Nächstenliebe?

Nächstenliebe oder Kalkül?

(www.conservo.woordpress.com)

Von Thomas Böhm *)

Thomas Böhm

Thomas Böhm

Zur Zeit scheinen viele Deutsche mal wieder von Nächstenliebe durchtränkt zu sein, allen voran unsere Bundeskanzlerin, die aus Mitleid mit all den armen Menschen dieser Welt sogar das Recht bricht, die eigene Bevölkerung schikaniert und dabei wahrscheinlich nur den kommenden Friedensnobelpreis im Hinterkopf hat.

Aber ist das wirklich Nächstenliebe oder eher Kalkül?

Auf Wikipedia finden wir dazu eine Erklärung: „Als Nächstenliebe wird ein helfendes Handeln für andere Menschen bezeichnet. „Liebe“ beinhaltet hier jede dem Wohl des Mitmenschen zugewandte aktive, uneigennützige Gefühls-, Willens- und Tathandlung, nicht unbedingt eine emotionale Sympathie. Der „Nächste“ kann jeder Mensch in einer konkreten Notlage sein, der einem begegnet.

Der Begriff stammt aus einem Gebot der Tora des Judentums (Lev 19,18 EU): „An denKindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin JHWH.“ Durch die Tora-Auslegung Jesu von Nazareth wurde Nächstenliebe auch ein Zentralbegriff des Christentums, der in der Ethik der Antike neben den Grundwert Gerechtigkeit trat.

Heute wird Nächstenliebe ungeachtet des biblischen Hintergrunds weitgehend mit selbstlosem Eintreten für Andere (Altruismus) ohne Rücksicht auf deren soziale Stellung oder Verdienste gleichgesetzt. Dieses gilt nicht als „Begleiterscheinung des Mitleids, sondern eine die fremde Person als etwas Wertvolles intendierendes Fühlen und Streben, ein von Wohlwollen bestimmtes Bezogensein auf den anderen Menschen“. Entsprechende soziale Regeln und Normen sind in den meisten Religionen und Philosophien als ethisches Grundmotiv verankert und als menschliches Verhalten überall anzutreffen. (https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%A4chstenliebe)

Entscheidend ist der Hinweis „Der Nächste kann jeder Mensch in einer konkreten Notlage sein, der einem begegnet“.

Das stimmt so leider nicht mehr. Die Nächstenliebe ist heutzutage nicht mehr das, was sie einmal war. Sie wird zunehmend zweckentfremdet und gilt anscheinend nur noch einer bestimmten „Bevölkerungsgruppe“. Sie ist zu einem Heiligtum des Gutmenschentums geworden und von daher nur noch halb so viel wert, wie einst gedacht.

Wenn wie fast jedes Jahr, in der kalten Jahreszeit Obdachlose erfrieren, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Wenn unsere Alten nach einem arbeitsreichen Leben in kalten Räumen einsam vor sich hinsiechen, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Wenn nicht mehr arbeitsfähige Hartz IV-Empfänger bei der Tafel um Brot betteln, oder sich durch Papierkörbe durchwühlen, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Wenn Familien im Dunkeln sitzen, weil sie die Stromrechnung nicht mehr bezahlen können, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Wenn auf unseren Straßen Christen von Moslems verprügelt werden, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Wenn ein Kind in der Schule fast bis zum Tod gemobbt wird, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Wenn Leute ihr Hab und Gut verlieren, weil sie von perfekt organisierten Diebesbanden ausgeraubt werden, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Wenn unsere Polizisten im Einsatz ihr Leben riskieren und immer öfter auch verlieren, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Wenn Menschen auf die Straße gesetzt werden, weil skrupellose und raffgierige Eigentümer mit anderen Mietern mehr Geld verdienen, da dafür der Steuerzahler aufkommt, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Wenn Andersdenkende durch Denunziation ihren Arbeitsplatz und damit ihre Existenz verlieren, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Wenn Andersdenkende von linken Schlägern bedroht werden und um ihr Leben fürchten, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Wenn kleine Mädchen zwangsverheiratet, Frauen geschlagen und lebenslang in Kopftuchgefängnissen verbringen müssen, interessiert das die Gutmenschen nicht.

Eine gesellschaftlich verordnete, politisch gewollte und ideologisch selektierende Nächstenliebe aber, die sich den einen hinwendet und dabei die anderen verhöhnt, ist eine verlogene, heuchlerische Nächstenliebe für die man sich schämen sollte!

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

http://www.conservo.wordpress.com

28.12.2015

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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