Irland, Deutschland und die Homo-Ehe – eine Herausforderung der Konservativen

Von Peter Helmes

Ireland FlaggeDie Iren haben abgestimmt – und mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen die Einführung einer „Homo-Ehe“ bejaht. Allerdings, bei näherer Betrachtung ist es mit der „großen Mehrheit der Iren“, wie die Stromlinien-Medien jubelnd melden, nicht weit her.

39 Prozent der Abstimmungsberechtigten stimmten für die Homo-Ehe, rd. 24 Prozent dagegen. Das ist weit weniger als „die große Mehrheit“. Denn wenn man „die Iren“ schreibt, meint man doch wohl die irischen Bürger als Volk – und nicht nur die Iren, die zur Abstimmung gelaufen sind. (Sehr viele, zu viele – mehr als ein Drittel – sind einfach zuhause geblieben.)

Sei es, wie es sei, fest steht, daß nun in Irland die Tür zur Homo-Ehe offensteht – und bei uns in Deutschland vor der Tür. Gegen diese (noch) verschlossene Tür rennen jetzt die Grünen und alle grünroten Geister sturm. Ernüchtert stellte der links angesiedelte Bundesjustizminister Maas schon fest, daß in der großen Koalition mit der Union die Homo-Ehe nicht machbar sei. Gut so!Homo Ehe

Jetzt sind die Konservativen besonders gefordert; denn auf die Christen ganz allgemein ist kein Verlaß mehr. Sympathisanten dieser kruden Form einer Ehe finden sich nicht nur bei den Protestanten. Die Hand für gewisse Katholiken – z. B. in deren ZK – würde ich auch nicht mehr ins Feuer legen.

Gegen Gottes Ordnung

Wohlgemerkt, es geht hier nicht um ein Urteil über Homosexualität an sich. Das mag jeder mit sich selbst und seinem Gott ausmachen. Und da sind wir beim Stichwort: Hier geht es um die natürliche, göttliche Ordnung – die Ehe als von Gott gegebene Fortpflanzungsgemeinschaft aus Mann und Frau, also eben nicht (nur) das Regeln des Zusammenlebens zweier Menschen. Eine andere Form der Fortpflanzung denn Mann und Frau gibt es nicht – allen chemisch-biologischen Experimentten zum Trotz. Es braucht immer noch Mann und Frau, um Kinder zu zeugen.

Das zu sagen klingt heute unpopulär, wofür ja die laute Minderheitengemeinschaft der LSBTTIQ-Menschen (die Queren, Lesben, Transgender usw.) die Verantwortung trägt. Es ist wie beim Schwanz, der mit dem Hund wedelt: Eine absolute Minderheit von 5-10 Prozent der Bürger will der Mehrheit vorschreiben, was „natürlich“ ist. Ich sage es klar:

ES IST NICHT NATÜRLICH – UND ES IST GEGEN GOTTES ORDNUNG!

(Peter Helmes)

Deshalb hier einige Kommentare zur Situation nach dem irischen Referendum:

Irland: Das Referendum zur Homo-Ehe im Nebel der Berichterstattung

Von Gerhard Stumpf

Die Iren haben der katholischen Kirche mit dem Referendum über die Homo-Ehe die rote Karte gezeigt. Jetzt öffnet sich der Weg für ein „modernes Europa“. So könnte man nach der Berichterstattung glauben.

Die Schlagzeilen in deutschen Medien verkünden einen Triumph und würden am liebsten den Ja-Sagern für die Homoehe einen Heiligenschein aufsetzen, den die „Homo-Ehe“ fördernden Parteien einen roten Teppich ausrollen und der begeisterten Politprominenz eine Schwulenparade durch ganz Europa widmen.

Einige Schlagzeilen:

Spiegel-Online 23.5.: „Volksentscheid: Mehrheit der Iren stimmt für die Homo-Ehe.”

„Das ist ein großer Tag für Irland“, sagte Gesundheitsminister Leo Varadkar. Er hatte erst im Januar seine eigene Homosexualität öffentlich gemacht. „Für mich persönlich ist das nicht nur ein Referendum, sondern eine soziale Revolution.“ (bos/AFP/dpa/Reuters)

http://www.heute.de, 24.5.: „Irland entfernt sich vom Katholizismus. Mit der Zulassung der Homo-Ehe muss die Kirche einen weiteren Nackenschlag hinnehmen. Schwule und Lesben feiern einen historischen Sieg. Die Steigbügel hielt ausgerechnet eine konservative Regierung.“

Focus, 23.5., 19:19: „Referendum in Irland – Mehrheit dafür: Irland stimmt für Homo-Ehe”

Die Welt, 23.5.: „Irland votiert klar für Zulassung der Homo-Ehe. Zeitenwechsel in Irland und Beleg für den schwindenden Einfluss der Kirche: Die Iren votieren klar für die Öffnung der Ehe für Homosexuelle. Die Wahlbeteiligung wird als “beispiellos” beschrieben.“

FAZ, 23.5.: “Mehr als 60 Prozent der Iren stimmen für Homo-Ehe. Mit einer überwältigenden Mehrheit haben die Iren für die Einführung der Homo-Ehe gestimmt. „Das ist ein großer Tag für Irland“, sagt Gesundheitsminister Varadkar.“

Was ist in Irland geschehen:

Ein Referendum wurde durchgeführt über die Einführung einer „Ehe“, die nie eine Ehe sein kann, auch dann nicht, wenn alle Staaten der Erde ein solches Gesetz einführen würden. Die Ehe ist und bleibt, solange es Menschen gibt, die Einheit von Mann und Frau. Jeder Schwule und jede Lesbe verdankt sich der Partnerschaft von Mann und Frau.

Ein Gesetz muss dem Wesen des Menschen entsprechen und darf nicht die Willkür orientierungsloser Propagandisten widerspiegeln. Ein Gesetz muss sinnvoll und allgemein anwendbar sein. Wenn sich aber die ganze Menschheit in Homos und Lesben auflösen würde, wäre sie am Ende. Wieviel Hoffnung für die Zukunft lässt sich mit einer Homo-Ehe verbinden? Tragen aber Politiker mit der Gesetzgebung nicht Verantwortung für eine Zukunft, die die gegenwärtige Generation weit übersteigt?

Wieviel Zustimmung erhielt die Homo-Ehe durch das Referendum?

62,1% der Abstimmenden sprachen sich für eine Homo-Ehe aus. Das sind 39,42% der Abstimmungsberechtigten überhaupt. Dagegen waren 37,8% der Abstimmenden. Das sind 23,99% der Abstimmungsberechtigten. Zusammen mit denen (35%), die nicht zur Urne gingen, sind es ca. 59% . Während sich nur 1,26 Mill. für die sog. Homo-Ehe aussprachen, haben sich 1,94 Mill. nicht dafür ausgesprochen.

Wie kann man schreiben: „Mehrheit der Iren stimmt für die Homo-Ehe“ (Spiegel) oder „Irland votiert klar für Zulassung der Homo-Ehe“ (Die Welt)?Glücksklee

Doch eines wird klar: Eine Demokratie wandelt sich zu einer Diktatur, wenn nicht mehr die dem Menschen und der menschlichen Würde vorgegebene Ordnung geachtet wird.

Papst Benedikt XVI. erklärte in seiner Berliner Rede vom 22. September 2011: „Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur hört, sie achtet und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit.“

(Der Autor dieses Artikels des „Christlichen Forums“, Gerhard Stumpf, ist Mitglied im “Forum Deutscher Katholiken”. Quelle: charismatismus.wordpress.com/2015/05/25/irland-das-referendum-zur-homo-ehe-im-nebel-der-berichterstattung/ )

Kommentar Mathias von Gersdorff: Weiter auf Bewährtes setzen

Der meinen Lesern aus vielen Beiträgen auf conservo bekannte Publizist Mathias von Gersdorff *) hat folgenden Kommentar am 26. Mai veröffentlicht (ebenfalls auf dem „Christlichen Forum“):

Hype widerstehen: Deutschland sollte Kroatien und Polen folgen, nicht Irland

Eine überwältigende Mehrheit der Kroaten hat sich in einer Volksabstimmung gegen die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare entschieden – obwohl Politik und Medien zuvor eine massive Einschüchterungskampagne unternommen hatten!

Das ist ein eindeutiges Signal und zeigt, was der Wille des Volkes ist. Deutschland sollte dem Vorbild Kroatiens folgen und ein für alle Mal erklären:

 

Die Ehe ist ausschließlich eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau. Keine Ausnahmen sind zulässig, denn diese führen nur zu einer Relativierung der Ehe.

Auch an der Präsidentschaftswahl Polens sollte sich unsere Bundesregierung ein Beispiel nehmen: Der deutliche Ruck hin zu konservativen und betont christlichen politischen Konzepten zeigt, dass die Menschen in unseren lieben Nachbarland wissen, wo man Stabilität und klare Zukunftsperspektiven findet: In einer christlichen Politik.

Deshalb unser Appell an die deutsche Bundesregierung: Folgen Sie dem Beispiel der Kroaten und der Polen. Setzen Sie auf Bewährtes: Das christliche Menschenbild und die christliche Ehe. (Veröffentlicht: 25. Mai 2015 auf charismatismus.wordpress.com/2015/05/25/irland-das-referendum-zur-homo-ehe-im-nebel-der-berichterstattung/)

*) Mathias von Gersdorff ist freier Publizist Mathias von Gersdorff und leitet die Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” sowie die katholische Internetseite “Kultur und Medien online”

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Kommentar Klaus Hildebrandt an seinen Freundeskreis

Hildebrandt schreibt: „Hier ein Artikel aus dem heutigen (26.5.) General-Anzeiger nach dem Ja der Iren zur Homo-Ehe. Es geht also immer weiter, heute Gleichgeschlechtliche, dann Kinder und dann sind unter dem Vorwand der Gleichstellung auch noch die Tiere dran, denn es gibt genug Menschen, die offen behaupten, dass der Mensch doch letztlich auch nur Tier sei.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring- Eckardt, behauptet, dass Deutschland mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz in 2001 Vorreiter der Gleichstellung gewesen sei. Was das für eine Form von Gleichstellung sein soll, macht mir Angst. Noch für diesen Sommer kündigte Volker Beck von den Grünen einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Ehe an. Er tut dies klar, weil er als prominenter Schwuler in erster Linie an seine eignen Phantasien und politische Lobby denkt. Jens Spahn, ebenfalls im Artikel zitiert und auch schwul, meinte, „man solle denken, was die katholischen Iren können, können wir auch.“ Seid nicht blind gegenüber den Grünen und Linken, denn sie sind eine große Gefahr für uns alle und unser Land! Sie drängen sich mit aller Gewalt in die Politik und Kirche. Letztendlich kann man dem Problem in unserem Lande nur über die Wählerstimme und die Finanzierung Herr werden. Das ist die Kehrseite von grenzenloser Freiheit (ohne Verantwortung).

Zunächst der Text des Artikels im heutigen General-Anzeiger (26.05.15):

Heutiger General-Anzeiger „Ruf nach Homo-Ehe in Deutschland“ ?  

„BERLlN. Das klare Ja der Iren zur Homoehe hat die Debatte in Deutschland neu entfacht. Grüne und Linke forderten am Wochenende die volle Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare bei einer Heirat. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes schlug vor, der Bundestag solle darüber ohne Fraktionszwang abstimmen. Die Bundesregierung will offenbar am Mittwoch weitere Erleichterungen für Homosexuelle beschließen.

Deutschland sei mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz 2001 Vorreiter der Gleichstellung gewesen, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Karin Göring-Eckardt. Sie sei zuversichtlich, dass das Votum in Irland die Gleichstellung in Deutschland beschleunige. Die CDU werde die Debatte ,,nicht einfach aussitzen können“, sagte sie. Der Grünen-Politiker Volker Beck kündigte an, seine Partei werde noch vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe einbringen. „Wir bieten allen Fraktionen an, den Entwurf als Gruppenantrag einzubringen, sagte Beck ,,Spiegel Online“.

Der Linken-Abgeordnete Harald Petzold forderte, die Union nüsse „endlich“ ihre Blockade-Haltung aufgeben. Auch die SPD erhöht den Druck auf die Union. Diese müsse sich endlich bewegen und die Abstimmung im Bundestag zur Öffnung der Ehe freigeben, sagte der Sprecher des Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, „Spiegel Online“. CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn zeigte sich offen: „Man sollte denken, was die katholischen lren können, können wir auch, sagte er der „Welt“. „Die Bevölkerung ist in diesen Fragen

oft weiter als wir denken. Justizminister Heiko Maas (SPD)… dagegen: „Das Thema ist zwar ,,auf der gesellschaftlichen Agenda“, sagte er. Zur Wahrheit gehöre aber auch: ,,In der Koalition mit CDU/CSU ist eine baldige Gleichstellung leider schwer realisierbar.“ Maas kündigte aber an, das Kabinett werde ,,in 23 verschiedenen Gesetzen und Verordnungen die Regeln für die Ehe auf Lebenspartnerschaft ausdehnen“. (Artikel Ende)

Klaus Hildebrandt schreibt weiter:

Vielleicht wussten es einige von euch noch nicht, aber Frau Katrin Göring-Eckart, „grüne“ Protestantin, war ´mal EKD-Präses. Auch die Berliner Landesvorsitzende Bettina Jarasch von den Grünen, die ja erst vor wenigen Tagen in Sachen Pädophilie ein Schreiben von mir erhielt, – auf welches sie nicht antwortete -, ist Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK). Die Grünen haben sie auch noch mit der Leitung einer Kommission beauftragt, die Reformvorschläge für die Neujustierung des Verhältnisses von Staat und Religions- sowie Weltanschauungsgemeinschaften erarbeiten soll. Als Katholik möchte ich mich bei meiner Kritik jedoch auf das ZdK beschränken und sagen, man müsste diesem Verein mit einem Jahresbudget von mehr als 2,3 Mrd. Euro einfach den Geldhahn zudrehen und trockenlegen. Dabei handelt es sich überwiegend um Geld, das von den Bistümern kommt.“ (Klaus Hildebrandt)

www.conservo.wordpress.com

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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10 Antworten zu Irland, Deutschland und die Homo-Ehe – eine Herausforderung der Konservativen

  1. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG schreibt:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:

    Glück, Auf, meine Heimat!

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  3. karlschippendraht schreibt:

    In ihren vier Wänden oder einschlägigen Etablissements sollen sie machen dürfen was sie wollen .
    Aber eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft in allen Bereichen der natürlichen Ehe gleichzustellen kommt einer Herabwürdigung oder gar Beleidigung der Normalehe gleich. Noch schlimmer ist es , wenn solchen Partnerschaften Kinder anvertraut werden . Persönlich sehe ich das als seelische Körperverletzung an Kindern mit gravierenden , heute noch nicht überschaubaren Spätfolgen . Es muß doch einem Normalverbraucher das große Kotzen ankommen wenn man sich vergegenwärtigt daß mit dieser Entwicklung wehrlose Kinder an solche Perverslinge wie Volker Beck oder Cohn-Bendit schutzlos ausgeliefert werden.

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  4. greypanter schreibt:

    Die totale Gehirnwäsche hat selbst vor Peter Helmes nicht Halt gemacht. Anstatt den Begriff „Homoehe“ als Unwort des Jahres zu definieren, wird er ohne jede Kritik in allen Medien verwendet. Für Menschen, die ihren Verstand nicht an der grünen Garderobe abgegeben haben ist Ehe kein standesamtlich verliehenes Steuerprivileg, sondern ein kirchliches Sakrament, welches nur das lebenslang bindende, feierliche Treuegelöbnis zwischen Mann und Frau und keine andere Form von Lebensgemeinschaft besiegeln kann.

    Auch ein Standesbeamter tut aus Gründen der religiösen Freiheit nichts anderes, als dieses Gelöbnis zwecks staatlicher Anerkennung zu Protokoll zu nehmen. Zu Recht werden bisher gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften nicht als Ehen bezeichnet, um die religiösen Gefühle der überwiegend gläubigen Bevölkerung nicht zu verletzen. Dass die gesamten Medien inzwischen mit aller Wucht auf diesen Gefühlen herumtrampeln, ist unverzeihlich und führt immer mehr Menschen geradewegs in gesellschaftsabgewandte Organisationen, wie PEGIDA oder zu den Salafisten.

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  5. conservo schreibt:

    Sehr geehrter greypanter, ich werde in Zukunft noch sorgfältiger formulieren. Aber ich meinte, mich in meinem Artikel deutlich genug gegen die „Homo-Ehe“ distanziert zu haben. Trotzdem danke für den kritischen Hinweis.

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  6. Paul schreibt:

    Mein Erachtens soll jeder zusammenleben können mit wem er will.

    Der Begriff „Ehe“ ist aber besetzt für die Partnerschaft von Mann und Frau.

    Es gibt wohl auch Heterosexuelle, die nicht heiraten wollen, trotzdem aber zusammenleben wollen. Auch denen sollte ein entsprechender rechtlicher Status gegeben werden. In Österreich ist das die Nichteheliche Lebensgemeinschaft. Diese Form des Zusammenlebens sollte unabhängig vom Geschlecht ermöglicht werden. Also sowohl Homo- als auch Heterosexuellen.
    Die mit der Ehe verbundenen Vorteile und Verpflichtungen sollten auch diesen Lebensgemeinschaften gegeben werden.

    Das Adoptionsrecht sollte der Ehe vorbehalten sein.

    Wer in Deutschland die Homo- oder Lesbenehe einführen möchte, sollte einen Volksentscheid darüber herbeiführen. Allerdings sollte sie nur dann eingeführt werden, wenn die Mehrheit der Wahlberechtigten dies wünscht. Also nicht wie in Irland, wenn lediglich die Mehrheit der angegebenen Stimmen dafür ist.

    Herzlich, Paul

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  7. karlschippendraht schreibt:

    Kleine Korrektur , der Wahrheit wegen :
    ……..sondern ein kirchliches Sakrament, ……
    Ehepaare gab es schon vor dem Christentum .

    ………in gesellschaftsabgewandte Organisationen, wie PEGIDA……..
    Das kann man auch umgekehrt sehen , nämlich daß die PEGIDA-Gegner realitätsfremd sind .

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  8. greypanter schreibt:

    Zu karlschippendraht: Im Alten Testament (Luther 1545) sind kaum Hinweise auf die Ehe vorhanden:

    „WEr die Ehe bricht mit jemands Weibe / der sol des tods sterben / beide Ehebrecher vnd Ehebrecherin / Darumb / das er mit seines Nehesten weib die Ehe gebrochen hat. Deut. 22.; Matt. 5.; Johan. 8. 3. Mose 20.10”

    Es handelte sich in der vorchristlichen Zeit um die Strafandrohung für einen schweren Eigentumsdelikt. Die jüdische Einehe sollte klare Verhältnisse schaffen, Streitereien unter Männern wegen dem Eigentumsrecht an einer Frauen vorbeugen und die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten verhindern. Zum Besitzverhältnis noch eine Anmerkung: Bis in die Literatur des 19. Jahrhunderts „nimmt“ sich der Mann eine Frau. Aus „nehmen“ folgt das anschließende „besitzen“ und „gehören“, ein Eigentums- und Unterwürfigkeitsverhältnis. Das alttestamentarische Eheverständnis als Besitzstandsverhältnis, das sich bis in die Gegenwart in vielen Kulturen erhalten hat, kann nicht mit dem sakramentalen Treuegelöbnis verglichen werden, welches auch in der standesamtlichen Fürsorgeverpflichtung enthalten ist.

    Insofern ist ein kultureller Wandel eingetreten. Allerdings wird dieser nicht konsequent zu Ende gedacht: Warum sollte eine Tochter, die zeitlebens ihre gebrechliche Mutter pflegt und mit ihr in einer gemeinsamen Wohnung lebt, nicht das Steuerprivileg der eingetragenen Lebensgemeinschaft erhalten? Das Gleiche gilt für den alleinerziehenden Vater mit seinem kleinen Sohn. Und was ist, wenn zwei Geschwister in einem gemeinsamen Haushalt leben? Was, wenn dies für drei oder noch mehr Personen gilt?

    Die „Eingetragene Lebensgemeinschaft“ ist ein ausgemachter Humbug, ein Schwindel, der nur dazu dient, abartige Paare in völlig ungerechtfertigter Weise zu privilegieren.

    In der klassisch jüdischen Lebensauffassung ist die Ehe dazu bestimmt, in eine feste Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau aufzubauen, welche dazu dient, möglichst viele Nachkommen zu zeugen und groß zu ziehen. (1.Mose 1:28)

    Diese Auffassung von der Ehe galt bis ins letzte Jahrhundert auch im Christentum. In den letzten 50 Jahren wurde daraus zunächst eine dem beliebigen Wechsel unterworfene Wohngemeinschaft und jetzt die Verherrlichung einer dekadenten, dem Untergang geweihten Gesellschaft, welche die Verantwortung für ihren Fortbestand und für die eigene Altersvorsorge ablehnt.

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    • Paul schreibt:

      Lieber greypanter:
      „Warum sollte eine Tochter, die zeitlebens ihre gebrechliche Mutter pflegt und mit ihr in einer gemeinsamen Wohnung lebt, nicht das Steuerprivileg der eingetragenen Lebensgemeinschaft erhalten? Das Gleiche gilt für den alleinerziehenden Vater mit seinem kleinen Sohn. Und was ist, wenn zwei Geschwister in einem gemeinsamen Haushalt leben? Was, wenn dies für drei oder noch mehr Personen gilt?“
      Das habe ich bei meinen Ausführungen nicht bedacht.
      Ja, auch diesen Lebensgemeinschaften sollten, wenn sie es wünschen, die Vor- und Nachteile der Eingetragenen Lebensgemeinschaft ermöglicht werden.

      Herzlich, Paul

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