PROTEST GEGEN DAS WEGDUCKEN DEUTSCHLANDS IN NAHOST

1irakVon Peter Helmes

Liebe Leser,

das weitgehende Stillschweigen, das Nichtstun und die scheinbare Ahnungslosigkeit der deutschen Politiker angesichts der schrecklichen Zustände im Nahen Osten sind ein Skandal. Die gesamte Bundesregierung scheint in Ferien, das Parlament ist im Sommerurlaub, der stets präsente Bundespräsident und der Bundesaußenminister entsenden der Welt ein paar tröstliche und mahnende Worte, die Opposition ist marginalisiert. Deutschland leistet sich den Sommerschlaf. Uns geht´s ja gut!

Es ist auch kein Trost – und macht die Sache nicht besser – daß die Bundesregierung jetzt ein paar kleine Hilfsmaßnahmen anleiert. Das Ärgerlich daran ist doch, daß sie erkennbar erst jetzt reagiert – zwar nur ganz bescheiden, aber immerhin. Und der eigentliche Skandal ist, daß die Regierung erst bei der Vertreibung der Jesiden aktiv wird, aber bei den vielen hunderttausend Christen vorher passiv geblieben ist.

Wir dürfen aber nicht schweigen und untätig bleiben. Ob Christen, Atheisten oder Andersgläubige: Hier geht es um Krieg und Frieden, somit also auch um die Verteidigung unserer wichtigsten Werte. Da darf niemand reserviert bleiben!

Ich bitte Sie, liebe Leser, schreiben Sie Ihrem Bundestagsabgeordneten, der Bundesregierung („An die Bundeskanzlerin“), dem Bundespräsidenten und dem Bundestagspräsidenten einen Eilbrief und bitten Sie darin um Stellungnahme. Weiter unten folgt ein Entwurf. (Die Adressen finden Sie am Schluß dieses Artikels.)

(Hier der Artikel:)

Was tut die deutsche Politik gegen die zunehmende Christenverfolgung im Nahen Osten? Politiker reden und reden, zahlen ein paar Cent – und dann ducken sie weg

Von Peter Helmes

Es ist unfaßbar: Im Irak und in Syrien wüten die Extremisten des “Islamischen Staates”. Sie foltern, mißbrauchen, schächten, zerschneiden Kinder bei lebendigem Leib. Auf ihrem Kreuzzug töten die Dschihadisten unschuldige Menschen aller Religionen und Zugehörigkeiten. Das ist nicht „irgendwo“! Das ist die Wiege der Christenheit – Palästina, Syrien, Irak – wo Christen schlimmer als Vieh verfolgt und abgeschlachtet werden. Kein Tier, keine Bestie, mordet so wie die Fanatiker, die im Namen Allahs – sein Name sei gepriesen – die „Ungläubigen“ niedermetzeln und damit eine zweitausend jährige Kultur auslöschen. Und was tun wir?2irak

Das Letzte, was viele dieser Opfer hörten, bevor man ihnen den Kopf abschlug oder, wie es Nichtmoslems vorbehalten ist, langsam vom Hals Richtung Nacken abschnitt – eine besonders grausame, menschenunwürdige und das Leiden verlängernde Tötungsform (wird bis heute in Syrien und im Irak etwa angewandt), wobei die Dschihadisten das Abschneiden immer wieder unterbrechen, um sich am Röcheln und Todeskampf ihrer Opfer zu ergötzen) – das Letzte also, was die meisten Opfer hörten, waren hysterische “Allahu-akhbar”-Rufe aus den Kehlen ihrer Mörder. Und was tun wir?

Die Häme der Islamisten, die die Köpfe enthaupteter „Ungläubiger“ auf Zaunpfählen aufspießen, kennt offenbar keine Grenzen. Fassungslos hören wir Abend für Abend in den Nachrichten die Berichte über die Gräueltaten, doch wir tun – nichts. Die Welt schaut weg. Unglaublich! Und was tun wir?

Im Jahr 2003, vor der US-Invasion, gab es rund 1,5 Millionen Christen im Irak. Davon lebten ungefähr 600.000 in Bagdad und um die 60.000 in Mossul. Wer konnte, ist längst geflohen. Mehr als eine Million Vertriebene haben schon Zuflucht gefunden in der Autonomen Region der irakischen Kurden. Wer die Flucht nicht schaffte, ist eher tot als lebendig, verhungert, erschlagen. Und was tun wir?

Was jetzt nötig ist, sind Taten – und nicht nur Worte. Den Hilferuf der Bedrängten, ihnen jetzt wenigstens die entsprechenden Waffen zur Verfügung zu stellen für den Kampf gegen die bestens ausgerüsteten Terroristen, dürfen wir nicht länger ignorieren. Wer nur hohlen Phrasen und hehren Grundsätzen – so ehrenwert sie auch sein mögen – folgt, muß wissen: Keine Waffen in dieses Krisengebiet zu liefern, bedeutet, Verfolgte, wie z. B. die Christen oder die Jesiden, ihren Schlächtern zu überlassen. Das muß auch für die Bundesrepublik Deutschland gelten. Es ehrt ja, wenn man sich gegen Waffenlieferungen in Krisengebiete ausspricht. Aber wenn es keine andere Hilfe gibt, sollte dies das letzte Mittel sein. Deutschland ist gefordert!

Militärgewalt sollte immer die Ultima Ratio bleiben, aber im Irak ist sie offenkundig die einzige Möglichkeit, die tödlich bedrohten Jesiden, Christen und Kurden zu schützen. Doch die vielen Konflikte der vergangenen Jahre, die Zunahme der Brutalität und die Flüchtlingsströme erhöhen den Druck auch auf Deutschland, sich mehr zu engagieren.

Die Diplomatie und die internationale Gemeinschaft unternehmen aber viel zu wenig. Wie lange wollen wir und die internationale Gemeinschaft einschließlich der Arabischen Liga noch zuschauen? Unternehmen wir wenigstens das, was wir als Leser tun können: Fordern wir die deutsche Politik mit einem Brandbrief auf, endlich zu handeln, um den Christen, Juden, Jesiden und allen Verfolgten im Nahen Osten etwas mehr Hoffnung zu geben. Sonst werden wir mitschuldig vor der Geschichte.

Wir senden ein fatales Signal

Die deutsche Außenpolitik versucht wieder, ins Abseits zu flüchten und um den Irak einen großen Bogen zu machen. „Warum sollen wir uns denn mit einem Land befassen, das in ethnischen und religiösen Konflikten zu versinken droht?“, scheinen viele zu denken – und gehen zur Tagesordnung über. Das ist feige. Wir brauchen jetzt, und nicht erst morgen, eine Diskussion darüber, wie sich Deutschlands Politik gegenüber dem Irak und Kurdistan künftig entwickeln soll. Jetzt (!) sind Regierung und Parlament gefordert.

***

Hier das Beispiel eines Musterbriefes an einen Bundestagsabgeordneten:

Herrn

Max Mustermann MdB (Adresse siehe unten / oder per e-mail)

Deutscher Bundestag, Berlin

Hilfe für den Nahen Osten

Sehr geehrter Herr Mustermann MdB,

bitte lesen Sie den beigefügten Artikel über das, was ich von der deutschen Politik erwarte, wenn es um echte Hilfe – und nicht nur wohlwollende Worte – für die Verfolgten im Nahen Osten geht.

Das weitgehende Stillschweigen, das Nichtstun und die scheinbare Teilnahmslosigkeit der deutschen Politiker angesichts der schrecklichen Zustände im Nahen Osten sind ein Skandal. Deutschland leistet sich den Sommerschlaf. Uns geht´s ja gut!

Wir dürfen aber nicht schweigen und untätig bleiben. Ob Christen, Atheisten oder Andersgläubige: Hier geht es um Krieg und Frieden und um die Verteidigung unserer wichtigsten Werte. Da darf niemand reserviert bleiben!

Ich bitte Sie deshalb – nein, ich fordere Sie auf,

der sofortigen Einberufung einer Sondersitzung des Bundestages zu diesem Thema zuzustimmen.

Ebenso fordere ich eine Sondersitzung des gesamten Bundeskabinetts zum Thema Nahost. Und letztlich fordere ich Sie auf, die Öffentlichkeit über die dann beschlossenen Maßnahmen zu informieren.

Deutschland wartet auf Ihr Engagement! Ich bitte Sie: Tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht. „Urlaub“ darf keine Entschuldigung für unterlassene Hilfeleistung sein.

Bitte teilen Sie mir mit, was Sie zur Lösung bzw. Linderung des Problems unternehmen werden. Ich wäre Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

  1. N.

Die Adresse des Bundestages und des Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Lammert lautet: Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin, Telefon: +49 (0)30 227 0,

E-Mail: mail@bundestag.de.

Die Mail-Adresse aller Bundestagsabgeordneten ist i. d. R. wie folgt zusammengesetzt: vorname.nachnahme@bundestag.de (Beispiel: max.mustermannfrau@bundestag.de)conservo.wordpress.com, 13.08.14

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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