Zeitgeistiges „Kauder“-welsch – § 166 StGB nur für Moslems?

Gotteslästerung (Blasphemie) wird in den meisten Ländern dieser Erde bestraft, auch bei uns. Eigentlich. Eigentlich aber auch wiederum nicht; denn wir leisten uns eine Zwei-Klassen-Blasphemie: Die Beleidigung Allahs und seines Propheten wird streng – auch öffentlich – geahndet, die Verächtlichmachung der christlichen Religion aber geduldet oder – als „Kunstfreiheit“ deklariert – sogar gefördert.

§ 166 Strafgesetzbuch (StGB) spricht von „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen. „Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den religiösen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Eigentlich klar, oder? Aber nur auf dem Papier, die Praxis sieht anders aus.

Bei der Beschimpfung von Bekenntnissen oder der Beleidigung Gottes wird zunehmend mit zweierlei Maß gemessen, wie sich an vielen Beispielen belegen läßt („Corpus Christi“-Theater, „Golgotha-Picknick“-Theater, Kreuzverhöhnung, ZDF-„Götter wie wir“ etc.). Die Beispiele zeigen, daß man ganz offensichtlich Jesus, das Christentum und christliche Symbole, ohne Bestrafung befürchten zu müssen, verunglimpfen darf. Die Beleidigung unseres Glaubens gilt wahlweise als Freiheit der Kunst, als Meinungsfreiheit oder als Ausweis von Toleranz. Aber wehe, wenn Allah oder gar sein Prophet kritisiert werden! Verspotten darf man sie schon gar nicht. Geht ja auch nicht; denn wir achten fremde Religionen und Kulturen – schon wegen des § 166 StGB, gell?

Ein trauriges Beispiel falsch verstandener Toleranz liefert nun Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. (Für die, die´s vergessen haben: „CDU“ steht für „CHRISTLICH-Demokratische Union“. Aber Schwamm drüber, vergessen wir´s – er tut´s ja auch!) Denn besagter Kauder sah sich nun endlich bemüßigt, auf die weit über 30.000 Protestbriefe gegen die ZDF-Serie „Götter wie wir“ zu reagieren. Seine Antwort hätte auch einen beliebigen Grünen (bzw. eine Grünin) zieren können:

„…Sie haben sicherlich Recht mit der Feststellung, daß man nicht unnötig Menschen in ihren tiefsten religiösen Gefühlen verletzen sollte. Die Religionsfreiheit und das Recht auf Ausübung seiner eigenen Religion ist in unserer Verfassung als wesentliches Menschenrecht festgeschrieben, und dieses Recht zu schützen, ist damit eine unserer vordringlichen Aufgaben…“

Und nun wird Kauder deutlich: „…Die von Ihnen angesprochene Fernsehserie „Götter wie wir“ nutzt das Mittel der „Comedy“ bzw. der Satire, um sich über verschiedene Religionen bzw. deren vermeintlich charakteristischen Merkmale lustig zu machen. Zugegebenermaßen mag diese Vorgehensweise für tiefgläubige Menschen verletzend sein, andererseits ist das Format dieser Fernsehserie deutlich darauf angelegt, daß es sich hier auch um „Spaß“ und nicht um ernstzunehmende Aussagen handelt. Wir leben allerdings in einem freien Land, wo derartige Ausdrucksformen, auch wenn sie einige Menschen in ihren Gefühlen verletzen, möglich sind, ohne daß man Sorge haben muß, dafür durch radikale Gruppierungen oder auch von Staatswegen verfolgt oder angegriffen zu werden (…) Vor diesem Hintergrund ist die von Ihnen angesprochene Sendung, auch wenn sie die Grenzen des guten Geschmacks, insbesondere für gläubige Christen, überschreiten mag, als Ausdruck der in unserem Land bestehenden Meinungsfreiheit hinzunehmen…“

Ja, verehrter Herr Kauder, wir haben verstanden: Lustig gemacht hat sich diese Sendung nicht, wie Sie schreiben, „über verschiedene Religionen“, sondern ausschließlich über Christen und das Christentum. Die Angst vor Verfolgung durch Moslems oder Islamisten spielte da wohl keine Rolle. In islamischen Ländern haben Christen keine Rechte. Bei uns bald auch nicht mehr…

Erbärmliche Reaktion der Grünen

Von den Grünen, die sonst sorgsam darüber wachen, daß die Menschenrechte eingehalten werden, kam keinerlei Kommentar – von der EKD-Synodalen Göring-Eckardt nicht, und schon gar nicht von der Betroffenheitsbeauftragten Claudia Roth. Brauchten Sie wohl nicht; denn sie spielten derweil auf einer anderen Spielwiese:

Kaum hatte Papst Benedikt XVI. in seiner Weihnachtsansprache die Anschläge auf Christen in Nigeria angeprangert, wurden von muslimischen Terroristen wieder einmal tödliche Anschläge auf christliche Kirchen im Norden des Landes bekannt. Das Christentum, da sind sich alle Beobachter einig, ist die weltweit am meisten verfolgte Religion, allen Menschenrechtsbeteuerungen zum Trotz. Weltweit werden Christen in bestimmten (meist muslimischen) Ländern systematisch gesellschaftlich oder staatlich bedrängt und benachteiligt. Auch Kanzlerin Merkel sah sich veranlaßt, in ihrer Rede vor der EKD-Synode Ende letzten Jahres vor der zunehmenden Christenverfolgung zu warnen. Da geriet sie aber an die Falschen:

Sogenannte politisch korrekte Menschenrechtsorganisationen und Grünen-Politiker pflaumten die Kanzlerin an, man dürfe nicht einseitig nur die Christen betrachten, sondern man müsse alle bedrohten Minderheiten gleichermaßen schützen und dürfe Religionsgemeinschaften nicht gegeneinander ausspielen – was Merkel nun wirklich nicht getan bzw. gesagt hatte. Für ihren Einsatz sei der Kanzlerin gedankt. Besser wäre es aber noch gewesen, wenn sie ihren Fraktionsvorsitzenden Kauder öffentlich darauf aufmerksam gemacht hätte. Aber…siehe oben.

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Websites ist ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden jedoch derartige Links umgehend entfernen. Maria Schneider 10.11.2020
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, CDU, Die Grünen, Islam, Kirche, Medien, Merkel, Papst, Politik, Politik Deutschland abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.