Ostalgie oder: Auch das gehört zur deutsch-deutschen Wahrheit

(www.conservo.wordpress.com)

Von W. D. *)SED

Nicht alles kommt vom „Marxismus“

Es lohnt sich, nach den Ursachen der unterschiedlichen Entwicklungen zwischen den beiden Teilen Deutschlands etwas nachhaltiger und „historisierter“ herumzustochern. Man macht es sich zu einfach, „alles dem Marxismus“ anzulasten; denn damit legt man der Katze nicht wirklich die Schelle um.

„Die sozialistische Familie“

In meiner Generation – ich war vom Anbeginn bis zum Jahre 1975 „DDR – Bürger“ – hatte der „Marxismus“ eine völlig andere Gestalt, die „sozialistische Familie“ ( an das waren ca. 90%) war recht geschützt, den Islam gab es nicht, wohl aber eine „Regierungschristenkirche“ (genau wie heute in der Bundesrepublik), Abtreibung war verboten, Homosexuelle durften sich nicht erwischen lassen und schon gar nicht „für Gleichstellung“ demonstrieren.

Ausländer brauchten einiges bis zu Gleichstellung, Afrikaner wurden „geduldet“ (Afrikanerehen mit Mitteldeutschen waren unerwünscht), Kinder waren kein sozialzerstörendes Ärgernis (ich weiß nicht mehr, wieviel Kindergeld es gab), und die Geburtenrate lag bei 2,3 !

Man kam sogar als Studentin mit einem Kind durch, Wohnheimplatz 10 Mark. Strom gratis, Stipendium wenig – aber langte zum Leben (120 bis 180 Mark). Mit kleinen Jobs (Stunde 6-10 Mark) kam man über die Runden.

Von diesen Geburtenraten träumen die BRD und ihre Chefideologen bis heute; die raue Wirklichkeit: Sie liegt bei 1,3–1,5. Und nun glauben sie, das mit muslimischen Migranten ausgleichen zu müssen.

Da die Mieten selten mehr als 20% des Einkommen betrugen, kamen die Familien in der DDR auch erstmal ohne existenzzerstörerische Probleme über die Runden – und wenn der dämliche Stalin sich ein anderes Wirtschaftssystem geleistet hätte, wäre Sowjetrussland schon 1941 ein steinreiches Land gewesen.

BRD – familien- und mittelstandsfeindlich

Nein, es wurde in der BRD offenbar nach 1968 eine zunehmend familienfeindliche Politik betrieben. Und von den Linken bis heute befeuert – da eine kleine Großstadtwohnung schon 800 Euro kostet, Krankenversicherung 300 bis 350 Euronen und Strom 70 Euro, die Monatskarte 70 Euro. Da muß der Normalo ca. 2.000 netto verdienen, was einen Bruttoverdienst von ca 3.200 Euro ausmacht – und damit fällt ein Drittel der Bevölkerung schon durchs Raster. Daß auch noch eine mittelstandsfeindliche Politik betrieben wurde, die diese Kleinen bis aufs Blutschröpft, muß hier garnicht weiter erwähnt werden.

Antideutsche Politik

Das Geld marschiert woanders hin. Und wir wissen auch wohin. Es ist also eine antideutsche Politik, die nach der Wende immer unverhüllter zutage trat.

„Frankfurter Schule-Nebelmaschine“

Im Grunde, vor allem im Vergleich zur heutigen BRD, war der „DDR–Marxismus“ eher national-konservativ – freilich durchsetzt mit dieser bescheuerten, kanonisierten Ideologie, die viel mehr Ähnlichkeit hatte mit der der katholischen Kirche des Mittelalters, (Jesuiten / Inquisition) als mit den linksradikalen Entgleisungen zu Zeiten des alten Rauschebartes und der linksradikalen Revolutionsjahre in Russland. Die DDR war eher ein parteikanonisierter Schrebergartensozialismus. – ein semifeudales Wirtschaftssystem, das allerdings im ökonomischen Wettbewerb chancenlos war – und die Prahlereien halfen auch nicht mehr.

Dieser ganze verheerende „Frankfurter Marxismus“, der in der Weimarer Republik aufzublühen begann, aber wenig Bedeutung hatte, erlangte diese erst in den USA – in der Symbiose mit der US amerikanischen Hochfinanz, den Geheimdiensten und dem Nachkriegskonzept der „Globalisierung und der Weltherrschaft der einzigen Supermacht.

Wenn man alle Sponsoren dieser Frankfurter Schule–Nebelmaschine recherchiert , stößt man fast immer auf Stiftungen, an denen Rothschild–Beteiligungen sichtbar werden.

Ein Schuft, der Böses dabei denkt.

Und deshalb bin ich dafür, daß der EU Koloss reformiert werden muß und der Kolonisierung Deutschlands mit dem Frankfurter Schule–„Marxismus“ Einhalt geboten wird.

Es wäre im Grund einfach: Der Rechtsstaat in Deutschland müßte wiederhergestellt werden. Dann gäbe es keine Flüchtlingskrise.

*) Der Autor war lange in DDR-Haft und wurde von der Bundesrepublik freigekauft.

www.conservo.wordpress.com

27.02.2016

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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 41 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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2 Antworten zu Ostalgie oder: Auch das gehört zur deutsch-deutschen Wahrheit

  1. robertknoche schreibt:

    Hat dies auf Freiheit, Familie und Recht rebloggt und kommentierte:
    Wir Ossis haben in der DDR gelernt, sozaler zu denken und zu handeln. Es gab viele Engpässe, welche die Bürger nur miteinander lindern konnten.

  2. wreinerschoene schreibt:

    Entschuldigung aber „gelernt, sozaler zu denken und zu handeln“ ist der Mißwirtschaft zu verdanken, wenn das alles aus dem Herzen gekommen wäre wieso hat sich das schnell nach der Wende geändert und ist ins Gegenteil geschlagen? Wer ein Haus bauen wollte sollte sich schnellstens nach „Freunden“ in allen Handwerksparten suchen, das war die Devise, und so war es in allen Bereichen inkl. Autowerkstätten, allein wegen der Ersatzteile.

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