60 Jahre Bundeswehr – Wo bleibt die Solidarität mit der Truppe?

Von Peter Helmes, www.conservo.wordpress.com

Abbau der Bundeswehr zu einer Rudiment-ArmeeZapfenstreich

                                                       (Großer Zapfenstreich)

Die Bundeswehr garantiert seit ihrer Gründung im Jahre 1955 die Sicherheit Deutschlands. Gleichzeitig hat sie sich zu einer international respektierten Friedenstruppe entwickelt – allen politischen Widersachern zum Trotz. Aber sie scheint immer noch in vielen Bereichen unseres Landes nicht angekommen zu sein – nicht ankommen zu dürfen; denn es ist nicht so sehr das Volk, sondern die Führungsschicht unseres Landes, die der Bundeswehr wenig Begeisterung, aber ein hohes Maß an Desinteresse oder sogar Ablehnung entgegenbringt.

„Sechzig Jahre Bundeswehr“ erlaubt auch eine kritische Bestandsaufnahme einerseits und fordert (öffentliche) Anerkennung andererseits. Und wie ist die Antwort: Bei der kritischen Bestandsaufnahme fühlt sich ein jeder berufen mitzusingen, um letztlich bei der öffentlichen Anerkennung stumm zu bleiben. Das muß jeden Soldaten kränken. Und deshalb begrüße ich das klare Bekenntnis des früheren Verteidigungsministers Franz-Josef Jung und seines Bundestagskollegen Henning Otte (siehe Schluß dieses Artikels).

Nun zur Bestandsaufnahme:

Von Weicheiern und Warmduschern

In den letzten Jahren ist die Bundeswehr vor allem wegen „technischer“ Mängel ins Gerede gekommen. Wenn´s denn so einfach wäre! Denn die Gründe für „technisches“ Versagen liegen viel tiefer:

Es ist wohl eher ein Selbstverständnis- und Strukturproblem denn einzelmenschliches Versagen (das aber auch). Der Fisch stinkt vom Kopf. Dieser Vorwurf trifft auch und gerade die aktuelle Bundesverteidigungsministerin von der Leyen (und schließt die meisten ihrer Vorgänger mit ein). Ihre Ideen kreisen vornehmlich um „weiche“ Themen, die den Soldaten den Dienst leichter und für allerlei Randgruppen attraktiver machen sollen. Themen wie Arbeitszeitverkürzung, Teilzeit, Heimarbeit, Einführung von Kitas und Flachbildschirmen in den Kasernen, Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit der Soldaten, weitere Stärkung der Rolle der Frau im allgemeinen und des Genderwahns im besonderen usw…

Der Ministerin Leitmotiv klingt verflixt nach „Bundeswehr als Kuschelzoo“. Auf der Hardthöhe grummeln die Altgedienten: „Die Ministerin verpaßt uns mit dieser Agenda das Image von Weicheiern und Warmduschern.“ Nein, es hilft nichts: Die Bundeswehr ist eine Streitmacht, in der man schießen und töten lernen muß, will man nicht selbst erschossen werden.Augsbug3

Gewalt gehört dazu!

Was – reden wir doch bitte nicht drumrum! – ist denn die Aufgabe der Bundeswehr? Ihre Einsätze sind nun mal die Androhung, nötigenfalls die Anwendung von Gewalt! Das ist doch das Wesen eines militärischen Einsatzes! Soll sie diese zugegebenermaßen harte Nebenwirkung verstecken? Sie, die Soldaten, werden doch nicht einberufen, um fromme Lieder zu singen oder – wie die FAZ schreibt – „süße Bilder vom Brunnenbohren“ zu liefern.

Nein, die Bundeswehr heute, besonders nach der Reform, verlangt eine andere Ansprache junger Menschen als vor der Reform. Und dazu gehört der (ehrliche) Hinweis auf Gewaltanwendung. Das hat nichts mit Rambo zu tun, wie uns die Links(grün)gestrickten dieses Landes wohl suggerieren wollen.

Faktoren Mensch und Organisation

„Die Bundeswehr“ ist ein Begriff für zwei verschiedene Dinge: Zum einen ist da der Faktor Mensch, das sind die Soldaten. Sie sind die Gekniffenen des desolaten Zustands – in der Gesellschaft kaum respektiert, häufig beschimpft, ohne (oder mit falschem) Material ausgestattet und infolgedessen desillusioniert.

„Faktor Frau“

Viele Gutachten und nahezu die gesamte militärische Führungsriege der Bundeswehr kommen zu dem Ergebnis, daß der Faktor Frau, vorsichtig ausgedrückt, der Stärke der Bundeswehr eher schadet. Keine Reaktion – die Feminisierung des Militärs geht munter weiter. Statt z. B. offen darüber zu reden, daß rein physisch Frauen anders leistungsfähig sind als Männer, wird versucht, mit allerlei „Sozialgedöns“ das Problem totzureden. Mal ganz abgesehen davon, daß dieses Thema die versammelten Heerscharen linksgrüner Emanzen in Wallung versetzt. (Siehe auch Satire: https://conservo.wordpress.com/2014/01/16/roschens-neue-familienfreundliche-bundeswehr-konkret-an-8-beispielen-dargestellt/)

Unübersichtliche Organisation

Neben dem Faktor Mensch gibt es die Organisation Bundeswehr, also den Apparat. Von der Leyen sieht diesen Apparat eher als Unternehmen, das aber ist ein Irrweg. Es gibt unzählige Führungsebenen, die sich manchmal im Weg stehen. Und es ist kein Unternehmen des Profit-Denkens, sondern der Verteidigung und des (notfalls) Opferns von Menschenleben. Was hat das mit „Unternehmen“ zu tun? Es gibt (soll geben!) „Befehl und Gehorsam“, also keine echte Mitbestimmung, will heißen, über einen Einsatz kann ich nicht demokratisch abstimmen, keine Mehrheitsbeschlüsse herbeiführen lassen. Und man schickt „die Mitarbeiter“ zum Töten. Das aber tut kein „Unternehmen“.

„Dienst nach Vorschriften“

Das Materialwesen krankt an einem Wust von Dienstvorschriften. Beamte entscheiden häufig über Material „nach Vorschrift“, obwohl sie bar jeder Sachkenntnis scheinen. Auch die Ablauforganisation krankt: Auf 1 Soldaten im Auslandseinsatz kommen rund dreißig Soldaten und Verwaltungskräfte, die für sie zuständig sind (Ausbildung, Ausrüstung, Verpflegung, ärztl. Versorgung, Transport) – ein irre hoher Betreuungsschlüssel, der einmalig in der Welt sein dürfte.

Linksgrüner Zeitgeist schwächt die Bundeswehr

Seit Jahrzehnten werden die Mittel gekürzt, Personalbestand reduziert und so getan, als sei die Bundeswehr ein eher lästiges Übel. Aber es wird natürlich erwartet, daß sie im Ernstfall „voll einsatzbereit“ ist. In der übrigen Zeit wird sie gnädig als technisches Hilfswerk behandelt, das bei Unfällen und Naturkatastrophen zum Einsatz kommt. Wer das Kampfmaterial so verwaltet und bevorratet wie eine Fahrrad-Reparaturwerkstatt, darf sich nicht wundern, daß das Gerät immer mehr veraltet. Fazit: Es wird mehr improvisiert als vernünftig investiert. Das nennt man dann im Verteidigungsministerium „Dynamisches Verfügbarkeitsmanagement“ – ein progressiver Titel für eine Rückwärtsentwicklung

Nach einer Faustregel müßten Staaten idealerweise 30 Prozent ihres Wehretats aufwenden, um eine Armee modern zu halten. In Deutschland waren es nach den Nato-Kriterien im Jahre 2013 aber gerade mal 16 Prozent gewesen. Bereits vor Jahren hatte Deutschland zugesagt, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. In der Realität sind es aber gerade mal 1,29 Prozent. Damit liegen wir liegen an 14. Stelle in der Nato. Und niemand scheint das als blamabel anzusehen.

Der linksgrüne Zeitgeist hat es – unter Duldung der Union – zugelassen, daß wir nur „ein bißchen Bundeswehr“ und also nur „ein bißchen Verteidigungskraft“ haben. Und es ist kein Witz, sondern ein Skandal, daß Rote, Grüne und Linkskommunisten bei jeder neuen Mängelmeldung laut rufen „Skandal, Mängel bei der Bundeswehr!“ – ausgerechnet die, deren Parteiziel stets die Zersetzung der Wehrkraft war! Deutschland scheint nur noch eine Gefahr zu kennen: „Der Feind steht rechts“ – die übliche Nazikeule. Wer das anders sieht und widerspricht, spielt mit dem Volksverhetzungsparagraphen.

Hierzu schreibt der Publizist Michael Mannheimer: „Nicht die Bundeswehr ist marode, sondern der pseudopazifistische Zeitgeist der Rot-Grünen ist es, der zu den maroden Verhältnissen der Bundeswehr geführt hat, die heute von genau diesen Pseudopazifisten scheinheilig bejammert wird. Man erinnere sich: Ausgerechnet die Grünen, Inbegriff und Sammelpunkt der Friedensbewegung der 70er Jahre (“Frieden schaffen ohne Waffen”), führten das Nachkriegsdeutschland unter Joschka Fischer in seinen ersten Krieg auf dem Balkan“ (https://conservo.wordpress.com/2014/09/30/nicht-nur-die-bundeswehr-ist-krank-auch-die-debatte-daruber-krankt/).

Es fehlt eine innere Orientierung der Bundeswehr. Diese Orientierungslosigkeit begann mit der „Wende“ 1989. Der Feind war (vermeintlich) abhandengekommen, Deutschland nur noch von Freunden und Verbündeten umgeben. Die Soldaten waren einfach nur noch lästig, weshalb wir auch heiteren Gemütes die Wehrpflicht abschafften. Nach wie vor ungeklärt seit der Wende ist der Auftrag der Bundeswehr. Wenn schon nicht zur Verteidigung ausreichend gerüstet, dann als Hilfs- und Einsatztruppe für Malaisen in der Dritten Welt geeignet???

Skandalöses Bild des Soldaten: “Soldaten sind Mörder”

In allen Gesellschaften sind Soldaten geachtete Bürger, bei uns dürfen sie „Mörder“ genannt werden. Tragen sie „draußen“ Uniform, riskieren sie, angepöbelt, bespuckt oder angegriffen zu werden. Das Schweigen „der Politik“ dazu ist beschämend. Dazu gehört auch der „Blick zurück“. Wenn deutsche Soldaten ständig mit der Auschwitzkeule bedroht und die Niederlage von rd. 12 Millionen deutscher Soldaten von Linken und sogar von einem Bundespräsidenten (von Weizsäcker) als „Befreiung“ bezeichnet wird, ist etwas faul im Staate.

Fehlende Motivation

Offiziere sind ein, wenn nicht der wesentliche(r) Kern, das Rückgrat, der Truppe. Und da, das zeigt die Befragung, ist die Stimmung schlecht, grottenschlecht: Das Ergebnis einer Befragung unter Bundeswehr-Offizieren ernüchtert. Auf 33 Seiten hat die Technische Universität Chemnitz veröffentlicht, was die Befragung von rund 1.800 Offizieren ergeben hatte: 88 Prozent der Befragten befürchten neue Reformen („die Jetzige wird nicht die Letzte sein“, die Bisherige werde bald über den Haufen geworfen), und fast Zweidrittel von ihnen würden ihren Job nicht weiterempfehlen. Klarer: Die für den „Bund“ so wichtige Führungsschicht der Offiziere ist nicht motiviert (siehe auch: https://conservo.wordpress.com/2012/11/22/lustlose-bundeswehr-oder-lustlose-politik/).

Zapfenstreich und Bundestagsdebatte zum 60-jährigen Bestehen *)

Die Bundeswehr begeht in diesen Tagen ihr 60-jähriges Bestehen. Dazu erklären der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung, und der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Henning Otte:

Dr. Franz Josef Jung:

“Die Bundeswehr schützt seit 60 Jahren Frieden, Freiheit und unsere Demokratie. Dafür danken wir allen Soldatinnen und Soldaten, die in der Bundeswehr dienen und gedient haben, sowie ihren Familien und den Zivilbeschäftigten. Ihnen allen gebührt unsere Wertschätzung und Anerkennung. Das gilt gerade für die Soldatinnen und Soldaten, die im Einsatz für den Frieden mit Leib und Leben für unsere Werte eintreten. Das Ehrenmal für die Gefallenen sowie das Ehrenkreuz für Tapferkeit, aber auch das Recht auf Weiterverwendung nach einer schweren Verwundung im Einsatz sind Ausdruck der staatlichen Anerkennung und Fürsorge.

 Die Bundeswehr hat sich als Armee im Einsatz für den Frieden viel Sympathie erworben, gerade weil ihre Soldatinnen und Soldaten den Menschen aus anderen Nationen und Kulturen mit Respekt und Aufgeschlossenheit begegnen. Grundlagen hierfür sind die Leitbilder des Staatsbürgers in Uniform sowie der Inneren Führung.

 Bei internationalen Friedenseinsätzen handeln wir nach dem Prinzip der vernetzten Sicherheit – das heißt im Zusammenwirken von Diplomatie, Entwicklungshilfe, Polizeiarbeit und Militär.”

Henning Otte:

“Die Bundeswehr ist unser Garant für Sicherheit. ‘Wir.Dienen.Deutschland.‘ ist mehr als ein Slogan. Das Motto verdeutlicht das Selbstverständnis der Bundeswehr. Für Deutschland zu dienen heißt, Verantwortung für unser Land zu übernehmen. Dafür gebührt allen Soldaten unser ausdrücklicher Dank. An einem solchen Jahrestag gilt es aber auch, der rund 3.200 militärischen und zivilen Angehörigen der Bundeswehr zu gedenken, die während der Ausübung ihres Dienstes ihr Leben verloren. 106 von ihnen starben in einem Auslandseinsatz der Bundeswehr.

Die CDU/CSU-Fraktion stand immer an der Seite unserer Soldaten und wird auch in Zukunft für unsere Streitkräfte einstehen. Denn Sicherheit ist vielleicht nicht alles, aber ohne Sicherheit ist alles nichts. Egal, ob im Einsatz in Afghanistan oder bei der Hochwasserhilfe in Deutschland – auf die Truppe ist immer Verlass.

Deshalb setzt sich die Unionsfraktion dafür ein, dass unsere Streitkräfte über die notwendige finanzielle Ausstattung verfügen und mit moderner Ausrüstung ausgestattet sind. Der Personalkörper der Streitkräfte muss den sicherheitspolitischen Herausforderungen anpasst sein. Das sollte uns unsere Sicherheit wert sein.”

Hintergrund:

Vor 60 Jahren, am 12. November 1955, dem 200. Geburtstag des preußischen Reformers Scharnhorst, schlug offiziell die Geburtsstunde der Bundeswehr. Die ersten 101 Freiwilligen bekamen ihre Ernennungsurkunden ausgehändigt. Seitdem haben Millionen von jungen Männern und Frauen in der Bundeswehr ihren Beitrag zum Schutz Deutschlands und seiner Bürger sowie zur Erhaltung des Friedens geleistet. In sechs Jahrzehnten haben die Streitkräfte vieles durchgemacht. Aus einer Präsenzarmee wurde nach der deutschen Wiedervereinigung zunächst eine Armee der Einheit und nun eine Armee im Einsatz für Frieden und Freiheit. Mit einem Großen Zapfenstreich am Mittwochabend und einer Debatte des Bundestages am Donnerstag wird das 60-jährige Bestehen der Bundeswehr feierlich begangen. *(Quelle z. letzten Teil: https://charismatismus.wordpress.com/2015/11/11/insa-institut-vertrauens-werte-fuer-csu-chef-horst-seehofer-deutlich-gestiegen/)

www.conservo.wordpress.com

12.11.2015

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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3 Antworten zu 60 Jahre Bundeswehr – Wo bleibt die Solidarität mit der Truppe?

  1. karlschippendraht schreibt:

    ……..Die Bundeswehr garantiert seit ihrer Gründung im Jahre 1955 die Sicherheit Deutschlands………

    Genau über diesen Satz gilt es nachzudenken . Auf verdecktes , aber intensives Betreiben der Ostküste wurde die Bundeswehr zu einem bloßen Hilfsinstrument der USA umfunktioniert. Eine Bundeswehr die fähig wäre , das eigene Land zu vertreitigen läuft den Interessen der USA zuwider.

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    • wreinerschoene schreibt:

      Herr „karlschippendraht“ nicht die USA ist der Untergang, die Linken Parteien haben uns das eingebrockt. Wieviele Diskussionen wurden abgehalten von Seiten der Politik, als es an der Zeit war zu helfen mit UN Mandat bis dann diese linken und nichtssagenden Parteien sich entschlossen, Sanitätseinheiten zuschicken. Wir haben zugesehen in Uganda, Ex-Jugoslawien, Ruanda und haben die Pflichten versucht wegzudiskutieren oder haben abgewartet bis sich ein anderes Land bereit erklärte auch unsere Arbeit mit zumachen. Was Deutschlands Glaubwürdigkeit in der NATO und der UN geschadet hat.

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  2. wreinerschoene schreibt:

    „Und es ist kein Witz, sondern ein Skandal, daß Rote, Grüne und Linkskommunisten bei jeder neuen Mängelmeldung laut rufen „Skandal, Mängel bei der Bundeswehr!“ – ausgerechnet die, deren Parteiziel stets die Zersetzung der Wehrkraft war! “ Ein wahrer Satz, aber auch eine Tatsache die Deutschland verkraften muß. Die Bundeswehr im Zusammenschluß mit den NATO-Staaten, war eine Streitmacht die sich nicht verstecken brauchte. Herumgezicke der Links-Grünen Parteien haben wir es zu verdanken, das Deutschlands Bundeswehr weniger Anerkennung findet als ihr zusteht und heute teilweise als „Kindermörder“ verschrien wird und keine Akzeptanz in der Bevölkerung mehr genießt. Dazu kommt das die Verteidigungsminister seit vielen Legislaturperioden Menschen sind, die nie etwas mit der Bundeswehr zu tun hatten, sei es wegen Wehrdienstverweigerung oder Frauen die gerade einmal geradeaus laufen können bzw. Waffen aus Filmen kennen. Dazu kommen jetzt immer wieder neue Schlagzeilen die Beweisen, Verteidigungsminister sollten ihr Fach verstehen und nicht nur den Stuhl besetzen. Gerade in der heutigen Zeit sollte die Bundeswehr wieder zu dem gemacht werden was sie war, ein sicherer Schutz Deutschlands, gegen Feinde von Außen und von Innen und das im Zusammenschluß mit der NATO unter Beweis stellen können.

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