Grundsatzgedanken: Ohne Umkehr keine Zukunft

(www.conservo.wordpress.com)
Ein Wort zu conservo
Von Peter Helmes
Liebe Leser, von Zeit zu Zeit versuche ich, dieses Forum nicht nur für Kommentare zu tagesaktuellen politischen Vorgängen zu nutzen, sondern auch für Gedanken, die über den Tag hinausgehen (z. B. https://conservo.wordpress.com/2016/02/17/mehr-zeitgeist-weniger-ideale/). Mir ist bewußt, daß sich viele Leser dafür nicht sonderlich interessieren. Ich halte sie dennoch für notwendig. Und vielleicht bringt es den einen oder anderen dazu, über den Sinn des Lebens nachzudenken und Ziele nicht aus dem Auge zu verlieren.

Ich begrüße es deshalb sehr, wenn ich auch bei anderen Autoren solche Interessen finde, und freue mich, Sie auf conservo abdrucken zu dürfen. Sie sind herzlich ermuntert mitzudiskutieren.

Heute darf ich Ihnen wieder einmal einen Autor nahebringen, der mich durch seine regelmäßig erscheinenden „Gedanken zur Woche“ beeindruckt (siehe auch: https://conservo.wordpress.com/2016/01/26/asylitis-wird-das-uns-schaffen/ oder: https://conservo.wordpress.com/2014/08/25/abwehr-notwehr-und-verteidigung-aus-biblisch-christlicher-sicht/):

Ohne Umkehr keine Zukunft – Gedanken zur Woche
Von Jörgen Bauer
SEDDie DDR war mir wegen ihrer Verlogenheit stets suspekt. Obwohl wir nichts zu erdulden und unser

Auskommen hatten, konnte ich mich mit der DDR nie identifizieren. Am 3. August 1961 kamen wir zum Verwandtenbesuch nach Heidenheim, und nachdem am 13. August 1961 die Berliner Mauer gebaut wurde, beschworen uns Onkel und Tante unbedingt im Westen zu bleiben.

Ich war damals 16 Jahre alt, meine Mutter war 50, mein Bruder 14, einen Vater hatten wir nicht mehr. Er war schon vorher gestorben. Wir arbeiteten als Hilfsarbeiter, Onkel und Tante unterstützen uns, so gut es ging, der Bruder ging noch in die Schule, und durch eisernes Sparen konnten wir dann die Einrichtung für eine eigene Wohnung finanzieren.

Soweit unsere Ausgangslage.
Ich ertappe mich schon seit langem immer wieder dabei, dass ich den gleichen Widerwillen, den ich einst gegenüber der DDR empfand, mehr und mehr auch gegenüber „diesem unserem Land“ wie Altkanzler Helmut Kohl immer zu sagen pflegte, verspüre.

Wenn ich auf die 55 Jahre, von damals bis heute, zurückschaue – und 55 Jahre sind eine lange Zeit – stelle ich fest, dass sich „dieses unser Land“ trotz aller Neuerungen und technischen Entwicklungen, von denen man damals nicht zu träumen wagte, nicht zu seinem Vorteil entwickelt hat.

Im Westen herrschten damals geordnete Verhältnisse. Was es gab, war der Dauerkonflikt zwischen Ost und West. Damals regierte eine CDU/FDP Koalition, wo immer wieder auf die Verhältnisse in der „Sowjetischen Besatzungszone“ hingewiesen wurde, wo Männer und Frauen arbeiten mussten und die Kinder in Kinderkrippen und –horten abgegeben wurden.

Im Westen war es so, dass der Mann arbeitete und die Frauen den Haushalt machten und die Kinder versorgten. „Nur“ Hausfrau zu sein, galt als ein Privileg. Wenn die Frau mitarbeiten musste, ließ das auf „einfache Verhältnisse“ schließen, wo man „so etwas nötig hatte“.

Homosexualität galt als krankhaft und praktizierte Homosexualität war strafbar, was auch für Abtreibungen aller Art galt. Auch sonst hielt man es mit Sitte und Anstand. Unverheiratetes Zusammenleben gab es nicht. Man war deshalb aber nicht verklemmt. Es gab auch damals schon sexuelle Aufklärung, bei der man zur Sache kam, wobei aber das einfühlsame Mitmenschliche im Mittelpunkt stand.

In der Kirche wurde ein klares und unverfälschtes Evangelium verkündet.

Mitte der 60er Jahre kamen die langhaarigen und ungepflegt auftretenden Gammler und Hippies auf, die wenig Lust auf Arbeit hatten. Dem folgten dann in studentischen Kreisen die 68er Chaoten, die Mao Tse-tung und Ho-Chi-Minh, beide kommunistische Diktatoren übelster Art, verehrten. In diesen Kreisen war die sog. „Mao-Bibel“ mit ihren revolutionären Parolen in Gebrauch.

Es entwickelte sich eine Außerparlamentarische Opposition (APO), aus der dann die Terroristen der „Rote-Armee-Fraktion“ (RAF) hervorgingen.

Diese Menschen stammten zu einem großen Teil aus gutbürgerlichen Verhältnissen und hatten eigentlich keine Sorgen, waren aber mit ihrem Leben irgendwie unzufrieden und suchten die Schuld in den „gesellschaftlichen Verhältnissen“, durch die sie sich „unterdrückt“ fühlten und die es deshalb zu verändern galt.

Die 68er entwickelten „antiautoritäre“ Philosophien, wonach grundsätzlich jede Ordnung als „Zwang“ empfunden wurde. Überall wurde „Unterdrückung“ gewittert, der es zu widerstehen galt. Angefangen bei den „Bullen“ über die Professoren, die nicht bereit waren, ihre Vorlesungen „umfunktionieren“ zu lassen, bis hin zur Ehe und Kindererziehung. Dabei wurden Anleihen an den neomarxistischen Philosophien der „Frankfurter Schule“ genommen.

Alles was ein geordnetes Miteinander erst möglich macht und dem Leben Sinn verleiht, wurde „hinterfragt“ und als „spießig“ systematisch abgewertet.

Eine besondere Spezialität war die Aufarbeitung der Nazivergangenheit. Damit verbunden die Ablehnung Deutschlands, weil die „Deutschen alle Nazis waren und sind“ und deshalb an einer Kollektivschuld tragen. Tugenden wie Fleiß, Ordnung, Sauberkeit usw. wurden als Nazi-Tugenden diffamiert, „mit denen man auch ein KZ leiten konnte“.

Aus dieser Haltung sind eine Deutschfeindlichkeit und ein Schuldkult entstanden, der von links-grünen Kreisen bis heute gepflegt wird und mittlerweile Teil des „political correctnes“ ist. Deshalb sieht man sich ständig zur Wiedergutmachung in Form von Wohltaten aller Welt gegenüber verpflichtet, was mit eine Ursache für die derzeitige Flüchtlingskrise ist.

Zudem hat man bis heute Probleme mit manchen Begriffen, weil diese auch in der Zeit des Dritten Reiches gebraucht wurden.

Es soll dabei nicht verschwiegen werden, dass es in der Vergangenheit auch manches gab, was in der Tat kritikwürdig und deshalb zu verändern war, wobei die Reaktionen jedoch völlig überzogen waren, so wie man es auch heute von den linken Chaoten und Autonomen kennt, die praktisch die Nachfolge der 68er Chaoten angetreten haben.

Auf dem Gebiet der Sexualität wurde von der „sexuellen Befreiung“ schwadroniert. In Kreisen der 68er Chaoten ging es hier ohnehin drunter und drüber.

Im mehr bürgerlichen Bereich war es besonders Oswald Kolle, der sich als „Aufklärer der Nation“ betätigte. Seine Aufklärungsfilme und –bücher waren durchaus sachlich gehalten, vermittelten aber ein falsches Weltbild.

Ich erinnere mich an eine Szene aus einem seiner „Lehrfilme“, in der sich Hans und Helga in den Dünen näher kamen, Gefallen aneinander fanden und sogleich zur Sache kamen. Als Hans am nächsten Tag wieder mit Helga in die Dünen gehen wollte, lehnte diese zur Verwunderung von Hans ab.

Dazu Kolles „Belehrung“: „Hans muss lernen, dass Helga Erfahrungen sammeln will, weshalb sie heute mit Horst in die Dünen gehen wird. Das muss Hans akzeptieren.“

Die dieser Filmszene zugrunde liegende Vorstellung von Sexualität ist bis heute, jedenfalls in den Medien, weit verbreitet. Später kam dann die Freigabe der Pornographie hinzu, wo dann auch die Prostitution zu einem regulären Beruf erklärt wurde.

Es kam zur praktischen Legalisierung des Abtreibungsunwesens und letztlich zum Genderwahnsinn. Das alles findet sich jetzt im grün-roten Bildungsplan und in dem
Bestreben, das Volk entsprechend umzuerziehen, wieder.

Auch der Feminismus, bei der das Weibliche überbetont und das Männliche niedergemacht wird, ist ein Teil dieser Fehlentwicklung, die bis heute nicht überwunden ist. Ständig geht es um die „benachteiligten“ Frauen.

Deshalb werden „Powerfrauen“ und Frauen in Führungspositionen herausgehoben, was bis in die Fernsehkrimis hineinreicht. Dazu „Frauenquoten“ und der verbissenen Hang zur einebnenden Gleichmacherei, der sich auch in der Genderideologie mit ihren wirklichkeitsfremden Theorien und Wortschöpfungen widerspiegelt.

Relativierendes Vernebeln von Begriffen, die umgedeutet und mit neuen Sinninhalten gefüllt und in falsche Zusammenhänge gebracht werden, kurzum Lügen und Verfälschen haben Konjunktur. Die 68er Chaoten und ihre Schüler haben den Marsch durch die Institutionen erfolgreich angetreten und die Deutungshoheit über Richtig und Falsch an sich gerissen.

Daraus resultiert dann auch das „Politisch Korrekte“ und die indirekt vorgeschriebene Meinung, einschließlich gleichgerichteter Medien und geknebelter Forschung und Lehre, wo dann jeder, der eine andere Meinung vertritt, ein „Feind“ ist oder unter einer „Phobie“ leidet, „rechts“ oder „rechtspopulistisch“ ist.

Das geht so weit, dass vom Mainstream abweichende Meinungen von linken Chaoten und Gutmenschen bekämpft werden, so dass diese nur noch unter Polizeischutz vor einem größeren Publikum geäußert werden können. Auch sonst wird durch Maulkorbgesetze, durch Erpressung oder wirtschaftlichen Druck versucht, unliebsame Meinungen zu unterdrücken.

Eine Folge davon ist ein schwacher Staat, der sich, weil er es allen recht machen will, durch übergroße Vorsicht auszeichnet und unfähig zu klaren und eindeutigen Entscheidungen ist. Gesetze werden dadurch dehnbar und sind mit so vielen Ausnahmeregelungen versehen, „dass man eigentlich nichts mehr falsch machen kann“. Gefasste Beschlüsse lassen sich nicht mehr durchsetzen, weil der Rechtsmittelstaat eine Fülle von Widerspruchsmöglichkeiten
vorsieht.

Die Folgen eines Lebens, das sich an falschen Voraussetzungen orientiert hat, sind bei uns in der Überalterung der Bevölkerung deutlich erkennbar, weshalb man jetzt zum nächsten Streich ausholt, indem man massenweise Menschen ins Land lässt, die eben dieser unserer Lebensart feindlich gegenüberstehen.

Aber die Blindheit ist schon so weit fortgeschritten, dass man nicht ablässt, weiterhin in die falsche Richtung zu gehen.

Und die Amtskirchen, die eigentlich der Wahrheit verpflichtet sind – sollte man jedenfalls meinen – haben sich ständig angepasst und schwimmen – mit Blindheit geschlagen – auf dieser Welle mit. Dabei sind sie vom ursprünglichen Glauben weitgehendst abgefallen.

Soviel in aller Kürze.

Wie ist das alles zu bewerten?
Wer und was sich hier auslebt, ist der Mensch der Gesetzlosigkeit, der jedwede Autorität und Unterordnung ablehnt, sondern absolut frei und ungebunden sein will. Der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ ist allerdings eine Fiktion, den es so in Reinform nicht gibt. Es wird damit lediglich eine Geisteshaltung bezeichnet.

Wenn man sich mit den Lehren der neomarxistischen Frankfurter Schule befasst, fällt es einem plötzlich wie Schuppen von den Augen, und man erkennt, dass diese Lehren unmerklich und schleichend verwirklicht werden. Plötzlich wird der Grund für die bei uns allenthalben anzutreffende Linkslastigkeit klar erkennbar.

Kennzeichen des Marxismus ist, dass er Gerechtigkeit mit totaler Gleichmacherei auf allen Ebenen gleichsetzt. Dazu gehört die Ablehnung der klassischen Familie aus Eltern und Kindern, die durch andere Formen des Zusammenlebens ersetzt werden, die man dann ebenfalls als „Familie“ bezeichnet.

Zum neomarxistischen Konzept gehört es auch, die Kinder von den Eltern zu entfremden, wozu eine Frühsexualisierung beiträgt. Kinder, die auf diese Weise entwurzelt werden, sind offen für Indoktrinierungen aller Art.

Auch die Neigung, den Grund für Fehlentwicklungen im kleinen wie im großen immer bei den Anderen zu suchen und nicht auf Eigenverantwortung und Eigeninitiative zu setzen, ist typisch. Schuld sind dann immer die „gesellschaftlichen Verhältnisse“, wie z.B. eine „mangelnde Willkommenskultur“ oder die ungleiche Verteilung von Vermögen. So lässt sich alles kleinreden und relativieren. So lassen sich dann auch Opfer zu Tätern umdeuten.

Nun ist es zum Glück so, dass ein Großteil der Menschen hierzulande normal ist und über einen gesunden Menschenverstand verfügt, was derzeit als „rechtspopulistisch“ gilt. Das ist man nämlich, wenn man sich nicht widerspruchslos der indirekt vorgeschriebenen Meinung anpasst.

Infolge der ständigen Berieselung durch den politisch-medialen Komplex meint nun jeder, dass er der einzige ist, der das anders sieht, als es uns vorgemacht wird, weshalb er sich nicht traut, in aller Offenheit seine wirkliche Meinung zu sagen.

Erst durch durch die Vorfälle in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten und die Probleme die sich durch die gegenwärtige Flüchtlingspolitik ergeben, formiert sich Widerstand gegen ein weltfremdes, ideologisch gefärbtes Gutmenschentum, das die Realitäten nicht zur Kenntnis nehmen will.

Eine Neubesinnung, einschließlich einer Neuordnung der Flüchtlingsproblematik ist dringend erforderlich, wenn es nicht zu einem Zusammenbruch kommen soll. Ob die CDU-SPD-FDP-Grüne und Linke-Einheitspartei unsere Probleme lösen kann? Auch in der DDR gab es, wenn auch anders strukturiert, verschiedene Parteien, die in der „Nationalen Front“ zusammengefasst waren.

Was fehlt, ist eine wirkliche Opposition, die ein gänzlich anderes Weltbild vertritt, eines, das sich an den überkommenen, zeitlos gültigen Werten orientiert.

Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?
Gerechtigkeit erhöht ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben. (Sprüche 14, Vers 34)

„Gerecht“ oder besser „richtig“ ist derjenige, der sich, bei aller menschlichen Unzulänglichkeit, an Gottes Geboten und Ordnungen orientiert. Und davon hat man sich hierzulande weit entfernt.

Die Bibel spricht hier von Sünde gleich Trennung von Gott. Und Trennung von Gott als der Lebensquelle führt ganz zwangsläufig in den Abgrund. Und das war noch gar nie anders, weshalb bereits in den Sprüchen Salomos auf diesen Zusammenhang hingewiesen wird, wohl weil man bereits damals entsprechende Erfahrungen gemacht hat.

Dem steht nicht entgegen, dass auch von Gott abgefallene Menschen im landläufigen Sinne „gute Werke“ tun können. Niemand wird behaupten können, dass es böse ist, jemandem zu helfen, der der Hilfe bedarf oder die Wünsche und Bedürfnisse anderer Menschen zu erfüllen, ihnen damit also Gutes zu tun.

Es ist üblich geworden, abfällig über „Fundamentalisten“ und den „Fundamentalismus“ zu sprechen, wobei jeder „Fundamentalist“ ist, der an überkommenen Werten festhält. Dabei wird übersehen, dass sich längst ein „Fundamentalismus“ anderer Art etabliert hat.

Das sind die sogenannten „Gutmenschen“, welche die biblischen Gebote der Liebe und Nächstenliebe 1:1 und grenzenlos verwirklichen wollen. Alles, was bei uns bisher an Fehlentwicklungen abgelaufen ist, kann man so mit einem christlichen Anstrich versehen, wobei hier nicht verallgemeinert werden soll. Das Urteil, was hier wirklich im christlichen Geist geschehen ist, wollen wir Gott überlassen.

Der Christ ist aber kein „Gutmensch“, sondern ein nüchterner Mensch, der erkennt, dass vollmundige und falsche Versprechungen, die Menschen dazu verführen, sich auf abenteuerliche Reisen einzulassen, nicht christlich sind.

Ein Christ ist auch kein gutmütiger Trottel, der sich auf der Nase herumtanzen lässt, sondern der dem Chaos entgegenwirkt und dazu berechtigte Forderungen stellt und auch durchsetzt.

Ein Christ erkennt auch, dass es nicht christlich ist, andere zum „Gutsein“ zu zwingen oder Unordnung und Chaos herbeizuführen. Der Christ anerkennt deshalb, dass es für alles Grenzen geben muss und der Zerfall einer Gesellschaft, an deren Stelle dann andere Mächte treten, niemals das Ziel sein kann.

Trotzdem sollte man die Hoffnung nicht aufgeben. Bei allem derzeitigen Chaos schimmert bereits das Licht des kommenden Morgens hindurch. Es gibt auch hoffnungsvolle Ansätze, die es zu unterstützen gilt.
(JÖRGEN BAUER, Am Jagdschlössle 15, 89520 Heidenheim, Tel.: 07321 / 739115)

(Mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors Jörgen Bauer übernommen. Auch nachlesbar in den FCDI Christlichen Impulsen, http://www.christliche-impulse.de)
http://www.conservo.wordpress.com
18. Februar 2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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Eine Antwort zu Grundsatzgedanken: Ohne Umkehr keine Zukunft

  1. text030 schreibt:

    „Ich ertappe mich schon seit langem immer wieder dabei, dass ich den gleichen Widerwillen, den ich einst gegenüber der DDR empfand, mehr und mehr auch gegenüber “diesem unserem Land” wie Altkanzler Helmut Kohl immer zu sagen pflegte, verspüre….“

    So geht es wohl auch vielen anderen…

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