Von Peter Helmes
Noch immer gibt es keine Gewißheit über die Ursache des Germanwings-Airbusses in den französischen Alpen. Die Trauer der Angehörigen ist unermeßlich. Wir alle teilen sie.
Betroffen gemacht hat mich jedoch dieses Mal auch der ungeheure mediale Rummel („hype“) um das Ereignis. Da wurde respektlos spekuliert, über Menschen geredet, phantasiert. Das Haus der Eltern des Co-Piloten in Montabaur (nahe meinem Heimatort) wurde sofort belagert – von Schaulustigen, Sensationshaschern und Journalisten, die keine Scham zu kennen scheinen. Montabaur ist inzwischen stigmatisiert: „Die Stadt, in der der Mörder lebte“ – medial breitgetreten, ohne jede Distanz, würdelos.
„Mörderstadt Montabaur“

Montabaur (Schloß)
Noch immer lungern Medienmenschen in den Straßen und überfallen jeden, von dem sie glauben, er habe etwas mit der „Mörderfamilie“ zu tun oder könne etwas dazu sagen. Einige haben Zelte aufgebaut, um ihre Gerätschaften vor Wind und Wetter zu schützen. Nachbarn schleichen sich an der Hintertür ihres Hauses heraus, um nicht einem Journalisten zu begegnen usw.
Da der Familienname des Co-Piloten in dieser Gegend häufiger vorkommt, klappern (Möchtegern-) Journalisten alle Häuser in und um Montabaur ab, in denen Bürger des gleichen Familiennamens leben. Kaum geht die Tür auf, Klick, Photo im Kasten. In einem Nachbardorf traute sich eine ältere Dame dieses Namens tagelang nicht mehr, an die Haustüre zu gehen, weil sie sich regelrecht überfallen glaubte.
Respekt und Anteilnahme für die Angehörigen der Opfer und des Co-Piloten
Daß die Trauer der Angehörigen Respekt und Anteilnahme verdient, sollte selbstverständlich sein. Aber sollte dies nicht auch für die Angehörigen des Co-Piloten gelten? Ist es hinnehmbar, daß diese von der Polizei vor rachsüchtigen, einem ausgerasteten Mob ähnlichen Menschen geschützt werden müssen? Nein – bei aller Trauer und bei allem Verständnis für die entstandene Bitterkeit und Wut: nochmals nein! Diese an dem Unglück ebenso Unschuldigen verdienen dieselbe Anteilnahme, wie sie den anderen Trauernden gilt.
Die Polizei ist weitgehend darauf beschränkt, Unheil zu verhüten. Einem Journalisten die Ausübung seines Berufes verbieten kann sie nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt noch. Aber trotzdem scheint der Schuldige bereits festzustehen, die Unschuldsvermutung (bis zum Beweis der Schuld) ist ausgesetzt. Die Medien wollen ihren Mörder. Da darf man fragen, ob es noch ein Journalisten-Ethos gibt, oder ob es ganz auf dem Altar der „Auflage“ geopfert wurde.
Offener Brief des BDK an BILD
Es gibt auch warnende Stimmen zu diesem Medienverhalten. Andy Neumann, Vorsitzender Bund Deutscher Kriminalbeamter, Verband Bundeskriminalamt”, sah sich veranlaßt, der BILD-Zeitung einen Offenen Brief zu schreiben (Quelle: spreezeitung.de/18743/, gelesen auf journalistenwatch.com). Hier einige Auszüge daraus:
„…Aber heute habe ich nur eine einzige, deutliche Antwort auf so ziemlich alles, was Sie vor allem auf Twitter ablassen: Blödsinn!
Eine Tragödie hat sich ereignet. Menschen sterben, viel zu viele Menschen, und hunderte, tausende, ein Stück weit auch Millionen andere leiden darunter. Nämlich die „Öffentlichkeit“. Und ich sage Ihnen, was die „Öffentlichkeit“ jetzt interessiert: Die Fakten, sicher; die Hintergründe, natürlich; vor allem aber: die Wahrheit!
Für einen Polizisten, einen Kriminalisten, gibt es derzeit nur wenig außer Fragezeichen. Einen Teil der strafprozessualen, also beweisbaren Wahrheit, kennen vermutlich einige wenige Personen, die zu Recht mit entsprechenden Ermittlungen beauftragt, dafür ausgebildet und zu nichts anderem da sind.
Der Ermittler sieht eine unfassbare Tragödie. Eine Tragödie, die vielleicht, aber auch nur vielleicht, ein Verbrechen sein könnte. Konjunktiv eins!
Er hört von möglichen Abläufen, dargestellt aus berufenem Munde, die noch immer unheimlich viele Fragen offen lassen, und denkt sich: Wenn das so gewesen wäre, wäre das entsetzlich. Konjunktiv zwei!
Er nimmt wahr, dass eine Person im Raum steht, die möglicherweise allein für diese Tragödie verantwortlich ist. Er ist fassungslos und denkt sich: Bitte, lass das nicht wahr sein! Ist froh, dass noch zu viele Fragezeichen bleiben, um mit Sicherheit davon auszugehen. Und denkt sich: Okay, es könnte immer noch anders gewesen sein. Konjunktiv drei!
So sehen Profis das, Herr Diekmann. Im Konjunktiv. Im dreifachen! Mindestens! So lange, bis Fakten auf dem Tisch liegen, die keine andere Wahrnehmung, keine andere Möglichkeit mehr möglich machen. Dieselben Profis, die auf Ihre Titelseite schauen, dort die Abbildung eines „Amok-Piloten“ sehen, der mit vollem Namen genannt ist, und sich einfach nur fragen: Haben die sie noch alle!?
Andy Neumann, Vorsitzender Bund Deutscher Kriminalbeamter, Verband Bundeskriminalamt”
http://www.conservo.wordpress.com
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Über conservo
ÜBER MICH, CONSERVO
Liebe Leser,
dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort.
Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten.
„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12)
Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen.
Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch.
Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben.
Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung.
Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz.
„Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3)
Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat.
Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen.
„Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33)
Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“
Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren.
Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen.
Maria Schneider
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Maria Schneider
10.11.2020