Bildungsplan 2015: GEW öffnet Fluchtweg für Kretschmann

stuttgart 005aMathias von Gersdorff

Winfried Kretschmann kann sich freuen, dass es die „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – GEW“ gibt. Sie hat nämlich einen Weg gefunden, dass er sich des lästigen Themas „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in den Schulen entledigen kann, ohne einen totalen Gesichtsverlust hinnehmen zu müssen. Über die “Stuttgarter Zeitung“ verbreitete die GEW ihren Vorschlag, die Einführung des Bildungsplanes auf das Schuljahr 2016/2017 zu verschieben. Außerdem sollen inhaltliche Veränderungen vorgenommen werden:
„Die GEW empfiehlt nun „dringend“, ein neues Leitprinzip in den Bildungsplan aufzunehmen. Das könnte „Anerkennung gesellschaftlicher und kultureller Diversität“ heißen. Unter dieser Überschrift könnte die Akzeptanz sexueller Vielfalt Platz finden. Überhaupt regt die GEW an, die Leitprinzipien zu revidieren“, schreibt die „Stuttgarter Zeitung“ am 7. März 2014.
Wohlgemerkt: Nach Ansicht der GEW soll „Sexuelle Vielfalt“ weiterhin vorkommen. Die Gewerkschaft hat sich also alle Möglichkeit offen gehalten.
Wie wird Winfried Kretschmann zum Vorschlag der GEW reagieren?
Für ihn wäre es politisch das Beste, den Vorschlag anzunehmen. Damit würde man den „Bildungsplan 2015“ auf die lange Bank schieben um einen günstigeren Zeitpunkt abzuwarten.
Möglicherweise hat die GEW den Schlichtungsvorschlag mit Kretschmann abgesprochen, denn für ihm wäre es demütigend gewesen, einen solchen der Öffentlichkeit zu unterbreiten. Auf diese Weise kann sich Kretschmann einigermaßen heil aus der Affäre davonschleichen.
Das hat wohl rasch CDU-Landeschef Thomas Strobl erkannt, über den die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am 7. März äußerte:
„Der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl forderte Kretschmann auf, selbst einen Kompromissvorschlag zu formulieren und dies nicht einer Gewerkschaft zu überlassen: „Der Ministerpräsident muss verantwortlich sein für das, was seine Regierung macht, er ist der Regierungschef.““

Strobl will mit diesem Vorstoß das Heft an sich reißen, nachdem sein potentieller Kontrahent für die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2016, Fraktionschef Peter Hauk, rabiat gegen die Grünen und gegen den Bildungsplan gewettert hat.
Allerdings hat sich Strobl nicht explizit gegen die Einbeziehung von „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ausgesprochen. Hinsichtlich der Inhalte des Bildungsplanes laviert er also weiter.
Wie lange wird das die CDU-Basis akzeptieren? Wie kann es sein, dass der CDU-Landeschef in einer so wichtigen Angelegenheit keine klare Meinung vertritt?
Winfried Kretschmann könnte genauso gut die Schlichtung der GEW ablehnen und versuchen, den Bildungsplan mit der Brechstange durchzusetzen. Einfach wäre das nicht. Der Plan müsste erst in einen Gesetzentwurf gegossen werden.
Bei so viel öffentlicher Aufmerksamkeit einen solchen auszuarbeiten, dürfte schwer sein. Immer wieder würde Kretschmann den Gegnern Munition liefern. Im schlimmsten Falle könnte sich die heftige Auseinandersetzung bis zur Landtagswahl hinziehen.
Interessant wird sein, wie sich nun die CDU positioniert. Eigentlich ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dem Bildungsplan den Todesstoß zu versetzen. Eine Allianz von „Besorgten Eltern“, Union, Kirchen usw. wäre dazu stark genug.
Wieso zögert die CDU? Die Erziehungseinheit „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ wurde in weiten Strecken von Homosexuellen-Verbänden redigiert, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ mehrmals nachgewiesen hat. Strobl und andere haben aber Angst vor der Homo-Lobby und unterstützen sogar manche ihrer Forderungen.
Kretschmann will sich am 27. März 2014 mit Vertretern der württembergischen Landessynode, der Deutschen Evangelischen Allianz, der Gruppierung „Lebendige Gemeinde“, des württembergischen Gemeinschaftsverbandes „Die Apis“ sowie einzelnen Pfarrer treffen und über den Bildungsplan verhandeln.
Spätestens bis dann werden sich Kretschmann und die Union positionieren müssen.

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Bildungsplan 2015: GEW öffnet Fluchtweg für Kretschmann

  1. LichtWerg schreibt:

    Hat dies auf LichtWerg rebloggt.

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