AfD – Die neue Arbeiterpartei für Deutschland?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Thomas Böhm

Thomas Böhm

Thomas Böhm

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da gab es eine Sozialdemokratische Partei Deutschlands, die sich gemeinsam mit den ihr verbündeten Gewerkschaften für die Interessen der Arbeiter einsetzte und sich um die Sorgen und Nöte der kleinen Leute kümmerte.

Diese Zeit ist längst vorbei. Inzwischen sind SPD und Gewerkschaften zu sozialistischen Kampfgruppen geschrumpft, deren fettgefressene Bonzen nichts anderes mehr in Sinn haben, als den Bürger als Kanonenfutter für ihren ideologischen Kampf gegen alles was „rechts“ sein könnte, zu missbrauchen, sie aber ansonsten im Regen stehen lassen, weil es wichtiger ist, Migranten und Ausländer ins Trockene zu bringen.

Doch noch wünschen sich die Arbeiter in Deutschland eine Organisation, die ihre Interessen vertritt und die scheint nun auch wieder vorhanden zu sein: Die AfD. Dass diese junge Partei möglicherweise DIE neue Arbeiterpartei werden könnte, zeigen uns zwei Beiträge:

Die Alternative für Deutschland steht mit ihrem Programm nicht unbedingt für Werte, die Gewerkschaften vertreten. Umso überraschender ist es, dass die Partei große Sympathien unter Mitgliedern genau dieser Organisationen hat. Die Gewerkschafts-Führer sind schockiert und mitunter ratlos.

Wie „bild.de“ berichtet, gab es bei den Landtagswahlen im März prozentual mehr AfD-Wähler in den Gewerkschaften als in der Gesamtbevölkerung. Für die Gewerkschaften ein Schock! So schreibt DGB-Chef Reiner Hoffmann dem Bericht zufolge im Magazin „Einblick“ der Gewerkschaft, dass diese Entwicklung „wenig nachvollziehbar“ sei. Insbesondere da vor den „arbeitnehmer- und gewerkschaftsfeindlichen Positionen“ der Partei (AfD) gewarnt wurde.

Den Erfolg der AfD könne sich Hoffmann „bild.de“ zufolge nicht erklären. Für ihn instrumentalisiere die Partei jedoch die Ängste der Menschen vor sozialem Abstieg und die Verunsicherung durch die Globalisierung, um sie gegen ankommende Flüchtlinge auszuspielen.

Hermann Binkert, Chef des Wahlforschungsinstituts INSA, erklärt den Zulauf dadurch, dass AfD-Wähler „überdurchschnittlich häufig erwerbstätig“ seien. Strukturkonservative Wähler hätten bisher für SPD und Linke gestimmt. Seit es jedoch die AfD gäbe, habe diese Mittelschicht ein interessantes politisches Angebot. Die Gewerkschaft wolle in der Konsequenz ihre Mitglieder nun stärker für das politische Programm der AfD sensibilisieren… (http://www.focus.de/politik/deutschland/zulauf-bei-landtagswahlen-mitglieder-waehlten-rechtspopulisten-gewerkschaften-fuerchten-die-afd_id_5388331.html)

Experten rechnen damit, dass die Partei auch an Rhein und Ruhr erfolgreich sein wird, das Ruhrgebiet biete ein großes Wählerpotenzial für die AfD. „Die Partei erhält vor allem Zulauf von ökonomisch und sozial ausgegrenzten Menschen“, sagt der Bochumer Sozialwissenschaftler Klaus Peter Strohmeier. „Und Ausgegrenzte und Perspektivlose gibt es im Ruhrgebiet viele.“

Die Analysen der drei Landtagswahlen bestätigen Strohmeiers Prognose. Nicht nur von den etablierten Parteien sammelte die AfD Unzufriedene auf. Unter den Arbeitslosen und Arbeitern erzielte die Partei in allen drei Ländern herausragende Ergebnisse. In Sachsen-Anhalt wählte mehr als ein Drittel von ihnen AfD, in Baden-Württemberg fast 30 Prozent. Auch viele Nichtwähler konnte die Partei mobilisieren, in Baden-Württemberg mehr als 200.000. In Rheinland-Pfalz gewann die AfD die meisten Stimmen aus dem Reservoir der Nichtwähler. Und in Sachsen-Anhalt, wo die AfD mit 24,2 Prozent ihr bestes Ergebnis holte, ist dieser Effekt am stärksten: 104 000 Stimmen bekam sie aus dem Lager der Nichtwähler…

…Pausch: „Die AfD wird zu großen Teilen von jenen gewählt, die jahrzehntelang als sozialdemokratische Kernklientel galten. Vor allem nach der Agenda 2010 von Schröder wendeten sich viele von der SPD ab, gingen nicht mehr zur Wahl oder wechselten zur Linken oder auch zur CDU.“ Nichtwähler, Arbeitslose, Arbeiter, Wechselwähler und enttäuschte SPD-Anhänger – bei ihnen konnte die AfD punkten. Und auch in NRW, vor allem im Ruhrgebiet, gibt es überproportional viele Menschen, die man diesen Gruppen zurechnen kann…(http://www.derwesten.de/politik/darum-rechnen-experten-mit-einem-durchmarsch-der-afd-in-nrw-id11685489.html)

Bislang ist im AfD-Programmentwurf kein einziger Punkt zu erkennen, der sich gegen die Interessen der arbeitenden Bevölkerung richtet, also kann man das Geschwätz der „schockierten“ Gewerkschaftsfunktionäre als verzweifelten Versuch bewerten, die eigenen Fehler zu kaschieren. Sie können oder wollen es wohl einfach nicht begreifen, dass es vor allen Dingen die Arbeiter sind, die unter der deutschfeindlichen Politik der Kanzlerin zu leiden haben, weil sie das ganze Elend auf ihren Schultern tragen müssen.

Auch aus diesem Grund konnte die AfD so viele Nichtwähler aus der „unteren Klasse“ unserer Gesellschaft mobilisieren.

Wie verzweifelt die SPD mittlerweile ist, wie groß die Angst dieser einstigen großen Volkspartei ist, irgendwann als linke Splittergruppe ihr letztes Stündlein zu fristen, erkennt man auch an einer der Aussage von Hannelore „Kraftlos“:

Das Gewicht der SPD als Volkspartei ist nach Einschätzung der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Hannelore Kraft trotz der jüngsten Wahlniederlagen nicht gefährdet. „Die Beurteilung Volkspartei kann man nicht an einer Prozentzahl festmachen“, sagte die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen (NRW) der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. „Das Gegenteil einer Volkspartei ist eine Klientelpartei. Das waren wir nie und werden wir auch nie werden.“

Zugleich betonte die SPD-Landesvorsitzende: „Ich glaube, dass es auch bei den Umfragezahlen im Bund wieder bessere Zeiten geben wird für die SPD.“ (http://www.welt.de/politik/deutschland/article153750753/Volkspartei-laesst-sich-nicht-an-Prozentzahl-festmachen.html)

Selten so eine lächerliche Aussage gelesen, wo doch jeder weiß, dass es für die SPD nur noch einen einzigen Klientel gibt: Angela Merkel. Aber lassen wir Frau Kraft einfach in ihrem Glauben, ich glaube ja auch, dass Hannover 96 nicht absteigen wird – die SPD wird dennoch bald Geschichte sein und die Gewerkschaften, so wie sie sich zur Zeit gebärden, hoffentlich auch.

Wichtig ist jetzt nur, dass die AfD trotz Höhenflug nicht den Kontakt zum Bodenpersonal dieser Republik verliert, dass sich auch genügend Arbeiter in den höheren Funktionen innerhalb der Partei positionieren können und die Mitglieder und Protagonisten weiterhin auf die Straße gehen und in den Betriebsräten präsent sind.

Dann endlich hätte Deutschland wieder eine echte, von sozialistischen Ideologen unabhängige Arbeiterpartei, die weiß, dass es auch in diesem gesellschaftlichen Bereich nicht um links oder rechts, sondern nur um oben oder unten geht.

***********

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie JouWatch eine kleine Spende zukommen lassen würden! Hier der Link: http://journalistenwatch.com/

*) Der Berufsjournalist Thomas Böhm ist Chefredakteur des Mediendienstes „Journalistenwatch“ und ständiger Kolumnist bei conservo

http://www.conservo.wordpress.com

  1. April 2016

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter AfD, CDU, Freie Wähler, Gewerkschaft, Medien, Politik Deutschland, SPD abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu AfD – Die neue Arbeiterpartei für Deutschland?

  1. Division Viking schreibt:

    Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

    Liken

  2. francomacorisano schreibt:

    Früher war die SPD die Partei der Arbeiter,
    heute nur noch der Sozial-Arbeiter……

    Liken

Kommentare sind geschlossen.