Wer tanzt da auf dem Presseball?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Thomas Böhm *) (mit einer Anmerkung von Peter Helmes)

Frauke Petry

Frauke Petry

Respekt vor Petry

Kaum ein klar denkender Mensch geht davon aus, dass Politiker und noch weniger Journalisten das Tanzbein schwingen können.

Macht aber überhaupt nichts. Der Presseball ist vielmehr eine gute Gelegenheit, außerhalb des beruflichen Tunnels Kontakte zu knüpfen, zu pflegen und Privatgespräche zu führen.

Und da wir wissen, dass die meisten Journalisten und Politiker nach Dienstschluss eine ganz andere Meinung als die öffentliche vertreten, dient so ein Presseball auch mehr einem ehrlichen Meinungsaustausch.

Es ist also nicht verwerflich, wenn sich einige AfD-Bosse nach Berlin begeben und sich im Walzerschritt vom „System“ über das Parkett schleifen lassen. Das aber scheint einige mächtig zu stören.

Als linkes Hetzblatt findet der „Spiegel“ die politisch unkorrekte Ruhestörung naturgemäß lästig und so schreibt er: „AfD-Funktionäre: Oben tanzen, unten pöbeln…

Die AfD ist nicht im Bundestag, aber die große Berliner Bühne sucht sie dennoch. Wenn sich an diesem Freitagabend Journalisten und Prominente aus Politik und Kultur im Hotel Adlon zum Bundespresseball treffen, wollen auch Frauke Petry und ihr neuer Lebensgefährte Marcus Pretzell mit dabei sein. Petry ist AfD-Bundesvorsitzende, Pretzell Chef des Landesverbands Nordrhein-Westfalen. Mit dabei sein wollen zudem Petrys Co-Vorsitzender Jörg Meuthen sowie der AfD-Pressesprecher.

Damit, das ist klar, will die Truppe um Petry ein Signal senden: Wir gehören dazu. Die AfD will ankommen im politischen Berlin, knapp zwei Jahre vor der nächsten Bundestagswahl…“

Ein deutlicher Hinweis darauf, was der „Spiegel“ unter parteiinterner bzw. parlamentarischer Demokratie versteht. Für die Systemlecker aus Hamburg nämlich gilt nur das Wort der Kanzlerin, dem sich alle Politiker unserer Republik unterzuordnen haben. Und so ist es für den schwarzen Kanal der Nachrichtenmagazine unverständlich, dass die Parteibasis hier und da andere Wege beschreitet als die Parteiführung:

„Die AfD ist in Hochstimmung. In allen Umfragen geht es nach oben, sie steht je nach Institut zwischen sieben und zehn Prozent. Die Zahlen steigen mit jedem Monat, den die Flüchtlingskrise anhält.

Der Rechtskurs zahlt sich offenbar aus. Jüngst ermittelte das Umfrageinstitut Forsa, dass die AfD stärker von Ostdeutschen, Männern und sich politisch rechts verortenden Sympathisanten geprägt ist. „Bei fast allen Merkmalen, die für eine rechtsradikale Partei typisch sind – Männer, Osten, ökonomischer Pessimismus, Vorbehalte gegen das Parteiensystem -, ist der Anteil bei den AfD-Anhängern 2015 im Vergleich zu 2014 größer geworden“, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner…“ (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-frauke-petry-will-auf-dem-bundespresseball-erscheinen-a-1064569.html)

Nenne mir die Recherchequelle und ich weiß, wer Du bist! Wer den Forsa-Chef Manfred Güllner zu Wort kommen lässt, outet sich automatisch als Merkel-Vertreter.

Doch muss uns die Hetze des „Spiegels“ nicht verwundern, die Redakteure können nicht anders, sie dürfen nicht anders. Viel interessanter ist da die Aussage eines Günther Lachmanns auf „Geolitico“:

„AfD-Chefin Frauke Petry tanzt mit Marcus Pretzell beim Bundespresseball. Ihr Besuch ist ein Kniefall vor dem System, eine Hommage an die Berliner Republik.

Sieh an, sieh an. AfD-Chefin Frauke Petry und ihr neuer Lebensgefährte, Marcus Pretzell, feiern heute Abend im noblen Berliner Hotel Adlon gemeinsam mit der ansonsten auf jeder Demo lautstark geschmähten „Lügenpresse“. Ganz abgesehen vom Eintrittspreis, der einige hundert Euro pro Person beträgt und den vielleicht die Partei übernimmt, nimmt Pretzell für die Anreise sogar einen großen Umweg in Kauf. Er kommt nämlich von einer Sitzungswoche des EU-Parlaments aus Straßburg und müsste eigentlich nur bis Hannover reisen, wo morgen der Bundesparteitag beginnt. Aber für den Bundespresseball scheint heuer kein Weg zu weit. Auch AfD-Pressesprecher Christian Lüth und AfD-Ko-Sprecher Jörg Meuthen dürfen mit auf die große Bühne von Medien und Politik.

Die Frage, die sich so manches AfD-Mitglied heute stellen wird, ist doch: Warum feiern wir mit denen, die wir ebenso verabscheuen wie sie uns? Wo bleibt da die Selbstachtung? Petry hätte doch wenigstens warten können, bis sie im Bundestag sitzt oder die AfD es bei den anstehenden Wahlen doch vielleicht in ein, zwei westdeutschen Flächenländern ins Parlament gebracht hätte. Da hätte sie erhobenen Hauptes kommen können. Aber so?

Während sich die Mitglieder der AfD aus Furcht vor Repressionen oder einer Stigmatisierung nicht einmal mehr trauen, in der eigenen Stadt Werbestände aufzubauen, sondern dazu lieber von Essen nach Dortmund fahren und umgekehrt, macht sich die Parteispitze mit dem Berliner Establishment gemein? Da stimmt doch irgendetwas nicht. Da läuft doch irgendwas nicht richtig, oder?

Letztlich kann Petrys Besuch auf dem Bundespresseball von den Mitgliedern wohl nur als Verneigung gewertet werden, als Kniefall vor dem ansonsten doch so verhassten System. Sie müssen ihn als Hommage an die „Berliner Republik“ empfinden, die sich auf dem Bundespresseball Jahr für Jahr selbstverliebt feiert. Und die ungeliebten AfDler Petry, Pretzell, Meuthen und Lüth feiern mit… (http://www.geolitico.de/2015/11/27/afd-feiert-mit-der-luegenpresse/)

Dieser Beitrag stinkt dermaßen zum Himmel, dass einem übel werden könnte!

Jeder Besuch eines AfD-Mitglieds in einer Bank kann als Verneigung vor dem kapitalistischen System, jeder Halt an einer Tankstelle, jede Tankfüllung als ein Kniefall vor dem Islam, jeder Biss in einen Döner als Hofieren einer Parallelgesellschaft gedeutet werden.

In jeder Partei gibt es oben und unten. Hat Herr Lachmann vielleicht schon mal beobachten können, wie Frau Merkel Wahlplakate klebt?

Herr Lachmann ist viel zu klug, als dass man denken könnte, er hätte noch nicht begriffen, wie Politik funktioniert und so könnte man glatt auf die Idee kommen, er verfolge ganz andere Absichten.

Hat Herr Lachmann etwa den Auftrag, die AfD zu spalten, um die F.D.P. wieder ins Spiel zu bringen? Das wäre ziemlich hinterfotzig

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

Anerkennung, Frau Petry!

Anmerkung conservo: Ich stimme Thomas Böhm absolut zu und rufe: „Mein Gott, wie verzagt, wie provinziell, wie kleinkariert!“ Jeder im Politikbetrieb Tätige weiß, daß der Bundespresseball zu den wichtigsten „Betriebsveranstaltungen“ des Jahres gehört. Wer da hingeht, will sehen und gesehen werden – und er will die ärgern, die ihn dort nicht sehen wollen. (In Berlin werden sich diesmal beim Anblick von Petry einige vor Wut ein Monogramm in den Allerwertesten gebissen haben. „DIE hier? – Geht doch gar nicht!)

Wie wär´s denn mit der umgedrehten Interpretation des Verhaltens von Petry und Co: Zum Presseball gehen heißt: „Ihr könnt machen, was Ihr wollt. Eure Schmähungen verpuffen. Wir stehen! Wir sind nicht unterzukriegen. Und wir scheuen uns nicht, Euch gegenüberzutreten; denn wir repräsentieren ebenfalls einen bedeutenden Teil der Bevölkerung.“

Dazu würde Mut gehören. Und den haben Petry, Pretzel und die anderen bewiesen. Wer das nicht verstehen kann, versteht nicht die offenen und versteckten Regeln der Politik.

Châpeau, Frau Petry!

Peter Helmes

www.conservo.wordpress.com

28.11.2015

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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