Hexenjagd der politisch Korrekten

Die Olympiade in London dürfte noch jedermann in Erinnerung sein. Der damit verbundene „Fall Drygalla“ hingegen scheint vergessen. Kein Wort des Bedauerns, keine öffentliche Distanzierung von den Vorwürfen gegen sie, die immerhin dazu führten, daß die Athletin London „fluchtartig“ verließ (verlassen mußte?). Drygalla – das war offensichtlich eine gefundene Spielwiese politisch korrekter Mahner. Nicht einmal der Gottesmann Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der EKD, wollte sich dem „Zauber“ der politischen „Hexenjagd gegen rechts“ entziehen.

In wohlgesetzten und von tiefer Sorge getragenen Worten forderte er Drygalla „zu Umkehr und Reue“ auf und nahm zur Begründung auch noch biblische Hülfe in Anspruch. Schneider zitierte aus dem Buch Hesekiel (33,12): „Wenn ein Gottloser von seiner Gottlosigkeit umkehrt, so soll´s ihm nicht schaden, daß er gottlos gewesen ist.“ Fürwahr ein braver Kirchenmann, der den Spagat zwischen Pharisäer und EKD-Präses kaum bewältigt. Denn von was eigentlich sollte Drygalla umkehren? Sie gehört – glaubhaft versichert und kontrolliert – weder einer radikalen Vereinigung an, noch hat sie an rechtsextremen Demonstrationen teilgenommen, noch ist sie durch Gotteslästerung aufgefallen. Ihre Kolleginnen schildern sie als umgänglich und kameradschaftlich. Leute wie Schneider waren aber schnell mit ihren Vorurteilen dabei, weil Drygalla eine private Beziehung zu einem Rechtsradikalen pflegt(e). Das reichte; denn am rechten Rand gilt Sippenhaft, meinen die Gutmenschen und stießen Drygalla jäh aus der Gesellschaft aus.

„…Die Kampagne gegen Nadja Drygalla gehört zu einer ungeheuerlichen Strategie der Hexenjagd der sogenannten politisch Korrekten. Diese Leute haben in Deutschland seit Jahren ein Klima allgemeiner Einschüchterung durch Tabus, Sprachregelung und Ächtung derer geschaffen, die dagegen verstoßen. Grundrecht auf Meinungsfreiheit, auf Achtung der Würde des Menschen und der Schutz des Persönlichkeitsrechts haben sie für ihre Opfer abgeschafft (…) Sie ist gekennzeichnet u. a. von den Namen Heitmann, Nolte, Walser, Hohmann, Eva Herrmann, Clement und zuletzt Thilo Sarrazin, Erika Steinbach und nun Drygalla. Nach Diffamierung und Skandalisierung folgen nun noch Gesinnungsschnüffelei und Sippenhaft – NS- und SED-Diktatur lassen grüßen.“

Diese bemerkenswerten Sätze schrieb der ehem. Entwicklungshilfeminister und praktizierende Protestant Carl-Dieter Spranger in einem Leserbrief v. 15.08.12 an die FAZ. Ob Präses Schneider dazu einen Kommentar abgeliefert hat, ist nicht bekannt. Überliefert ist jedoch eine ähnliche Entgleisung, diesmal durch Schneiders Vor-Vorgänger Wolfgang Huber. Dieser Hinweis stammt von RA Siebeke, dem Gründer der „Aktion Linkstrend stoppen“. In einem Leserbrief an die ev. Nachrichtenagentur „idea“ schrieb Siebeke u. a.: „…So hat Bischof Huber nach seiner Wahl zum Ratsvorsitzenden der EKD als eine seiner ersten Amtshandlungen den Ausschluß des CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gefordert, mit der Begründung, bei Hohmann handele es sich um „Antisemitismus der übelsten Sorte“. Die damalige Brandmarkung Hohmanns beruhte auf einer Falschmeldung der ARD. Die FAZ hatte eine Korrektur ihrer Meldung veröffentlicht, und ZDF-Intendant Markus Schächter entschuldigte sich in einer persönlichen Erklärung öffentlich bei Hohmann. „Als Christ“, schreibt Siebeke, sollte der Steinewerfer Wolfgang Huber nicht schweigen.“

Die Entschuldigung blieb aus. Sie wäre ja auch nicht politisch korrekt gewesen. Daß die CDU, für die Hohmann stets überragende Wahlerfolge einfuhr, sich in Schweigen hüllt, gehört mit in dieses traurige Kapitel deutscher Intoleranz. Daß Hohmann unter diesen Erscheinungen keine sonderlichen Wünsche hegt, einen Antrag auf Wiederaufnahme in die CDU zu stellen, kann man verstehen. Hohmann sollte das aber tun; denn er steht noch immer für ein klares, unverwaschenes christlich-abendländisches Wertegefüge.

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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