Der Traum wird schnell ausgeträumt

(www.conservo.wordpress.com)

Von Reiner Schöne *)

Nahles´ Punktesystem für Nicht-EU-AusländerNahles

Frau Nahles, seines Zeichens Bundesarbeitsminister der Bundesrepuplik Deutschland, möchte den Asylanten und Flüchtlingen helfen, so schnell wie möglich eine Arbeit zufinden. Ist richtig und sollte sein, nur wie?

Zum Vorwurf, es sei eine Illusion anzunehmen, die Flüchtlinge schnell in Arbeit vermitteln zu können, erklärte Nahles, „97 Prozent der Syrer, die zu uns gekommen sind, können lesen und schreiben, und ihre Schulbildung ist ordentlich. Das gilt übrigens auch für die meisten Afghanen und Iraker.“

Es werde trotzdem Zeit brauchen, bis die Deutschkenntnisse reichten, um eine berufliche Ausbildung erfolgreich abschließen zu können. „Hier geht es nicht um einen kurzen Sprint, sondern schon um einen Mittelstreckenlauf“, sagte die Arbeitsministerin der „Passauer Neue Presse“: „Was die Chancen der Flüchtlinge angeht, auf unserem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, bin ich optimistisch. Aber nichts wird von alleine gut, wir müssen qualifizieren, fördern – und auch fordern.“

http://www.focus.de/finanzen/news/wegen-fluechtlingen-bundesarbeitsministern-nahles-rechnet-mit-mehr-arbeitslosen_id_5318628.html

Ein guter Ansatz, aber ist er machbar? Sie sagt weiter:“ „Gleichzeitig haben wir derzeit knapp eine Million offene Stellen. Das heißt: Wir können es schaffen, mit Hilfe der Flüchtlinge mittelfristig die Fachkräftelücke im Handwerk zu verkleinern.“

„Im Jahr 2015* waren im Jahresdurchschnitt 568 743 freie Arbeitsstellen gemeldet“.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2903/umfrage/jahresdurchschnittswerte-des-bestands-an-offenen-arbeitsstellen/

Dazu muß man die Zahlen der Arbeitslosengeldbezieher kennen: Im Jahr 2015* bezogen durchschnittlich 4.364.407 Personen in Deutschland Arbeitslosengeld II.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1396/umfrage/leistungsempfaenger-von-arbeitslosengeld-ii-jahresdurchschnittswerte/

Im Jahr 2015* bezogen durchschnittlich rund 834 000 Personen Arbeitslosengeld I.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1377/umfrage/leistungsempfaenger-von-arbeitslosengeld-jahresdurchschnittswerte/

Allein eine solche Rechnung würde bedeuten, daß sich knapp 12 Personen, also Flüchtlinge, Asylanten, Hartz4 Bezieher und Arbeitslose, eine Arbeitsstelle teilen. Somit, auf einen 24-Stundentag gerechnet, jeder 2 Stunden arbeiten kann und darf. Der Rest des Geldes kommt aus dem Steuersäckel. Diese Arbeitnehmer zahlen aber keine Steuern. Wie soll das funktionieren? Man kann nicht immer nur „nehmen“, man muß ja auch etwas hineinlegen!

So kommt Sie, die Frau Nahles jetzt auf eine gute Idee. Ein Punktesystem, und so soll es aussehen:

„Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will in Baden-Württemberg ein Punktesystem für Nicht-EU-Ausländer erproben lassen, um die Zuwanderung von Fachkräften zu steuern. Mit Deutschkenntnissen und anderen Kriterien können Ausländer mindestens 100 Punkte sammeln und so den Nachweis ihrer Integrationsfähigkeit erbringen, teilte das Ministerium mit.“ (http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/id_77099628/nahles-testet-punktesystem-fuer-auslaendische-fachkraefte.html)

„Die Bundesregierung teste damit „einen neuen Weg, der sich in Kanada bereits bewährt hat“, sagte Nahles. Deutschland benötige zusätzliche gut ausgebildete Fachkräfte aus dem Ausland, um seinen Wohlstand zu sichern.“

Fachkräfte für Deutschland sichern, ein Wortgeplänkel, das man öfter liest. Aber wie?

Der Test soll in Baden-Württemberg starten. „Die Wahl fiel auf Baden-Württemberg, weil es eine niedrige Arbeitslosenquote sowie einen hohen Fachkräftebedarf und elf „Welcome Center“ als Ansprechpartner für Unternehmen und ausländische Arbeitskräfte hat.“ (http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/id_77099628/nahles-testet-punktesystem-fuer-auslaendische-fachkraefte.html)

Also ein optimales Testgelände: wenig Arbeitslose und viele offene Stellen. Ideal also, in der Medizin würde man sagen: “unter Labor-Bedingungen“.

„Hier geht es nicht um einen kurzen Sprint, sondern schon um einen Mittelstreckenlauf“, sagte die Arbeitsministerin der „Passauer Neue Presse. Mittelstrecke – ein schönes Wort! Es bedeutet in der Wirtschaft 1-5 Jahre. In der Zeit soll die Sprache gelernt sein, die Ausbildung aus ihren Heimatländern optimiert sein, und der Beruf auf Deutschlandstandard gebracht werden. Da sind wir bei einem Durchschnittsalter von 25-35 Jahren schnell bei 30-40 Jahre alten Bewerbern – Menchen also, die mit 30-40 Jahren gerade mal den Bildungsstand eines Junggesellen vorweisen können!

Nur zur Information, in Deutschland werden Altgesellen mit ca. 20 Jahren Berufserfahrung entlassen. Frau Nahles, ihre Rechnung hinkt gewaltig! Und wie möchten Sie Junggesellen mit einem Alter von 30 –40 Jahren eine Stelle vermitteln?? Wobei es noch lange nicht erwiesen ist, ob sie alle es in 5 Jahren Ausbildung überhaupt schaffen. (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/452165/umfrage/asylbewerber-in-deutschland-nach-geschlecht-innerhalb-altersgruppen/)

Übrigens:“ „Wir brauchen jetzt kein drittes Asylpaket, sondern endlich ein Integrationspaket“, erklärte die SPD-Politikerin. „Mehr als eine Million Flüchtlinge sind schon in Deutschland. Wir müssen ihnen klar sagen, welche Rechte und Pflichten sie hier haben. Wer dauerhaft hier bleiben möchte, muss sich anstrengen und versuchen, auf eigenen Beinen zu stehen“, sagte sie der „Passauer Neue Presse“. (http://www.focus.de/finanzen/news/wegen-fluechtlingen-bundesarbeitsministern-nahles-rechnet-mit-mehr-arbeitslosen_id_5318628.html)

Wer dauerhaft bleiben möchte? Wie das? Flüchtlinge gehen doch zurück in die Heimatländer nach Kriegsende, oder werden nun schnell aus „Flüchtlingen“ „Migranten“?

Reiner Schöne arbeitet als selbständiger Unternehmer im Gesundheitsbereich und ist regelmäßiger Autor auf conservo.

www.conservo.wordpress.com

27.02.2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Der Traum wird schnell ausgeträumt

  1. Division Viking schreibt:

    Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

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  2. text030 schreibt:

    Hier werden Flucht/Asyl und Einwanderung verwechselt. Menschen, die Asyl beantragen, verlassen das Aufnahmeland, wenn die Bedingungen in den Heimatländern es zulassen. Diese Menschen müssen sich nicht integrieren.
    Einwanderer müssen Kriterien der Aufnahmeländer erfüllen und sich integrieren, in dem sie die Kultur, das Recht und die Interessen der Bürger des Aufnahmelandes respektieren.

    In Deutschland müssen sich deutsche Staatsbürger zunehmend denen anpassen, die sich vorübergehend oder ungerechtfertigt hier aufhalten.

    Das ist einmalig in der Welt.

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