„Toleranter dank Tofu“

(www.conservo.wordpress.com)

Von altmod*)altmod

Das sind mir unangenehme Menschen, bei denen jeder natürliche Hang sofort zur Krankheit wird, zu etwas Entstellendem oder gar Schmählichem, diese haben uns zu der Meinung verführt, die Hänge und Triebe des Menschen seien böse;

sie sind die Ursache unserer grossen Ungerechtigkeit gegen unsere Natur, gegen alle Natur!

(Friedrich Nietzsche, „Die fröhliche Wissenschaft“)

Friedrich Nietzsche, der scharfe Beobachter des “Menschlichen und Allzumenschlichen” würde heutzutage sicher nicht über „die fröhliche“, sondern sich wohl über die anschwellend lächerliche Wissenschaft auseinandersetzen.

Mehr denn als zu Nietzsches Zeiten lässt uns die Forschung in dankenswerter Weise an ihren Einsichten teilhaben. So z.B. an der angeblichen Gewissheit, dass Fleisch- und Wurstverzehrer ungesünder leben und eine kürzere Lebenserwartung haben. Wir haben darüber berichtet: Morituri te salutant! (siehe http://altmod.de/?p=2684)

Kürzlich erreichte mich über ein medizinisches Mitteilungsblatt wieder eine wissenschaftliche Expertise aus der Ernährungslehre, gewissermaßen Neues über den Vegetarismus, mit dem Titel „Toleranter dank Tofu“.

Jetzt sei es durch eine hochwissenschaftliche Studie bewiesen, dass Fleischesser eher zu Vorurteilen und autoritären Strukturen neigen als Vegetarier und Veganer – kann man da lesen.

Wir hatten es doch geahnt, dass Vegetarier und Veganer bessere Menschen sein müssen; und dass auch Frauen bessere Menschen sind, kann die Studie wissenschaftlich belegen.

Fleisch – heißt es u.a. in der erwähnten Mitteilung – sei ein Symbol für Stärke und Lebenskraft und eine Mahlzeit ohne Fleisch gelte vor allem bei Männern nicht als richtige Mahlzeit.

Stimmt, möchte ich anmerken. Damit wirbt die (sicher von Männern dominierte) Fleischer-Innung. Und, auf den von der Männerwelt beherrschten Grillrosten regiert beinahe uneingeschränkt die Fleischeslust.

Hingegen:

„Der Verzehr von Obst, Gemüse und Getreideprodukten dagegen wird mit Weiblichkeit und Schwäche assoziiert. Doch ob, und wie diese und andere Einstellungen tatsächlich mit bestimmten Ernährungsweisen zusammenhängen, ist immer noch weitgehend ungeklärt, da es bislang keine wissenschaftlichen Untersuchungen darüber gab.

Ein Forscherteam der Universitäten Wuppertal und Mainz hat nun zum ersten Mal den Trend zu einer vegetarischen oder veganen Ernährung unter gesellschaftlichen Aspekten untersucht. Im Rahmen einer Studie befragte es 985 Frauen und 396 Männer im Alter von 12 bis 86 Jahren nach ihren Ernährungsgewohnheiten und sozialen Einstellungen.“

Es ist hier nicht der Platz, die Studie tiefgehend auf Objektivität, Reliabilität und Validität, d.h. nach den Gütekriterien für empirische Forschung abzuklopfen. Doch schon die eklatant ungleichen Geschlechter-Kollektive machen stutzig hinsichtlich dem, was die Petra, die Kathy und die Susanne aus Mainz und Wuppertal da zusammengeforscht haben. Der Wissenschaft zur Ehre sei gesagt, dass sich andere Experten laut Expertise schon kritisch – nicht nur zur Methodik dieser „Studie“ – geäußert haben.

Hier die Ergebnisse der „Untersuchung“ zusammengefasst:

  • Menschen, die nicht auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichteten, wiesen im   Vergleich zu Vegetariern und Veganern eine höhere Neigung zu Vorurteilen auf.
  • Bei Männern war der Unterschied deutlicher zu sehen als bei Frauen.
  • Fleischesser befürworten eher autoritäre Strukturen als Vegetarier und Veganer dies tun.
  • Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, halten nicht so stark an Althergebrachtem fest – sind also weniger konservativ als reaktionär.
  • Sie bevorzugen häufiger gleichwertige Beziehungen gegenüber hierarchischen
  • Bei Männern ist das ebenfalls ausgeprägter als bei den Frauen.
  • Die Älteren neigten in allen drei Gruppen eher dazu, Vorurteile gegenüber anderen Personen zu haben als die jüngeren Probanden.
  • Ältere bewerten autoritäre Strukturen und Hierarchien in der Gesellschaft positiver als die Jüngeren.
  • Dennoch gab es in jeder Altersgruppe den gleichen Unterschied, je nachdem, wie die Menschen sich ernährten.

Zur Überraschung der ForscherInnen hatte das Bildungsniveau der Probanden hingegen keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis, obschon frühere Untersuchungen gezeigt hätten, dass Vegetarier und Veganer über ein höheres Bildungsniveau (sic?) verfügen als Fleischesser!

Man kann hier (http://www.emeraldinsight.com/doi/10.1108/BFJ-12-2014-0409) einen Abriss der Studie nachlesen und erfährt auch, dass die Untersuchung ganz gewiss von wissenschaftlichem Wert sei, besonders „für politische Entscheidungsträger und Praktiker in der Lebensmittelversorgungskette“.

Das loben wir uns, dass die Forschung den politischen Entscheidungsträgern wertvolle Informationen an die Hand gibt, was der individuellen „Gesundheit“ wie auch der gesellschaftlichen frommt. Unsere ideologisch Ökologischen von der grün-totalitären Partei wird dieserart Untersuchung mit Genugtuung erfüllen, haben die doch a) ohnehin keine Affinität zu exakter Wissenschaftlichkeit und b) hilft der angeblich erforschte Unfug sicher als Rechtfertigung, neue Schikanen für das rohe Volk zu ersinnen.

Da tun sich doch gleich neue Forschungsfelder mit sozial- bzw. ernährungspolitischer Dringlichkeit auf:

haben sich vielleicht die Frauenbedränger und Vergewaltiger von Köln vorher mit Kufta, Döner oder Big-Macs vollgedröhnt?

Sind Pegida- und AfD-Anhänger eingefleischte Carnivoren?

Das wär´s doch!

Vorbeugend wird dann in den Fremdenunterkünften nur noch vegan gekocht: Falafel statt Fleisch, Bulgur statt Beef, Hummus statt Hammel.

Schon bei der Einreise erhält jeder eine umfangreiche Marschverpflegung mit Tofu-Produkten und anderen veganen Leckerbissen – als erste Integrationsmaßnahme schon beim Grenzübertritt.

Im nächsten Schritt kümmert man sich natürlich um die einheimische Männerwelt.

Die Firma Hipp wird in ihrer ökologisch-fortschrittlichen und volksfürsorgenden Attitüde nur noch vegetarische Babykost vertreiben.

In Schulen und Kindergarten gibt es im Sinne der Erziehung zu Toleranz und Vorurteilsfreiheit nur noch strikt fleischlose Kost, ebenso in den Mensen und den Betriebskantinen zum Abbau von Autoritäts- und Hierarchiekonflikten.

Die Fleischtheken in Supermärkten, die Metzgerläden, Currywurst-, Döner- und Bratwurstbuden werden mit Überwachungskameras versehen und nachgewiesener Fleisch-Missbrauch kann bei gewalttätigen oder sexistischen Delinquenten strafverschärfend verwendet werden; auf jeden Fall erfolgt eine Meldung an die „Gesundheitskasse“ und ein Eintrag ins Führungszeugnis.

Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, wie fußend auf ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen neue Wege zur Verbesserung der Menschheit beschritten werden können.

Sozialismus war gestern, Vegetarismus ist morgen!

Es wäre doch gelacht, wenn wir unsere Naturbeherrschung nicht doch zur Vollkommenheit treiben könnten.

Und jetzt hole ich mir eine Wurstsemmel – und dann einen Band von Nietzsche aus dem Bücherschrank.

*) „altmod“ ist Blogger (altmod.de) und häufig auf „conservo“ vertreten

www.conservo.wordpress.com

16.01.2016

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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4 Antworten zu „Toleranter dank Tofu“

  1. Cordula schreibt:

    Fleisch hat uns intelligent gemacht, der Steinzeitmensch ist in der heutigen Zeit des Fortschritts, in der man vor dem Computer sitzt und sich somit unnatürlicher Utensilien bedient, selbstverständlich ein vertrauenswürdiges Vorbild.
    Nichts für ungut, doch ich frage mich wirklich immer wieder ob Menschen mit Verstand das wirklich ernst meinen als Argument dafür Fleisch zu essen.
    Damals ist nicht heute. Und wir unterliegen nicht unseren Instinkten. Im Gegenteil. Was uns von anderen Spezies hervorhebt ist unser Verstand, unsere Moral. Und jetzt will man allen ernstes einen Vorfahren des Menschen, der eine durchschnittliche Lebenserwartung von 22 Jahren hatte als Argument für den heutigen Fleischverzehr anbringen?
    Na ja, muss jeder selbst wissen…

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  2. wreinerschoene schreibt:

    Ernährung ist Fortschritt. Selbst die Urzeitmenschen haben auf Grund besserer Ernährung den Weg von den Bäumen gefunden. Ich denke auch das Feuer ist ein Aspekt des Fleischverzehrs gewesen. Wer nur Pflanzen isst, braucht kein Feuer.

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  3. karlschippendraht schreibt:

    E i n e fest verankerte wissenschaftliche Erkenntnis wird in dieser “ Untersuchung “ wohlweislich unterschlagen : Es war der Fleischverzehr , der bei unseren Urahnen das Gehirnvolumen wachsen ließ ! Ansonsten würden wir uns heute noch von Bananen ernähren und grunzende Laute von uns geben . Allerdings scheint ein Fleischverzicht umgekehrt zu wirken .

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  4. Wolfhilta schreibt:

    Hat dies auf wolfhilta rebloggt.

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