Unsere Soldaten –Teil der Gesellschaft und keine Parias

Wie eine demokratische Gesellschaft mit ihren Soldaten umgeht, zeigt ihre politische Reife und ihr Verantwortungsbewußtsein. Soldaten dienen dieser Gesellschaft, ja sie haben zu dienen und sie notfalls mit dem Einsatz ihres Lebens zu verteidigen. Auch in Deutschland gilt das Primat der Politik, weshalb der jeweilige Verteidigungsminister oberster Befehlshaber der Bundeswehr ist.

Es stimmt schon nachdenklich, daß man diese Vorbemerkung einer Debatte über unsere Bundeswehr voranstellen muß – in einer Gesellschaft (jedenfalls einem bedeutenden Teil davon), die ungestraft behaupten darf: „Soldaten sind Mörder.“ Die Väter der Bundeswehr haben bei deren Gründung die richtige Grundentscheidung getroffen: Eine Armee benötigt eine breite Verankerung in der Gesellschaft – und damit auch in ihrer ganzen Geschichte des eigenen Volkes. Soldat und Vaterland sind eine Einheit. Ohne diese Bindung hätten wir eine Söldner-Armee.

Soweit die Gründer der Bundeswehr. Sie hegten die Erwartung, daß die Soldaten von eben dieser Gesellschaft als Teil ihrer selbst anerkannt und respektiert werden. Ihre besondere Aufgabe sollte es sein, die demokratische Ordnung der Bundesrepublik Deutschland zu sichern, was dann auf den Rahmen der NATO ausgedehnt wurde. Nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes mußte die Bundeswehr (wie die NATO) aufgrund politischer Entscheidungen – pikanterweise einer rot/grünen Regierung – zunehmend auch Auslandseinsätze übernehmen. Von Anfang an als Verteidigungsarmee in einem Verteidigungsbündnis verankert, verbietet sich somit jeder Verbalradikalismus wie „Mörder“ oder „Aggressoren“. Der „Dienst an der Waffe“ ist kein krimineller Akt, sondern notabene den Einsatzbefehlen der Politik geschuldet.

Nun werden wir Zeugen einer Entwicklung, die sich auch schon beim Umgang mit unseren Polizisten zeigt: Soldaten werden geächtet und mit Haß überzogen. Mir erklärte kürzlich ein hochrangiger Offizier: „Welcher Soldat traut sich heute noch, in Uniform auf die Straße zu gehen? Er muß mindestens mit Pöbeleien rechnen.“ Der Mob rast, wenn er das Wort Soldat hört. Und reagiert mit Anschlägen, wie in einem (zivilen) Krieg. Kasernen werden verunstaltet, es wird von militanten Anschlägen gesprochen. „Bomber Harris, do it again!“, „Deutschland verrecke“ usw. – Vokabeln aus dem Wortschatz der Bundeswehrgegner, von denen sich auch viele weigern, unsere Nationalhymne mitzusingen.

 

Die Reaktion aus den politischen Lagern ist, höflich ausgedrückt, verhalten. Der Bundesverteidigungs-Minister spricht von „unerhört und skandalös“ – und geht zur Tagesordnung über. Die Opposition schweigt gänzlich. Niemand ist wirklich betroffen, was sich auch an folgender Meldung beweist:

Friedenspreis „gegen Werbung der Bundeswehr an Schulen“

Eine offene Verhöhnung der Bundeswehr ist die Verleihung des Aachener Friedenspreises an drei Schulen (in Offenbach, Düsseldorf und Berlin), die Bundeswehr-Aufklärungsveranstaltungen in der Schule verbieten und die Teilnahme am Unterricht untersagen. Einer der Schulleiter freute sich mit den Worten, es sei „besonderes Anliegen der Schule, das Motto ´nie wieder Krieg` zu leben…“ In einem Beschluß der Schulkonferenz der Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach heißt es: „Wir wollen nicht, dass unsere Schülerinnen und Schüler für einen Krieg gegen andere Völker rekrutiert werden. Und wir wollen auch nicht, dass sich die Bundeswehr als friedensschaffende Kraft anpreisen kann.“ Zusätzlich teilte der Aachener Verein mit, „offiziell (würden) die Auftritte legitimiert als Unterrichtsbeitrag zur Sicherheitspolitik“, tatsächlich seien das aber oft „getarnte Werbeveranstaltungen mit Jugendoffizieren, die das Soldatenhandwerk als Abenteuerurlaub präsentierten“.

Mutiger Deutsch-Türke Tipi

Was (jedenfalls für so alte Hasen wie mich) ungeheuerlich klingt, stößt den wenigsten auf. Schon ´was von Protesten aus der Politik gehört? Von der Union? Von der FDP? Von der SPD? Nichts! Aber halt: Eine einzige, aber kräftige Stimme aus der CDU gegen diese abenteuerliche Preisverleihung war zu vernehmen: Der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi (bekannt u.a. durch seinen Beitrag „Sarrazin hat im Kern Recht“) protestierte laut und deutlich gegen die Preisverleihung und forderte die Lehrer des Landes auf, die Bundeswehr in ihren Unterricht einzuladen. „Einen Ausschluß der Bundeswehr von den Schulen auch noch mit einem Preis auszuzeichnen, halte ich für höchst schädlich für unsere Demokratie (…) Was wir brauchen, ist eine Solidarisierung mit unseren Soldaten. Dafür werde ich auch weiter werben.“ Danke, Herr Tipi, und viel Erfolg. Fangen Sie ruhig bei Ihrer eigenen Partei an; denn sie hat ihre Wurzeln vergessen!

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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Eine Antwort zu Unsere Soldaten –Teil der Gesellschaft und keine Parias

  1. karlschippendraht schreibt:

    ..“Und wir wollen auch nicht, dass sich die Bundeswehr als friedensschaffende Kraft anpreisen kann..“
    Vermutlich ist Denen die Bedeutung ihrer Aussage garnicht richtig klar . Die setzen in ihrem verqueren Denken einfach voraus daß eine Armee eben keine friedenschaffende Kraft sein kann , weil es deren verschrobenem Weltbild widerspricht . Aber die Weltgeschichte hat uns ein unwiderlegbares Beispiel geliefert dafür , daß Armeen und Waffen sogar Vorraussetzung für Frieden sein müssen !!! Die Zeit von 1945 bis 1990 – also jene Zeit in der sich hochgerüstete Armeen in Europa gegenübesrstanden – hat unserem Kontinent eine eine Friedensperiode beschert . Das “ Gleichgewicht des Schreckens “ hat Europa 45 Jahre lang vor Schrecken bewahrt ! Das bedeutet also , daß jene friedensbewegten Heuchler oder auch hochgradige Dummköpfe real überhaupt nicht an Frieden interessiert sind sondern sie wollen unser Land wehrlos machen in der Hoffnung , dadurch irgendwann mal ihr eigenes totalitäres Regime errichten zu können .

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