Merkel, Erdogan und die Türkei – der Bock und der Gärtner

Merkel, Erdogan und die Türkei – den Bock zum Gärtner gemacht

„altmod“: Den Bock zum Gärtner machen…

Von Peter Helmes, www.conservo.wordpress.com

Merkel geht auf Reisen, nach dem christlichen Kalender morgen, Sonntag, den 18. Oktober des Jahres 2015 nach Christi Geburt. Dieses Datum sollte man sich merken; denn wer weiß, wie lange wir noch mit dem Gregorianischen Kalender rechnen dürfen oder ob wir uns nicht in Bälde der islamischen Zeitrechnung unterordnen müssen.

Sei´s drum, Reisen bildet – in besonderem Maße dann, wenn da zwei Regierungschefs aufeinander treffen, die keineswegs in allen Fragen einer Meinung sind, aber unter vergleichbaren Zugzwängen stehen. Der Eine braucht die Andere, um wichtige Ziele zu erreichen.

Die Kanzlerin braucht Erdogan, wenn gelingen soll, was sie unbedingt möchte: eine bessere Integration der mehr als drei Millionen Türken in Deutschland. Und sie braucht Erdogan zur Entlastung vom Flüchtlingsdruck. Erdogan denkt vordergründig an Geld, viel Geld – etwa drei Milliarden Euro – um Merkel dabei zu helfen; im Hinterkopf steht aber für ihn der Zutritt zur EU. Besondere von der EU geforderte und für einen Beitritt zwingende Reformen wird er aber zuhause nicht durchsetzen können.

Erdogan und Merkel haben also eine Menge Gesprächsstoff. Ein „Geschmäckle“ hat die Reise Merkels aber wegen des Zeitpunktes. So kurz vor den türkischen Wahlen signalisiert dieser Besuch eine Unterstützung für Erdogan. Ist das Merkels Kalkül?

Nicht zu vergessen sind die Dauerthemen der politischen Agenda: Kurdenfrage, Kampf des IS, Position der Christen in der Türkei und Achtung der Menschenrechte – allesamt Themen, die Herrn Erdogan Sodbrennen ins Gesicht treiben. Das alles braucht seine Zeit. Na ja, Rom ist auch nicht an einem Tag erobert worden, und die Belagerung Wiens harrt auch noch ihrem endgültigem Schicksal…

Amnesty International: Menschenrechtslage ansprechen!

In diesem Zusammenhang fordert heute Amnesty International Merkel auf, bei ihrem Türkei-Besuch die Menschenrechtslage anzusprechen: Noch immer würden in dem Land „Regierungskritiker unter konstruierten Anschuldigungen vor Gericht gestellt und friedliche Demonstranten von der Polizei verprügelt“, erklärte die Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation in Deutschland“, Çaliskan. Die in Deutschland diskutierte Einstufung der Türkei als sicheres Herkunftsland würde die gravierenden Menschenrechtsverletzungen in der Türkei leugnen.

Der wissenschaftliche Leiter des Zentrums für Türkeistudien, Uslucan, wies auf die zunehmende Polarisierung in dem Land nach dem jüngsten Bombenanschlag in Ankara hin. Präsident Erdogan werde es bei den Gesprächen mit der Kanzlerin morgen vor allem um politische Zugeständnisse gehen und weniger um finanzielle Hilfen, erklärte Uslucan im Deutschlandfunk (17.10.15).

Den Bock zum Gärtner machen

Blogger „altmod“, conservo-Lesern als Kommentator mit erfrischendem Esprit bekannt, rechnet in seinem neuen Beitrag (http://altmod.de/?p=5392) mit Erdogans und Merkels Politik ab:

„Den Bock zum Gärtner machen“ – das ist noch eine harmlose Umschreibung dessen, was die EU vorwiegend unter Regie der „Kanzlerin“ mit der Türkei aushandeln will.

Die Türkei und sein Herrscher Recep Tayyip Erdogan, der Mann, der von der Wiedererstehung der osmanischen Großmacht träumt, sollen nach Vorstellungen der EU oder nach dessen Wunsch drei Milliarden Euro von der EU – sprich vom deutschen Steuerzahler – bekommen, damit die Flüchtlinge aus Syrien in seinem Land „besser versorgt“ werden können. So sollen sie vom Weiterzug in die EU-Länder, heißt Deutschland, abgehalten werden.

Dermaßen stellen sich die EU-Regierenden mit Frau Merkel an der Spitze das vor – genauer gesagt, sie phantasieren sich das. Als weitere Gegenleistung sollen die Visa-Auflagen für Türken gelockert werden und es könnte über die EU-Mitgliedschaft der Türkei wieder nachgesonnen werden. Ein Schuft, der hierbei Schlechtes denkt! Ich bekenne mich als solcher Schuft.

3 Milliarden Deutschlands für Flüchtlingshilfe auf türkischem Boden!?

Mit drei Milliarden kann man für die Flüchtlinge viel Gutes bewirken: bessere Unterkünfte bauen, die Versorgung mit dem Lebensnotwendigen verbessern, medizinische Versorgung sichern, viel Leid abmildern.

Aber es darf die Frage erlaubt sein, ob der türkische Staat, sprich Recep Erdogan, ein Interesse daran haben kann, die syrischen Flüchtlinge auf eigenem Boden zu halten, dazu mit kommoder Versorgung weiteren Zuzug zu stimulieren?

Will man sich einen Ausgangspunkt für neue Konflikte im eigenen Land schaffen und dauerhaft festsetzen: siehe das Problem der Palästinenser-Lager im Libanon, wo bewaffnete Auseinandersetzungen in und außerhalb der Lager weiterhin auf der Tagesordnung sind? Man kann doch mit dem Geld auch gut den Aufwand für einen Weitertransport, sprich Schleusung aus dem Land heraus großzügig finanziell ausgleichen: Fahrkarten, Taschengeld und Rücklagen für Bakschisch gleich den Reisewilligen in die Hand drücken; und nebenbei vielleicht auch Wohltaten für die eigene Bevölkerung in die Wege leiten. Oder man kann damit bei der gegenwärtigen Kriegslage das Bombardieren der renitenten Kurden auf eigenem Boden und in den Nachbarschländern bezahlen, um sich weiter zur erträumten (islamischen) regionalen Großmacht aufzurüsten.

Was sollen Visaerleichterungen?

Die expansiven religiös-ethnischen Bestrebungen von Erdogan sind bekannt, er hat sie wiederholt unverblümt sogar auf deutschem Boden geäußert. Haben unsere Kanzler-Darstellerin und ihre Paladine das nicht registriert?

Erdogan soll die Flüchtlingskrise meistern helfen!?

Ihm dafür Geld zu geben, halte ich für dasselbe, wie einem Brandstifter einen gefüllten Benzinkanister in die Hand zu drücken und ihn damit loszuschicken.

Der ganze Prozess, der auch jetzt wieder hochgestimmt von den Verdummungs-Medien in bekannter Propaganda-Manier aufbereitet wird, ist für mich nicht ein Zeichen der Hilflosigkeit der politischen Protagonisten. Er ist Ausdruck einer delinquenten Indolenz und Handlungsunwilligkeit gegenüber dem was eigentlich Not tut. Es fehlen der handelnde Konnex zu bestehenden Gesetzen und Verordnungen und die Realisation der (multilateralen) Abkommen betreffend Asyl-und Zureiseregelungen. Er ist ein erneutes Exempel der fehlenden Reflexion auf das, wofür auch Frau Merkel einen Eid geschworen hat: „Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden“.

TürkenDie Türken vor Wien – Sturm auf die Löwelbastei 1683 –  von Leander Russ:

www.conservo.wordpress.com

  1. Okt. 2015

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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Eine Antwort zu Merkel, Erdogan und die Türkei – der Bock und der Gärtner

  1. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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