Bildungsplan – Widerstand der CDU?

(www.conservo.wordpress.com)
Von Peter Helmes1 Bildungsplan
Es ist bekannt, daß der Spitzenkandidat der CDU für die kommende Landtagswahl in Baden-Württemberg, Guido Wolff MdL, ein erklärter Gegner der grün-roten „Bildungs- und Aktionspläne“ und besonders der Homo-Ehe ist.
Der meinen Lesern bestens bekannte streitbare Christ Klaus Hildebrandt hat jedoch so seine Zweifel, ob die begrüßenswerte Haltung Wolffs auch für seine Partei, die CDU, gilt.

Im Folgenden gebe ich Ihnen den interessanten Schriftwechsel dazu zur Kenntnis:

Brief von Klaus Hildebrandt an Guido Wolff MdL
Sehr geehrter Herr Wolf,
bitte sehen Sie es mir nach, wenn ich ein letztes Mal auf Ihr Schreiben v. 14.08.2015 zurückkomme, in dem Sie bei den Themen „Adoptionsrecht für Homosexuelle“ und „Bildungsplan“ den „unverkennbaren“ Widerstand der CDU erklären.

Nachdem Frau Merkel erst gestern per Tagesschau erneut verkündete, die CDU wolle sich in Zukunft (per Quote)“weiblicher, moderner und jünger“ gestalten, wird doch klar, dass Ihre Aussage schon bald keinen Bestand mehr haben kann. Das zeigt auch der beigefügte aktuelle Artikel aus der Tagespost zum Thema „Homo-Ehe“. Ihre Partei darf sich also nicht wundern, wenn ihr der konservative Wähler vermehrt den Rücken zeigt, allen voran Vertreter der traditionellen Familie und christlicher Werte.

Sicherlich kennen Sie den einstimmigen Beschluss des AfD-Landesverbands Baden-Württemberg zum Thema Gender (s. Anlage, u.a. Punkt 7 Abtreibung). Das ist Sprache, worauf Bürgerinnen und Bürger schon lange warten. Ich erkenne in diesem Papier weder etwas Böses, Verdächtiges oder Aggressives, und schon gar nichts „Diskriminierendes“. Warum also fällt es Ihrer Partei so schwer, sich gegenüber dem Volk entsprechend zu präsentieren?
Auch mir und allen, mit denen ich in dieser tatsächlich wichtigen und weitreichenden Frage rundum Homosexualität und Gender ernsthaft kommuniziere, „liegt es fern, Menschen zu diskriminieren oder zu verletzen“. Darum geht’s doch gar nicht. Was wir brauchen, ist mehr Vernunft und Mut. Letztendlich ist der Niedergang unserer gesellschaftlichen Ordnung in höchstem Maße der Schwäche unserer Politiker zuzuschreiben.
Mit freundlichen Grüßen, Klaus Hildebrandt
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Sehr geehrter Herr Wolf,
auch ich danke Ihnen für die Rückmeldung.
Was in Sachen Homosexualität auf unsere Gesellschaft zukommt, darf nicht länger hingenommen werden. Wir müssen wieder selbstbewusster auftreten und dann klappt das auch, denn Grüne und Linke haben zu lange nur von Lautstärke profitiert. Und wir müssen mehr und besser zusammenarbeiten und nicht jeder für sich. Ich kann nur hoffen, dass sich der von Ihnen angekündigte Widerstand der CDU tatsächlich bewahrheitet, hege diesbezüglich jedoch Zweifel. Sicherlich gibt noch gute Leute in der CDU, aber sie werden weniger. Bitte setzen Sie sich wie Ihr Kollege Wolfgang Bosbach (s.u.) dafür ein, dass sich das wieder ändert.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und Sie bitten, am 19.09. 2015 am Berliner Marsch für das Leben (s.u.) teilzunehmen, denn Gender und Homosexualität sind, wie Sie wissen, stark mit dem Thema Abtreibung verbunden. Bitte geben Sie durch Ihre persönliche Teilnahme Zeugnis für ein Recht auf Leben und marschieren Sie mit tausenden Menschen, die auf eigene Kosten und aus authentischer Motivation heraus aus allen Teilen der Republik anreisen.

Bitte schauen Sie sich auch das Kurzvideo https://www.youtube.com/watch?v=pTz_p6ZNK6k an, in dem Lohmann als Vorsitzender des Bundesverbands Lebensrecht persönlich zur Teilnahme am Marsch einlädt.
Mit freundlichen Grüßen, Klaus Hildebrandt
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Die Antwort von Guido Wolff MdL
Gesendet: Freitag, 14. August 2015 um 16:19 Uhr
Von: info@guidowolf.info
Betreff: Re: Staatliche Frühsexualisierung in rot-grün regierten Bundesländern; Homos und alles was damit zu tun hat

Sehr geehrter Herr Hildebrandt,
auch wenn Ihre Nachricht nun schon einige Wochen zurückliegt, ist es mir ein Anliegen, Ihnen auf diesem Weg dafür zu danken, dass Sie Ihre Meinung gegenüber Frau Mast so unmissverständlich formuliert und Sie gleichzeitig mich in meiner Haltung bestärkt haben. Ich weiß dies zu schätzen und sichere Ihnen zu, dass wir seitens der CDU weiterhin unsere Kritik anbringen und unsere Positionen, sei es zum Adoptionsrecht für Homosexuelle oder zum allseits kritisierten Aktionsplan unverkennbar vertreten werden.
Mir liegt es fern, Menschen zu diskriminieren oder zu verletzen und ich stehe anderen Lebensentwürfen tolerant gegenüber. Dem stehen die von mir und meiner Partei vertretenen Werte und Einstellungen aber nach meiner Überzeugung nicht entgegen.
Ich freue mich, wenn Sie mich und meine politische Arbeit weiterhin so positiv begleiten und verbleibe mit nochmaligem Dank für Ihre Nachricht in Verbundenheit und
mit freundlichen Grüßen, Guido Wolf MdL
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Klaus Hildebrandt schrieb am 28.06.2015 07:14 an Frau M. (Name ist mir bekannt):
http://www.schwusos-bw.de/index.php?nr=89703&menu=1 http://www.schwusos-bw.de/index.php?nr=89703&menu=1
Sehr geehrte Frau M.,
beigefügter Artikel wurde mir zugeleitet. Armer Herr Wolf, aber noch ärmere Frau Mast. Der Beitrag in der gestrigen Tagesschau zum Christopher Street Day zeigte der Nation erneut, mit welch Lustmolchen sich unsere Gesellschaft heute abfinden muss. Und das sollen die Säulen der Gesellschaft und Vorbilder von Morgen sein? Dass ich nicht lache.
Da kann ich die Haltung „Ihres“ CDU-Abgeordneten-Kollegen Wolf nur loben, denn er liegt richtig in seiner Ablehnung der so genannten „Homo-Ehe“, hier insbesondere das immer wieder diskutierte Adoptionsrecht. Auf welcher Grundlage dieses von Schwul-Lesbisch gefordert wird, ist mir schleierhaft, denn sie können ja keine eigenen Kinder bekommen, und das ist auch gut so. Sich welche zu kaufen oder per Leihmütter zu mieten, halte ich für nicht vertretbar und ethisch ausgeschlossen. Es ist schon unglaublich, welch eine Unordnung ein paar Schreihälse dank auch Ihrer Unterstützung verursachen können?

Eine echte politische Alternative sehe ich derzeit in der AfD, die sich den Kampf gegen Gender offen auf die Fahne schreibt. Gerade Baden-Württemberg mit seinem für 2016 anvisierten „Bildungs“-plan unter Federführung „Ihrer“ SPD sollte sich besser bis auf „die Knochen“ schämen, denn was Rot-Grün hier mit unschuldigen kleinen Kindern vorhat, ist unverantwortlich. Aber so langsam regt sich Widerstand und das gibt Grund zur Hoffnung. Hoffen kann ich auch, dass Sie bei den anstehenden Landeswahlen einen fetten Denkzettel bekommen werden.
Ich halte das Motto Wolfs „Vernunft muss vor Ideologie stehen“ für richtig und drücke ihm beide Daumen. Es muss ein Wechsel her.
Mit freundlichen Grüßen, Klaus Hildebrandt
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Wolfgang Bosbach in kath.net:
„Wer gegen Lebensschutz agitiert und polemisiert, dem fehlen offensichtlich fundierte Sachargumente und deshalb sollte man diesem Teil des Publikums nicht kampflos das Feld überlassen.“ Der Vorsitzende des Innenausschusses des Deutschen Bundestages gab den Rat: „Wer sich auf der Grundlage des Grundgesetzes für den Lebensschutz ausspreche, möge „erhobenen Hauptes und unerschrocken weiter kämpfen und sich nicht von unsachlicher Kritik oder gar Anfeindungen beeindrucken lassen.“ Mit Bezug auf linkspolemischen Widerspruch zum Lebensschutzgedanken hatte Bosbach außerdem festgestellt: „Selbstverständlich haben wir in Deutschland das grundgesetzlich garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung – aber wehe dem, der von diesem Recht in einer Weise Gebrauch macht, die dem links-alternativen Spektrum nicht genehm ist.“ Da müsse man sich warm anziehen, denn „die politische Linke ist in einem hohen Maße tolerant – unter der Voraussetzung, dass man deren Anschauung und Politik vorbehaltlos teilt.“

Danke, Herr Bosbach, für diese klaren Worte. Wer sich für ein Recht auf Leben ausspricht, braucht sich ganz sicher vor niemandem zu verstecken und schon gar nicht vor den Linken, deren Ideologie eine Gefahr für unsere Demokratie darstellt. Kommt zahlreich und nehmt euch diesen einen Tag im Jahr, um ein glaubwürdiges, ja christliches Zeugnis für Demokratie und wahre Menschenrechte abzugeben.
Ich wünsche allen einen schönen Tag.
Euer Klaus Hildebrandt
http://www.conservowordpress.com

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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