Februar 2016 – der Monat der Zahlen!

(www.conservo.wordpress.com)

schaltjahrGastkommentar von Stefan Buchtzik *)

Liebe Leserinnen und Leser,

mal eine kurze bescheidene Frage: Sind Sie abergläubisch? Ich frage das, weil die ersten Wochen des Jahres äußerst holprig verlaufen sind. Als Erklärung hierfür hörte ich aus verschiedensten Richtungen immer wieder, daß dies am Schaltjahr liegen mag, welches uns der Kalender für 2016 beschert. Tatsächlich heißt es im Aberglauben, daß ein Schaltjahr Unheil bringt – einfach weil es vom „Normalen“ abweicht. Nichts gelingt, alles scheitert.

Ganz so schwarz wollen wir es aber nicht sehen, zumal das Jahr ja auch bald wieder vorbei ist, so schnell wie die Zeit vor sich hin rast. Dennoch dominierten für mich in diesem Monat die Zahlen, was am 29. Februar liegen könnte, einem Tag, der uns nur alle vier Jahre beschert wird. Der Februar ist damit für mich der „Zahlenmonat“ und deshalb habe ich die prägnantesten Zahlen, über die ich so gestolpert bin, für Sie einmal herausgefiltert:

Die 5.000! Es war wohl die Nachricht des Monats. Das Finanzministerium möchte Bargeldgeschäfte auf 5.000 Euro beschränken. Angeblich, um illegale Geld- und Drogengeschäfte zu unterbinden. Alles tut die Regierung, um das arme Volk zu beschützen.

Jedem, der sein Hirn nicht täglich mit Systemnachrichten wäscht, dürfte wohl klar sein, was wirklich hinter dieser Entscheidung steckt. Der Einstieg in einen totalen finanztechnischen Überwachungsstaat. Zwangssteuern, die zukünftig zu erwarten sein werden, kann man einfach abbuchen, und ein Trinkgeld für den Nachbarsjungen gibt es nur, wenn Stiefvater Staat mitkontrolliert und die Bank ihre Gebühr dafür erhebt. Erst kürzlich wurde beschlossen, daß sogar Asylbewerber und Obdachlose ein Girokonto haben können. Wozu denn? Ist doch klar. Bei der Obergrenze von 5.000 Euro wird es nicht bleiben, und das Ziel Bargeld komplett abzuschaffen, ist ein fundamentaler Schritt, die Pläne zur Neuen Weltordnung weiter voranzutreiben. Problematisch wird bei einem Bargeldverbot dann auch das Einsammeln der Kollekte in der Kirche. Vielleicht kommt dann auch im Gottesdienst das EC-Karten-Lesegerät zum Einsatz?

Als weitere Zahl stieß mir die 50 auf! Denn 50 Prozent aller bearbeiteten Asylanträge 2015 in Deutschland wurden abgelehnt, und das waren immerhin 250.000. Abgeschoben wurden davon lediglich 21.000, und 38.000 verließen mit steuerfinanzierten Geldgeschenken unser Heimatland freiwillig. Ob Sie dann mit neuer Identität erneut einreisen? Eine Million Anträge der eingereisten „hochqualifizierten Fachkräfte“ blieben unbearbeitet, wurden ins neue Jahr mitgeschleppt und stapeln sich gemeinsam mit den neuen Anträgen, die sich täglich um Tausende erhöhen, gen Himmel. Wo soll das noch hinführen?

Eng im Zusammenhang mit der 50 steht die 24! Um den unfreiwillig aufgenommen Gästen und deren Ansprüchen im Ilm-Kreis gerecht zu werden, hat Landrätin Petra Enders, auch die Heilige genannt, 24 neue Stellen im Landratsamt geschaffen. Alle Städte und Gemeinden des Kreises zahlen nur allein dafür in diesem Jahr über 1,5 Millionen Euro. Da frage ich mich doch glatt, was hätte der Kreis mit dem vielen Geld gemacht, wenn die „Gäste“ aus der ganzen Welt nicht gekommen wären?

Und nun die 45! Auf ihrem Bundeskongress im November vergangenen Jahres in Bremen, stellten die Jusos (Krabbelgruppe der SPD) den Antrag den Stundenlohn für Berufsdemonstranten auf 45 Euro pro Stunde zu erhöhen, um der zunehmenden Belastung entgegenzuwirken. Auch wenn sich später herausstellte, daß dieser Antrag nur ein geschmackloser Spaß gewesen sein soll, was diese Möchtegernnachwuchspolitiker von jeder zukünftigen politischen Verantwortung disqualifiziert, trifft er mit seiner Kernaussage doch ins Schwarze. Tatsächlich unterstützen Landesregierungen Demonstranten. In Thüringen bekamen zum Teil radikale Gruppierungen 41.263,20 Euro an Steuergeldzuschüssen, um beispielsweise an Demonstrationen in Dresden teilzunehmen. Da zeigt sich mal wieder gute Menschen protestieren aus Idealismus und auf ihre eigenen Kosten. Gutmenschen dagegen auf Kosten anderer. So ist es also bestellt, um die angeblichen bürgerlichen Gegenproteste, die durch systemkonforme Berichterstattung millionenfach in die heimischen Wohnzimmer zwangsgesendet werden. Wie groß würden die Gegenproteste in Dresden und anderswo ausfallen ohne Förderung?

Dann hätte ich noch die 18 Millionen im Angebot. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung geht davon aus, dass durch die Digitalisierung mindestens zwölf Prozent aller Jobs in Deutschland gefährdet sind. Die tatsächliche Zahl dürfte wohl deutlich höher liegen: Die London School of Economics rechnet damit, daß 18 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland akut bedroht sind und manche Berufe komplett verschwinden werden. Wozu brauchen wir dann eigentlich die ganzen ausländischen „Fachkräfte“?

Zu guter Letzt die O! Denn mit 0 Euro staatlicher Unterstützung muß das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz auskommen. Eine Einrichtung in der unheilbar kranke Kinder bis zum Lebensende fach- und sachkundig begleitet werden. Jedes Jahr erkranken über 6.500 Kinder neu an einer unheilbaren Krankheit und werden das Erwachsenenalter oftmals nicht erreichen. Ist das nicht eine Schande! Ein Land, welches nichts übrig hat für seine todkranken Kinder, doch für abgelehnte Asylbewerber jeden Euro locker macht. Was würde da Dietrich Bonhoeffer, einst profilierter Vertreter der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt, wohl sagen? Folgendes Zitat von ihm ist überliefert „Die Moral einer Gesellschaft zeigt sich in dem, was sie für ihre Kinder tut!“.

Sämtliche aktuellen Entwicklungen, anhand meiner „Monatszahlen“ deutlich gemacht, sind die Bankrotterklärung unserer Gesellschaft. Die Schuldfrage ist klar. Die Politik. Was mich gleich wieder zu einem Gedankenspiel anregt. Was würde wohl passieren, wenn unsere Bundes- und Landtagspolitiker mal für einige Wochen streiken würden? Nichts. Was dagegen würde passieren, wenn wir kleinen Unternehmer, Postboten, Pflegekräfte, LKW-Fahrer und Handwerker in den Generalstreik gehen würden? Das Land stünde sofort still. Damit dürfte wohl jedem klar sein, wer dieses Land trägt – WIR! Doch wenn wir weiterhin alles mit uns machen lassen, wird es einst über uns Deutsche heißen, wie Bertolt Brecht es gekonnt formulierte: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.“

Ihnen wird das nicht passieren denn Sie wählen richtig – nämlich diese Ausgabe unseres Arnstädter Stadtechos.

*) Stefan Buchtzik ist Herausgeber und Chefredakteur der Monatszeitung „Arnstädter Stadtecho“, Arnstadt. Die „Bachstadt“ ist Kreisstadt des Ilm-Kreises. Buchtzik gab conservo seinen Februar-Monatskommentar zur Veröffentlichung frei. Wir danken!

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29.02.2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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3 Antworten zu Februar 2016 – der Monat der Zahlen!

  1. karlschippendraht schreibt:

    Was nützt all dieses Lamentieren wenn Michel ( vornehmlich West ) die Zusammenhänge immer noch nicht begreifen will. Die Zahl der Durchblickenden steigt zwar täglich , aber eben viiiiieeeel zu langsam !!! Es geht wohl nicht anders , ohne eigene schmerzliche Erfahrungen wird die Masse der engagierten Helau-Rufer wohl nicht erwachen .

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  2. lostlisa schreibt:

    Sehr guter Artikel, Dank an Buchtzik!
    Jedoch erschließt mich noch nicht so ganz was karlschippendrath uns immer wieder mit seinem „Michel-West“, „Michel-Ost“ sagen will.
    Das übliche Krimi-Spiel “ Guter Deutscher (Ost, guter Cop), schlechter Deutscher (West Schlechter Cop) Spiel?

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  3. Paul schreibt:

    Danke werter Herr Buchtzik, für diesen guten Artikel.
    An einer Stelle möchte ich ihn ein wenig ergänzen.

    „Problematisch wird bei einem Bargeldverbot dann auch das Einsammeln der Kollekte in der Kirche. Vielleicht kommt dann auch im Gottesdienst das EC-Karten-Lesegerät zum Einsatz?“

    Nein, das ist nicht problematisch, sonder wird in einigen Gemeinden schon seit vielen Jahren mit Erfolg gehandhabt:
    http://www.kirche-eppingen.de/html/kollektenbons.html?t=
    http://www.fcbremen.de/hauptmenu/die-fcb/spenden/

    Der Vorteil für den Spender. Zum Jahresende kann er eine Spendenbescheinigung bekommen, was bei Bargeldspenden nicht möglich ist.

    Herzlich, Paul

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