Merkels Willkommenskultur – FAZ zurück auf dem Weg zur Klarheit

Von Peter Helmes

Migration, Medien und Manipulation – das schienen in letzter Zeit Begriffs-Trillinge zu sein, Hofberichterstattung, fehlende Distanz, verschwiegene Fakten, manipulierte Zahlen die herausstechenden Charaktereigenschaften dazu. Jeder schien den anderen in Willkommenskultur übertreffen zu wollen.

%257B6A5383FA-01 FAZSelbst vor der in Ehren ergrauten „alten Dame FAZ“ schien der Zeitgeist nicht halt zu machen. Was für deren Feuilleton schon seit Jahrzehnten galt, sprang plötzlich auch auf den politischen Teil über. Ein liberaler Wirtschaftsteil blieb übrig. Viele treue Leser bestellten ihr Abo des einstigen Glanzstücks der deutschen Medienlandschaft ab. Die Auflagenhöhe fiel ins Bodenlose.

Ob es diese Entwicklung war, die in den letzten Wochen das Blatt zum Umsteuern brachte, werden wir nicht erfahren. Nicht zu übersehen ist, daß wieder Beiträge das Meinungsbild der Zeitung prägen, die einen kritischen Abstand zum Zeitgeschehen erkennen lassen. Immer häufiger und deutlicher warnt die FAZ vor einer übertriebenen und nicht überschaubaren Flüchtlingspolitik.

„Sprengsatz für die Europäische Union werden“

In der gestrigen (28.11.) Ausgabe warnt z. B. Reinhard Müller, einer der profilierten konservativen Redakteure des Blattes, die politisch Handelnden könnten die Kontrolle verlieren und damit die eigenen Staatlichkeit gefährden. Unter der Überschrift „Die Grenze zählt nichts mehr; das Staatsvolk auch nicht“ erinnert Müller daran, daß sich ein Staat und seine Handlungssouveränität wesentlich durch die Kontrolle über seine Landesgrenzen definiert. Im Zeichen Merkel’scher Willkommenskultur sei dies aus dem Blick geraten.

Zugleich weist er auf die europäische Dimension der Flüchtlingskrise hin, die zu einem „Sprengsatz für die Europäische Union werden“ könnte. „Die nationalen Gegensätze treten in einer Weise hervor, die viele für überwunden hielten. Das ist auch kein Wunder, denn es geht nicht nur um unsere Art zu leben, nein die Verfassung unseres Gemeinwesens steht auf dem Spiel“, hießt es im Artikel weiter

Müller kritisiert die Entscheidung der Bundesregierung, „alle Flüchtlinge ins Land zu lassen, die es bis hierhin geschafft haben“. Das stelle die eigene Staatlichkeit in Frage, zumal niemand mehr einen Überblick darüber habe, wer (und wieviele) ins Land gekommen sei(en). Deutschland müsse die Kontrolle darüber behalten. Die Bürger müßten „wissen, was die Bundeskanzlerin vorhat und was auf das Land zukommt.“

Man dürfe zwar Flüchtlinge oder den Islam nun nicht unter Generalverdacht zu stellen, aber offene Grenzen und Kontrollverlust erhöhten die Sorge um die eigene Sicherheit.

Frisches Verständnis von nationaler Souveränität

Dann legt Müller nach – und den Finger in die Wunde: „Die Bundesregierung versucht nun langsam gegenzusteuern, aber sie erntet für ihre Politik vor allem Kopfschütteln. Kein Land folgt ihr auf ihrem Weg. Gewiss: Kein anderer Staat scheint eine so große Anziehungskraft auszuüben wie Deutschland. Und es ist beschämend, wie wenig Partnerstaaten tun, um das Flüchtlingselend zu bekämpfen und wie wenige Menschen sie aufnehmen…“

Müller kritisiert sodann das generelle Offenhalten der Grenzen. Dies sei „in Zeiten eines riesigen Flüchtlingsstroms ein denkbar schlechtes Experimentierfeld in Sachen Willkommenskultur.“ Der Schutz der Grenzen sei nicht nur eine nationale, sondern erst recht europäische Aufgabe.

„Deutsche Staatlichkeit nicht gefährden!“

Müller schließt seinen Artikel mit einer deutlichen Adresse an die Kanzlerin: „Klar ist: Es muss eine europäische Lösung her. Klar ist aber auch: Für Deutschland trägt die Bundesregierung die Verantwortung. Die Kanzlerin muss sich fragen, warum sie in Deutschland so allein dasteht. Und sie muss die Maßnahmen treffen, die sicherstellen, dass die deutsche Staatlichkeit nicht gefährdet wird: dass wir also noch die tatsächliche Herrschaft über ein bestimmtes Volk auf einem bestimmten Gebiet haben. Nur dann kann dieses Land weltoffen sein und Flüchtlingen wirksam helfen.“ (Quelle DLF 28.11.2015: http://www.deutschlandfunk.de/merkels-willkommenskultur-die-grenze-zaehlt-nichts-mehr-das.720.de.html?dram:article_id=338221)

Danke für den wenigstens etwas klareren Ton in der linksversippten deutschen Medienlandschaft!

www.conservo.wordpress.com

29.11.2015

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Merkels Willkommenskultur – FAZ zurück auf dem Weg zur Klarheit

  1. karlschippendraht schreibt:

    „Deutsche Staatlichkeit nicht gefährden!“
    Hatten die Deutschen denn seit dem 8. Mai 1945 jemals wieder eine ?

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