„Gefährliche Wörter und Begriffe“, Folge II

„Gefährliche Wörter und Begriffe“, Folge II
(www.conservo.wordpress.com)
„Panta rhei“
Von Peter Helmes
„Alles bewegt sich fort und nichts bleibt“, ist eine Erkenntnis, die schon im alten Griechenland zu manchen philosophischen Betrachtungen verleitete. Heraklit zuerst, dann Platon pflegten diese „Fließlehre“ besonders. Der Begriff „panta rhei“ war schon zu Zeiten Hegels und ist auch heute noch ein häufig gebrauchtes „geflügeltes Wort“.

Nicht nur die Zeit, auch die Begriffe wandeln sich. Unser Kommentator altmod hat sich schon häufig und intensiv mit der Wandlung der Zeit befaßt. So erkannte er, daß wir bestimmte Begriffe – ehe die Linken die Deutungshoheit über sie usurpieren – mit unserem Geist erklären und ausfüllen sollten.altmod

Im letzten Jahr trug altmod deshalb eine ganze Reihe von „Reizwörtern“ aus der politischen und mitmenschlichen Praxis zusammen und analysierte sie, um sie in einem Kompendium von A bis Z zusammenzufassen – von „Autobahn“ bis „Zurückschießen (siehe hier: http://altmod.de/?p=3756)

Da die Zeit nicht stehenbleibt („pantha rei“), bot es sich an, dieses Kompendium um ein Addendum zu erweitern und damit auch zu aktualisieren. Beherzt griff „altmod“ zur Feder und schrieb:

Ein Addendum
Von altmod *)
Es ist angebracht, dass ich mein Verzeichnis der gefährlichen Wörter und Begriffe aktualisiere. Ich darf den Leser auf einen früheren Beitrag von mir hinweisen, in dem ich mich an einer Art „etymologischem“ Projekt versucht hatte, für den verunsicherten Zeitgenossen bürgerlicher Herkunft gefährliche Wörter und Begriffe – „Von „Autobahn“ bis „Zurückschießen“ – als solche zu präzisieren.

Inzwischen ist einige Zeit verstrichen und nicht nur nach dem Auftauchen von Besonderheiten wie AfD und Pegida sind einige Ergänzungen erforderlich. Auslöser für mich waren nun aktuelle Verlautbarungen von Repräsentanten der AfD und auch andere „angesagte“ Phänomene, wie z.B. die
Bürgerwehr: Lass Dir nicht einfallen, eine B. zu gründen, beizutreten oder davon zu sprechen. Du gerätst sofort ins Visier des Bundesjustizministers, denn das staatliche Gewaltmonopol darf niemand außer ihm selbst in Frage stellen. Man werde hart gegen Bürgerwehren vorgehen, heißt es von ihm. Düsseldorfer Bessermenschen haben so etwas ins Leben gerufen, wollen aber auch keine Bürgerwehr sein: „Allein das Wort schon! Das klingt so nach Gewalt, damit wollen wir nichts zu tun haben.“

Merke: der Bürger wehrt sich nicht!

Flüchtlinge: Besser ist „Flüchtige“, damit Du nicht in Gefahr gerätst, deren Leid mit dem der (deutschen) „Flüchtlinge“ zu vergleichen und zu relativieren. Siehe auch unter Migrant

Gutmensch: Wer G. sagt ist Nazi! Das kann man hier und hier nachlesen. Der Begriff lag leider nur an zweiter Stelle für die Nominierung zum „Unwort des Jahres“ 2011, denn es gewann damals „Dönermorde“.

Lügenpresse: Diese Benennung wurde von der Lügenpresse zum aktuellen „Unwort des Jahres“ (2015) gekürt. Was soll man mehr dazu sagen. Wer L. sagt, kann nur aus dem Kreis des AfD- oder Pegida-Pack und -Pöbels stammen.

Migrant: Schon vor längerer Zeit hat die Kommission „Integration und Migration in Rheinland-Pfalz“ empfohlen, nicht mehr von und über den „Migranten“ zu sprechen. Diese Bezeichnung sei eine pauschalisierende, stigmatisierende und oft auch diskriminierende Etikettierung. Siehe auch Flüchtlinge und Reisefreudige Afrikaner

Reisefreudige Afrikaner: Eine leichthin gesagte Vokabel aus dem Mund meines Freundes W. Stöcker, womit er sich auf einmal am rechten und „rassistischen“ Rand der Gesellschaft fand.
Merke: Der Afrikaner reist nicht so aus Lust oder Laune, schon gar nicht mit Freude – sondern weil er muss.

Reproduktionsverhalten: Die vom AfD-Höcke damit beleidigte Ethnie (Afrikaner) weiß gar nicht, was das ist; auch wenn man dort gerne „schnackselt“*.

Schießbefehl: Mittlerweile von der AfD okkupierte Tradition, welche bisher doch allein in der Verfügbarkeit der SED/PDS-Bande (jetzt „Die Linke“) stand. Das musste zu einem Entrüstungssturm führen. Siehe auch Schusswaffe.

Schüblinge: Absolut aus der Mode gekommener Begriff aus dem Polizeijargon in Bezug auf einen außer Gebrauch geratenen Vorgang. Sehr abwertend! Siehe auch Migrant, Flüchtlinge, Reisefreudige Afrikaner.

Schusswaffe – Gebrauch derselben: Das kann nur eine rechtsradikale Fiktion sein. Dem Linken würde das nie einfallen (siehe auch Schießbefehl). Die Frage, warum tragen eigentlich Polizisten hierzulande Schusswaffen und warum gibt es Gesetze dazu, ist im aktuellen Zusammenhang absolut degoutant. Bedenke auch, dass der scheidende Messias der westlich-liberalen Linksseelen, Barack Obama den Zugang zu und Gebrauch von Ballermännern sogar im Wilden Westen einschränken will.

Student: Obsoleter Begriff, da nicht gender-gerecht. Richtig ist „Studierende“, da mit dem „generischen Maskulinum“ der unterdrückte und diskriminierte feminine und transsexuelle Studierenden-Anteil ausgeklammert wird.

Tausend Jahre (deutsche Geschichte): Dabei kann es sich nur um eine Nazi-Vokabel handeln. Es gibt nur eine deutsche Geschichte und die dauerte beeindruckende 12 Jahre.

That´s history, stupid!
(* nach Gloria von Thurn und Taxis)
http://www.conservo.wordpress.com
7.2.2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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3 Antworten zu „Gefährliche Wörter und Begriffe“, Folge II

  1. otto1065 schreibt:

    So ein Wörterbuch sollte auch einen schlagkräftigen Namen haben. Zum Beispiel im erhabenen Sinne: Das Gutmenschenlexikon!

    Und dann ein paar nette Beschreibungen… Ein Muss für jeden Linken; wichtig für die Aufnahmeprüfung eines echten Antifaschisten; darf sich nach bestandener Aufnahmeprüfung „Antifant mit Prädikat“ nennen; ist einem Bachelor-Abschluss gleichgestellt; darf Autos anzünden ohne Genehmigung des DGB!

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  2. conservo schreibt:

    Danke an „Otto1065“: Guter Vorschlag! Werde ihn an altmod weiterleiten. Schönen Sonntag!

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  3. wreinerschoene schreibt:

    Wie ich gestern lese durfte zum Thema „Antänzer“ so heißt das heute nicht mehr, sondern:
    „Fachkräfte für rhythmische Eigentumsübertragung“. Klingt besser und ist nicht auf eine Rasse beschränkt. Außerdem ist „Schießbefehl“ ein rechtlich geschützter Markenname, ohne Tantiemen und Anfrage bei den Eigentümern des Namens, SED, PDS, Linke, darf er nicht benutzt werden, die GEMA bzw. GEZ ist angewiesen hart durchzugreifen.

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