Der DGB: Arbeitnehmerverband oder Partei?

(www.conservor.wordpress.com)

Von Reiner Schöne *)DGB

„Eine Gewerkschaft ist eine Vereinigung von in der Regel abhängig Beschäftigten zur Vertretung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft)

Ziele von Gewerkschaften sind:

– Lohnforderungen für eine Umverteilung für die Massenkaufkraft und damit für den Binnenmarkt zu sorgen, heißt nichts anderes, als die Löhne der Kaufkraft in Deutschland anzupassen, mit anderen Worten: Lohnerhöhung um den Lebensstandard zu verbessern.

– Weiterhin darauf zu achten, daß so wenig wie möglich Arbeitsplätze in Billiglohnländer abgleiten. Kurz gesagt, die Gewerkschaften haben dafür Sorge zutragen, daß Arbeitsplätze erhalten bleiben, die Löhne steigen und die Arbeitssicherheit in den Betrieben gesichert ist.

– Gewerkschaften sind Arbeitnehmerverbände, die mit den Arbeitgeberverbänden zusammen die Lohnpolitik in den Firmen ausarbeiten und dabei die Arbeitnehmerinteressen vertreten.

So war die Theorie und bis 1987 auch die Praxis.

„So saßen nach einer Ermittlung des Instituts der deutschen Wirtschaft aus dem Jahre 2006 in den Aufsichtsräten der mitbestimmungspflichtigen Unternehmen ca. 1.700, zum Teil hochrangige, Vertreter der Gewerkschaften. An der Sozial- und Arbeitsverwaltung nehmen die Gewerkschaften teilweise durch Entsendung von Mitgliedern teil und treten immer dort als Vertreter der Arbeitnehmer auf, wo die Arbeitgeber sich von ihren Verbänden vertreten lassen. Aufgrund ihrer Stellung entsenden sie auch ihre Vertreter in allgemeine Einrichtungen, wie etwa den bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gebildeten Rundfunkräten.“

Das ist die heutige Wirklichkeit: Arbeitnehmerverband in den Aufsichtsräten (Arbeitskampf mal anders) – eine Unwucht, wie ein Richter, dessen Frau auf der Anklagebank sitzt, hier nennt man es Befangenheit des Richters. (VW Skandal) Zum Alltag gehört inzwischen, daß die Gewerkschaften sich in politische Belange der Regierung einmischen, nicht nur innenpolitisch, sondern in zunehmenden Maße auch außenpolitisch. Dabei kommen sehr widersprüchliche und in zunehmenden Maße auch Gegensätze zur eigentlichen Aufgabe von Gewerkschaften heraus.

Einfaches, makabres, aber passendes Beispiel: Ein Rüstungsbetrieb wird bestreikt, es geht um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Hier handelt eine Gewerkschaft im Sinne Ihrer Bestimmung und ihrer Aufgabe als Interessenvertreter der Arbeitnehmer. Eine Woche später demonstriert die gleiche Gewerkschaft, gegen Krieg und Waffenverkäufe ins Ausland. Wo liegt das hier im Interesse der Arbeitnehmer? Im schlimmsten Fall wären hier jetzt Massenentlassungen oder Schließung der Firma zu befürchten. Wir sind immer noch bei einer Arbeitnehmervertretung, den Gewerkschaften.

“Flüchtlinge sind KollegInnen”. In Berlin diskutierten 100 Menschen über die gewerkschaftliche Organisierung von Flüchtlingen

(http://www.labournet.de/interventionen/asyl/antirassistische-ini/fluchtlinge-besetzen-das-berliner-dgb-haus/)

Kann man irgendwie verstehen! Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte 1990 fast 7,94 Mio. Mitglieder, Ende 2015 zählte der DGB nur noch 6,1 Millionen Mitglieder (Stichtag 31. Dezember 2015) Dies ist der tiefste Stand seit 1954.

Außerdem belügt sich der Gewerkschaftsbund selbst: Seit vielen Jahren kämpft dieser Gewerkschaftsbund für Arbeitsplätze – meist ohne Erfolg. Schon auf Grund der hohen Technologie in Deutschland kann es nicht so viele Arbeitsplätze geben, wie man gerne möchte. Der DGB setzt sich aber für knapp 2 Millionen Flüchtlinge ein, die arbeiten wollen – der deutsche Arbeitnehmer ist jetzt vollkommen unwichtig.

Daß der deutsche Arbeitnehmer mit der Gewerkschaft schon jahrelang neue Arbeitsplätze sucht und deswegen die Gewerkschaften finanziert, ist egal.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Gewerkschaftsbund

Aber „Demos gegen rechts“

Ganz groß sind Gewerkschaften bei den „Demos gegen rechts“ zusammen mit SPD, Grünen und der Partei “Die Linke“ – nicht zu vergessen die ANTIFA (das sind Antifaschisten, die sich wie Faschisten verhalten). Dumm nur, es sind z.Teil ihre eigenen Mitglieder, gegen die sie hier streiken. Also die Gewerkschaft demonstriert gegen sich selbst; denn auch die sogenannten „Rechten“ sind Arbeitnehmer.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund steckt seit seiner Gründung (12.–14. Oktober 1949) bis zum heutigen Tag tief in der Politik der SPD. Alle Vorsitzenden waren und sind auch SPD Mitglieder gewesen, auch der derzeitige. Große Teile der SPD sind inzwischen soweit links im politischen Spektrum zu finden, daß sie sich durchaus auch als SED bezeichnen könnte. So liest sich dann auch das Grundsatzprogramm von 1996 wie eine SPD-Kampfansage. So unter Punkt IV. Anforderungen an unsere demokratische Gesellschaft

.1. Politische Freiheitsrechte erweitern

.2. Menschenrechte, Frieden und Abrüstung

.3. Kulturelle Vielfalt und demokratische Medien fördern

.4. Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft

(https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Gewerkschaftsbund#Mitgliederzahlen)

Immer noch ein Arbeitnehmerverband? Oder eine politische Partei? Man stelle sich vor, daß bei Tarifverträgen über die kulturelle Vielfalt und demokratische Medien gesprochen wird oder über Menschenrechte, Frieden und Abrüstung. Kann auch sein, daß die Gewerkschaften es versucht haben, und deswegen bei den Tarifverhandlungen der letzten Jahre nichts erreichen konnten.

*) Reiner Schöne ist Unternehmer im Gesundheitssektor und regelmäßig Kolumnist bei conservo

www.conservo.wordpress.com

  1. März 2016

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. 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Eine Antwort zu Der DGB: Arbeitnehmerverband oder Partei?

  1. hansberndulrich schreibt:

    Gewerkschaften sind staatlich legitimierte kriminelle Vereinigungen.
    Zum Beweis: Nötigung und Erpressung sind üblicherweise aus gutem Grund in unserem Rechtstaat strafbewehrt und werden empfindlich geahndet. Eine unrühmliche Ausnahme: Nur Gewerkschaften dürfen sich alles erlauben. Ob die Bürger im Müll ersticken, Mütter Ihre Kinder nicht zum Hort bringen können, Schulen geschlossen werden, Busse und Bahnen nicht mehr fahren, diese Herrschaften nehmen sich einfach das Recht, den Anderen mit brachialer Gewalt ihren Willen aufzuzwingen. Mit welchen Recht? Mit dem des Stärkeren! Ellbogengesellschaft par excellence.
    Die eigentliche Unverschämtheit: Dieser Verein reklamiert für sich auch noch die moralische Überlegenheit einer Wohltätigkeitsveranstaltung. Zum uneigennützigen Guten von Arbeitern und Angestellten, die vor dem kapitalistischen Raubtier geschützt werden müssen. Dabei haben diese Herrschaften selbst die gröbste Misswirtschaft betrieben und als moralische Instanz kläglich versagt. Wer erinnert sich noch an die spektakulären Pleiten, Korruption und Misswirtschaft bei den gewerkschaftseigenen Unternehmen? Neue Heimat, COOP, Bank für Gemeinwirtschaft? Wer kennt noch Albert Vietor? Als Boss der Neuen Heimat hatte er sich dreißig Millionen selber zugeschanzt. Zusätzlich zum üppigen Vorstandsgehalt. Bernd Otto, ehemals Chef von COOP, der mit Millionen nach Südafrika türmte. Franz Steinkühler, der sein Insiderwissen gewinnbringend in verbotene Spekulationsgeschäfte einbrachte. Nicht zuletzt die Betriebsräte des Volkswagenkonzerns, die sich ihre Bordellbesuche aus der Firmenkasse bezahlen ließen. Alle Gewerkschaftler.
    Warum unternimmt die Politik nichts? Ganz einfach: Über die Hälfte unserer Parlamentarier sind selbst Mitglieder einer Gewerkschaft. Wie war nochmal der Spruch mit den Krähen und dem Auge?

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