Für (Streit-)Kultur zu wenig Zeit? – Kulturzeit von 3sat // 24.04.2015

Die stetige Wandlung des Kulturbegriffes…

Kulturzeit

Zugegeben: “Kulturzeit von 3sat” begleitet mich seit Jahren als eine der wenigen Sendungen von hohem Anspruch. Die zunehmende Ideologisierung, die bei Themen wie der Flüchtlingspolitik auffällt, wird diesem Anspruch jedoch nicht gerecht. Es entsteht der Eindruck einer Rechtfertigungsnotwendigkeit, die einen Dialog abweichender Meinungen ausschließt. Eine Anregung für “Kulturzeit” könnte sein, sich erneut mit dem Kulturbegriff zu beschäftigen.

So findet sich im “Philosophischen Wörterbuch” der DDR (VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1969) dazu: “…Kultur ist demnach nicht einfach die Summe aller materiellen und geistigen Werte, die der Höherentwicklung des Menschen dienen, sondern das System einander wechselseitig beeinflussender Beziehungen, Prozesse und Verhaltensweisen. Ein solches System besteht in der Beziehung zwischen dem Entwicklungsgrad menschlichen Schöpfertums, dem Prozess der Vervollkommnung des Menschen selbst, der ideologischen Widerspiegelung und Steuerung dieser Beziehung sowie der darin angesetzten Formung des geistigen Lebens sozialer Menschengruppen….”.

Diese Kulturauffassung der DDR kann ich gern teilen, wenn die ideologische Widerspiegelung und Steuerung nicht problematisch wäre. Es stellt sich die Frage, wer welche Interessen zu welchem Zweck steuert und wer hier die Meinungshoheit über die Entscheidungsprozesse in der demokratischen Gesellschaft erlangt. Und genau daran scheiterte die DDR in der Kulturpolitik – und es zeigen sich erschreckende Analogien zu aktuellen “Debatten” auf, die keine sind, weil Meinungsstreit nicht gewünscht ist. Manches erinnert dabei an die Definition des Begriffes “Kulturrevolution, sozialistische” im selben Philosophischen Wörterbuch: “allgemeine Gesetzmäßigkeit der sozialistischen Gesellschaftsformation, die von der marxistisch-leninistischen Partei mit Hilfe des sozialistischen Staates und der gesellschaftlichen Organisationen bewußt gelenkt und geleitet wird…“

Und dieser Zentralismus einer scheinbar einhelligen Ansicht der gesellschaftlichen Entwicklung und des fehlenden Diskurses zu kontroversen Themen wie der Flüchtlingspolitik behindert jegliche Korrektur der Denkweisen und politischen Entscheidungen, die den Menschen als “alternativlos” präsentiert werden.

Meine wiederholte Kritik an “Kulturzeit” von 3sat blieb unerwidert. Sicher kann man auf einen Zuschauer im steuerfinanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehen verzichten.

(Original: text030.wordpress.com/2015/04/24/fur-kultur-zu-wenig-zeit-kulturzeit-von-3sat-24-04-2015/#more-1450)

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Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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