Eine Nachbetrachtung zum Länderspiel Deutschland : Italien

(www.conservo.wordpress.com)nationalmannschaft

Von Beate Wenzel *)

Schon bei der Ankunft in Fröttmaning nahe München kann sich der Deutsche freuen, das Stadion erstrahlt in den Farben schwarz-rot-gold. Wir zeigen Flagge, selbst mit der Allianz-Arena. Doch Erinnerungen kommen hoch an Kundgebungen, bei denen die Patrioten aufgefordert wurden, die Deutschlandfahne wegzupacken, damit die Moslems nicht beleidigt reagieren. Das Gedächtnis kramt auch zugleich das Bild einer Raute des Grauens hervor, die unsere eigene Fahne von der Bühne nimmt oder dies von wohlwollenden Mitbürgern oder Polizisten, die einen auffordern, die Deutschlandfahnen vom Balkon zu nehmen, wenn diese noch Monate nach einer WM oder EM draußen hängen..

Das Spiel könnte beginnen, doch zuvor werden die Nationalhymnen gespielt. Es erfreut das eigene Herz, wenn man als Zuschauer erlebt, wie die Italiener ihre eigene Hymne mitsingen, und zwar alle Spieler. Keiner schließt sich aus, weder bei den Spielern noch bei der Mannschaft, hinter der Mannschaft.

Dann beginnt das Trauerspiel der Deutschen Nationalmannschaft. Nationalmannschaft? Ich habe gar nichts gegen Spieler aus anderen Ländern, die sich bei uns einbringen. Aber sind wir noch eine Nationalmannschaft oder nur noch eine Mannschaft? Özil und Co. habe ich noch nie unsere Nationalhymne mitsingen sehen. Auf youtube gibt es schon entsprechende Videos dazu – nicht von mir. Die Herren erlauben es sich, in unserer Nationalmannschaft mitzuspielen, weigern sich aber permanent, unsere Hymne zu singen.

Das gehört dazu, wenn ein Fußballer bei uns spielen will. Da ist auch Jogi Löw nicht zu verstehen, dass er das nicht thematisiert und zur Pflicht macht. Auf facebook gibt es vesteckte Kommentare, noch ganz klein, aber schon hörbar: Ohne Nationalhymne keine Knete.

Doch andere Stimmen werden ganz laut auf facebook: Es gibt sofort Kommentare, dass man Pegida auch tolerieren muss wohl oder übel und dass es zu tolerieren ist, wenn die Spieler die Hymne nicht singen können (Kann auch ein Herr Özil lernen!) oder wollen, das wäre FairPlay. Und prompt wird zusätzlich noch gepostet, dass man die facebook-Kontakte auch kappen kann, wenn Mann/Frau weiterhin Pegida unterstützt und so böse Kommentare zum Singen der Hymne postet. Ihr dürft mich gern alle sperren, wenn es Euch nicht passt, dass ich das Mitsingen unserer Hymne fordere. Doch was hat das Länderspiel mit Pegida zu tun??

Auf youtube wird es noch drastischer, entsprechende Kommentare zum Singen der Hymne bekommen ganz “freundliche” Antworten, da werde ich als Zionistenschlampe etc. bezeichnet, die sich nach Israel “verpissen” soll. Vielleicht sollte ich dies tun, dann kann ich dort Maccabi Tel Aviv anfeuern, die sind nämlich der Hammer, wie es der Name “Maccabi” schon sagt.

*(Original: http://journalistenwatch.com/cms/eine-nachbetrachtung-zum-laenderspiel-deutschland-italien/)

https://conservo.wordpress.com/2016/01/31/herzlichen-glueckwunsch-zur-gewonnenen-europameisterschaft/

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  1. April 2016
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 44 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. conservo ist ein überzeugter Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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3 Antworten zu Eine Nachbetrachtung zum Länderspiel Deutschland : Italien

  1. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  2. Querkopf schreibt:

    Sehr richtig! Aber wahrscheinlich kennen die die deutsche Nationalhyme nicht einmal, dann können die die natürlich auch nicht mitsingen. Vielleicht wäre es politisch korrekter, wenn die wenigen heimischen Deutschen im Team die Nationalhymnen der eingedeutschten Spieler singen würden. Wenn ich mir die Mannschaftsaufstellung ansehe, dann frage ich mich, ob es überhaupt noch gerechtfertig ist, diese Mannschaft als deutsche Nationalmannschaft auszuweisen. Das scheint mir zunehmend eher wie eine multikulturelle Internationalmanschaft zu sein. Darauf kann ich gut verzichten!

  3. wreinerschoene schreibt:

    Mit Hammer und Meißel hat man uns den Nationalstolz ausgeschlagen. Ein gesunder Nationalstolz wäre wieder angebracht. Sie man sich Spiele von American Football an, so erschauert man regelrecht, wenn man sieht wie dieses Hymne zu einem regelrechten Ereignis gemacht wird. Fast jeder singt mit, alle haben die linke Hand auf dem Herz liegen und da gibt es keine Ausnahme ob Schwarz, Weiß oder sonst eine Farbe, es sind alle, inkl. Zuschauer im Stadion. In Deutschland sollen sich schon Deutsche schämen, wenn sie die Flagge im Garten hissen. Ein Trauerspiel.

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