TV-Pastor Wegert: Germanwings-Opfer haben den Tod verdient

Von Peter Helmes

Von Hause aus christlich erzogen, falle ich nicht leicht über einen Geistlichen her, auch nicht über einen evangelikalen. Aber hier wurde meine Toleranzgrenze bei weitem überschritten. Polemisch ausgedrückt: Dieser Prediger hat einen an der Waffel. Theologisch ausgedrückt: Der verdreht die christliche Botschaft ins Absurde – und das ist noch sehr höflich gesagt.

Keine Frohbotschaft?

Der TV-Pastor Wolfgang Wegert von der evangelikalen Freikirche „Missionswerk Arche“ und bekannt aus der Sendung „Die Fernsehkanzel“ hat in seiner Predigt vom 19. April d. J. seine „christliche“ Ansicht von unschuldigen Opfern kundgetan. Wobei mir das Wort „christlich“ nur so herausgerutscht ist.

Wie oft muß man es solchen Miesmännern (und –Frauen) noch ins Hirn meißeln: Die christliche Botschaft ist eine Frohbotschaft – und eben keine Trauer- und Buße-Verkündigung! Gott hat den Menschen nicht geschaffen, damit er fürderhin in Sack und Asche herumlaufe. Wie kann ein solcher Mann bloß Pastor werden?! Er jagt die Menschen aus der Kirche.

So predigte er: “Denn wenn Menschen sterben, ob im Altersheim oder bei einem Flugzeugabsturz, sterben sie, weil sie schuldig sind. – EVENTUELL MUSS DAS AUS DER SENDUNG NOCH RAUSGESTRICHEN WERDEN…

„Menschen sterben, weil sie schuldig sind…“

„Aber es bleibt wahr“, verkündet der Meister weiter. „Wenn Menschen sterben, ob im Altersheim oder bei einem Flugzeugabsturz, sterben sie, weil sie schuldig sind. Denn auf Grund unserer Sünde haben wir alle den Tod verdient. Ohne Aufschub. Unsere Frage sollte nicht lauten “Warum mussten diese sterben?”, sondern sie müsste lauten “Warum dürfen wir noch leben?”.

Weil wir böse wären, faselt Wegert weiter, müßte die Sintflut heute noch über diese Welt kommen. Und Gott würde nichts Ungerechtes tun, sondern handeln, was gerecht sei. Daß die Sintflut noch nicht gekommen sei, gehe auf einen Bund zurück, den Gott mit Noah geschlossen habe. Daß die Sintflut heute noch nicht gekommen sei, gehe auf Gottes Langmut und Geduld zurück, aber schließlich werde er mit allen Generationen so verfahren wie mit Noahs Generation. (Die besagte Predigt ist hier zu hören (ab 26:42): arche-gemeinde.de/predigten/?mid=1132)

(Quelle für die Wiegert-Meldung: blasphemieblog2.wordpress.com/2015/04/22/tv-pastor-wegert-germanwings-opfer-haben-den-tod-verdient/?utm_source=twitterfeed&utm_medium=facebook)

Aha, das also soll „christliche Botschaft“ sein? Nein, so wie Wegert sie faßt, wäre die Botschaft wohl eher eine Verunglimpfung (nach § 189 StGB) des Andenkens Verstorbener. Klingt verdammt danach. Kann der Pastor nicht denken? Das hat jedenfalls mit der urchristlichen Botschaft der Nächstenliebe nichts, aber auch gar nichts gemein.

Ich muß jetzt aufpassen, daß ich mich nicht der üblen Nachrede befleißige. Aber der Mann treibt es – und mich – auf die Spitze. Noch ´ne Kostprobe – zu den Opfern der Sintflut (ab Minute 25:12):

Praktisch jeder wäre – wörtlich: “…ein juristisch festgestellter Gesetzesbrecher, Lügner, Verleumder, Betrüger, Ehebrecher, Vergewaltiger, Ungerechter, Götzendiener…”

Das hat doch nichts mehr mit der christlichen Leitkultur, dem christlichen Menschenbild zu tun. „Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib“ (1.Mose 1:27 nach der Lutherbibel 1912).

Nein, der Mann ist irre. Zumindest spricht er wirr. Und von Mitleid keine Spur. Wäre das christlich, würde ich mich schämen, Christ zu sein. Wegert sollte aufhören zu predigen. Aber ich will dann doch über meinen Schatten springen – echt christlich: Decken wir den Mantel der christlichen Nächstenliebe über ihn! Möge er auf ewig schweigen!

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Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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2 Antworten zu TV-Pastor Wegert: Germanwings-Opfer haben den Tod verdient

  1. Paul schreibt:

    Weil ich es nicht genau weiß, frage ich: Haben nicht im Mittelalter die die Ablassprediger so gesprochen? Den Menschen als abgrundtiefen Sünder dargestellt, die Menschen schlecht geredet, um ihnen dann um so besser den Ablassbrief zu verkaufen?
    Das hat bei diesem „Prediger“ noch gefehlt: Der Ablassbrief.

    Herzlich, Paul

    PS: Mein „Gefällt mir“ bezieht sich ausdrücklich darauf, dass Sie, verehrter Herr Helmes, das hier thematisiert haben und nicht auf den Inhalt der „Predigt“ des Herrn „Pastors“.
    Mit seiner „Predigt“ lebt er das vor, was er anprangert: Er versündigt sich.

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  2. conservo schreibt:

    Danke, werter Herr Paul, das habe ich so wie Sie verstanden. Er versündigt sich – wie weiland die Ablaßprediger.

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