Kretschmanns unglaubwürdiger Regierungsstil

(www.conservo.wordpress.com)

Von Klaus Hildebrandt *)Kretschmann

Grün-roter Bildungs- und Verführungsplan

die vorgestrige Ausgabe der katholischen „Tagespost“ widmete dem Thema „Kretschmann und die Religion“ einen ganzseitigen Artikel, der auch ein Wahlplakat der Grünen mit dem Titel „Regieren ist eine Stilfrage“ abdruckte. Sofort dachte ich an den von Grün-Rot eingebrachten „Bildungs-/Verführungplan“, der jetzt von Kultusminister Stoch (SPD) provokativ nur einen Tag vor der Wahl und angeblich ohne jegliche Beteiligung von Ausschüssen und Landesparlament unterschrieben werden sollte. Dass diese Information überhaupt an die Öffentlichkeit gelangte, ist vermutlich einem „Maulruf“ zu verdanken und scheint sich inzwischen zu bestätigen.

Dreister Coup des SPD-Ministers Stoch von Kretschmann gebilligt?

Das Vorgehen der Landesregierung Baden-Württembergs ist insofern mehr als dreist. Auch wenn der charmante Kretschmann nicht der SPD sondern den Grünen angehört, so ist er letztlich doch Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. Die geplante kurzfristige Unterzeichnung durch Herrn Stoch (SPD) muss von Kretschmann höchst persönlich gebilligt worden sein. Das ist also der „Regierungsstil“, den er offensichtlich für sich und die Grünen beanspruchen will. Ja, ja, die guten und so toleranten Grünen! Wer’s glaubt wird selig.

Das Plakat ist dennoch aufschlussreich, zeigt es doch, dass sich die Parteien und Politiker mit dem Wahlslogan langsam bewusst werden, dass das Volk den in Deutschland heute weit verbreiteten bevormundenden und unglaubwürdigen Regierungsstil sämtlicher Parteien ablehnt und Politiker wieder mehr nach den strengeren Regeln guter Moral beurteilt werden. Kretschmann wagt sich offensichtlich, sogar die Religion zu thematisieren bzw. abzuschaffen. Seine Mitgliedschaft im Zentralrat der Deutschen Katholiken (ZdK) dürfte dabei eher hinderlich sein.

Ohne Stil und Moral

Das Bürgertum entwickelt zunehmend ein neues Selbstbewusstsein, wovor es der Politik graut. Also weitermachen, bis die Botschaft aus der Mitte des Volkes angekommen ist. Es muss klargestellt werden, dass die Regierung für die Menschen da ist und nicht andersrum. Moral und Stil müssen wieder zusammenpassen und dafür werden wir auch sorgen. Wie sonst kann man den unglaublichen Zulauf zur AfD erklären? Ich bitte alle, die die Zeit haben und den Aufwand der Anreise nicht scheuen, an der morgigen Stuttgarter „Demo für Alle“ teilzunehmen. Warten wir mal ab, ob Rot-Grüne seit der letzten „Demo für Alle“ im Okt. vergangenen Jahres etwas dazulernte und ob sich die vielen Straßenkinder, Lesben und Schwulen diesmal besser, nicht so laut und aggressiv, kurzum anständig benehmen.

Kinder in Gefahr – Gegen Zerstörung von Ehe und Familie

Beigefügt finden Sie einen Aufruf von Mathias von Gersdorff von der Aktion „Kinder in Gefahr“, die ich sie bitte zu unterstützen. Im Kern richtet sich die Petition an die CDU, sie möge bei den kommenden Landes- wie auch Bundestagswahlen in 2017 keine Koalition mit den Grünen/Bündnis 90 eingehen, weil diese es auf die Zerstörung von Ehe, Familie und Kinderseelen abgesehen hat. Diesem Trend muss jetzt endlich ein Ende gesetzt werden. Wer mit den Grünen koaliert, such das Chaos.

Es brodelt in Baden-Württemberg

Seit bekannt geworden ist, daß Kultusminister Andreas Stoch den Bildungsplan noch vor der Wahl an Volk und Parlament vorbei in Kraft setzen will, brodelt es gewaltig in Baden-Württemberg. Es ist aber auch ein starkes Stück: Tausende haben über zwei Jahre hinweg wegen des Bildungsplans demonstriert, Hunderttausende haben eine Petition unterzeichnet, der Bildungsplan wurde zurückgezogen, geändert und die Bürger sollten Vorschläge einreichen. Und jetzt hält der Kultusminister es nicht für nötig, das Endergebnis – den neuen Bildungsplan – dem Landtag und der Öffentlichkeit vor der Landtagswahl vorzustellen? Niemand weiß bis heute, was wirklich im Bildungsplan steht!

Klaus Hildebrandt ist streitbarer katholischer Aktivist und regelmäßig Kommentator auf conservo.

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29.02.2016

Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 20 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 36 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen.
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