Zweierlei Wahlanalysen: CDU-General versus „einfacher“ Bürger

Von Peter Helmes

Politischer Tunnelblick

„altmod“, unseren Lesern als oft süffisant textender Kommentator bekannt (blog „altmod.de“), veröffentlicht ebenso wie conservo des öfteren auch kritische Artikel von Herbert Gassen. Ihn und „altmod“ verbindet eine gemeinsame Zeit bei der CDU im hessischen Main-Kinzig-Kreis und im Arbeitskreis Konservativer Christ(demokrat)en, dem damals auch Martin Hohmann angehörte.

Altmod sandte mir nun eine interessante Nachricht – CDU-Generalsekretär Peter Tauber und das Hamburger Wahlergebnis betreffend –, die ein helles Licht auf den typischen politischen Tunnelblick wirft:

„Herbert Gassen und ich haben zur gleichen Zeit und aus gleichen Gründen die CDU verlassen. Was uns unter anderem in Sachen CDU noch verbindet, ist die Bekanntschaft mit Peter Tauber, dem hessischen Überflieger in der Bundes-CDU. Hier ein aktueller Schriftwechsel mit unserem früheren Parteifreund. Herbert Gassen spricht mir aus der Seele!“

Soweit altmod zu mir. Nun der Brief von Gassen an TauberTauber,_Peter-8785 (leicht gekürzt):

„Sehr geehrter Herr Generalsekretär Dr. Tauber,

das habe ich der CDU und insbesondere Ihnen nicht gewünscht. Aber war es zu vermeiden? Ganz sicherlich ja! Die CDU hat vergessen, das bürgerliche Lager zu vertreten. Die Partei stellt in Sachen Grundsatzprogramme nichts mehr dar. Diskussionslos wird die Vorsitzende mit 97% der Delegierten gewählt! Wo die CDU einst noch die Meinungshoheit über Adler und Altar hatte, ist sie zu einer Hilfstruppe des Kampfes gegen rechts geworden. Der hat nichts mit Terror der Extremisten zu tun, sondern ist eine Aktion gegen unsere Nation, Vaterland, Deutschland.

Sie (die CDU) hat das ‚C‘ in ihrem Namen vor dem Hahnenkrähen verraten. Die Zehn Gebote sind Makulatur und ein Hindernis auf dem Weg in die Neue Weltordnung. Die christlichen Sakramente und tradierten Riten sind längst auf dem Stein der Beliebigkeiten geopfert worden. Ist man nicht bereits auf dem Wege, die christlichen Feiertage abzuschaffen?

Die Pest der ´68er mit ihrem kommunistischen Impetus hat die christlich-ethischen Grundwerte hinwegrotten lassen. Die CDU ist davon nicht verschont geblieben. Die Moscheen in Deutschland sind bei einem Gottesdienst randvoll, in den Kirchen Deutschlands herrscht gähnende Leere. Das weckt doch Gelüste. Die Kirchen sind ideologisch ausgehöhlt und werden von der CDU nicht zu ihrer originären Aufgabe zurückgepfiffen.

Die zentralgesteuerte Weltmacht wird ja nicht nur von dem Kapital angestrebt, sondern auf gleicher Schiene von dem Bolschewismus Lenins und Stalins. In einem dieser Zentren ist die deutsche Souveränität angesiedelt. Ihr unterliegen auch die Auslegung der Artikel des Grundgesetzes und seiner Eide – nicht dem deutschen Volk und seinen Regierungen (…)

Die Struktur der BRD wird immer mehr dem SED-Staat ähnlicher. Ein linker Ministerpräsident in Thüringen konnte sich dank der Unaufmerksamkeit oder (gar Absicht?) der CDU etablieren. Die Wut gegen den rechten (bitte korrekt interpretieren!) Flügel unserer Bevölkerung ließ die CDU gegenüber den Linken blind sein.

Es ist die Konsequenz der CDU-Politik, daß in Deutschland selbst die Narren fremdem Terror ausgeliefert sind. Er wird mit einer unkontrollierten, ja intensiv gewollten Einwanderung unterstützt. Der Islam gehört nicht zu Deutschland!

Meinungsfreiheit und das Demonstrationsrecht werden willkürlich ausgelegt. Ohne Widerstand der CDU und des von ihr regierten Staates können die linken Schlägerbanden ungestört ‚Deutschland verrecke‘ skandieren.

Um wieder den alten Glanz zu gewinnen, braucht die Partei wieder Persönlichkeiten wie Jenninger, Dregger, Hohmann, Dyba, Kanther, Koch, Merz usw. Die Partei hat den gesamten ‚konservativen‘ Flügel liquidiert. Dieser Teil der Wähler ist entweder frustriert oder sucht neue Ufer.

Deutschland braucht eine Demokratie auf der Basis preußischer Grundwerte. Die SED-Dominanz muß gebrochen werden. Tausende von ausgetretenen Mitgliedern müssen zurückgewonnen, viel mehr Wähler müssen reaktiviert werden. Dazu gehört eine intensive ‚Gemeindearbeit‘ wie die Berücksichtigung ihrer politischen, auch konservativen Meinungen.

Die CDU war die Partei unserer europäischen Kultur, die auf dem Wege ist, in einem Chaos zu enden.“

gez. Herbert Gassen

Und nun die Antwort des CDU-“Generals”:

“Lieber Herbie, ich komme zu anderen Ergebnissen in der Analyse als Du. Gerade Hamburg zeigt nämlich bei genauerem Hinschauen etwas ganz anderes: Olaf Scholz ist praktisch die Angela Merkel von Hamburg und deswegen war es für uns schwierig durchzudringen. Ansonsten bleibt es dabei: Es war eine Kommunalwahl. Mehr nicht. Bundesweit bleibt es bei einer überdurchschnittlichen Zustimmung zur Politik der CDU. Peter”

„altmod“ kommentiert die Antwort Taubers kurz und knapp:

„Olaf Scholz – der/die gegenderte Angela Merkel. Interessant!

Peter Tauber hat ja – wie bekannt – ein Faible für “Starwars”. Wohl auch für Clone? Seine zugegebenermaßen für den Zweck hier verkürzte “Wahlanalyse” legt den Schluss nahe, in der Jugend eher zuviel von Pippi Langstrumpf in ihrem “bunten Haus” gelesen zu haben.“

http://www.conservo.wordpress.com

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Zweierlei Wahlanalysen: CDU-General versus „einfacher“ Bürger

  1. francomacorisano schreibt:

    Würde diese(r) Taube(r) den Job richtig machen, gäbe es eine knallharte CDU-Kampagne darüber, dass es SPD und Grüne waren, die gegen alle Vernunft, den Griechen den Beitritt zur Euro-Währungsunion ermöglicht haben. Bestes Motto: „Haltet den Dieb!“

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