Kinder, Kinder, diese Flüchtlinge!

(www.conservo.wordpress.com)

Von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm

Thomas Böhm

Es lässt tief blicken, wenn Medien im Nachhinein ihr heuchlerisches Tun rechtfertigen müssen, weil ihnen die Leser scharenweise den Stinkefinger zeigen. In diesem Fall sind es gleich zwei Blätter aus dem Hause „Springer“, die jetzt um Verständnis bitten:

In der „Bild“ (bild.de 7.9.15) stand Folgendes:

…Das Foto des kleinen Ailan (3) aus Kobane ist zum Symbol geworden für die Flüchtlingskrise, die Europa spaltet. Es ist das Zeugnis einer Tragödie. Aber kann das schreckliche Schicksal des Kindes auch etwas Gutes bewirken? Kann das eindringliche Foto sogar die Welt verbessern?…

…Lösen kann das Foto des kleinen Ailan sicher nicht die Syrien-Frage, sicher nicht den 50 Prozent der Deutschen, die sich laut einer Studie der R+V Versicherung vor einer Überforderung von Bürgern und Behörden durch Asylbewerber fürchten, alle Ängste nehmen, sicher nicht die Frage nach Verteilungsquoten klären. Aber offenbar konnte es den Panzer aus Sorge und Egoismus vieler Menschen, auch wichtiger Entscheidungsträger, durchbrechen…

(http://www.bild.de/politik/ausland/fluechtling/kann-ein-einziges-foto-die-welt-veraendern-42466048.bild.html)

Niemand stellt sich die Frage, warum ausgerechnet jetzt dieses Bild publiziert wird, wo doch die Stimmung so aufgeheizt ist. Sind vorher keine Kinder ertrunken? Gab es vorher keine guten Fotografen vor Ort?

Unerträglich aber wird diese Heuchelei, wenn wir wissen, dass die Mörder des IS fast täglich unschuldige Kinder ermorden, ja sogar in die Luft sprengen, oder enthaupten.

Hier haben wir vergeblich auf entsprechende Fotos in den Medien gewartet, obwohl diese sicherlich angeboten wurden. In den sozialen Medien wurden diese grausamen Bilder veröffentlicht – und lösten entsprechend heftige Diskussionen aus.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass sämtliche Staatsmedien fast ausschließlich nur noch so genannte Flüchtlingskinder statt die hereinströmenden Männermassen zeigen. Wenn hier keine Manipulation betrieben wird, wann dann?

Vergeblich warten wir auf die notwendige Kritik gegenüber denjenigen, die diese toten Flüchtlingskinder zu verantworten haben. Es sind die islamischen Terroristen, die geldgierigen Schleuser und die Politiker, die mit ihren Lockangeboten, die der kleine Mann bezahlen muss, noch weitere Millionen arme Menschen ins Land holen und die Schleuser damit indirekt unterstützen.

Auch in der „BZ“ ist das Gejammer groß:

Berlin hatte sich gewehrt – gegen „Berlin wehrt sich“. …Wir lernen: Es geht! Wir müssen den Hass im Internet nicht hinnehmen! Gemeinsam sind wir stärker als Neonazis, Mitläufer und Provokateure.

Facebook ist zu einem asozialen Netzwerk geworden, weil es keine nachvollziehbaren Regeln gibt. Ein küchenbegeisterter User, der sich „Teufelskoch“ nannte, wurde gesperrt – wegen Satanismus. Doch auf Tausenden Seiten wird gegen Ausländer gehetzt, werden Menschen verunglimpft, wird politische Propaganda betrieben.

Facebook muss lernen: Wer so ein mächtiges Instrument in die Welt setzt, der hat eine Verantwortung, nicht nur für Geschäftsmodelle und Algorithmen, sondern auch für die Inhalte.

Sehr europäisch gedacht? Ja. Denn auf unser Wertesystem können wir – bei allen Erschütterungen – sehr stolz sein. Es ist geprägt von der Barmherzigkeit der abrahamitischen Religionen und der Aufklärung. Es ist nicht technokratisch. Es ist menschlich…

(http://www.bz-berlin.de/berlin/marzahn-hellersdorf/wir-muessen-den-hass-im-internet-nicht-hinnehmen)

Natürlich sind einige Kommentare in den sozialen Netzwerken unerträglich, genauso wie einige Kommentare in der „BZ“.

In Zeiten, in der der Journalismus immer mehr als „Volkserziehungsmaßnahme“ missbraucht wird und nicht mehr seinen Pflichten, der Weitergabe von Informationen, nachkommt, kann man sich natürlich auch die Frage stellen: Kann man den Verleger anrufen, um gedruckte Beiträge in der „Bild“ oder der „BZ“ nachträglich zu löschen?

Und zurückgefragt: Sollte ein Verlag nicht auch Verantwortung für die Inhalte seiner Zeitung übernehmen und nicht nur, wie im Fall des Axel-Springer-Konzern, das Betriebsergebnis im Auge haben?

Gibt es in diesem Verlag etwa keine skrupellosen Leute, die gerne auch mal berufliche Existenzen vernichten, nur um den Profit zu erhöhen? Oder geht es dabei etwa auch nur um Inhalte?

Und was meint der Autor mit „Mitläufer“ und „Provokateure“? Asylkritiker? Will er diese, wie es kürzlich Frau Merkel getan hat, in die Nähe des NSU rücken, damit der Bürger endlich sein Maul hält, brav weiterarbeitet und für alles aufkommt, was die unverantwortliche Regierung da austüftelt?

Wann schalten die werten Herren endlich vom Gefühlsmodus wieder in den Denkmodus? Warum rechnen sie nicht einmal und fragen bei der Regierung nach:

Wie kann es sein, dass plötzlich 10 Milliarden Euro für so genannte Flüchtlinge übrig sind (nächstes Jahr kommen dann noch einmal 20 Milliarden dazu)? Warum hat man nicht jeder deutschen Frau, die ein Kind zur Welt gebracht hat 10.000 Euro als Startkapital geschenkt? Das wäre billiger gekommen und man müsste nicht über fehlende Fachkräfte jammern, die sich letztendlich sowieso überwiegend als ewig Hilfsbedürftige entpuppen werden.

Lassen Sie mich zum Schluss auf einen geschätzten Autoren beziehen, der beweist, dass nicht alle Journalisten im Springer-Verlag zu Handlangern der Regierungs-Propaganda geworden sind. Clemens Wergin schreibt in der „Welt“:

…Die Anpassungsleistungen, die Einwanderer unserer Gesellschaft abverlangen, wurden in den vergangenen Jahrzehnten überwiegend von der Unterschicht erbracht, die mit den Neuankömmlingen um Jobs und Wohnraum konkurrierte, und nicht von der Mittel- und Oberschicht. Die lebt nämlich weiter in ihren weitgehend „weißen“ Wohnvierteln, wo man höchstens mal einem gänzlich akkulturierten iranischen Arzt, europäischen Akademiker oder neureichen Russen begegnet.

 

Ihre Kinder gehen nicht in öffentliche Schulen mit 80 Prozent Ausländeranteil im Berliner Wedding oder in Neukölln. Und wenn in der Vergangenheit dann doch mal ein Flüchtlingsheim in einem Reichenviertel in Hamburg oder Düsseldorf gebaut werden sollte, dann schafften es die politisch gut vernetzten Wohlstandsbürger meist, das irgendwie abzuwenden. Da ist es einfach zu sagen, die da unten sollen sich mal nicht so aufregen über die Flüchtlinge…

(http://m.welt.de/debatte/kommentare/article146042330/Deutschland-hat-das-duemmste-Einwanderungsgesetz-ueberhaupt.html)

Wen er da wohl damit im Hause Springer gemeint hat…

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

http://www.conservo.wordpress.com

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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2 Antworten zu Kinder, Kinder, diese Flüchtlinge!

  1. echsenwut schreibt:

    Über die Macht eines Blattes wie „BILD“ wird ungefähr so ungern gesprochen wie über ein Stückchen klebengebliebenes Klopapier am Hintern. Das Blatt, welches bei einer täglichen Millionenausgabe von eigentlich niemandem gelesen wird, kann durch vereinzelte Halbsätze in seinen „Kommentaren“ Aufruhr initiieren oder auch ersticken. Weil es sich halt so gut verkauft hat, wurde in den vergangenen Jahren munter Stimmung gegen Migranten, Ausländer allgemein und Muslime gemacht – Schlagzeilen mit großformatigen Fotos wegen „Ehrenmord!“ verkaufen sich halt besser als nüchtern-objektive Abhandlungen über die deutsche Beteiligung am Irak-Krieg und am Flüchtlingsphänomen. Der BILD-Leser, der das Blatt ja gar nicht liest, fragt vehement nach möglichst einfachen Rezepten für Politik und Leben. Er will Fotos; schon beim Lesen der absichtsvoll gaaaanz leicht formulierten Artikel steht ihm der Schweiß auf der Stirn. Es wird den Redaktionen künftig nicht mehr leicht fallen, den profitabelsten, auflagenstärksten Trend rechtzeitig zu erkennen um ihn zu (be-)nutzen. BILD schwenkt derzeit von seiner „ausländerkritischen“ Position in eine neue, weil sich momentan Massen an Privatleuten auf den Weg machen um Flüchtlingen Hilfestellung zu leisten – das hat mit „Gewissen“, „Presseauftrag“, „Information“ überhaupt nichts zu schaffen, das orientiert sich ausschließlich nur an der Auflagenstärke.

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  2. wreinerschoene schreibt:

    Die beste Propaganda, für oder gegen einen Krieg, sind Kinderbilder, wobei auch noch der Nachteil ist, der Eine läßt die Presse zu, der andere von dem keine Kinderbilder in der Not von Krieg existieren, läßt die Presse heute noch nicht zu. Somit ist das Potential der ehemaligen Großmächte einseitig größer da hier nur Bilder der USA existieren, keine aber aus Afghanistan gegen Rußland. Wer nun die größte Demokratie ist läßt sich dadurch sehr leicht erkennen. Kinder sind in solchen Situationen ein lohnendes und vor allem wirksames Objekt, denn Kinder sind unschuldig. Jede Zeitung hängt sich an dem Bild auf, so schlimm es auch ist, nur trägt hier kein Staat oder Organisation die Schuld, sondern der Vater allein. So etwas auszunutzen im Zeitungsdschungel und den Medien, ist Propaganda, die doch Linke, SPD und Grüne so verabscheuen.

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