Freiheit und Subsidiarität – ein Essay zur Lage der CDU

cduVon Heinz Ess und Peter Helmes

Die CDU hat – wie nahezu alle Parteien – über viele Jahre hinweg ihre innere Struktur sowie ihr äußeres Erscheinungsbild geändert. Allein mit „Rechtsruck“ oder „Linksruck“ oder (grünem) „Neo-Liberalismus“ ist das alles nicht hinreichend zu beschreiben. Eher schon mit: „unbedingter Machterhalt durch Anpassung sowie Aufgabe von fundamentalen Grundwerten und bisher geltenden traditionellen Überzeugungen.“

Natur statt Gott

Für jedermann deutlich erkennbar ist die Abwendung vom „C“ in der Union, ersetzt durch ein neues, grünes Glaubensbekenntnis: Natur statt Gott. Als es sich ursprünglich um ein reines Bekenntnis zur Bewahrung der Schöpfung handelte, wie das die wirklich naturverbundenen, konservativen Gründer der Grünen (Gruhl, Springmann etc.) einmal wollten, war das begrüßenswert. Wenn aber dieses Bekenntnis zu einem Ersatzglauben mutiert, indem eben diese Natur zum neuen Götzen wird, müßten bei einer christlich-demokratischen Partei alle Alarmglocken schrillen. Fehlanzeige! Stattdessen saugt die Partei die „hehren“ Ziele der Ökobewegung auf wie ein trockener Schwamm. Opfer dieser Abwendung von christlichen (abendländischen) Grundwerten sind zynischerweise die Verursacher dieser „Wende“: die Grünen. Sie haben fast alle Parteien durchsetzt und  sich letztlich dadurch überflüssig gemacht. Ihr Altvorderen haben sich überholt, haben abgedankt oder „retten“ sich in neue Positionen. Die neue grüne Führung wird aber den Kampf um Posten und Pfründen nicht aufgeben, sei es um den Preis der eigenen Verrenkung. „Wir tun so, als ob wir aus der Niederlage gelernt hätten“, raunen sie in ihren Hinterzimmern. Ihr grünes, messianisches Sendungsbewußtsein werden sie aber weiter pflegen.

Grüne Glanzzeiten vorbei

Die „Grünen“, deren Führungsköpfe der Bewegung der „Alt-68er“ entstammen, mußten nun hinnehmen, daß ihre „Glanzzeiten“ vorüber sind. Der Wähler von heute konnte mit den ihm seit vielen Jahren vertrauten Gesichtern der grünen Führungsriege und mit deren irrationaler, weltfremder Ideologie nichts mehr anfangen. Veggie Day, politische Einmischung der grünen „Schulmeister“ bis in die unmittelbare, intime Privatsphäre, „Fukushima“, angebliche Trinkwasserknappheit, absaufende Malediven durch Kohlendioxid-Anstieg und schmelzende Pole und „menschengemachte“ globale Erwärmung des Erdballs, „untierisch-unmenschliche“ Käfighaltung von Hühnern und Gänsen, aber auch das vielgepriesene Müsli-Frühstück dieser Körnerfresser – all diese Themen waren die Menschen landauf-landab nun definitiv leid. Steuererhöhungen, Strompreiserhöhungen bis zur Unbezahlbarkeit und Lähmung unserer Wirtschaft – das merkte selbst der Dümmste, daß das nicht zu seinem persönlichen Wohl war und ist!

Die grüne Partei wollte sich bei den letzten Wahlen zur „drittstärksten Volkspartei“ entwickeln. Nur waren die Wähler jetzt nicht mehr bereit, in krisengeschüttelten Zeiten irgendwelchen dummen leeren Politphrasen dieser Ökomarxisten hinterherzulaufen, ganz im Gegenteil!

Die Grünen: „Vom Bürgerschreck zum Kinderschreck!“

Die Grünen schrumpften und schrumpfen mehr und mehr hin zu einer Splitterpartei, wenn kein Kurswechsel kommt. Die „Gutmenschen“ von einst entpuppten sich zunehmend als Altlasten mit sich herumschleppende, „kriminelle Bösewichte“, Anarchisten und – wie sich jetzt immer mehr zeigt – als Lobby für Pädophile: Die Grünen, deren Wurzeln bei den „68ern“ zu suchen sind, wandelten sich in der öffentlichen Wahrnehmung vom Bürgerschreck zum Kinderschreck.

Das Konzept, den Menschen bedingungslos der Natur unterzuordnen und seine Bedeutung auf ein „rein biologisches Gattungswesen unter anderen Tieren“ zu reduzieren – dieses Konzept ging schief.

Dieser grüne Plan stammt aus der Zeit, in der das „grüne Kalb“ der Öko-Bewegung, der ehemals rote „hochheilige Marxismus“, weltweit scheiterte und in eine neue, „grüne“ Ideologie umgewandelt werden mußte unter Beibehaltung aller marxistischen Kernsätze. Dies gelang vorübergehend, indem man den Begriff der „Natur“, den Marx zwischen „Überbau“ und „Unterbau“ im Nebenschluß erwähnt hatte, neo-marxistisch in den „Überbau“ hochholte und den einzelnen Menschen diesem „neu strukturierten Überbau“ unterordnete – das „Gattungswesen Mensch“, auf gleicher Höhe wie die vom Aussterben bedrohten Orang Utans oder wie die weltweit gejagten Wale oder die „Fledermaus“, die vorrangig vor dem Bau der Dresdner Elbbrücke, dem Ausbau des Flughafens Hahn oder dem Bau einer Autobahn geschützt werden müsse. Hierzu gibt es zahlreiche weitere Beispiele.

Daß wir als Menschen Teil der Natur sind, ist unbestritten. Daß der Mensch sich aber der von den Grünen neu definierten „Natur à la Marx“ unterordnen soll, ein solches Konzept, das unserem christlichen Schöpfungsauftrag wiederspricht, mußte über kurz oder lang politisch scheitern, weil es an der wahren Natur des Menschen vorbeizielt.

Politik muß vorrangig für den Menschen da sein, für jeden einzelnen von uns. Politik darf  sich nicht einer „schwammig definierten Natur“ hinwenden, der sich der Mensch – unter Hingabe aller bürgerlichen Freiheiten – zu unterwerfen hat. Wir Menschen müssen diese Welt nach allgemein anerkannten, humanistischen, christlichen Grundwerten gestalten. Diese Werte: „Freiheit-Gerechtigkeit-Solidarität“ dürfen nicht ideologisch verzerrt, manipuliert und vor allem nicht beliebig uminterpretiert werden von grünen „Weltverbesserern“, deren Arroganz der Macht den Bürger zum grünen Sklaven machen will. Soweit zu den „Grünen“. Das nicht rechtzeitig erkannt zu haben, ist eines der größten Versäumnisse der Union.

CDU zahlt hohen Preis

Wenn nun die CDU unter prägender Führung durch Angela Merkel hohe Stimmengewinne erzielt hat bei den Bundestagswahlen, so muß sie sich darüber klar sein, daß sie hierfür einen hohen Preis gezahlt hat und auch noch auf viele Jahre hin zahlen muß: Die unkritische Übernahme vieler Grundpositionen der Grünen (Atom-Ausstieg, CO2-Emissionsgesetz usw.) und der Sozialdemokraten (politische Mindestlohnforderung als erster Schritt einer Zerstörung der Tarifautonomie zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, KITA, Rücknahme des Betreuungsgeldes u.v.m.) hat die Grundwerte „Freiheit-Gerechtigkeit-Solidarität“ sowohl inhaltlich als auch in ihrer Rangfolge völlig verändert. Die frühere Rangfolge lautete: Freiheit zuerst!, dann an zweiter Stelle: Gerechtigkeit für alle Bürger, und dann erst Solidarität!

Heute lautet diese Rangfolge: „Solidarität!“ – alle vier Jahre bei den Wahlen – und nur bei den Wahlen, bitteschön (gemeint ist die Solidarität der Wähler mit den Regierenden aus den Reihen der CDU/CSU; keinesfalls bedeutet es: Solidarität der Regierenden mit jedem einzelnen Bürger), dann „Gerechtigkeit“ („Wir sorgen für Gerechtigkeit durch Umverteilung der Gelder aus dem Staatshaushalt“ – und wenn da nichts mehr umzuverteilen ist, weil „Europa“ die Deutschen auffordert, die anderen Pleite-Länder mit Billionen-Beträgen „im Boot“ zu halten, dann gibt es halt nichts mehr, was von oben nach unten an den einzelnen Bürger durchsickern könnte bei diesen „wichtigeren“ Zahlungspflichten“ (EU-Rettungsschirm, Kosten des Afghanistan-Einsatzes, Bankenrettung, Euro-Rettung, Schuldentilgung usw.).

Vergleicht man die Summen, die jährlich von unserem Staat an hilfsbedürftige Mitmenschen ausgeschüttet werden (Kranke, Alte, Arbeitslose, kinderreiche Familien usw.), dann sind diese sozialen Hilfen prozentual gesehen lediglich „peanuts“ gegenüber den internationalen Zahlungen. 750 Milliarden Euro für Griechenland!“ Mit nur einer Milliarde Euro wäre das Gesundheitssystem gerettet und die Ärzte könnten ihre Patienten endlich wieder „bestens“ und nicht – wie heute – „gerade eben ausreichend“ mit Medikamenten und Operationen versorgen!

Hätten für die Rettung Griechenlands nicht statt 750 Mrd. auch 749 Milliarden Euro gereicht? So hätten wir im Gesundheitswesen keinen menschenverachtenden Sparzwang mehr! Die deutschen Zahlungsverpflichtungen bezüglich Europa und der Welt sind auch im Vergleich zu den Zahlungen an die hilfsbedürftigen Mitbürger erdrückend hoch!

Der einzelne Bürger bleibt auf der Strecke – und das gilt nicht nur für die „Hartz-IV-Zahlungen“ an sozialbedürftige Dauerarbeitslose, das gilt insbesondere für die staatlichen Ausgaben bezüglich Bildung, Ausbildung und Förderung all der jungen Menschen, die perspektivlos in eine düstere Zukunft blicken mit drohender Jugendarbeitslosigkeit, mangelnden Studienplätzen und katastrophalen Zukunftsaussichten. Die offensichtlich von Angela Merkel praktizierte „Verwaltung des Mangels“ löst diese Probleme definitiv nicht.

Freiheit und Gerechtigkeit – Paradigmen-Wechsel der CDU

Aber beim früher an erster Stelle stehenden Grundwertbegriff der FREIHEIT eines jeden Bürgers zeigt sich der Paradigmenwechsel innerhalb der CDU besonders deutlich.

Im früher geltenden Freiheitsbegriff gab es die zwei Dimensionen der „Freiheit von“ (z.B. von Gewalt, Krieg, Zwang, Ungerechtigkeit, Not, Hunger, Armut, Unterdrückung usw.) und der „FREIHEIT ZU“ (Eigenverantwortung, selbständiges, staatlich gewolltes und tatkräftig unterstütztes freies Unternehmertum, Freiheit zu schöpferischer Tätigkeit, Freiheit, sich politisch permanent und zu jedem Zeitpunkt erfolgreich von unten nach oben persönlich einbringen zu können usw.).

Die „Freiheit zu“ wurde überall mehr und mehr eingeschränkt, z.B. durch höchste bürokratische Hürden, die niemand mehr erfolgreich und zeitgerecht überwinden kann, durch eine Hochsteuerpolitik, die dem Einzelnen jede Motivation nimmt, selbständig tätig zu werden und seine Ideen zu realisieren – nur: ohne diese innovativen Ideen kommt unsere Wirtschaft über kurz oder lang zum Erliegen!).

Und nicht zuletzt ist die Freiheit zur ständigen Mitwirkung bei der Themenfindung und Diskussion von politisch bedeutsamen und anstehenden Problemlösungen gesellschaftlich generell, aber vor allem auch innerhalb der Parteien, z.B. innerhalb der CDU auf einen Nullpunkt gesunken.

Bei Parteitagen drücken sich die Delegierten die Hämorrhoiden platt und nicken die vom Parteivorstand vorformulierten Anträge lediglich gehorsam und untertänigst ab – immer nach der Seite schauend, ob sie die „political correctness“ einhalten.

Personaldebatten und die persönliche innerparteiliche Karriere stehen mittlerweile an erster Stelle, wenn es bei Parteitagen ums „Debattieren“ geht. Politische Inhalte werden von oben nach unten vorformuliert und abgenickt. So zerstört man demokratische Grundordnungen und eine lebendige Streitkultur.

Dieses Verhalten und ähnliche Machenschaften der „Elite“ in Berlin führten bei vielen Bürgern zu einer Politikverdrossenheit nach dem Motto: „Die da oben machen ja doch, was sie wollen!“ Und so kommt es, daß sich die demokratische Mitwirkung des Einzelnen fast nur noch auf die Stimmabgabe bei Wahlen konzentriert.

Und gerade bei den Nichtwählern zeigt sich, daß etwa jeder vierte Staatsbürger noch nicht einmal mehr seiner legitimen Stimmabgabe zutraut, demokratisch etwas im Lande zum Besseren wenden zu können.

Eine lebendige Demokratie lebt von der permanenten Mitwirkung all ihrer Bürger. Die Bundesrepublik ist demnach ein langsam absterbender, demokratischer Staat, ein Pulverfaß vieler unzufriedener und scheinbar machtloser Bürger, die zahlenmäßig von Wahl zu Wahl immer bedeutender werden – entweder als Nichtwähler oder als Wähler von Splitterpatteien. Diese größer werdende Zahl der sich ohnmächtig fühlenden Bürger wird eines Tages nicht mehr bereit sein, „demokratische Spielregeln“ einhalten zu wollen. Die Zeitbombe tickt!

Zurück zu den alten Werten

Wenn die CDU/CSU jetzt aufwacht und sich endlich rückbesinnt auf ihre christlichen Wurzeln sowie auf ihre freiheitsgarantierenden Grundwerte, und sich rasch dieser großen Gruppe unzufriedener Demokraten in wohlwollender Diskussionsbereitschaft öffnet, dann könnte es ihr gelingen, zurückzufinden zu ihrer alten, inhaltlich so wertvollen politischen Seele, die stets ihre christlichen Werte verteidigte und in den Mittelpunkt ihrer aktiven Politik stellte. Andernfalls wird die CDU schon bei den nächsten Landtagswahlen erleben, daß die AFD deutlich an Stimmen hinzugewinnen wird auf Kosten des CDU-Stimmenanteils.

Hier lohnt es sich, einmal aufmerksam zur SPD zu schielen, deren linker Flügel – völlig abgespalten von der „alten“ Sozialdemokratie – nahezu geschlossen zur „Linken“ hinüberwechselte und dort führende Rollen übernahm (Lafontaine, Maurer & Genossen).

Mit einem Stimmenanteil von je 20 – 25% würden sowohl die CDU/CSU als auch die SPD nur noch als „große Koalition“ oder mit mindestens zwei, drei kleineren Koalitionspartnern in der Lage sein, unser Land zu regieren. Aber eine solche „Patchwork“-Regierung wäre – ähnlich wie in Italien – erheblich geschwächt in ihrer politischen Durchsetzungskraft bei überlebenswichtigen, nationalen Fragen, was bis zu einer Regierungsunfähigkeit gehen könnte mit wiederholt drohenden Neuwahlen. Eine solche Instabilität gäbe unserer Demokratie den Rest!

Ausweg aus diesem drohenden Dilemma

Die CDU muß sich auf ihre Tugenden von einst, vor allem auf ihre unverfälschten Grundwerte, rückbesinnen und diese wieder – sichtbar für alle – in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen. Sie muss zum Erhalt einer lebendigen Demokratie wieder an die Basis, zu jedem einzelnen Bürger, in Demut und Pflichterfüllung, aus Nächstenliebe und aus Liebe zu unserem Land und zu unserer Demokratie.

Jeder einzelne Bürger muß von allen Fesseln der ihn überbordenden und erstickenden Bürokratie befreit werden. Eigenverantwortung, Kreativität und Ideenreichtum müssen im Sinne eines unseren Wohlstand sichernden Pluralismus an Ideen und Meinungen schnellstens gefördert und garantiert werden. Die Vernunft der Gehirne von achtzig Millionen Bundesbürgern produziert wesentlich bessere, effektivere und innovativere, vielfältigere, wertvollere Ideen als die in Selbstgefälligkeit saturiert im Bundestag sitzende „Pseudo-Elite“, die vorformulierte Kabinettsbeschlüsse abnickt und – von oben diktiert – dem jeweiligen Fraktionszwang unterliegt.

Die Lösung des Problems lautet also:

Zurück zu einer lebendigen Demokratie, in der die Stimme eines jeden Bürgers Gehör findet – auch bei den Medien, die sich hierfür wieder von all den politischen Unterwanderern loslösen müssen, die ihnen Form und Inhalt der Berichterstattung aus grün-roten Parteizentralen vordiktieren!

Die CDU sollte darüber hinaus ihre Werte-Ordnung und -Definition rückbesinnend auf ihre christlichen Wurzeln zur Parteigründerzeit in die richtige Rangfolge bringen. Das dürfte der Pfarrerstochter Merkel doch eigentlich nicht allzu schwer fallen?

5.Oktober 2013

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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4 Antworten zu Freiheit und Subsidiarität – ein Essay zur Lage der CDU

  1. ritterdersterne schreibt:

    Sehr geehrter Herr Ess und Herr Helmes,
    ich schätze Ihre Ausführungen sehr. Ihre Worte in Gottes Ohren. Doch allein mir fehlt der Glaube, dass diese CDU unter Angela Merkel sich zu ihren Grundwerten wie Freiheit, Subsidiarität, Leistungsgerechtigkeit, Schutz von Ehe und Familie u.a. zurückkehrt. Stattdessen huldigt diese CDU einem Götzen namens Euro und zerschlägt dafür die Prinzipien der Marktwirtschaft, indem durch Rettungsmilliarden die Einheit von Risiko (des Kapitals) und Haftung gesplittet wird: das Kapital kann Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren. Einzig und alleine dazu dienen die Rettungsfonds EFSF, ESM und andere. Der deutsche Steuerzahler und Bürger wird zukünftig mit höheren Steuern, weiterem Sozialabbau in allen Bereichen diese Rettungspolitik bezahlen müssen. Zudem entsteht ein dauerhaftes (kein zeitlich begrenztes) und in Umfang und Höhe unbegrenztes Transfersystem. Die Forderungen der Alternative für Deutschland (AfD) und hunderter anderer Ökonomen – auch die von Fritz Bolkestein – lauten: Schaffung einer starken Nordeurowährung, Schuldenerlass für Griechenland – aber nur einmalig und unter Beteiligung privater Gläubiger. Durch die Kampagnen und Diffamierungen gegen die AfD – auch durch Teile der Medien – gibt es nun im Bundestag kein Korrektiv mehr, dass die Beschlüsse von Rettungsmilliarden im Bundestag erschweren könnte. Lesen Sie dazu auch gerne meine Beiträge auf
    http://99thesen.wordpress.com/
    http://99thesen.wordpress.com/2013/10/06/fritz-bolkestein-euro-gescheitert-wahrungsreform-notig/
    http://99thesen.wordpress.com/2013/09/26/europa-mit-der-haftungsunion-droht-die-abwartsspirale

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    • conservo schreibt:

      Lieber Ritterdersterne,

      für Sie gewiß keine Überraschung: Ich stimme Ihnen zu, gebe aber die Hoffnung nicht auf.

      Danke für Ihren Beitrag. Ich lade Sie ein – gerne – auch weiterhin Kommentare zu schreiben. Schon auf cdu-aktuell haben mich Ihre Beiträge sehr interessiert.

      Herzliche Grüße
      conservo

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  2. lostlisa schreibt:

    Liebe Kommentatoren, ( Hr.Ess und Hr. Helmes)
    guter Artikel, ich stimme Ihnen voll und ganz zu, was den Linkstrend innerhalb der „C“DU betrifft. Zwar etwas lang und langatmig aber doch lesenswert.
    Jedoch habe ich noch Hoffnungen, daß sich mit der AfD etwas in derpolit. Richtung etwas ändert. Aber nicht unter Mutti und Ihren „Braunköpfigen“. Ob die AfD es schafft, bleibt abzuwarten und kritisch zu beäugen. Sie ist immerhin eine neue Partei, die sich erst in den Parteipositionen wundreiben muß, wie einst bei den Linken und Grünen. Immerhin haben letztere Chaoten es geschafft, Deutschland links zu prägen incl. der CDU. Bei uns Konservativen warten wir nur, daß Martin Luther King`s Worte: „I have a dream…“, bezogen auf eine neue christliche Volkspartei, ggf. mit AfD oder einer neuen Partei, vom dem Traum zur Wirklichkeit findet. Jedoch sehe ich (bei AfD) da auch etwas Schatten am Horizont. Hoffentlich nicht so eine Eintagsfliege (Flachnummer) wie die Piraten.

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  3. drgscheidle schreibt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Sie haben völlig recht, in der CDU/CSU machen sich leider seit einigen Jahren unredliche Tenzenden breit, z.B. die unredliche Frauenquote, Vernichtung von redlichen und preisgünstigen Kernkraftwerken oder gar die Abschaffung der redlichen Wehrpflicht. Diese Partei hat ja noch nicht mal dafür gesorgt, dass die von der rot-grünen Chaos-Regierung aus Kuschelpädagogik-Gründen verbotene, jedoch traditionelle und bewährte Erziehungsmethode „Rohrstock“ wieder eingeführt wurde, so dass wir wohl weiterhin ein Volk von dummen und verweichlichten Versagern heranziehen werden (oder wurden sie dabei von den Luschen-Liberalen ausgebremst, genauso wie bei der Durchsetzung des hochredlichen Internetz-Sperrengesetzes?). Dennoch handelt es sich bei der CDU/CSU noch um die redlichste Partei im deutschen Bundestag – stellen Sie sich mal vor, wir würden von Staatsverschuldungs-Sozen oder Bevormundungs-Bündnisgrünen regiert! Dennoch – eine Strafe für die nicht mehr ganz so redliche CDU/CSU musste sein, und so habe ich auf meiner Internetz-Seite die Redlichkeits-Wertung dieser Partei auf 8 Punkte (von 10) gesenkt. Außerdem gebe ich meine Stimme ab sofort nur noch der redlichen PBC, die weiterhin 10 von 10 Punkten erhält – bei dieser Partei handelt es sich um die redlichste Partei im deutschen Parteiensystem.Dies wird so lange geschehen, bis die CDU/CSU wieder auf den Pfad der Redlichkeit zurückgekehrt ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Diethelm Gscheidle
    (Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)

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