Deutschland profitiert vom Euro. … Tatsächlich?

Das gängige Klischee ist: Deutschland profitiert vom Euro. Doch wo profitieren “Wir” vom Euro?

Saal, in dem die römischen Verträge unterschrieben wurden

Saal, in dem die römischen Verträge unterschrieben wurden

Vorweg sei gesagt: Ziehen Sie vom Exportüberschuss in die EU-Länder gerne folgendes ab: Kosten für EU-Bürokratie, EZB-Bürokratie, Bankenrettungen, Länderrettungen wie Griechenland und Kosten für sogenannte Eurorettungsfonds EFSF , ESM inkl. Verwaltungskosten; Targetsalden der Bundesbank bei der EZB (Forderungen gegenüber nationalen Notenbanken anderer Länder; damit finanzieren wir unseren Export teilweise selbst, weil der Ausgleich dieser Targetsalden evtl. wegen Schuldennachlass wegfällt); Milliarden Euro an Zinsverlust der deutschen Sparer wegen Niedrigzinsen der EZB bei Rentenanlagen usw.;Steigende Sozialausgaben für Kommunen trotz niedrigster Arbeitslosenzahlen in Deutschland. Wie passt das zusammen?

Mehrkosten bei Integration von Zuwanderern aus der EU nach Deutschland (Hartz 4/ usw.), Milliarden Mehrkosten wegen Anstieg der legalen / illegalen Zuwanderer durch Wegfall der Grenzkontrollen (Schengen): steigende Sozialausgaben bei den deutschen Kommunen: in den letzen 20 Jahren sind die Kosten bei sinkender Arbeitslosigkeit um 100 Prozent in Deutschland  gestiegen – und das bei sinkender  Arbeitslosigkeit. Großstädte in Nordrhein-Westfalen ächzen inzwischen unter einer Soziallast von 50 Prozent ihres Haushaltsvolumens – bei weiter steigenden Kosten für Zuwanderung.

Die Kommunen im rot-grünen  Nordrhein-Westfalen bekommen zudem seit Jahrzehnten ca.  30 Prozent ihrer Kosten für Unterbringung der Zuwanderer/ Flüchtlinge erstattet (in Bayern und Baden-Württemberg bekommen die Kommunen 90 Prozent von ihren Landesregierungen).  In diesen Kosten sind die Verwaltungs-/Personalkosten für die Städte noch nicht einmal enthalten.

Dieselben rot-grünen Politiker machen aber einen Aufschrei, wenn ein Kämmerer  im Kreis Mettmann in 2015 seinen Bürgern die Steuererhöhung von 1,5 Millionen € pro Jahr genau mit den gestiegenen Ausgaben für Asylanten begründet und in Rechnung stellt.

Selten haben rot-grüne Politiker so durchsichtig geheuchelt wie hier.

Aber auch hier ist Europa keine solidarische Gemeinschaft: rechnet man zu den EU Ländern noch Norwegen, die Schweiz, Liechtenstein und Island hinzu, dann stellte jeder Dritte Asylant seinen Asylantrag davon in Deutschland, obwohl der deutsche Bevölkerungsanteil innerhalb Europa weniger als 20 Prozent betragen dürfte.

In Italien, Griechenland, Frankreich und Spanien, wo die meisten Asylanten zuerst europäischen Boden erreichen, werden skurrilerweise die wenigsten Erstanträge auf Asyl gestellt.

In den nordeuropäischen Sozialstaaten dagegen die meisten.

Quellen

http://www.spiegel.de/politik/ausland/europa-wie-sich-die-fluechtlinge-verteilen-a-1030879.html , sowie

http://ec.europa.eu/eurostat/documents/4168041/6742650/KS-QA-15-003-EN-N.pdf/b7786ec9-1ad6-4720-8a1d-430fcfc55018 

Währungsvorteil beim Export ist zugleich Währungsnachteil beim Import

Nicht vergessen, die  steigenden Importpreise für den deutschen Verbraucher und die Industrie aufgrund des im Vergleich zur Deutschen Mark  niedrigeren Währungswertes: jegliche importierte Ware über Rohstoffe wie Metall und Energie bis zum Endprodukt ist teurer als zu den Zeiten der Deutschen Mark.

Einziger Vorteil für Deutschland im Euro: bessere Exportmöglichkeiten. Aber zu welchem Preis? Die Unternehmen mögen daran verdienen. Doch ihr Verdienst wird durch die höheren Importpreise für Vorprodukte geschmälert.  Dies mussten bisher die Beschäftigten durch Lohnzurückhaltung und Effizienzsteigerung auffangen, bzw. wurde durch steigende Automatisierung der Produktion aufgefangen.

Niedrigzinsen sind gut für verschuldete Staaten und verschuldete Bürger

Und der Staat kann sich derzeit zu niedrigen Zinsen – besser gesagt könnte – entschulden. Aber Länder wie Nordrhein-Westfalen packen dies selbst jetzt nicht an.

Reallohnverluste, Minijobs, Zeitarbeit, Absenkung des Rentenniveaus sind Garanten des deutschen Jobwunders

Der Bürger, Verbraucher, Steuerzahler macht aber ein dickes Minus. Die Arbeitnehmer mussten bald 14 Jahre lang Reallohnverluste unter dem Euro hinnehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie wieder herzustellen. Die Arbeitsmarktreformen von Schröder und Hartz führten Minijobs, Teilzeit- und Zeitarbeitsformen ein.

Die Rentenniveaus wurden und werden peu a peu abgesenkt.

Erläuterungen zur Leistungsbilanz und den Problematiken dauerhafter Überschüsse bzw. Defizite

Krupp Werke

Kruppsche Rheinwerke Duisburg um 1900

Deutschland erwirtschaftete noch bis 2001 eine negative Leistungsbilanz. Erst seit 2001 steigt das Leistungsbilanzverhältnis bis 2015 auf ca. 6,5 Prozent Überschuss an. Doch die größten Anteile davon erwirtschaftet Deutschland mit Ländern ausserhalb der Eurozone, also mit den USA, China, Großbritannien und anderen.

Von diesen Überschüssen überweist Deutschland alleine an die EU-Organisationen pro Jahr ca. 10 Mrd. Euro im Saldo netto mehr, als es selbst erhält.

Leistungsbilanz

In welcher Höhe nun von 100 Mrd. Leistungsbilanzüberschuss noch Abzüge für Zinsverlust aufgrund von Niedrigzinsen, höhere Sozialausgaben aufgrund der entfallenen Grenzkontrollen und der ungesteuerten Zuwanderung in die Sozialsysteme (Stichworte legale Zuwanderung aus Süd- und Osteuropa, illegale Zuwanderung aus sicheren Drittstaaten gem. dem Dublin-Abkommen aufgrund offener Grenzen und Nichtregistrierung von Flüchtlingen) anfallen, wäre eine volkswirtschaftliche Bilanzierung, die mir hier und jetzt aus Zeitgründen nicht möglich ist.

Man vergegenwärtige sich jedoch, dass dauerhafte Leistungsbilanzüberschüsse (die hart erarbeitet worden sind) durch Insolvenzen anderer Staaten, welche ständig Leistungsbilanzdte anhäufen, egalisiert und zunichte gemacht werden.

Dies wird uns gerade von Griechenland vorexzerziert. So kommt es also dazu, dass sich buchhalterischer Überschuss in der Leistungsbilanz, demnächst durch die Insolvenz (offener Schuldenschnitt mit Grexit) oder durch verschleppte Insolvenz  in Luft auflöst (durch Rettungskredite mit 30, 40, 60, 100 jährigen Laufzeiten und Niedrigzinsen bei denen die Inflation dann die Schulden der Schuldner bzw. die Guthaben der Gläubiger auffrist).

Ergo hat der Schuldner dann bei uns produzierte Waren eingekauft (z.B. den Mercedeswagen, welcher in Athen als Taxi umherfährt), aber durch die Schuldenerlasse nicht oder nur zu 20, 30 oder 50 Prozent bezahlt.

Industriedenkmal und Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Industriedenkmal und Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Wir sehen also: dauerhafte extreme Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen der Staaten führen zu Schuldenerlass (das ist ein Netto-Gewinn für den Schuldnerstaat und Nettoverlust für Gläubigerstaaten wie Deutschland). Ergo ist der vermeintliche Profit Deutschlands dahin:

In den letzten 5 Jahren erwirtschaftete Deutschland ca. 500 Mrd. Überschüsse in der Leistungsbilanz. Bis jetzt steckte Deutschland binnen dieser 5 Jahre alleine in die Griechenland-Rettung 110 Mrd. Euro. Dazu addiert bzw. subtrahiert man die Kosten für Bankenrettungen, Kosten für die EU-Institutionen, Zinsverluste aufgrund der Niedrigzinsphase für deutsche Sparer von 400€ pro Kopf und Jahr seit 2011. Griechische Sparer machten im selben Zeitraum 1200 € pro Kopf/Jahr Gewinn, weil sie ihr Geld in Börsen / Aktienmärkten anlegten anstelle von Riesterrenten und Lebensversicherungen wie die Deutschen.

Alleine für die vorgenannten Positionen dürfte Deutschland schon mindestens 50 bis 70  Prozent seines Leistungsbilanzüberschusses verloren haben. Vermutlich wird am Ende nach Abzug aller Kosten der Überschuss mehr als egalisiert und sogar negativ sein.

2010 hiess es: nach drei Jahren Hilfe ist Schluss, aber 2015 fällt bereits der Beschluss über das dritte Hilfspaket für Griechenland

Nun wurde das dritte Hilfspaket im Bundestag beschlossen – im Jahr 2015, den 17. Juli.

Noch im Jahr 2010 sagte unser Finanzminister Schäuble: nach drei Jahren ist Schluss. Inzwischen gibt es binnen 5 Jahren das dritte Hilfspaket, haftet der deutsche  Steuerzahler allein für Griechenland mit 110  Milliarden €, alleine das sind 25 Prozent des Leistungsbilanzüberschusses desselben Zeitraums.

Was alles könnten die klammen Kommunen in Nordrhein-Westfalen mit dem Geld anfangen? Sie könnten sich entschulden. Könnten wieder in ihre Straßen, Gebäude und Kindergärten investieren. Könnten hier und dort Personal einstellen. Und auch das Bundesland NRW könnte davon profitieren: Schuldenabbau, mehr Polizei, mehr Lehrer können davon eingestellt werden.

Alles in allem wäre aus diesen Gründen schon ein Stopp der deutschen Hilfe bitter nötig. Aber auch für die Griechen selbst ist diese Art von Hilfe zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig.

Auch der deutsche Steuerzahlerbund warnte die Bundestagsabgeordneten vor der Zustimmung zum dritten Hilfspaket.

Sowohl für die Eurozone, als auch für die EU und für Griechenland wäre ein Grexit inklusive Schuldenschnitt eine Erlösung

Griechenland kommt nur wieder durch eine Entschuldung, also einen Schuldenschnitt, auf die Beine – flankiert von zwingend notwendigen Reformen freilich. Aber diese Entschuldung darf aufgrund des Bail-Out-Verbots im Vertrag von Maastricht nur ausserhalb der Euro-Zone stattfinden: der Grexit wäre eine Erlösung für Griechenland und Europa.

Politik entscheidet nicht mehr sachlich sondern ideologisch

Der Euro ist eine Ideologie-, eine Ersatzreligion geworden. Glaubens-Sätze und Dogmen wie “Scheitert der Euro, dann scheitert Europa” entlarven diese ideologische Geisteshaltung.

An diese politische Ideologie glauben die politischen Eliten Europas: elitäre Politiker in Brüssel und Straßburg , in Berlin und Paris haben wieder einmal gegen die Vernunft und für die Ideologie entschieden. Sie wollen keinen Schritt rückwärts riskieren, obwohl sie sich im Falle Griechenlands in einer Sackgasse verrennen. Sie glauben, der Druck der Finanzmärkte auf  – also der Zins für Länder wie –  Frankreich würde steigen, wenn sie Griechenland aus der Eurozone entlassen. Und aus Angst vor einem solchen Szenario schießen sie weiter Geld in ein griechisches Faß ohne Boden.

Ohne Boden ist dieses Faß deshalb, weil die nordeuropäische, protestantische Denk- und Handelsweise auf Griechenland nicht 1 zu 1 übertragbar ist: Die vergangenen 5 Jahre haben es bewiesen.

Politiker brauchen Erziehungseffekt der MärkteKapitalmarktakteuere

So, wie die Märkte die Erziehung also gesetzliche Disziplinierung, durch die Politik benötigen, so benötigen Politiker auch die ökonomische Disziplinierung der Handels- und Finanzmärkte.

Erst jetzt, als die Banken geschlossen wurden und Griechenland das Wasser bis zum Hals steht, erst jetzt wurden erste Beschlüsse im Parlament für Reformen verabschiedet. Erst jetzt , als der Druck so unendlich groß wurde, handelten griechische Politiker. Und ohne den Druck der Eurozone, ohne den Druck des deutschen Finanzministers Herrn Schäuble, ohne den Druck der Kapitalmärkte gäbe es diese Beschlüsse noch längst nicht.

Sollte Großbrittannien den Brexit vollziehen, sollte Deutschland den Dexit ernsthaft angehen

Für den Fall des Brexit  sollte sich Deutschland Plan D wie Dexit ausarbeiten. Denn sollten die Briten sich – wie nach dem Tohuwabohu mit Griechenland zu befürchten steht – aus der EU verabschieden, dann bliebe Deutschland der einzige nennenswerte Zahlmeister in der EU und der Eurozone. Zudem fehlten Deutschland dann auch nennenswerte Verbündete im mentalen-politischen Kampf gegen eine noch stärkere zentralisierende bürokratisierende freiheitsbeschränkende Europäische Union.

Euro ist kein ökonomischer Vorteil für die Euroländer

Ergo: Weder für Deutschland noch für die südlichen Länder des Währungsgebietes ergibt sich tatsächlich ein ökonomischer Vorteil aus der Währungsunion.

Und betrachtet man die politischen Turbulenzen, lohnt sich der Ärger und Aufwand allzumal nicht. Die Mentalitäten in Europa, die Gewohnheiten und Werte sind zu verschieden, als dass sie in einen Währungsraum passen würden.

Politiker brauchen den Erziehungseffekt von aufgeklärten mündigen Bürgern

Solange der Bürger in den nordeuropäischen Staaten so selbstzufrieden die Dinge hinnimmt und schleifen lässt, solange werden die Politiker die Entwicklung so weiterlaufen lassen – bis es irgendwann nicht mehr geht: bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, bis das Rad nicht mehr zurückgedreht werden kann, bis die Sozialsysteme kollabieren. Die Kommunen in NRW stehen schon jetzt kurz vor dem Finanzkollaps.

Solidarität wird vom Süden immer gefordert

Solidarität wird von Südeuropa scheinbar immer gefordert – und der Norden tut immer zu wenig – egal wieviel Milliarden Euro er transferiert, egal wieviel Hunderttausende Flüchtlinge der Norden Europas aufnimmt. Und der Nordeuropäer und / oder Deutsche darf sich gleichzeitig als Nazi, Terrorist und sonstiges verunglimpfen lassen.

Zu dieser Art von Europa sage ich: Nein – Danke. Non – Merci. No – Gracias. Oxi. 

Wir sollten aus diesem Europa lieber ein Europa der zwei oder drei Ringe bilden: einen Ring aus den überwiegend protestantischen mittel-, nord- und osteuropäischen Staaten, einen anderen aus den mediterranen katholisch-orthodoxen südländischen Staaten.  Diese Lösung verspricht mehr Erfolg, da sie eher den Werten, Verhaltensmustern, Traditionen und Mentalitäten der Menschen entspricht.

*) Freddy Kühne betreibt das Blog 99 Thesen, Christlich liberal konservatives Blog

http://www.conservo.wordpress.com

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Deutschland profitiert vom Euro. … Tatsächlich?

  1. MURAT O. schreibt:

    Hat dies auf D – MARK 2.0 rebloggt.

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