Bsirske ante portas – der Gewerkschaftsflop der Deutschen Bank

Deutsche Bank (DBk) und Gewerkschaftskampf – das paßt nicht zusammen. War auch bisher selten; denn die in der Bank (und im Aufsichtsrat) vertretenen Gewerkschafter bemühten sich stets um ein zivilisiertes Miteinander. Das soll jetzt anders werden. Verdi steht vor der Tür, und deren Boss Bsirske scharrt schon kräftig mit den Hufen: Er will da rein – in die Bank, in den Aufsichtsrat und den Betriebsrat am liebsten ganz übernehmen. Was ist da los?

Schon vor einiger Zeit hat die DBk beschlossen, ihr Geschäft (wieder) auf die dringend benötigten Privatkunden auszudehnen – was angesichts des Wettbewerbes nicht leicht ist. Mit der Übernahme der Deutschen Postbank 2009 regnete es aber quasi Privat-Taler ohnegleichen in die von Ackermann aufgehaltene Schürze: ein stabiles Privatkundengeschäft von 14 Millionen Kontoinhabern, die 2011 rd.1,8 Milliarden Euro zum Vorsteuergewinn der DBk beitrugen. Aber das hatte einen Pferdefuß:

Wer auch immer bei der DBk dieses Geschäft in Sack und Tüten gepackt hat, bescherte der DBk damit gleichzeitig ein Riesen-Problem: Die gut 19.000 Mitarbeiter, die sich die DBk mit der Übernahme der Postbank einverleibt hat, sind zu etwa 70 Prozent bei Verdi organisiert – der höchste Organisationsstand dieser Gewerkschaft in allen deutschen Bankinstituten. Bei der Deutschen Bank selbst hatte Verdi bisher praktisch keinen Einfluß, weder im Betriebsrat, noch erst recht im Aufsichtsrat. 2013 stehen neue Wahlen zum Betriebsrat an, und schon steht die Verdi in den Startlöchern: Mit einer gewaltigen Werbekampagne versuchen sie, Bankmitarbeiter zu Verdi zu ziehen – was wiederum Bsirske eine voraussichtlich letzte Chance bietet, seine Karriere mit einem Super-Coup zu krönen und ein wenig vergessen zu machen, daß auch unter ihm der Mitgliederschwung nicht abgebremst wurde. Bsirske braucht – und sucht – den Arbeitskampf gegen den Stellenabbau, den die DBK umsetzen muß. Schon gehen Verdi-Funktionäre in die Betriebsversammlungen, um für Unterstützung (und damit neue Mitglieder) zu werben.

 

Die kleinen Gewerkschaften – DBV (Bankenverband), dpvkom und komba kämpfen nun wie David gegen Goliath gegen den übermächtig erscheinenden Riesen Verdi. Sie öffnen ihre Listen auch unabhängigen Bewerbern. Es geht um die zehn Mandate der Arbeitnehmer-Bank im DBk-Aufsichtsrat, dessen bisherige stellvertretende Vorsitzende, Karin Ruck, aus der kleinen DBV-Gewerkschaft kommt. „Bsirske werden wir nie unterstützen“, verkündet ihr Nachfolger als DBV-Vorsitzender, Stephan Szukalski. Ein hauptamtlicher Verdi-Funktionär sei den Arbeitnehmern nicht vermittelbar; denn bisher sah sich die Arbeitnehmer-Vertretung in der DBk als Vertreterin der eigenen Kollegen. Jeder Arbeitnehmer-Vertreter müsse sein Mandat zudem frei von Weisungen der Gewerkschaftszentralen ausüben. Das aber ist eine gezielte Spitze gegen Verdi. Ende offen.

Doch eh ich´s vergesse: Die Tantiemen eines stellvertretenden Aufsichtsrats-Vorsitzenden der Deutschen Bank belaufen sich auf schlappe 250.000 Euro. Dafür kann Bsirske doch fürwahr kämpfen; denn das Ziel von Verdi ist die Allmacht in der Bank. Und damit wären die eher friedlichen Zeiten in der Deutschen Bank vorbei.

Auch in den Kirchen dürfte es bald mit den friedlichen Zeiten zu Ende sein, Verdis nächstem Ziel. Bsirske möchte nicht nur sein Imperium ausweiten und den Mitgliederschwund umkehren. Ihn stören vor allem die Sonderarbeitsrechte der 1,2 Millionen kirchlichen Mitarbeiter, vor allem Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Krankenhaus-Personal. Zur Zeit arbeitet Verdi mit Hochdruck an einer Übernahme-Strategie – auch ohne Gottes Segen. Wir werden berichten.

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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