Henkel, die Spaltaxt der AfD

Thomas Böhm

Thomas Böhm

Von Thomas Böhm *)

In der “FAZ” hat Politikredakteur Justus Bender AfD-Zurücktreter Hans Olaf Henkel ein Forum geschenkt, damit dieser in aller Öffentlichkeit auf Schmusekurs zum Merkel-System bringen kann. Dabei wird allerlei Falsches behauptet:

Meinen Sie das in Ihrer Partei gängige Argument, dass deshalb so viele Rechtsideologen in die AfD eingetreten sind, weil die Partei in Medien als rechtspopulistisch bezeichnet wurde?

Wir sind hier in einen Teufelskreis geraten. Am Anfang wurden wir als Professorenpartei verunglimpft. Dann begannen Altparteien und Medien das Mantra von der rechtspopulistischen Partei zu wiederholen. Meiner Beobachtung nach haben erst danach Rechtspopulisten gesagt: Oh, da gibt es eine neue Partei für uns, da treten wir ein. Unser Fehler war, das zu spät gemerkt zu haben…

Absoluter Quatsch. Die AfD wurde von Anfang an von den linken Medien rechts verortet und zu den ersten Mitgliedern gehörten Leute aus der Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT, da wusste Henkel noch gar nicht, wie man AfD schreibt.

…Und mir gehen manche Thesen gegen den Strich. Wenn ich höre, dass in Brandenburg gesagt wird, dass wir eine Partei seien, die von den Bürgern gerufen werden wolle, wenn in der Nachbarschaft ein Asylbewerberheim geplant wird, dann ist Schluss. In unseren Leitlinien haben wir das Recht von politisch Verfolgten auf Asyl festgeschrieben, ganz zu schweigen davon, dass es im Grundgesetz steht. Wir sind eine rechtsstaatliche Partei…

Herr Henkel weiß genau, was den Leuten in der AfD stört. Nämlich dass es kaum noch politisch Verfolgte gibt, die Deutschland erreichen. Also, was soll dieses Gerede?

Schämen Sie sich manchmal für Ihre Partei?

Nein, aber einiger Leute. Deshalb brauchen wir eine Klärung dieses Richtungsstreits, wenn wir die Partei retten wollen. Wir müssen uns entschlossen gegen den Versuch von rechts außen wehren, einen Kreis- und Landesverband nach dem anderen zu kapern…

Mit Absicht, oder aus Fahrlässigkeit übernimmt Herr Henkel schon die Argumente der linken Konkurrenz. Hat der renommierte Politiker etwa ein U-Boot in der Garage?

Und hier wird es dann gefährlich:

Wie soll eine Klärung aussehen?

Es wird einen Mitgliederentscheid geben, der den politischen Leitlinien wieder Geltung verschaffen soll. Und wenn es eine klare Mehrheit für unsere Position gibt, dann sollen die Leute, die damit nicht einverstanden sind, die Konsequenz ziehen. Also austreten.

Zum Beispiel:(faz.net/aktuell/politik/inland/afd-vizechef-hans-olaf-henkel-im-intervew-ueber-ruecktritt-13555486.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2)

Klingt gehörig nach einer Erpressung eines erfahrenen Machtmenschen. Und hier hat Henkel schon einen neuen Freund gefunden. Das stand in dem Antifa-Blättchen “Huffington Post”:

Nach dem Rücktritt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der AfD, Hans-Olaf Henkel, hat Grünen-Politiker Volker Beck den Schritt als “überfällig und inkonsequent zugleich” bezeichnet.

Henkel hatte seine Entscheidung zuvor im Gespräch mit der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” mit Versuchen von „Rechtsideologen“, die Partei zu übernehmen, begründet.

“Lucke ist ein Getriebener”

“Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretiker haben die AfD gekapert und faktisch übernommen”, sagte Beck der Huffington Post.

“Sie schüren Ressentiments gegen Minderheiten, von Muslimen bis Homosexuellen, gegen Flüchtlinge und Migranten und die Gleichberechtigung von Frauen. Lucke ist ein Getriebener”, sagte der innenpolitischer Sprecher der Grünen. “Einer solchen Partei kann man als anständiger Demokrat nur den Rücken kehren.” huffingtonpost.de/2015/04/23/afd-grunen-politiker-volker-beck-nennt-henkel-rucktritt-uberfallig-und-inkonsequent-zugleich_n_7126736.html

Es muss tatsächlich eine Klärung geben. Die AfD wird am Euro nicht herumwurschteln dürfen, aber es gibt andere dringende Probleme, wie die Islamisierung und die Masseneinwanderung der Wirtschaftsflüchtlinge aus Afrika. Hier muss sich die AfD klar positionieren, auch auf die Gefahr hin, dass sie weiterhin als rechtspopulistisch verschrien wird und Herr Henkel bei Frau Merkel anklopft.

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

http://www.conservo.wordpress.com

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Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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4 Antworten zu Henkel, die Spaltaxt der AfD

  1. hansberndulrich schreibt:

    Lieber Karl,

    hier empfiehlt es sich genau zu lesen. Der volle Text des seinerzeitigen Beitrages von HOH findet sich hier:
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/alternative-fuer-deutschland-in-der-krise-scheitert-der-euro-scheitert-europa/11298622-2.html
    Da heißt es unter anderem: „Diejenigen, die sich heute am lautesten über „Pegida“ aufregen, sind oft dieselben, die gestern am meisten mit ihren Maulkörben zu ihrer Entstehung beigetragen haben. Noch schlimmer ist, dass es wegen der Tabuisierung in Deutschland bisher zu einer offenen Diskussion über Alternativen zum Einheits-Euro, zur Zuwanderung und zur Auseinandersetzung mit dem Islam nicht gekommen ist.“
    Hieraus lese ich keine grundsätzliche Ablehnung gegenüber Pegida sondern eher Verständnis. Ich selbst bin da auch schon mitmarschiert: https://hansberndulrich.wordpress.com/2015/01/ Nicht etwa, weil ich feindlich gegenüber Ausländern eingestellt wäre. Im Gegenteil! Aber ich wehre mich gegen die Verharmlosung importierter Kriminalität, Asylbetrug und Parallelgesellschaften auf deutschen Boden. Pegida sollte eine gesellschafts- und parteiübergreifende Veranstaltung sein. Von daher halte ich es für richtig, daß die AfD die Pegida-Bewegung nicht für sich reklamiert.

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  2. karlschippendraht schreibt:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/hans-olaf-henkel-afd-vize-will-auslaenderfeinde-aus-partei-werfen/11300024.html

    Ich glaube , hier wird keinesfalls nachgetreten sondern es wird sich an Fakten orientiert , die Mancher womöglich bereits vergessen hat. Henkels ablehnende Haltung zu Pegida ist allein schon Grund genug , seinen Abgang nicht zu bedauern.

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  3. hansberndulrich schreibt:

    Einspruch!
    Die AfD hat Hans-Olaf Henkel viel zu verdanken. Ein derartiges Nachtreten hat er nicht verdient. Zumal er weiterhin zu dieser Partei, insbesondere Bernd Lucke, steht. Hans-Olaf Henkel hat bereits kräftig gegen das „System Merkel“ opponiert als es die AfD noch gar nicht gab. In meinem Bücherschrank steht das Buch „Die Abwracker“, erschienen 2009. Eine gnadenlose Abrechnung mit unserem Politikbetrieb.
    Die vertragswidrige Vergemeinschaftung der Staatsschulden der Euro-Länder war der Anlaß, die AfD aus der Taufe zu heben. Seien wir froh, daß wir noch prominente Zugpferde wie unsere Wirtschaftsprofessoren an Bord haben. Denn mit dem Thema der verfehlten Migrations- und Integrationspolitik allein kommt in Deutschland keine Partei über die 5%-Hürde.
    Zumal sich NPD, Republikaner, die diversen Pro-Parteien und noch andere um diesen gemeinsamen Kuchen streiten. Nicht zu vergessen die Bayern-Partei südlich der Main-Linie.

    Mir als aktivem AfD-Mitglied geht dieser ganze Bruderzwist ganz gehörig auf den Keks. Gerade jetzt, wo das Griechenlanddesaster, das Scheitern des Schengen-Abkommens und die verkorkste Energiewende genügend Steilvorlagen liefern um gegen das System Merkel zu punkten. Statt dessen üben wir uns in Selbstzerfleischung. Ein Trauerspiel!

    Miteinander, nicht gegeneinander!

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  4. karlschippendraht schreibt:

    ………Henkel, die Spaltaxt der AfD…….
    In diesem Satz liegt absolute Wahrheit . Deutschland braucht keine abgehobene und elitäre Klientelpartei , die im Volk nur nützliches Stimmvieh sieht sondern eine Volkspartei zum Anfassen ! Allerdings ist die Tatsache , daß immer noch weite Teile der deutschen Bevölkerung auf die Hetze der Medien hereinfallen ein erschreckender Beleg für die Dummheit der Masse. Die AfD kann es sich leisten , diese ganzen „Rechts“- Verleumdungen einfach an sich abprallen zu lassen und gleich zu kontern mit dem Vorwurf des “ Linksfaschismus“.. Dazu fehlt es jedoch – besonders in den Altländern – an geschichtspolitischem Hintergrundwissen .

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