101 Jahre globaler Jihad und riskanter Atompakt mit Iran

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

„Kompromiß“ mit Athen und Atompakt mit Iran – mit diesen beiden Begriffen läßt sich die Welt leicht täuschen, insbesondere wenn man das Wüten des Dschihad betrachtet, das nunmehr seit 101 Jahren besteht.

Wolfgang G. Schwanitz vom „Gatestone Institut“ listet kurz und knapp auf:

◾Die langen Krisen mit Athen und Teheran können sich noch leicht in ihr Gegenteil verkehren.

◾Obzwar Ali al-Khaminai den Atompakt will, rührt er Mittelost auf: „Tod für Amerika und Israel“.

◾Im Westen greifen die Jihadis als Einzeltäter des sunnitischen „Islamstaats“ an – ein Dauerkrieg.

◾Der Atompakt der sechs Mächte mit Iran erweist sich als riskant, ist in den Prinzipien schwach.

◾Seit dem Ersten Weltkrieg änderte sich Islamismus als aggressive Ideologie des Jihads wenig.

Griechenland erhält seine dritte Chance, Reformen in der Eurozone anzugehen, und der Atompakt der sechs Mächte kam mit Iran zustande. Scheinbar werden zwei Krisen entschärft, können jedoch in ihr Gegenteil umschlagen. Athen zeigte sich überfordert und Teheran erklärte „Tod für Amerika und Israel“, vom Führer Ali al-Khaminai am 18. Juli zur Landesbewegung gemacht wie „180 Grad Interessen gegen Amerika“. Der Westen hat ein kognitives Problem, nicht allein die Natur seiner Gegner im schiitischen Islamstaat zu sehen, sondern ebenso im sunnitischen, die beide gegen ihn weiter den Jihad führen.

Am 16. Juli tötete Muhammad Yusuf Abd al-Aziz in Chattanooga vier Marines, verletzte drei Menschen, wobei ein Matrose bald den Verletzungen erlag. Zu Mord an 100 Militärs rief der „Islamstaat“ Ende März auf. Ziele wie Rekrutierungsbüros und Basen gelten als waffenfreie Zonen. Der in Kuwait geborene und in Amerika naturalisierte Jihadi weilte zuvor in Jordanien. Der „Islamstaat“ bekannte sich zu ihm. Nach ägyptischen Einsichten sei es unwichtig, ob Jihadis vorab einen Segen einholen oder formell zugehören. Deshalb lässt sich dieser neue „Zufallsjihad“ des Individualterrors noch viel schwerer entdecken.

Zurück voran

Amerika und der Westen stehen am Anfang des Dauerkriegs gegen die Auswüchse eines Islamismus, der Jihadis seit Jahrhunderten motiviert, so gern diesen westliche Führer abstreiten oder als beendet erklären. Generalstabschef Ray Odierno meinte am 17. Juli, der Kampf gegen den „Islamstaat“ werde zehn bis 20 Jahre dauern. So kurz wäre ein Glück. Wegen der westlichen Defensive globalisiert sich Islamismus rasch. Er überlebt auch ohne Irak und Syrien. Sympathien steigen auch in der Diaspora der Eurozone. Solange es weder die Erkenntnis noch nationale und globale Agenden des Antiislamismus gibt, änderte sich dies kaum. Das zeigte Präsident Obamas riskanter Atompakt mit Iran. Angela Merkel gab wohl keine eigenen Ideen bei, obwohl sie Israels Sicherheit zur deutschen Sache erklärt hat. Hier folgen kurz Notizen zu den Prinzipien. Der Kongress befindet wohl im September dazu. Blicken wir sodann 100 Jahre zurück.

Für und Wider in Präsident Obamas Interview und Pressekonferenz zum Atompakt vom 14. Juli 2015:

◾Paktumsetzung sichert völlig friedliche Art in Irans Nuklearprogramm Misstrauen wegen Täuschungen

◾Iran bestätigt, keine Kernwaffen zu entwickeln oder zu erwerben  Allerorts keine Allzeitkontrolle erlaubt

◾Alle Sanktionen des UN Sicherheitsrats, multilaterale und nationale, werden gelüftet

Nationale Probleme

◾US-Sanktionen bleiben: Irans Terrorhilfe; Menschenrechte; Aktivitäten zu Raketen

Informationslücken

◾Das überwacht Kommission P5+1 und Iran, im Streit soll Mehrheit entscheiden in 15 Tagen

Allzu lange

◾Atomenergiebehörde verifiziert, berichtet Kommission und Sicherheitsrat

ungute Erfahrung, Nordkorea

◾Kommission: Resolution an Sicherheitsrat für neue Beziehung zu Iran

Iran betont diametrale Interessen

◾Laut Obama sei Krieg die Alternative

Nein, Sanktionen bis zu einem wesentlich verbesserten Atompakt

Folgenschwer

Der Berliner Gottfried Galli diente zwei Dekaden bis 1902 als Konsul in Istanbul, Smyrna [İzmir] und Algier. Vor dem Ersten Weltkrieg packte ihn das Türkenfieber. Er geriet zum Jihad-Eiferer, obwohl er die Angriffe auf Armenier bis 1896 erlebte und deren Eskalation auf Smyrna mit abgewehrt hat. Christen hätten zwar Jahrhunderte unter Jihad gelitten. Doch schob er Massaker an Armeniern auf einen listigen Komplott Londons, den fanatisierte Muslime blutig beendeten. Das sei „nicht die wahre Natur des Islam“. C. Snouck Hurgronje sah dies anders. Galli griff ihn dafür an und warb für die deutsch-osmanische Jihadisierung des Islam. Wilhelm II. bat 1914 den Sultan-Kalif um Jihad; Armeniens Genozid begann. Gallis Motto: „Glaubensruf unserer Väter, der Kreuzfahrer: Gott will es!“ Er erläuterte Berlins Pakt mit dem Islamismus.

Hundert Jahre später reifen Illusionen zur Natur des Islamismus als aggressiver Ideologie des globalen Jihads. Präsident Obama verkennt ihn. Irans Führer Ali al-Khaminai meinte zwar am 18. Juli in Teheran, laut Koran, Scharia und Fatwa wären dem Iran Kernwaffen verboten, haram, sagte aber weitere Expansionen an. Also Islamismus, Massaker, Muslimbruderschaften als Mittel, am Nil seit 1928, und Teherans Islamistenrevolte 1979 stehen im Erbe der deutsch-osmanischen Jihadisierung, zumal Irans Staatsdoktrin lautet, solche Islamrevolten zu exportieren. Sie nennen es das „Islamistische Erwachen“ in der Region Mittelost.

Hingegen betonte Kanzlerin Merkel auf dem Empfang des Diplomatischen Corps am 13. Juli „islamistische Terrormilizen“ in Syrien und Irak, die Kulturgüter zerstören. In Europa mögen Jugendliche nicht den radikalen Gedanken verfallen. Sie weilte im Juli in Albanien, Serbien und Bosnien-Herzegowina, zeigte im Westbalkan – neben Nordafrika-Mittelmeer-Italien eine Linie der Immigration Türkei-Balkan-Europa – Wege in die Europäischen Union auf. Die Friedensnetze Europas werden laut Otto von Bismarck am Mittelostrand aufgespannt. Heute wäre nicht minder die innere Kohäsion zu bewahren.

(Quelle: http://de.gatestoneinstitute.org/6204/globaler-jihad-atompakt-iran)

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ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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Eine Antwort zu 101 Jahre globaler Jihad und riskanter Atompakt mit Iran

  1. wreinerschoene schreibt:

    Politisch gesehen, verstehen viele Länder nur eine Politik der Härte. Sehen wir uns Ostdeutschland an, was hat Brandts „Wandel durch Annäherung“ gebracht? Er hat vielen Politiker in Deutschland damit die Autorität genommen, und Annäherung bedeutet doch nichts anderes als Prinzipien aufgeben. Obwohl im Grundgesetz verankert, gab es Debatten für eine Anerkennung der DDR. Genauso ist es heute, Obamas wisch wasch Politik, birgt eher Gefahren als das sie welche verhindert. Atomvertrag mit dem Iran, der viel zitierte Spruch das der Islam eine friedliche Religion ist. Zerwürfnis mit Israel, die Hamas sitzt auf einer Sympathiewelle in ungeahnte Höhen. Alles in allem hat er mehr Unruhe als Ruhe in die Welt gebracht. Eine Politik der Abschreckung, die 70 Jahre funktioniert hat, ist plötzlich out und wird nicht mehr gebraucht. Ein Staat braucht einen Menschen der führen kann, der sagt was geht und was Sache ist. Dieser Vertrag mit dem Iran werden wir in den nächsten 10 Jahren noch bereuen, egal was die Gutmenschen sagen, es wird kommen. Wenn Israel fällt, fällt der nicht islamische Teil der Welt und dieser Vertrag hat den Grundstein dazu gelegt. Denn wir geben Prinzipien auf, um Gutmensch zu sein, wir üben Toleranz bis zur Selbstaufgabe, und werden damit ausgenutzt bis zum bitteren Ende.

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