Margot Käßmann – Oder die unerträgliche Beliebigkeit des Gutmenschentums

Bild: Michael Mannheimer

Bild: Michael Mannheimer

Eine Einführung von Michael Mannheimer

Vorbemerkung: Peter Helmes hat am letzten Sonntag (17.8.) einen Offenen Brief verfaßt (siehe vorherigen Artikel), in dem er das Wegducken der ehem. Bischöfin Margot Käßmann anprangert. In ihrer sonntäglichen Kolumne in der „Bild am Sonntag“ hatte Käßmann wieder einmal von „Frieden ohne Waffen“ gefaselt. Michael Mannheimer, einer der erfolgreichsten Blogbetreiber in Deutschland, hat dies zum Anlaß genommen, post festum dem Artikel von Helmes ein großartiges Vorwort voranzustellen:

Vorwort von Michael Mannheimer

Werden Menschen – wie derzeit überall dort, wo der Islam sein Unwesen treibt – abgeschlachtet, dann ist Käßmanns gutmenschliche Option nicht etwa, dies umgehend und entschieden zu beenden – auch mit Waffen, wenn nicht anders möglich – sondern die Existenz von Waffen- und Waffenlieferungen dafür zu geißeln.

Der typische Gutmensch – erkenntnis- und faktenresistent

Käßmann ist ein typischer Gutmensch und steht für eine ganze Generation der evangelischen Kirche: Konflikte werden nicht etwa praktisch gelöst, sondern gesundgebetet. Kriege sind nicht etwa die Folge böser Menschen und böser Ideologien, sondern von Waffenlieferungen. Religionen sind nicht etwa verschieden, sondern alle gleich, und zwar gleich gut. Allah und der Christengott sind nicht etwa grundverschieden, sondern ein- und derselbe. Friedfertigkeit ist nicht etwa unterschiedlich von Mensch zu Mensch, sondern kann gelernt werden.

Das sind Käßmanns sinnlose Antworten auf blutige Konflikte, sinnlos deswegen, weil sie keine realen Lösungsmöglichkeiten beinhalten, sondern stets von einer abgehobenen metaphysischen Ebene aus argumentieren nach dem Motto: Wenn wir doch nur alle gut und gut gesinnt wären, dann gäbe es ewigen Frieden auf Erden. Dieses – tautologische – Denken beraubt uns jeglicher vernünftigen Verteidigungsfähigkeit beim Aufkommen realer Gefahren und bestimmt unsere Gegenwart wie ein böser Fluch. Denn wie Käßmann denken viele christliche, nichtchristliche und atheistische Gutmenschen. Diesem Denken ist gemein, dass der Anspruch an den Menschen unerreichbar hoch und gleichzeitig so abstrakt ist, dass er stets unerfüllt bleiben wird. Denn wir Menschen sind nun mal verschieden. Nicht jeder ist durch ethische Botschaften erreichbar. Nicht bei jedem erfüllt der Appell an das Gute seinen Zweck. Nicht jeder ist dem anderen stets gut gesinnt. Und nicht jeder ist tolerant genug, dem anderen sein eigenes Denken und seinen eigenen Glauben zu belassen.

Da mag Käßmann noch so viel beten und appellieren, wie sie will: Sie und die anderen Gutmenschen werden die Natur des Menschen dadurch keinen Deut ändern. Gutmenschen sind meist erkenntnis- und faktenresistent. Dies haben sie mit den meisten Linken, den meisten Moslems und vielen Sonstgläubigen gemeinsam. Gutmenschsein ist wie ein Wahn, der vermutlich mehr Menschen (durch Untätigkeit) das Leben gekostet hat, als Menschen durch schlechte Menschen getötet worden sind. Es gibt Wissenschaftler, die Gutmenschsein in die Geisteskrankheiten einordnen. Ob Käßmann dazu gehört, möge sie jedoch selbst entscheiden.

http://michael-mannheimer.info/2014/08/17/margot-kaessmann-oder-die-unertraegliche-beliebigkeit-des-gutmenschentum

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Margot Käßmann – Oder die unerträgliche Beliebigkeit des Gutmenschentums

  1. francomacorisano schreibt:

    Ist sie noch auf Entzug oder trinkt sie schon wieder???

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