Klage gegen Frau Merkel: Warum haben Sie uns so getäuscht?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes *)

Die Flüchtlingsdebatte wächst uns über den Kopf. Die Politik erscheint führungslos. Das Hü und Hot regiert – gestern offene Grenzen, heute doch bitte so nicht. Gestern: „Wir schaffen das!“ Heute: „Aber vielleicht doch nicht so ganz…“Merkel neu

Merkels Führung ist gefragt und vonnöten. Doch sie läßt offen, wohin die Reise geht. Die Verunsicherung über ihre Politik nimmt zu, die Kritik auch. „Pegida“ ist nicht aus einem rechtsradikalen Potential entstanden, sondern rührt von berechtigten Sorgen vieler Bürger her. (Daß Rechtsradikale auf diesen Zug springen, ändert nichts an der lauteren Zielsetzung der Bewegung, die auch ich unterstütze.

Und deshalb ein klares, deutliches Wort vorweg: Nein, wir wehren uns nicht gegen Asylanten oder Flüchtlinge aus Notlagen. Ihnen gehört unsere ganze Solidarität – aus christlicher Verantwortung. Wir wehren uns aber gegen die, die unsere Toleranz ausnutzen und durch die von Merkel weit geöffneten Tore in unser Land strömen, ohne bereit zu sein, die Grundlagen unseres Landes zu respektieren, also sich zu integrieren – und fühlen uns von der Politik im Stich gelassen.

Was wir Merkel vorwerfen, ist, daß sie unsere Kritik nicht hören will, sondern jeden, der ihre Politik kritisiert, in die Rechtsaußen-Ecke stellt bzw. stellen läßt. Ihr Stellvertreter im Amt des Bundeskanzlers, der SPD-Vorsitzende und Wirtschaftsminister Gabriel, bezeichnet uns ungestraft als „Pack“. Ich frage Frau Merkel deshalb:

„Frau Merkel, wann schmeißen Sie das „Pack“ aus der CDU? Zum Beispiel mich?“

Denn ich gehöre zu denen, die sich zu den Grundlagen der CDU bekennt; und die sind christlich-demokratisch; und für diese Ziele habe ich in 56 Jahren CDU-Mitgliedschaft gestritten und 40 Jahre höchst aktiv in vielen Positionen im In- und Ausland die CDU vertreten dürfen. Jetzt bin ich also „Pack“ und gehöre zum Mob, für den man sich schämt.

Uns wird „vorge-gauck-elt“, die ganze Nation kämpfe „gegen rechts“. Nein, liebe Mitmenschen, Eure Verachtung denen gegenüber, die sich Sorgen um unser Vaterland machen, hat nur einen Grund: Ihr wollt davon ablenken, daß wir allen Grund haben, uns diese Sorgen zu machen. Es wird höchste Zeit, beide Augen aufzumachen. Aber ich befürchte, „mit dem „linken“ Auge sieht man nichts. Oder: „Pack“ und „Dunkeldeutschland“ – die Sprache verrät den Charakter!

Merkel im Jahre 2003: „Geistiger Führungsanspruch, politischer Gestaltungswille

Was liegt näher, als die Parteivorsitzende der CDU, Angela Merkel, an ihren eigenen Worten zu messen! Auf dem Leipziger Parteitag im Jahre 2003 hielt Merkel eine große Rede, für die sie Anerkennung auf der ganzen Welt erhielt. Sie legte ihr persönliches politisches Bekenntnis ab und zeichnete die Grundlinien der Politik der Union in klaren Sätzen.

Sprach im Jahre 2003 eine andere Angela Merkel? Was hat zu ihrer Veränderung geführt? Warum hat sie uns so ge- und enttäuscht?

Im Folgenden finden Sie Ausschnitte ihrer Rede, die ich mit Zwischenbemerkungen auf das heutige Jahr 2015 übertragen habe. Grundlage ist mir der von der CDU verbreitete Redetext:

Aus der Rede der Vorsitzenden der CDU Deutschlands, Dr. Angela Merkel MdB, auf dem 17. Parteitag der CDU Deutschlands am 1. Dezember 2003 in Leipzig. (Es gilt das gesprochene Wort.)

Angela Merkel:

„…Von diesem Parteitag in Leipzig geht das Signal hinaus: Wir, die Christlich Demokratische Union Deutschlands, haben die programmatische Kraft, den geistigen Führungsanspruch und den politischen Gestaltungswillen, Deutschland wieder nach vorne zu bringen! Denn Deutschland kann mehr (…)

Wir führen diese Debatten, obwohl wir es uns eigentlich sehr leicht machen könnten. Die beiden Parteitagstage ließen sich mühelos anders bestreiten. Locker könnten wir die Zeit damit verbringen, die dramatische Lage in unserem Land zu beklagen. Rot- Grün macht Fehler am Fließband (…)“

Meinungsklima in der Bevölkerung

Das Folgende ist zwar auf die damalige rot-grüne Koalition gemünzt. Der Text paßt aber gerade auch heute, wenn auch zur „großen Koalition“ aus Union und SPD:

„Liebe Freunde, all diese großartigen Erfolge unserer Partei in den Ländern spiegeln das Meinungsklima in der Bevölkerung wider. Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung hat ein bisher nicht gekanntes Ausmaß erreicht. In allen wesentlichen Politikfeldern liegt die Union bei der Frage nach der größeren Kompetenz vorne. Schröder und seine Regierung haben jegliches Vertrauen verspielt.

Wir könnten uns deshalb mit verschränkten Armen zurücklehnen, wir könnten dem chaotischen Treiben dieser Regierung zusehen. Das aber ist mit mir nicht zu machen. Das ist mit uns als Union nicht zu machen. Nur auf die Fehler der anderen hinweisen. Das hilft unserem Land keinen Deut weiter…“

Und auch der folgende Satz paßt haargenau auf die heutige CDU:

„Was wird in diesen Tagen nicht schon wieder über CDU und CSU gerätselt, gemutmaßt, gedacht und vermutet. Unsere Gegner werden das Geheimnis des Erfolges der Union von CDU und CSU sowieso nie ganz verstehen. Das macht auch nichts…“

Klar, die Gegner wollen nie etwas verstehen. Aber was machen Sie, Frau Merkel, wenn´s selbst die eigenen Parteifreunde nicht mehr verstehen? Machen Sie „weiter so“ – ob mit Frage- oder Ausrufezeichen, weiß ich nicht, weil ich Sie nicht mehr verstehe.

Den folgenden Teil der Merkel-Rede – auf heute übertragen – sollte man sich ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen:

„…Die Uhr zurückdrehen geht nicht. Ein Zurück zur guten alten Zeit ist unmöglich. Der Einfluss der Weltwirtschaft und der globale Wettbewerb, die technologische Revolution hin zur Informations- und Wissensgesellschaft, die demographische Entwicklung mit ihren bereits heute für die nächsten vierzig Jahre weitgehend feststehenden Auswirkungen – sie spiegeln geschichtliche Abläufe wieder, die weder rückgängig gemacht noch ignoriert werden können. Sie sind unumkehrbar.

Die Wahrheit ist schonungslos und deshalb kann sie gar nicht oft genug beim Namen genannt werden: Deutschland steht am Scheideweg. Die Alternative steht fest, liebe Freunde: Entweder vom Wandel überrollt werden, oder den Wandel gestalten. Das ist die entscheidende Frage.

Ich will, dass die Union den Wandel gestaltet. Ich will, dass die Union die Menschen auf diesen Weg mitnimmt. Denn Deutschland kann mehr. Deutschland kann erheblich mehr, als Rot-Grün möglich macht…“

Es fehlt an Vertrauen

„Über die Probleme brauchen wir also nicht mehr zu debattieren. Sehr wohl aber über etwas anderes. Denn es fehlt an der wichtigsten Voraussetzung für eine Gesundung unseres Landes: Es fehlt an Vertrauen. Es fehlt an Vertrauen in die politische Führung, an Vertrauen in die ökonomische und soziale Kraft unseres Landes, an Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Chancen und Möglichkeiten…“

„…Und das führt zu dem Grund, warum ich vorhin gesagt habe, dass der Vertrauensverlust auch, aber nicht nur mit den gebrochenen Versprechen des Bundeskanzlers zu tun hat. (Anmerkung des Autors: Das war im Jahre 2003. Und heute? Da versprach die Bundeskanzlerin: „Wir schaffen das!“) Denn daraus ist noch mehr erwachsen. So etwas wie Fatalismus greift um sich, und zwar mit all seinen Folgen. Einschnitte und Kürzungen werden von den Menschen nur als Angriff auf den eigenen Lebensstandard wahrgenommen. Sie fragen: Wo ist das Ziel aller Maßnahmen? Wo ist der ganz persönliche Nutzen? Wo wird eine Linie der Reformen erkennbar?

Gerade darum aber ginge es doch. Reformen lassen sich nicht gegen die Menschen oder ohne die Menschen gestalten, sondern nur mit ihnen. Wer aber als Getriebener wirkt, wer als Begründung für Veränderung nur Defizite in den Kassen und den Zwang zu Leistungsabbau und Kostensenkung anführt, der darf sich nicht wundern, wenn ihm auf diesem Weg kaum jemand folgen mag…“

„Uns unserer Werte vergewissern!“

Nun kommt eine Passage, in der Merkel auf die Wertebasis der Union hinweist. Es wäre gut, wenn Merkel diese Sätze auch noch einmal selbst nachläse:

„…Zweitens muss Politik sich für neue Auseinandersetzungen in der Zukunft stets der Werte vergewissern, die sich schon in der Vergangenheit als tragfähig erwiesen haben:

Das ist wichtiger denn je in einer Zeit der allgemeinen Verunsicherung. Das gilt für Sachfragen. Das gilt aber auch für die Leitlinien, an denen sich unsere Entscheidungen grundsätzlich festmachen. Auch sie müssen nach außen erkennbar sein. Daran dürfen wir nicht rütteln lassen.

Ließen wir das zu, dann würden die Wähler, die uns vertraut haben, Orientierung verlieren. Dann würde die Europapartei CDU, die Partei mit einem hohen Ansehen in Ost- und Westeuropa, ihre Reputation und ihre Freunde verlieren. Dann würde die internationale Staatengemeinschaft nach der Berechenbarkeit der Partei fragen…Aber, liebe Freunde, dann würde auch das vielleicht Schlimmste passieren: Wir würden Zweifel in uns selbst säen….“

Toleranz und Zuwanderung

In einer entscheidenden Passage ihrer Rede spricht Merkel über Toleranz und Zuwanderungsgesellschaft. Beides ist heute ein noch zentralerer kritischer Punkt in der Union und in der Kritik an der Flüchtlingsdebatte:

„…Liebe Freunde, wir haben die beste Demokratie der deutschen Geschichte. Wir sind gleichberechtigter Teil der freien Völker. Es gibt überhaupt keinen Grund, sich als Deutscher ungerecht behandelt oder benachteiligt zu fühlen. Wir treten entschlossen für unsere Werte ein. Wir sind stolz darauf, in einer toleranten Gesellschaft zu leben. Deshalb müssen wir aber auch immer wieder fragen: Wo hört Toleranz auf und wo fängt Beliebigkeit an?

Ein Beispiel: Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern.

Und ein weiteres Beispiel: Beim Kopftuch-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hätte ich mir mehr gewünscht als das Zurückziehen auf die Neutralität gegenüber den Religionen. Ich wende mich gegen solche Beliebigkeit. Wir sagen: Es kann doch nicht sein, dass die christlichen Symbole bei uns keinen Platz in den Schulen haben und das Tragen eines Kopftuches durch Gesetz verboten werden muss. Das werden wir ändern…

Es ist doch ganz wesentlich das christliche Erbe, auf dem wir unser sich einigendes Europa aufgebaut haben. Deshalb fordern wir: Was Europa ganz wesentlich eint, das gehört als Gottesbezug auch in die Präambel unserer gemeinsamen europäischen Verfassung…“

Patriotismus und Wirtschaftskraft

Auf der Grundlage unseres Selbstverständnisses und unserer Werte muss die Politik deshalb (…) verlässliche Konzepte für die Zukunft entwickeln.

Wir haben gesehen: Ein Land wie Deutschland wird seit 1945 durch mehr getragen als nur durch ökonomischen Erfolg. Ein Land wie Deutschland ist reif und erwachsen geworden. Für eine Partei wie die Union gründet Patriotismus sich auf Geschichtsbewusstsein. Er erschöpft sich aber nicht darin. Er entwickelt daraus eine produktive, ja eine befreiende Kraft für die Zukunft. Und das ist wichtig. Daraus schöpfen wir die Kraft, nationale Interessen in Europa zu vertreten. Wir wenden uns gegen die, die Europa und Amerika spalten wollen, weil eine solche Spaltung gegen unsere Interessen gerichtet ist. Mit dieser Kraft reformieren wir die bundesstaatliche Ordnung unseres Landes zugunsten von mehr Föderalismus und weniger Zentralismus, stellen wir Kinder in den Mittelpunkt unserer Familienpolitik, verstehen wir Sozialpolitik von den Grundbegriffen der christlichen Soziallehre aus und überführen sie ins 21. Jahrhundert, senken wir Steuern und Abgaben und vereinfachen das Steuersystem, bauen wir Bürokratie ab, fördern wir Leistung, Wettbewerb, Bildung und Elite, schützen wir die natürlichen Lebensgrundlagen, lehnen wir den Eingriff in das menschliche Leben an seinem Anfang und seinem Ende ab. Wir tun all dies, weil wir der Überzeugung sind, es dient den Menschen in unserem Land, es dient unseren Interessen.

Mit dieser Kraft wird das Vertrauen in die Wirtschafts- und Sozialordnung, die Teil unseres nationalen Zusammengehörigkeitsgefühls wurde, neu wachsen. Daraus erwächst auch die Kraft für den Mut zu unumgänglichen Weichenstellungen (…)“

Im Schlußteil ihrer Rede spricht Merkel von „Berechenbarkeit“. Das war 2003. Spürt die CDU-Vorsitzende etwa, daß der Begriff einer Berechenbarkeit (ihrer Politik) heute so wie noch nie zuvor einer Ausfüllung harrt. Nimmt nicht – zumindest im Parteivolk – die Besorgnis zu, Merkels Politik sei nicht berechenbar? Der Beispiele gibt´s genüge: Von der Energiewende über die Kfz-Maut, von der Wehrpflicht bis zur Euro-Rettung, um nur einige Stichworte zu nennen – Bürger und Parteivolk kriegen die Volten kaum mit. So wird Berechenbarkeit auf eine harte Probe gestellt. Das Unverständnis wächst.

Was hat uns bei der Arbeit geleitet?

„…Wir wollen den Menschen das sagen, was wir heute wissen können. Das schafft Berechenbarkeit. Dazu muss man sich dann schon die Mühe machen, die nächsten 30 Jahre in den Blick zu nehmen. Mit kurzfristigen Maßnahmen allein ist es nicht mehr getan (…)“

Mut gehört dazu!

…Dabei habe ich mir keine Illusionen gemacht: Die Diskussion der letzten Wochen hat die Sorge, Bewährtes zu verlassen, sehr deutlich gemacht. Ich verstehe diese Sorgen. Ich glaube aber dennoch, dass wir in einer veränderten Welt ohne einen mutigen Schritt nicht auskommen.

Mut an sich ist kein Selbstzweck, wohl wahr. Aber Mut gehört auch dazu. Denn die Wahrheit ist so einfach wie schonungslos (…)“

Und Merkel schließt ihre Rede geradezu feierlich:

„In der großen Tradition unserer Partei, aus Liebe zu unserem Land, in Verantwortung gegenüber den Menschen.

Bereit, willens und in der Lage, das Erforderliche zu tun.

Und das ist, wie es im letzten Satz des Gründungsaufrufs der CDU heißt, auch heute nichts anderes als das: voll Gottvertrauen … unseren Kindern und Enkeln eine glückliche Zukunft erschließen. Ich danke Ihnen.“

(Quelle: http://www.zeit.de/reden/deutsche_innenpolitik/200349_merkelcduparteitag/seite-12. Heraushebungen und Zwischenüberschriften vom Autor.)

Merkel allein zu Haus

Der bekannte Publizist Michael Spreng kommentiert auf seinem „Sprengsatz“:

„Die schwierige Lage, in der sich Angela Merkel innerparteilich befindet, hat auch damit zu tun, dass sie eine Frau und aus dem Osten ist. Sie wurde politisch weder in CDU-Männerbünden, noch an CSU-Stammtischen sozialisiert. Sie war und ist für viele Funktionäre der CDU und CSU immer noch ein Fremdkörper, kein Parteigewächs.

Außer in ihrer engsten Umgebung gibt es keine Loyalität der Person Merkels gegenüber, sondern nur gegenüber der Kanzlerin, der Garantin der Macht. Wenn dieser Nimbus schwindet, dann schwinden auch die Loyalitäten.

Weil immer mehr Politiker in der CDU, vor allem aber in der CSU, glauben, dass sie in der Flüchtlingskrise ihre Funktion als Machtgarantin verlieren wird, verliert sie auch immer mehr Rückhalt in beiden Parteien.“ (Michael Spreng auf „Sprengsatz“, 7.10.2015)

*) Autor Peter Helmes ist seit 56 Jahren Mitglied der CDU – nicht wegen, sondern trotz Merkel.

www.conservo.wordpress.com

  1. Okt. 2015

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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8 Antworten zu Klage gegen Frau Merkel: Warum haben Sie uns so getäuscht?

  1. karlschippendraht schreibt:

    ……..Doch sie läßt offen, wohin die Reise geht…….

    Dabei weiß sie es ganz genau , denn man hat ihr ja seitens der USA klare Instruktionen erteilt weil man jetzt die Gelegeneheit , ein bisher einmalig-williges Werkzeug zu haben , so lange wie irgend möglich nutzen will. Es darf mit großer Wahrscheinlichkeit damit gerechnet werden dass Merkel tatsächlich den Friedens-Nobelpreis bekommt , dafür werden die USA schon sorgen . Und wenn sie dann Friedens-Nobelpreisträgerin ist dann wäre sie -aus USA Sicht – die würdigste Kandidatin für den UN-Vorsitz.. In dieser Position – und das scheint beabsichtigt – könnte ( oder müsste ) sie dann ihr Amt im Sinne der USA führen. Die Menschheit wird noch mal froh darüber sein , dass es jetzt einen Putin gibt.

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  2. wreinerschoene schreibt:

    Die Frage ist, mit welchem Recht muß ein Volk leiden für den „Größenwahn“ einer Kanzlerin. Einer einzelnen Person mit Machtanspruch die ihre Ambitionen den Friedensnobelpreis zu bekommen nicht mehr verbergen kann. Gemunkelt wird auch über einen Einzug in die UN. Was hat ein Volk verbrochen, Steigbügel für die Karriere einer Person zu sein. Das was Sie der Welt verspricht, muß ein Volk finanzieren, und somit finanziert dieses Volk seinen Niedergang selbst und das alles für eine weltweit anerkannte Medaille.

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  3. Paul schreibt:

    Lieber Peter Helmes,
    vielen Dank für diesen starken Artikel und die gegebenen Hinweise. in Luft aufgelöst.

    Merkel bleibt wohl nichts anderes zu sagen als Adenauer in dieser Situation gesagt hat:
    „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.“
    Allerdings war Adenauer ein Großer, der viel, sehr viel für Deutschland und seine Bürger getan hat.
    Kann man das von Merkel auch sagen?

    Das tragische an der jetzigen Situation für den Wähler: Es gibt keine starke Gegenkraft mit einer starken Persönlichkeit. Bisher haben sich noch alle, manchmal auch verheißungsvolle Ansätze, in Luft aufgelöst.

    Herzlich, Paul

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    • Paul schreibt:

      Nachtrag:
      In den ersten Satz ist etwas hinein geraten, was dort nicht hin gehört. Weiß auch nicht warum.
      Das nächste mal werde ich wieder Korrektur lesen.

      Versprochen, Paul 🙂

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  4. conservo schreibt:

    @Paul: Kein Problem! Ich glaube, daß passiert uns allen ´mal.

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  5. Pingback: News 09.10. 2015 | Krisenfrei

  6. rositha13 schreibt:

    Hat dies auf Gegen den Strom rebloggt.

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  7. robertknoche schreibt:

    Hat dies auf Freiheit, Familie und Recht rebloggt und kommentierte:
    Wenn Merkel sagt, wir schaffen, so meint sie nicht sich, sondern das Volk, welches immer ihren Befehlen befolgt hat. Was ist, wenn das Volk
    nicht mehr mitspielt?

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