Österr. Außenminister: „Diese Menschen werden unser Land nicht mehr verlassen“

Von Peter Helmes

Man weiß nicht, worüber man mehr stauen soll: Über die Offenheit des österreichischen Außenministers Kurz oder über die Frechheit seiner Behauptungen. Immerhin, hier spricht ´mal ein Politiker Klartext und versteckt seine Ab- und Ansichten nicht hinter den üblichen Politfloskeln.

Sebastian Kurz Foto: Ailura

Sebastian Kurz Foto: Ailura

Dr. Hans-Peter Raddatz, anerkannter Islamexperte und Autor, hat mich auf das folgende Interview des Herrn Kurz mit dem Wiener „Standard“ hingewiesen, wofür ich ihm herzlich danke. Wir dürfen rätseln, wie in dieser Frage die wirklichen Meinungen unserer (deutschen) Politiker sind. Von den Grünen kennt man sie, auch von den Linken. Sie kriegen das Boot gar nicht schnell genug voll.

Aber von den anderen Parteien hätte man denn schon etwas mehr klare Worte gehört. Aber da werden wir wohl noch eine Weile warten müssen. Das Herumgeeiere um die „Migrantenfrage“ und eine „angemessene Willkommenskultur“ ist ein Skandal unnd zeigt die ganze Arroganz der Macht in unserem Lande. Und dann natürlich: Immer diese blöden Wahlen, vor deren Zeitpunkt man nicht zu deutlich sein sollte…(sagt´s nicht, aber denkt´s).

Bleibt noch nachzutragen, welch Berufener uns hier über das kommende Heil von außen aufklärt: Sebastian Kurz, Außenminister der Bundesrepublik Österreich, ist 29 Jahre alt und hat standesgemäß sein Jurastudium nicht abgeschlossen.

Österreichische Asylpolitik – Blaupause für Deutschland?

(Das folgende Interview fFür den „Standard“ führte Hans Rauscher am 20. Juni 2015)

Der Außen-und Integrationsminister Sebastian Kurz über Flüchtlingsströme, Migranten und die Notwendigkeit eines „Islam europäischer Prägung“

STANDARD: Sie sagen, Österreich hat sehr ansehnliche Sozialleistungen, das ist ein Grund, dass wir auch viele Flüchtlinge und Zuwanderer anziehen.

Kurz: Wir sind als Land generell sehr interessant für Zuwanderer und Flüchtlinge. Aufgrund der sozialen Standards und der niedrigen Arbeitslosigkeit, aber auch, weil wir im Vergleich etwa zu osteuropäischen Ländern, die Flüchtlinge auch ordentlich behandeln. Jahrelang hatten wir 15.000 Asylanträge, 2014 30.000. Heuer werden 70.000 erwartet.

STANDARD: Die Statistik sagt ja, die türkische Zuwanderung hat praktisch aufgehört.

Kurz: Ja, in einigen Jahren werden wir so weit sein, dass mehr in die Türkei zurückwandern, als zu uns kommen. Das ist in Deutschland schon der Fall. Heute kommen weit über die Hälfte, fast zwei Drittel aus der EU

STANDARD: Die Meinung des sprichwörtlichen Mannes auf der Straße ist: Die kommen nur wegen der Sozialleistungen und leben hier auf unsere Kosten. Da reden wir ja teilweise von anerkannten, asylberechtigten Personen.

Kurz: Der Ansturm hat sich massiv erhöht. Im Moment muss schleunigst das Problem der Unterbringung gelöst werden. Länder und Gemeinden tun so, als könnten sie nicht, aber es muss hier gemeinsam an einem Strang gezogen werden, damit die Zelte verschwinden. Darüber hinaus gibt es ein Vorgehen gegen die Schlepper.

STANDARD: Schlepper militärisch bekämpfen? Flüchtlingsboote versenken?

Kurz: Hier geht’s um eine Präsenz im Mittelmeer. Die EU war schon erfolgreich gegen die Piraterie am Horn von Afrika. Schlepper sind Kriminelle.

STANDARD: Vor 20 Jahren haben wir 90.000 Bosnier über ganz Österreich verteilt. Ohne Probleme.

Kurz: Die Situation ist heute anders. Der Krieg war in unmittelbarer Nachbarschaft. Das ist ein ganz anderes Bewusstsein in der Bevölkerung. Wir erleben auch sehr viel Hilfsbereitschaft. Es werden Quartiere angeboten. Wenn man nachfragt heißt es, wir nehmen gern eine Familie, und wenn sie christlich ist, wär’s gut. Die Realität ist: Die Masse der Flüchtlinge sind junge Männer, sehr viele muslimisch, von der Hautfarbe schwarz. Da gibt es vor Ort viel mehr Widerstand.

STANDARD: Kommen wir zu den Personen mit sogenanntem Migrationshintergrund. Das sind 1,6 Millionen, davon rund 570.000 Muslime. Was sagen Sie zu den Personen, die gehäuft auftreten und sagen, ich fühle mich hier nicht mehr zu Hause, fühle mich überfremdet?

Kurz: Man muss mit dem Wort „gehäuft“ vorsichtig sein. Das Thema gibt’s schon sehr lange. Ich würde unterscheiden zwischen der Flüchtlingskatastrophe, bei der es zu handeln gilt und wo wir besser werden müssen, und der Frage der Migranten in Österreich.

STANDARD: Die hat aber auch politische Relevanz, siehe Wahlerfolge der FPÖ.

Kurz: Da gilt für mich, dass wir ganz klar unseren Weg der Integration weitergehen. Was wir wissen müssen, ist, dass diese Menschen allesamt unser Land nicht mehr verlassen werden. Die Hetze gegen Zuwanderer, die schon rechtmäßig hier leben, oft in zweiter oder dritter Generation, die wird uns nicht weiterbringen. Die Aufregung über den jungen Burschen, der in der U-Bahn jemanden attackiert hat oder unfreundlich war, wo es heißt, „der Türke hat“, und dann kommt man drauf, wenn man genauer hinsieht: Der „Türke“ ist meist in Wien-Favoriten geboren, hat einen österreichischen Pass und lebt bereits in zweiter oder dritter Generation hier.

STANDARD: Das heißt, alle diese Deportationsfantasien …

Kurz: … sind absolut absurd, und insofern hilft nur eins, nämlich eine positive Integrationsarbeit zu leisten. Dazu braucht es eine Zuwanderungsbevölkerung, die einen Beitrag leistet, und die Mehrheitsbevölkerung, die mit einer gewissen Offenheit Integration zulässt. Und mein Zugang ist ganz klar: Integration durch Leistung. Der Spracherwerb ist ganz entscheidend, Einsatz am Arbeitsmarkt und im ehrenamtlichen Bereich. Und es braucht auch einen gewissen Respekt für österreichische Grundwerte.

STANDARD: Sie haben gesagt, der Islam gehört zu Österreich, der Islamismus nicht. Ich bin nicht sicher, ob Ihnen da eine Mehrheit folgen wird, aber was bedeutet das eigentlich?

Kurz: Es geht nicht darum, ob etwas populär ist oder nicht, sondern ob ich es persönlich für richtig erachte. Ich bin da ganz klar. Wir haben 570.000 Muslime. Nicht nur faktisch, sondern auch rechtlich gehört hat der Islam seinen Platz in Österreich. Den Islamismus, also Jihadismus, Radikalisierung, müssen wir entschlossen bekämpfen. Unser Ziel ist, einen Islam mit europäischer Prägung zu schaffen, einen Islam im Einklang mit unseren Werten und Gesetzen. Deswegen haben wir ein Islamgesetz beschlossen, das international Aufregung verursacht hat, weil viele sagten, das ist ein relativ hartes Gesetz, aber gleichzeitig viele auch nachvollziehen konnten, dass man den Einfluss aus dem Ausland zurückzudrängen versucht.

STANDARD: Sie haben sich auch für Strafen bei Integrationsverweigerung ausgesprochen, wenn also die Eltern die Tochter nicht zum Schwimmunterricht lassen. Ist das praktikabel?

Kurz: Wenn jemand nicht angeschnallt Auto fährt, sieht der Staat nicht weg. Wenn Eltern ihre Kinder nicht in die Schule schicken, dann ist das Bildungsraub an den Kindern. Da haben wir als Republik, die Familienbeihilfe zahlt, dafür zu sorgen, dass das nicht ohne Konsequenzen bleibt. Wir können nicht alles nur den Lehrern umhängen, es braucht auch Unterstützung von den Eltern. Wenn Eltern nicht mitmachen, dann dürfen wir nicht wegsehen. Die Masse der Zuwanderer agiert Gott sei Dank nicht so und die Masse der Muslime auch nicht. Wir müssen als Republik klar Grenzen aufzeigen, wenn etwas mit unseren Gesetzen und Grundwerten nicht im Einklang ist.

(Original: http://mobil.derstandard.at/2000017746218/Diese-Menschen-werden-unser-Land-nicht-mehr-verlassen)

http://www.conservo.wordpress.com

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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3 Antworten zu Österr. Außenminister: „Diese Menschen werden unser Land nicht mehr verlassen“

  1. haunebu7 schreibt:

    Hat dies auf Haunebu7's Blog rebloggt.

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  2. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  3. karlschippendraht schreibt:

    ………Die Masse der Zuwanderer agiert Gott sei Dank nicht so und die Masse der Muslime auch nicht…….
    Hier darf gelacht werden .Genau umgekehrt verstärkt sich der Trend . Moslems sind grundsätzlich nicht integrationsfähig , da spielen auch einige wenige Ausnahmen keine Rolle. Sie verhalten sich zunehmend wie ein Staat im Staate , sind anmaßend-fordend , gewalttätig und rassistisch! Nur intelligent und kultiviert , das sind sie deutlich weniger !
    und man sollte endlich mit dieser volksverdummung aufhören , daß Islam und Islamismus zwei verschiedene Dinge wären . Alkoholismus ohne Alkohol gibt es auch nicht .

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