Pegida/Legida: Offener Brief von K. Hildebrandt an die Bürgermeisterin Dresdens

PedigaVon Peter Helmes

Klaus Hildebrandt, unseren Lesern als scharfer Beobachter der politischen Landschaft bekannt, hat in einem „Offenen Brief“ an Dresdens Bürgermeisterin Orosz scharfe Kritik am Verbot der Pegida-Demonstration geäußert. Insbesondere die gleichzeitige Genehmigung der Anti-Pegida-Demonstration sei nicht hinzunehmen.

Dieser Brief ist vorbildlich und sollte nachgeahmt und weit verbreitet werden, da er in der Form sachlich und höflich, im Inhalt jedoch äußerst klar gehalten ist. Hier der Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Orosz,

Sie haben am 09.02.2015 als Bürgermeisterin der Stadt Dresden eine Gegendemonstration – gegen Pegida – organisiert und diese aus Steuermitteln mit über 100.000 Euro unterstützt.

Dabei dürfte es sich um einen bisher einmaligen Vorgang seit der Wiedervereinigung unseres Landes handeln. Derartige Aktionen dürfen sich nicht wiederholen, weder in Dresden oder Leipzig noch sonstwo in der Republik. Das von Leipzig fast zeitgleich gegen Legida ausgesprochene Versammlungsverbot zeigt eine Problemeskalation mit Potential in allen Richtungen.

Ich schließe mich der scharfen Kritik der bekannten ehemaligen DDR-Bürgerrechtlerin und Mitglied Ihrer eigenen Partei (CDU), Vera Lengsfeld, an, wonach es keine Demonstration geben darf, zu der der Staat oder die Landesregierung aufrufen und dann auch noch Mittel der Regierung dafür einsetzen dürften. Langsfeld: „Das ist ein Kennzeichen von Diktaturen.“ und „Das ist eine der wichtigsten Lehren aus der Nazi-Diktatur. Und die darf nicht außer Kraft gesetzt werden.“ Zurecht äußerte sie in diesem Zusammenhang verfassungsrechtliche Bedenken, was die Verletzung der staatlichen Neutralitätspflicht betreffe. In Dresden sei eine rote Linie überschritten worden. Ihre Aussagen bewegen mich umso mehr, als meine Frau und ich erst vor wenigen Wochen in Berlin-Hohenschönhausen die ehemalige Stasi-Zentrale besuchten, wo Frau Langsfeld auf Grund ihres einstigen Widerstands gegen die Stasi inhaftiert, verhört und gedemütigt wurde. Haben Sie all das nach nur 25 Jahren „Freiheit in Verantwortung“ schon vergessen? Ich schäme mich für Sie und ich schäme mich für unser Land.

Man kann nur hoffen, dass sich Pegida unter diesen Vorzeichen halten und sogar weiterentwickeln wird. Auch wenn ich das den Demonstrationen zugrunde liegende Problem sicherlich in erster Linie bei der Bundespolitik sehe, so wird sich die Stadt Dresden wohl auf zunehmende Opposition und auch Veränderungen einstellen müssen. Insofern vertrete ich auch die Meinung, dass die Kosten für die ständigen Polizeieinsätze gar nicht hoch genug ausfallen können, spiegeln diese doch den Grad der gesellschaftlichen Unordnung und Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes wieder. Sicherlich werden Sie als engagierte Verfechterin der Kinderkrippe nach DDR-Vorbild spontan jeglichen Zusammenhang von Erziehung und Familie mit Ihrer politischen Gesinnung zurückweisen. Tatsächlich handelt es sich bei den von Ihnen unterstützten Linken zum großen Teil einfach um orientierungslose Jugendliche, die wohl ein Leben lang unter den Vernachlässigungen ihrer Eltern leiden werden. Da lobe ich mir doch die zum Teil von weit her anreisten Pegida-Demonstranten, die sich auch nicht scheuen, ihr Gesicht zu zeigen.

Es gibt andere und viel glaubwürdigere Möglichkeiten, sich einen Namen zu machen. Setzen Sie sich für eine koordinierte, gerechtere Asyl- und verantwortungsvollere Familienpolitik ein und ich garantiere Ihnen, alles wird wieder gut werden. Das mag zwar nicht ganz so einfach sein, als sich gegen angebliche Nazis aufzublasen und mit Linksextremen mitzumarschieren und zu grölen, dürfte sich aber langfristig als wesentlich besser und auch nachhaltiger erweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Hildebrandt

http://www.conservo.wordpress.com

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Pegida/Legida: Offener Brief von K. Hildebrandt an die Bürgermeisterin Dresdens

  1. karlschippendraht schreibt:

    Frau Orosz wird es in diesem Leben nicht mehr gelingen , ihre politische Verganghenheit hinter sich zu lassen und in der Demokratie anzukommen . Ein Opfer des Kommunismus aus Litauen sagte mal wörtlich bei einem Kongress der “ Interasso “ zur Frage , ob Kommunisten sich wirklich zu Demokraten wandeln können : “ Es gibt keine e h e m a l i g e n Neger “ ! ( Er durfte das so formulieren denn in Litauen herrscht noch keine Verblödung.)

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