BRICS – neue Konkurrenz für IWF, EZB & Co

Von Patrik Greeven *)BRICS

Die BRICS-Staaten (Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika) haben nach langjährigen Verhandlungen nun im April 2015 ihre Drohung wahrgemacht, der von den USA, EU und GB dominierten Währungs- und Geldpolitik Konkurrenz zu machen.

Bisher bestimmten der Internationale Währungsfond (IWF/IMF) in Verbindung mit der Weltbank sowie die erst seit Einführung des €uro wichtig gewordene Europäische Zentralbank (EZB), die weltweit gültigen Kredit- und Zinsregelungen.

Nach westlichem Standard bewertete Entwicklungs- und Schwellenländer – z. B. Kenia oder Argentinien – konnten sich bisher nur über die beiden oben genannten Institutionen mit Krediten versorgen – zu den von den USA und GB diktierten Bedingungen. Die maßgeblichen Währungen im internationalen Handel sind der US-$, der €uro und (noch) das britische £, an vierter Stelle folgt der chinesische Renmimbi (Yuan).

Um sich von dem Diktat in der Geldpolitik und der Bewertung ihrer Kreditwürdigkeit durch US-amerikanische Agenturen unabhängig zu machen, beschlossen China und Russland, ein Gegengewicht zum IWF und der Weltbank zu installieren, mit dem sie sich selbst und anderen Staaten eine alternative Möglichkeit zur Versorgung mit Krediten bieten. Als Initiatoren konnten Rußland und China sehr schnell auch Brasilien, Indien und Südafrika für diese Idee gewinnen, woraus BRICS entstand. Der Plan, die AIIB (Asian Infrastructure Investment Bank) und die BRICS Development Bank zu installieren, wird nun – entgegen einiger Voraussagen – umgesetzt. Es wird mit einiger Sicherheit etliche Jahre oder eher einige Jahrzehnte dauern, bis diese langfristig orientierten Institutionen weltweite Anerkennung genießen dürfen. Trotzdem haben sich schon zur Gründung der AIIB zumindest Australien und GB dieser Initiative angeschlossen. GB kann diesen Schritt gegenüber dem großen, aber jüngeren Bruder USA durch sein jahrhundertealtes Engagement in Asien, speziell in Indien, rechtfertigen und Australien sowie Kanada folgen vertragsgemäß und vermutlich nicht uneigennützig (Commonwealth) ihrer britischen Königin.

Für Deutschland wäre, trotz massiver Investitionen und wirtschaftlicher Interessen in Rußland und China, ein Anschluß an die neue AIIB undenkbar, da der gesamte €uroraum mit seiner Frankfurter EZB eher das Ziel verfolgt, der von den USA bzw. deren FED vorgegebenen Geld- und Zinspolitik zu folgen. Nicht zuletzt, um TTIP und weitere transatlantische Vertragsprojekte zwischen den USA und der fast sozialistisch geführten Brüsseler Diktatur (EU) nicht zu gefährden.

In diesem Zusammenhang ist es auch nicht weiter erstaunlich, daß die US-amerikanische Regierung weiterhin auf massive und ihre eigene nationale Wirtschaft nicht betreffende Boykottmaßnahmen der EU gegen Rußland besteht.

*) Patrik Greeven, Bonn, ist internationaler IT-Spezialist

http://www.conservo.wordpress.com

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ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. 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Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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Eine Antwort zu BRICS – neue Konkurrenz für IWF, EZB & Co

  1. karlschippendraht schreibt:

    Es wurde allerhöchste Zeit daß den Finanzkreisen der Ostküste endlich mal Grenzen aufgezeigt werden. Dem neuen Vorhaben kann man nur Erfolg wünschen , selbst wenn Deutschland weiterhin Erfüllungsgehilfe der Ostküste bleiben muß . Eine gewisse moralische Genugtuung unsererseits wird sich trotzdem nicht vermeiden lassen .

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