Warum sind die Deutschen so außergewöhnlich obrigkeitshörig?

Von Peter Helmes, www.conservo.wordpress.com

zitat

Von Speichelleckern, SED-Unterdrückern, BRD-Jubelpersern und dem Islam

Seit vielen Jahren führe ich einen regen Meinungsaustausch mit einem geistigen Freund, der einen aufregenden Lebenslauf hinter sich, oder vielleicht auch noch vor sich hat.

Er war ein sogenannter kritischer Schriftsteller in der DDR, was naturgemäß nicht lange gutging: Er landete in Bautzen, viele schlimme Jahre. Bis die Bundesregierung ihn für lumpige 80.000 DM freikaufte.

Nun geht es ihm wie vielen anderen, die aus dem „Stasi-Gefängnis DDR“ loskamen, freiwillig durch Flucht oder freigekauft oder auf abenteuerlichen Wegen bei Nacht und Nebel „rübergemacht“. Allen ist gleich, daß sie alle und alles verloren – ihre Habe, ihre Freunde, oft auch ihre Familien.

Dann erlebten sie in der „BRD“ eine besondere „Willkommenskultur“. Sie kamen zwar unter, aber zum „Dank“ für ihren Kampf gegen das Regime wurden ihnen z. B. über Nacht ihre Rentenansprüche gekürzt, um bis 600 Euro/Monat. Vorabinformation? Fehlanzeige! Parlamentarischer Beschluß? Ebenso Fehlanzeige!

Diese Menschen, die nach einem von Kommunisten zerstörten Leben gehofft hatten, hier endlich Gerechtigkeit zu finden, erlebten neues Unrecht. Zynischerweise u. a. begangen durch Beamte im Sozialministerium, die vor der „Wende“ – Zwischenfrage: Was wurde da eigentlich „gewendet“? – in der Rentenversicherung-Ost gedient hatten und zum SED-Kader gehörten. Die Herren von einst richteten über die Knechte von heute – und kein Politiker rührt einen Finger, das Unheil rückgängig zu machen.

Anderen ging es besonders schlecht:

Viele Journalisten erhielten hier keine Anstellung, weil man ihnen mißtraute oder weil sie in den linksverseuchten Medien keine Chance hatte. Ehemals erfolgreiche Schriftsteller schrieben sich hier die Finger wund, ihre Werke wurden aber nicht verlegt.

Kurz, der Traum vom „West-Paradies“ war bald ausgeträumt. So erging es auch dem Manne, von dem ich hier berichte.

Er schreibt gut und ist klug. (Unter Pseudonym habe ich bereits viele Artikel von ihm veröffentlicht, alle mit bester Resonanz.) Nach vielen Diskussionen kamen wir auf die Frage, die sich weiland auch schon Napoleon gestellt hatte:

Warum sind die Deutschen so extrem obrigkeitsgeil?

Er schrieb mir noch vor wenigen Tagen: Die Frage ist nicht neu. Trotzdem gehört sie nach wie vor zu meinen größten Rätseln. Ich verstand niemals,

In der DDR war das schon so. (Und im Westteil ist das nicht anders.) Wer was Kritisches über die SED sagte, hatte bald Klassenverschiß, an der Uni erst recht. Und im Berufsleben auch. Alle machten um die Dissidenten und die entlassenen Stasihäftlinge einen großen Bogen. Das galt auch für meine Verwandten.

Es war immer nur eine Minderheit, die noch Widerstandsgeist und eigene Meinungen hatte – und nach der Wende und dem „Beitritt“ wurden auch diese von den West-Parteien ausgemerzt.

Nach der Wende waren diese ganzen kommunistischen Speichellecker auf einmal „Opfer“ und gleich wieder oben – mit Hilfe der Westparteien, deren Funktionäre aus demselben Müllsack kamen.

So extrem wie in der DDR war das nicht mal in Sowjetrussland und auch nicht in anderen Ostblockstaaten.

Das gleiche Phänomen kann man wieder bei diesen bundesdeutschen Jubelpersern mit ihrem „Refugees Welcome“-Gebrüll sehen. Und dieser neuen kommunistischen Einheitspartei, mit ihrer neuen Roten SA, die genauso tickt wie Maos „Mao-Truppler“.

Und wie man heute sieht, ist es auch wieder nirgendwo so extrem wie in der BRD. Ein deutscher Solschenizyn wäre weder in der DDR noch in dieser Schwarz-Rot-Grünen BRD möglich gewesen. Den hätten sie sofort für 12 Jahre in den Bau getan, in dem z. B. auch Horst Mahler einsitzt.

In keinem europäischen Lande außer der BRD wäre eine Merkel mit dieser merkwürdigen Biographie nach oben gekommen. Und in keinem europäischen Lande hätte die Mehrheit schweigend zugesehen oder noch gejubelt, wenn solch ein Geschöpf präsentiert worden wäre.

Zwar ist darüber genug Kluges im Netz geschrieben worden – es ändert sich aber nichts.

Es wird eher schlimmer.

Vielleicht brauchen sie alle hundert Jahre einen harten Besen, der sie aus ihrer Selbstzufriedenheit wieder aufschreckt und wieder ans Eingemachte denken läßt. Und nicht nur an die Wand, an die sie ihren Hintern festgeleimt haben. Aber da sie den Islam mit seiner Scharia so lautstark ins Land rufen, wird dieser dann wohl für die harten Besen sorgen.

Dann sind wir wieder „Opfer“ – aber diesmal endgültig.

P.S.: Leider weiß ich nun immer noch nicht, warum wir Deutschen so obrigkeitsgeil sind. Haben Sie, liebe Leser, eine Erklärung? Dann schreiben Sie mir bitte – entweder hier als Kommentar oder per e-mail: Peter.Helmes@t-online.de

Herzlichen Dank im Voraus!

www.conservo.wordpress.com

10.02.2016

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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5 Antworten zu Warum sind die Deutschen so außergewöhnlich obrigkeitshörig?

  1. karlschippendraht schreibt:

    Ein Grund könnte auch die jahrhundertelange Kleinstaaterei sein , wo es erheblich mehr kleine und kleinste Obrigkeiten gab als in anderen Ländern.

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  2. conservo schreibt:

    „wreinerschoene“ herzlichen Dank für die Antwort und den Hinweis auf das Buch von Hansen!

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  3. blackhawkone schreibt:

    Hat dies auf ERWACHE! rebloggt.

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  4. wreinerschoene schreibt:

    Warum wir Deutschen so obrigkeitsgeil sind? Die Einzige Erklärung die ich finden kannist ein Erklärungsversuch eines Schriftstellers Namens Eric T. Hansen. Ein Amerikaner der in Deutschland lebt. In seinen Buch:“Die ängstliche Supermacht“ schreibt er ab der Seite 86 mit dem Titel:“Dafür bin ich nicht zuständig“ folgendes:“
    Unser Volk (gemeint ist damit die USA) hegt mehr als andere die Überzeugung, dass das Land ihnen „gehört“ und nicht etwa irgendeinen gottgegebenen Fürsten. Die amerikanische Verfassung beginnt mit den Worten:“ We the peaple.“ Damit meinte man das genaue Gegenteil von der europäischen Vorstellung von Staat, wo Entscheidungen von oben nach unten fließen und die Obrigkeit für das Volk Sorge trägt. In Amerika trägt das Volk die Verantwortung für den Staat.“ Weiter schriebt er:“ Die tragende Rolle des Einzelnen wird selbst in Hollywood-Filmen widergespiegelt. In jeden dritten Action-Film bekommt ein ganz normaler Typ den Job aufgebrummt, ganz allein eine Stadt, den Staat oder gar die Welt zu retten.“ Das ist schon einmal ganz das Gegenteil was in Deutschland die gängige Meinung ist.“ Ein Amerikaner hört diese Aussage von klein auf: Du trägst die Verantwortung für das Ganze. Die Deutschen verstehen so etwas nicht. Patriotismus ist keine Show, und es ist auch kein blinder Gehorsam, es ist nicht einmal nur die Liebe zum Vaterland. Patriotismus ist eine verpflichtende Verbindung zum Staat und eine innere Verantwortung für ihn-eine, die auf Gegenseitigkeit beruht, fast wie eine Ehe. In Deutschland glaubt niemand, er sei für den Staat verantwortlich. Im Zweifelsfall ist es eher so, dass der Staat ihm etwas schuldet. Der Deutsche pflegt statt Patriotismus dessen Gegenteil: Obrigkeitsglaube. Wer sich patriotisch gibt ( und damit meine ich nicht nationalistisch), wird schief angesehen, außer es findet gerade eine WM statt: Er will sich wohl mit denen da oben gut stellen, er glaubt wohl, er ist was Besseres, also das ist keiner von uns.“
    Einen bemerkenswerten Satz schreibt er weiter unten, diese, seine Einschätzung von uns Deutschen ist bemerkenswert, so schreibt er:“ Komisch: Jedes Kind lernt schon in der Schule, dass es in Deutschland immer wieder der Staat war, der das Volk in den Abgrund riss. Dennoch glaubt jeder Deutsche fest daran, dass der Staat alles richten kann und soll.“
    Dieses Buch ist eine sehr gute und treffende Beschreibung eines Deutschen, witzig in Szene gesetzt, manchmal überspitzt, aber vollkommen richtig.

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