„Konservativer Aufbruch“: Wider den Verlust unserer Heimat!

Ein Plädoyer für unser deutsches VaterlandDeutschland-Bayern

Von Peter Helmes

Heimat? Wer spricht denn heute noch von Heimat? Für „moderne, grünrote Menschen“ ist dieser Begriff leer, sie sind buchstäblich heimatlos und empfinden den Begriff als von gestern. Sie sind entfremdet, verfremdet.

Verlust des Heimatgefühls

Ungeregelte Einwanderung – um ein zurückhaltendes Wort zu wählen – führt zu großen Problemen in Staat und Gesellschaft. Es wäre aber zu kurz gedacht, dabei nur die materiellen Probleme zu sehen. Bedrückender scheinen mir die immateriellen, tief in die Seele eines Volkes einschneidenden Schäden: der Verlust der Heimat und des Heimatgefühls.

Der „einfache“ Bürger – der sich damit abhebt von einer gewissen Kaste des Elitedünkels – denkt an seine Heimat als etwas Vertrautes, an etwas, bei dem er sich wohlfühlt. Und viele klagen, daß sie sich in ihrer Heimat eben „nicht mehr wohlfühlen“ und gar Angst haben. Angst, in ihrer Heimat nicht mehr „daheim“ zu sein. Das zeigt eine tiefe emotionale Bindung der Menschen an ihre Heimat.

Kampfansage Multikulti

Multikulturismus ist eine Kampfansage an unsere Heimat, an das Wohlgefühl unserer Nation. Heimat ist für den deutschen Volkskundler und Germanisten Hermann Bausinger „eine räumlich-soziale Einheit mittlerer Reichweite, in welcher der Mensch Sicherheit und Verläßlichkeit seines Daseins erfahren kann, sowie ein Ort tieferen Vertrauens“ (lt.Wikipedia). Dieser „Ort des Vertrauens“ ist also eine gefühlte, vertraute Umgebung. Je mehr Fremde in diese Umgebung einströmen und sich dieser Heimat nicht anpassen wollen, desto mehr wächst die Unsicherheit und das Unwohlseins des angestammten Bürgers.

Heimat als Gegensatz zu Fremdheit und Entfremdung

Seine Heimat kann der Bürger überschauen, einschätzen und danach sein Handeln richten, da er sich hier sicherfühlt. Der schon zitierte Volkskunde-Professor Bausinger nennt das: „Heimat also als Gegensatz zu Fremdheit und Entfremdung, als Bereich der Aneignung, der aktiven Durchdringung, der Verläßlichkeit.“

Noch deutlicher beschreibt dieses Heimatgefühl die deutsche Volkskundlerin und Kulturanthropologin Ina-Maria Greverus: Heimat sei „heile Welt“ und nur in der Dreiheit von Gemeinschaft, Raum und Tradition zu finden; denn nur hier werden die menschlichen Bedürfnisse nach Identität, Sicherheit und aktiver Lebensgestaltung in einem kulturell gegliederten Territorium befriedigt. Auf jeden Fall stellt Heimat, oder besser: die Auseinandersetzung mit Heimat, eines neben anderen Identifikationsfeldern dar, die die Ich-Identität bilden“ (Quelle: Wikipedia).

Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl.

Die Bürger, die sich in ihrer Heimat wohlfühlen, identifizieren sich mit ihr. Es ist „ihre“ Heimat – genauso wie ihre Nation, ihr Vaterland und ihre Sprache. Für Gläubige gehört auch die Religion, die „geistige Heimat“, hierzu. Heimat ist also untrennbar mit ethnischer Identität wie Sprache, Geschichte und Kultur verbunden.

Heimatbindung versus Multikulti

Was bewegt uns denn dann, diese „Heimat“ zu gefährden, ja letztlich aufzugeben? Politisch korrekte Menschen – mit der Moralschere der „Frankfurter Schule“ im Kopf – hämmern uns seit Jahrzehnten ein, daß wir nicht „stolz auf unser Land sein“ dürfen. Sie wollen den Neuen Menschen, eine andere Natur. Da stört Heimatbindung – ja ist das krasse Gegenbild zu Multikulti. Das stumme bzw. bei Grün/Rot begeisterte Abnicken dieses Trends durch Medien und Politik – gemeint sind die „etablierten Parteien“ – leistet der Entwicklung zur „Ent-Heimatung“, Entwurzelung und Entnationalisierung Vorschub. Genau das ist ihr Ziel!

Mitten in diese zeitgeistige Verirrung stößt jetzt eine Gruppe, die noch nicht einmal ein ganzes Jahr aktiv, aber schon (in Ansätzen) höchst erfolgreich ist: die Rebellentruppe in der CSU, der „Konservative Aufbruch“ – mit weit mehr als zehntausend Anhängern in der Partei inzwischen ein ernstzunehmender Faktor.

Da wagen die Jung´s vom KA (Konservativer Aufbruch) doch tatsächlich etwas Ungeheures: In einem neuen Positionspapier sprechen sie von – und fordern eine…

Deutsche und Bayerische Leitkultur: Heimat, Nationalstolz und Identität – aus Liebe zu Bayern und Deutschland!

Diese aufmüpfigen CSU-Kerle bekennen sich klar zur deutschen Kulturnation – zu ihrer Sprache, Geschichte, Tradition und zu den christlich-abendländischen Werten. Die Begründung des KA für ihre Forderung nach Bewahrung unserer Heimat ist klar und duldet keinen Widerspruch: „Verständnis unserer eigenen kulturellen Identität ist nicht zuletzt für den Dialog mit anderen Kulturen eine unverzichtbare Grundvoraussetzung.“ Das muß man zweimal lesen, um die letzten Zweifel zu beseitigen. Sie bejahen die deutsche Leitkultur!

„Bayern ist unsere Heimat, Deutschland unser Vaterland“

Die Frage, ob dies dem bayerischen Landeschef Seehofer paßt oder nicht, spielt im KA keine Rolle. Auch Konservative dürfen ´mal „basta!“ sagen. Sodann legen Sie dem Drehhofer ein richtiges Osterei ins Netz und sprechen – neben der deutschen Leitkultur – von einem Bekenntnis zu „einem besonderen bayerischen Staatsbewußtsein in der Vielfalt seiner Kultur, zu einem aufgeklärten Nationalbewußtsein, zum Patriotismus und zum aktiven Beitrag Deutschlands für Europa und die Welt. Respekt vor anderen Kulturen beginnt beim Respekt vor der eigenen Kultur. Unsere kulturelle Identität in Bayern und Deutschland ist mehr als Verfassungskonsens. Bayern ist unsere Heimat, Deutschland unser Vaterland.“

Das klebt dem CSU-Chef jetzt an der Backe: Er muß zustimmen; denn würde er „nein“ zu der Charta der Konservativen sagen, bedeutete dies auch ein „Nein“ zur bayerischen Heimat – was Seehofer politisch nicht überleben würde. Und der KA bohrt weiter in die offene Flanke der Großen Vorsitzenden:

„Heimat heißt gemeinsame Sprache, gemeinsame Alltagskultur, gemeinsame Geschichte mit ihren Höhen und Tiefen. Die vielfältigen Traditionen der Altbayern, Schwaben, Franken und Sudetendeutschen geben Bayern sein unverwechselbares Gesicht. Zur Heimat Bayern und somit zur bayerischen Leitkultur gehören Dialekte, Brauchtum und der große Schatz bayerischer Kulturgeschichte….“ (KA-Positionspapier).

Nie die eigene Kultur aufgeben!

Der KA wird noch mutiger: „Von anderen Kulturen zu lernen und diese zu schätzen, darf niemals bedeuten, die eigene zu vergessen oder gar zu verachten. Toleranz heißt nicht Beliebigkeit. Toleranz darf nicht mit dem Wegschauen gegenüber Intoleranz verwechselt werden. Wir haben Respekt vor anderen Kulturen und fordern zugleich die Bereitschaft zur Integration (…)

Denn: Ein ehrliches, tiefes Heimatgefühl und ein gesunder, stolzer Patriotismus sind elementar für unser Land. Wenn wir nicht stolz auf unser Land sind, wie können wir dann von Zuwanderern erwarten, daß sie ein Gefühl zumindest des Respekts gegenüber unserer Art zu leben entwickeln?

Links-progressiver Kampf gegen Heimatliebe

Wie einleitend von mir dargestellt, ist Heimatliebe ein Ausdruck bürgerlichen Wohlbefindens und einer Nationalverbundenheit. Auch der KA bestätigt: „Die Sehnsucht nach Heimat und die Liebe zur Heimat – beide sind so menschlich wie der Mensch selbst. Der Kampf gegen Nationalverbundenheit und Heimatliebe, meist geführt von Nihilisten aus dem „links­-progressiven“ Milieu, ist grundfalsch, gefährdet den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und erschwert die Integration der Zuwanderer.

Integrationsangebot ja, aber nur auf der Basis unserer Werte

„Wenn Integration in unserem Lande gelingen soll, dann müssen wir den Zuwanderern ein klares „Integrationsangebot“ aufzeigen. Hier dürfen nicht „nur“ das Grundgesetz und unsere Gesetze, sondern vielmehr auch unsere Werte, unsere Überzeugungen, unsere Bräuche, ergo unsere Leitkultur als Grundlage dieses „Integrationsangebots“ dienen. Dieses Angebot ist die Voraussetzung dafür, daß die Zuwanderer nicht neben oder gar gegen uns leben – sondern mit uns!“ (KA)

Am Schluß seines Positionspapieres wird der KA ganz deutlich – vor allem gegen die ständigen Mahner der political correctness, die uns einreden, daß 14 böse Jahre die tausendjährige Geschichte unseres Vaterlandes und unserer Kultur zunichte gemacht und wir auf alle Zeiten gebückt durch die Welt zu gehen hätten:

„Wir dürfen und sollten stolz sein auf unser deutsches Vaterland und unsere bayerische Heimat, das Deutschlandlied und die Bayernhymne mit Inbrunst singen und freudig die schwarz-rot-goldenen und weiß-blauen Farben tragen. Aus Liebe zu Bayern und Deutschland! Und dies nicht nur beim nächsten großen Fußballturnier!“

Bravo, Ihr bodenständigen Bayern! Würden die Rheinländer, die Westfalen, die Sachsen, die Schwaben und Württemberger, die Badener, die Berliner, die Norddeutschen usw. dem bayerischen Beispiel folgen und in konkrete Politik umsetzen, könnten wir uns unserer Heimat wieder sicherer sein.

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Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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4 Antworten zu „Konservativer Aufbruch“: Wider den Verlust unserer Heimat!

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  2. Gerhard Bauer schreibt:

    Für mich ist Bayern Heimat UND Vaterland zugleich. Deutschland als politischen Begriff und politischem Gebilde, stehe ich skeptisch gegenüber
    Wie steht der KA zur transatlantischen „Freundschaft“ und zur EU?

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  3. conservo schreibt:

    @greypanter: Ihre Frage ist berechtigt. Aber genau das ist der Grund, warum im Sommer letzten Jahres der KA initiiert wurde. Viele CSU-Mitglieder haben die Nase voll von der wertefreien Politik der CSU. Und noch eines: Wirklich dagegen wehren kann man sich nur von innen, indem man versucht, auf Parteitagen eine vernünftigere Politik durchzusetzen.

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  4. greypanter schreibt:

    Wie können die Leute vom „Konservativen Aufbruch“ nur glauben, sie fänden in der vor Beliebigkeit unsichtbar gewordenen CDU/CSU immer noch ihre politische Heimat!

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