Der Presserat und der Pranger

(www.conservo.wordpress.com)

Von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm

Thomas Böhm

Der Pranger, Schandpfahl oder Kaak war ein Strafwerkzeug in Form einer Säule, eines Holzpfostens oder einer Plattform, an denen ein Bestrafter gefesselt und öffentlich vorgeführt wurde. Zunächst Folter-Werkzeug und Stätte der Prügelstrafe (Stäupen), erlangten Pranger ab dem 13. Jahrhundert weite Verbreitung zur Vollstreckung von Ehrenstrafen. Der Pranger diente den Städten auch als äußeres Zeichen der Gerichtsbarkeit.

Die Strafe bestand vor allem in der öffentlichen Schande, welche der Verurteilte zu erdulden hatte und die vielfach ein „normales“ Weiterleben in der Gemeinschaft unmöglich machte oder sehr erschwerte. Auch war der Bestrafte den Schmähungen der Passanten ausgesetzt, die für ihn nicht ungefährlich waren. Auch das Bewerfen der betroffenen Person mit Gegenständen und das Prügeln (niederdeutsch „kaakstreeken“, Streek = ‚Streich‘ und entsprechend dänisch „kagstryge“) waren üblich. In vielen Städten (z. B. Lübeck) war es jedoch untersagt, mit festen Gegenständen nach der Person im Pranger (hier als Kaak bezeichnet) zu werfen… (https://de.wikipedia.org/wiki/Pranger)

Es gibt in dieser verlinkten Republik kein wirklich noch funktionierendes Kontrollorgan, dass für Ausgleich oder Gerechtigkeit sorgt, dass im Notfall auch ausbremsen kann undgewisse Leute in die Schranken verweist.

Insbesondere bei der so genannten „Vierten Macht“ wird die Systemklüngelei deutlich. Der „Tagesspiegel“ schreibt:

„Huffington Post“ und „Bild“ sowie Bild.de durften in sehr zugespitzter Weise über ausländerferindliche Posts berichten. Der Beschwerdeausschuss des Deutsche Presserats hat die Beschwerden von 38 Lesern in seiner Sitzung am Dienstag als „unbegründet“ zurückgewiesen, heißt es in einer Pressemitteilung des Selbstkontrollorgans. Die Online-Portale und das Boulevardblatt hatten fremdenfeindliche Äußerungen von Usern zur aktuellen Flüchtlingsdebatte aufgegriffen hatten. Unter der Überschrift „200 Deutsche riefen Flüchtlingen zu: ‚Willkommen!‘ Jetzt zeigen wir die andere Seite: Hier sprechen die Hassfratzen“ veröffentlichte „Huffington Post“ eine Sammlung der aus ihrer Sicht schlimmsten Kommentare, die mit Profilbild und Name zu Artikeln der Zeitung gepostet und auf Facebook veröffentlicht worden waren. „Bild“ und Bild.de veröffentlichten unter der Überschrift „Bild stellt die Facebook-Hetzer an den Pranger!“ ebenfalls Äußerungen von als „Hetzer“ bezeichneten Usern, die diese mit Profilbild und Name in sozialen Netzwerken veröffentlicht hatten. Insgesamt 38 Leser hatten sich über die Veröffentlichungen beschwert und Persönlichkeitsrechtsverletzungen sowie Diffamierungen kritisiert…“

Mal abgesehen davon, dass weder die „Bild“ noch die „Huffington Post“ sich trauen würden, Leute an den Pranger zu stellen, die gegen Juden, Christen und Ungläubige hetzen oder aus der linken Ecke heraus Andersdenkende bespucken, ist die Entscheidung des Presserats absolut heuchlerisch, weil politisch motiviert. Das erkennt man an der Begründung:

„Aus Sicht des Ausschusses war die Veröffentlichung der Äußerungen mit Name und Profilbild in beiden Berichterstattungen zulässig, da es sich hier nicht um private, sondern erkennbar um politische Äußerungen der User in öffentlich einsehbaren Foren handelte“, teilte der Presserat mit. Hieran bestünde ein öffentliches Interesse, das die Persönlichkeitsrechte überlagere. Die von der „Huffington-Post“-Redaktion vorgenommene Einordnung als „Hassfratzen“ hält der Presserat demnach für eine zugespitzte, scharfe Meinungsäußerung, „die sich noch im Rahmen der presseethischen Grenzen bewegt“. Gleiches gelte für die Formulierung „an den Pranger“ stellen in „Bild“… (http://www.tagesspiegel.de/medien/auslaenderfeindliche-posts-huffington-post-und-bild-durften-anprangern/12665788.html)

Wir erinnern in diesem Zusammenhang an einen anderen Pressecodex:

In der Richtlinie 12.1. im Kodex des Deutschen Presserates heißt es: „In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.“… (http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/warum-verschweigen-medien-oft-die-herkunft-von-straftaetern–106524688.html)

Wie sensibel doch der Presserat sein kann, wenn es darum geht, bestimmte Tätergruppen zu schützen. Wie viel Rücksicht er auf diejenigen nimmt, die Kinder schänden, morden oder tottreten, wenn sie denn keine Deutschen sind – nur um keine Vorurteile zu schüren.

Mit der aktuellen Entscheidung stuft der Presserat die politische Gesinnung, also den Gedanken gefährlicher ein, als die Tat selbst und das ist das eigentlich Fatale daran. Denn diese Einstellung verharmlost den Täter und stellt einen Freibrief für alle linken Zeitgenossen aus, Andersdenkende zu denunzieren. Außerdem schafft er mit seiner Zustimmung für die Veröffentlichung von Klarnamen und Fotos die Möglichkeit für Übergriffe aus dem linken oder islamischen Sektor, denn was Hetze ist bestimmen ja immer die Meinungshoheiten.

Aber vielleicht ist diese Entscheidung auch Motivation für unsere Medien endlich die Typen mit Namen und Bild zu veröffentlichen, die in den Heimen und auf den Straßen fast täglich Frauen belästigen, begrabschen, bedrohen und sogar vergewaltigen!

Wir sind gespannt, ob dann der Presserat ebenso jubelt.

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

http://www.conservo.wordpress.com

8.12.2015

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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Eine Antwort zu Der Presserat und der Pranger

  1. diwini schreibt:

    Hat dies auf diwini's blog rebloggt.

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