguten Geschichten das Herz erwärmen. Der gute Onkel wollte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden. Die guten Menschen folgten ihm und sammelten kleine Spenden ein, um den Wahlkampf gegen die Bösen zu finanzieren. Die Bösen hatten mächtige Spender im Rücken, der gute Onkel aus Chicago sammelte fleißig kleine und kleinste Scherflein ein. Und wenn sie nicht gestorben sind,………

Soweit das Märchen. Die Wirklichkeit sieht ein wenig anders aus. Schon im Wahlkampf 2008 konnte Obama finanziell aus dem Vollen schöpfen, aber nicht dank der vielen kleinen Spenden (die es zwar gab, aber in ihrer Bedeutung weit überschätzt werden). Obama hatte im Wahlkampf 2008 fünfzig Prozent mehr in der Kasse als der seinerzeitige Gegenkandidat John McCain.

Nach einem Bericht der New York Times flossen dem Kandidaten Obama seit 2007 über     80 Millionen Dollar von nur 23 Spendern bzw. sogenannten „bundler“  zu, also eine durchschnittliche Spende von annähernd 2 Millionen Dollar. An der Spitze dieser Spender die Chefs von Dreamworks, einer Hollywood-Produktionsfirma, Jeffrey Katzenberg und Andy Spahn, die sage und schreibe 6,6 Millionen in die Wahlkampfmaschine steckten. 4,4 Millionen gaben die „Hausfrau“, Dennise Bauer, 6,2 Millionen der Author Andrew Tobias. Der hat sein Geld mit so hübschen Buchtiteln gemacht wie My Vast Fortune, (auf Deutsch: Mein Riesenvermögen) oder Money Angles, also Geldengel. Gewiß ist Herr Tobias nicht der Held der Kleinsparer und Einkommensschwachen.

Weiterhin unter den Millionenspendern die Chefredakteurin der Modezeitung „Vogue“, Anna Wintour, mit dem hübschen Sümmchen von 5,4 Millionen, John Emerson von der Firma „Capital Group“ mit 3 Millionen und der texanische Immobilienmagnat Kirk Rudy, der       3,3 Millionen US-Dollar für den Gutmenschen aus Chicago übrig hatte.

Problematisch dürfte die Großspende des Ehepaares Steve und Allison Spinner sein. Beide halfen mit der Kleinigkeit von 4,4 Millionen grünen Scheinen. Herr Spinner ist ein früherer Berater des Washingtoner Energieministeriums und ist in den Solyndra Darlehensskandal verwickelt.

Alle von der New York Times ermittelten Großspenden flossen übrigens bis Ende Mai 2012, als der eigentliche Wahlkampf noch gar nicht begonnen hatte. Wird nach den Wahlen finanziell abgerechnet, dürfte sich mancher „Kleinspender“ die Augen reiben, in welcher Gesellschaft er stand bzw. steht.

So nimmt es auch nicht wunder, daß die Damen und Herren Großspender großzügigste Sonderbehandlung genießen. Auf dem demokratischen Parteitag in Charlotte Anfang September wurden diese „bundler“ (das sind Spender, die nicht nur Geld aus eigenem Vermögen spenden, sondern bei wohlhabenden Geschäftspartner und Freunden auch noch den einen oder anderen Dollar locker machen) hofiert wie sonst niemand. Cocktailparty reihte sich an Cocktailparty, Empfang an Empfang.

Keine Frage: Die Republikaner haben auch etliche Großspender, auch dort wird derjenige, der mehr zum gigantischen Wahlkampf beiträgt, besser behandelt als der Aktivist, der Plakate klebt. Der Unterschied ist allerdings: Die Republikaner stehen offen und ehrlich dazu und erzählen keine Märchen, wie sie die Obama-Leute glauben machen wollen.

Von Claus Dehl, Washington-Korrespondent

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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