Entwertung des Friedensnobelpreises

Alfred Nobel

Alfred Nobel

Wir erinnern uns: Der Stifter des Nobelpreises, eben jener Alfred Nobel, beschrieb in seinem Testament die Voraussetzung für die Verleihung des Friedenspreises sehr deutlich: „Der Preis soll vergeben werden an jemanden, der im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen gebracht hat.“

War schon die Verleihung dieser einst renommierten Auszeichnung an Obama eine Farce, so drohte die Vergabe an Institutionen wie die Europäische Union oder das IPCC (Weltklimarat) endgültig den Willen des Gründers auf den Kopf zu stellen. Es ist auch eine Frage, nebenbei bemerkt, ob Institutionen überhaupt in den Genuß einer Preisverleihung kommen sollten; denn Nobel verfügte die Vergabe an „jemanden“ – in der Regel also an Persönlichkeiten.

Es soll gewiß nicht bezweifelt werden, daß die „Organisation für das Verbot chemischer Waffen“ (OPCW) segensreich tätig ist. Doch wofür hat sie diesen stolzen Preis verdient? Man setzt die Leistung dieser Organisation nicht herab, wenn man klarstellt, daß das OPCW faktisch eine Art ausführendes Organ der internationalen Politik ist, mehr nicht. Das kann man bestens an ihrem Einsatz in Syrien sehen – womit das Preis-Komitee vermutlich wieder einmal ein politisches Harmonie-Signal setzen wollte: Das OPCW soll nun in Syrien kontrollieren, ob und wie sich die Syrer an die Abmachungen zum Abbau ihrer Chemiewaffen halten. Ein löbliches Unterfangen. Aber damit tut die Organisation nur ihre – ordentlich bezahlte – Pflicht. Und dafür den Friedensnobelpreis?

Warum nicht auch Misereor oder Krankenschwestern?

Wenn der „befohlene“ Einsatz reicht, um eine solche Ehrung zu erlangen – oder noch deutlicher: Wenn allein die Existenz einer Organisation ausgezeichnet wird – warum werden dann nicht wirklich freiwillige, zum größten Teil ehrenamtlich tätige Organisation wie die Welthungerhilfe, Misereor oder die Kolpingsfamilie usw. ausgezeichnet? Warum geht der Preis nicht z. B. symbolisch an zwei Krankenschwestern – eine für den Einsatz in Kriegsgebieten, die andere für ihre Arbeit im zivilen Bereich –, stellvertretend für die vielen Helfer im Gesundheitswesen, in Lazaretten oder bei der Alten-Betreuung?

Bekommt die OPCW den Friedensnobelpreis ob ihrer realen Existenz? Eigene Leistungen, also nicht ihr verordnete, sieht man kaum. Russen und Amerikaner verfügen weiterhin über große Chemiewaffenbestände, ohne daß bisher von einem Eingreifen der jetzt so gelobten Organisation zu hören wäre.

Die diesjährige Preisverleihung läßt den Nobelpreis zu einer Art Alibi-Funktion verkommen, zu einem Placebo zur Beruhigung des schlechten, internationalen Gewissens. Hat das Alfred Nobel gewollt?

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. 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Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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2 Antworten zu Entwertung des Friedensnobelpreises

  1. andena17 schreibt:

    Sicherlich wird jeder verstehen, dass das Nobelpreiskomitee dieses Jahr nicht wirklich demjenigen den Nobelpreis verleihen konnte, der ihn am ehesten verdient hat – nämlich Wladimir Wladimirowitsch Putin. Und das aus rein politischen Gründen. Man stelle sich nur den #Aufschrei der #Qualitätsjournalie und der politischen Linken vor, wenn gerade der „autokratische“ und „undemokratische“ Präsident Russlands für seine Verdienste um die Verhinderung eines US-Angriffskriegs auf Syrien ausgezeichnet würde – sozusagen ein Friedensnobelpreis dafür, dass ein anderer Titelträger (Obama), der diesen ad absurdum geführt hat, davon abgehalten wird, Krieg gegen ein vom Terrorismus geplagten Land Syrien zu führen. Das käme geradezu einer Degradierung des Preisträgers Obama gleich und würde gleichzeitig manifestieren, dass die Verleihung an diesen ein kapitaler Fehler des Komitees bedeutet.

    Das kann und will man sich natürlich als Komiteemitglieder auf gut dotierten Sesseln sitzend nicht eingestehen und auch nicht vorgehalten bekommen. Menschlich durchaus verständlich.

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  2. Waldemar Pabst schreibt:

    Tatsächlich ist diese Vergabe an eine „Institution“ nichts als ein feiger Akt, mit dem das Komitee vermeiden wollte, Diskussionen dafür führen zu müssen, den Preis nicht an die großartigste Kandidatin seit Jahrzehnten verliehen zu haben, Malala Yousafzai, die den Wunsch, zur Schule zugehen mit einem Kopfschuss bezahlte und deren unglaublicher Mut und ungeheure Eloquenz in einem Alter, wo andere hinter Hupfdohlen kreischen, sie danach erst Recht gegen die Mordbanditen mit kranken religiösen Vorstellungen aufstehen ließ. In einem Land wie Norwegen, das sich schon seit langem feige den Ansprüchen von Islamfanatikern unterwirft, wäre das niemals möglich gewesen. Eine grottenschlechte Entscheidung, die sich passend an die oben beschriebenen anfügt.

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