Europa in Gefahr! Großes Sympathie-Umfeld für den islamischen Terror

(www.conservo.wordpress.com)

1isisVon Peter Helmes

Dschihad in Europa – RAF bzw. Baader-Meinhof-Bande lassen grüßen          Das unseren Lesern bereits aus vielen Studien bekannte Gatestone-Institut ist einer hochinteressanten und erst recht hochbrisanten Frage nachgegangen:

Wie latent bzw. offen ist die Neigung der in Europa lebenden Muslime zum Terror und speziell zum IS, dem mörderischen „Islamischen Staat“ im Besonderen? Der bekannte italienische Journalist Giulio Meotti sieht die Gefahr, die von Sympathisanten des IS ausgeht, als viel größer, als bisher allgemein angenommen.

RAF und Rote Brigaden                                                                                                         Dabei nutzt der Autor u. a. die grausamen Erfahrungen, die wir in den 1970er Jahren mit der Baader-Meinhof-Bande machen mußten; auf ihr Konto gehen u. a. 34 Morde, Entführungen, Banküberfälle und Sprengstoffattentate mit über 200 Verletzten.

Auch Italien machte eine ähnliche Erfahrung mit der Terrorbande „Brigate Rosse“ (1970-88) mit z. B. 73 Mordanschlägen, zahlreichen Entführungen und Banküberfällen. Das international bekannteste Verbrechen des italienischen Linksterrorismus war wohl die Ermordung des ehemaligen Ministerpräsidenten Aldo Moro 1978. Brigate Rosse und RAF fußten ihre Aktivitäten RAF auf das Modell der antiimperialistischen Stadtguerilla nach südamerikanischem Vorbild (z. B. den Tupamaros in Uruguay).

Beiden Terrororganisationen war gemeinsam, daß sie in verschiedenen legalen und illegalen Gruppen auftraten – zum Teil offen gefördert von auch damals schon existierenden Gutmenschen. Terrorexperten gehen davon aus, daß der radikale Islam ebenfalls bereits Terrorzellen gebildet hat, denen natürlich auch die „Schläfer“ zuzuordnen sind.

Nicht übersehen darf man auch die „Ehemaligen“, die im Dschihad ausgebildeten erfahrenen „Frontkämpfer“, die unter allerlei Legenden wieder nach Europa zurückkehren. Ob die lückenlose Beobachtung dieser Zellen und der Heimkehrer gelingt, darf man nach den vielen Terroranschläge der jüngsten Zeit („Paris“ etc.) füglich bezweifeln, zumal Polizei und Verfassungsschutz zwar einige der Schutz- und Versteckzonen radikaler Moslems (z. B. Moscheen) kennen, dort aber nur unter großen Schwierigkeiten aktiv werden können. Auch hier spielt das „Sympathiesantenumfeld“ (z. B. gewisse Imame) eine gefährliche Rolle.

Weitgespanntes Sympathieumfeld                                                                                         Es gab vor allem in Deutschland ein weit gespanntes Sympathisantenumfeld bis hinein in protestantische Pfarrershäuser. Schon vergessen scheint, daß „wegen Unterstützung der RAF“ bisher etwa 1.500 Personen verurteilt wurden, darunter der famose Grünen-Opa Hans-Christian Ströbele, der seit vielen Jahren im Deutschen Bundestag sitzt und seit Beginn der Parlamentsarbeit der Grünen dort die erste Geige spielt. (Man darf gewiß auch sagen: den Rechtsstaat verhohnepiepelt.)

Man darf also dem Gedanken des Autors Meotti durchaus zustimmen, daß hierzulande der Boden für Sympathie-Bekundungen gut gedüngt ist. Meotti geht von fast 5 Millionen „Verdächtigen und Sympathisanten der RAF“ aus (s. u.). Und die Erfahrung lehrt: Vom Sympathisanten zum Aktivisten ist der Weg sehr kurz.

Hier Auszüge aus dem Artikel des Gatestone-Institutes (Hervorhebungen von P. Helmes):

Der IS in Europa: Wie tief ist die „Grauzone“?                                                                  von Giulio Meotti *)

Unter jungen europäischen Muslimen beträgt die Zustimmung zu Selbstmordanschlägen:     22 Prozent in Deutschland, 29 Prozent in Spanien, 35 Prozent in Großbritannien und in Frankreich 42 Prozent, laut einer Pew-Umfrage. In Großbritannien hat einer von fünf Muslimen Sympathien für das Kalifat. Heutzutage gehen mehr britische Muslime zum IS als zur britischen Armee.

  • In den Niederlanden brachte eine Umfrage zutage, dass 80 Prozent der dort lebenden Türken „nichts Falsches“ am IS sehen.
  • Auch wenn diese Umfragen und Studien mit Vorsicht behandelt werden müssen, zeigen sie doch alle eine tiefe und starke „Grauzone“, die den islamischen Dschihad in Europa und dem Nahen Osten nährt. Wir sprechen hier von Millionen von Muslimen, die Sympathien, Verständnis und Nähe gegenüber der Ideologie und den Zielen des IS zeigen.
  • Wie viele Muslime in Europas großer „Grauzone“ werden mit dem IS-Virus infiziert werden? Von der Antwort könnte unsere Zukunft abhängen.

In den 1970er und 80er Jahren wurde Europa von einem Krieg terrorisiert, den bewaffnete kommunistische Gruppen wie Baader/Meinhof in Deutschland oder die Roten Brigaden in Italien ausgerufen hatten. Terroristen schienen dazu entschlossen zu sein, die Demokratie und den Kapitalismus zu unterminieren. Sie verübten Anschläge auf Dutzende von Journalisten, Staatsbeamte, Professoren, Ökonomen und Politiker; in Italien entführten und töteten sie 1978 sogar den ehemaligen Ministerpräsidenten Aldo Moro.

Die große Frage lautete damals: „Wie groß ist die ‚Grauzone‘?“ – nämlich die Menge der Sympathisanten des Terrorismus in den Fabriken, Gewerkschaften und Universitäten.

Im letzten Jahr haben die Schergen des Islamischen Staates Hunderte von Europäern und Westlern massakriert. Ihr letzter Anschlag in Brüssel traf das Herz des Westens: das postmoderne Mekka der Nato und der Europäischen Union.

Wir sollten nun dieselbe Frage stellen: Wie groß ist die „Grauzone“ des Islamischen Staates in Europa?

Peggy Noonan versuchte kürzlich im Wall Street Journal, darauf eine Antwort zu geben:   „Man nimmt an, dass es 1,6 Milliarden Muslime auf der Welt gibt. … Gehen wir einmal davon aus, dass auch nur zehn Prozent dieser 1,6 Milliarden negative Gefühle gegenüber ‚dem Westen‘ hegen, den Wunsch haben, die Ungläubigen auszumerzen oder auf die Neugründung des Kalifats hoffen. Diese zehn Prozent entsprächen 160 Millionen. Nehmen wir an, dass nur zehn Prozent dieser Gruppe zum Dschihad tendieren. Das sind 16 Millionen. Angenommen, dass wiederum nur zehn Prozent von diesen es wirklich ernst meinen, also tatsächlich zu Dschihadisten werden bzw. Dschihadisten mit Hilfe und Unterstützung versorgen würden. Das sind 1,6 Millionen.“ Das ist eine Menge!

Laut dem von der BBC erstellten ComRes-Bericht haben 27 Prozent der britischen Muslime Sympathien für die Terroristen, die das Charlie Hebdo-Büro in Paris angegriffen haben (12 Tote). Eine ICM-Umfrage, die von Newsweek veröffentlicht wurde, brachte zutage, dass 16 Prozent der französischen Muslime den IS unterstützen. In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen steigt dieser Anteil auf 27 Prozent. In Dutzenden französischen Schulen wurde die „Schweigeminute“ zum Gedenken an die ermordeten Charlie Hebdo-Journalisten durch muslimische Schüler gestört, die dagegen protestierten.

Wie tief reicht die Beliebtheit des IS in Belgien? Sehr tief. Die genaueste Studie ist ein Bericht von Voices From the Blogs. Sie hebt die hohe Zahl an Sympathiebekundungen für den IS in Belgien hervor. Für den Bericht wurden zwei Millionen arabische Botschaften über die Taten des IS im Nahen Osten analysiert, die über Twitter, Facebook und Blogs verbreitet worden waren.

Die enthusiastischsten Kommentare über den IS kommen aus Katar (47 Prozent Zustimmung), gefolgt von Pakistan (35 Prozent); schon an dritter Stelle kommt Belgien: 31 Prozent der geposteten Kommentare waren zustimmend. Das sind mehr als in Libyen (24 Prozent), Oman (25 Prozent), Jordanien (19 Prozent), Saudi-Arabien (20 Prozent) und dem Irak (20 Prozent). Diese schockierenden Daten belegen den Erfolg des Netzwerks und wie leicht die Rekrutierung für den IS in Belgien ist.

Die entsprechenden Zahlen für einige andere europäischen Staaten: Großbritannien 24 Prozent, Spanien 21 Prozent, Frankreich 20 Prozent.

In Großbritannien hat einer von fünf Muslimen Sympathien für das Kalifat. Heutzutage gehen mehr britische Muslime zum IS als zur britischen Armee.

In den Niederlanden brachte eine Umfrage von Motivaction zutage, dass 80 Prozent der in dem Land lebenden Türken „nichts Falsches“ am IS sehen.

Unter jungen europäischen Muslimen beträgt die Unterstützung für Selbstmordanschläge: 22 Prozent in Deutschland, 29 Prozent in Spanien, 35 Prozent in Großbritannien und 42 Prozent in Frankreich, laut einer Pew-Erhebung.

„42 Millionen Menschen in der arabischen Welt sympathisieren mit dem IS“    Der Beliebtheitsgrad des IS in der arabischen Welt ist schon von vielen Umfragen ermittelt worden. Das Clarion Project etwa hat einen Bericht veröffentlicht, der sich auf viele Quellen stützt: eine im März 2015 durchgeführte Umfrage des Irakischen Unabhängigen Instituts für Studien zur Verwaltung und Zivilgesellschaft; eine im November 2014 durchgeführte Erhebung von Zogby Research Services; eine Umfrage des Arab Center for Research and Policy Studies von November 2014, sowie eine Umfrage von Oktober 2014, die vom Fikra Forum durchgeführt wurde. Das Ergebnis: 42 Millionen Menschen in der arabischen Welt sympathisieren mit dem IS.

Nach dem Massaker bei Charlie Hebdo führte Al-Jazeera eine Umfrage durch: „Unterstützen Sie die Siege des IS?“ 81 Prozent der Teilnehmer stimmten mit „ja“.

Auch wenn diese Umfragen und Studien mit Vorsicht behandelt werden müssen, zeigen sie doch alle eine tiefe und starke „Grauzone“, die den islamischen Dschihad in Europa und dem Nahen Osten nährt. Wir sprechen hier von Millionen von Muslimen, die Sympathien, Verständnis und Nähe gegenüber der Ideologie und den Zielen des IS zeigen.

Der englische Wissenschaftler Anthony Glees, der sich mit politischem Radikalismus beschäftigt hat, sagt über die „Grauzone“, die Deutschlands Bader-Meinhof-Terrorgruppe einst hatte: „1977 hatte das Bundeskriminalamt eine Terroristendatenbank, die die Namen von etwa 4,7 Millionen Verdächtigen und Sympathisanten enthielt, viele von ihnen Universitätsstudenten.“  (…)

Den kompletten Artikel können Sie hier lesen: http://de.gatestoneinstitute.org/7793/grauzone-terrorismus

*) Giulio Meotti, Kulturredakteur der italienischen Tageszeitung Il Foglio, ist ein italienischer Journalist und Buchautor.                                                                                  (Englischer Originaltext: ISIS in Europe: How Deep is the „Gray Zone“?, Übersetzung: Stefan Frank, Quelle: http://de.gatestoneinstitute.org/7793/grauzone-terrorismus)

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  1. April 2016
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Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 41 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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2 Antworten zu Europa in Gefahr! Großes Sympathie-Umfeld für den islamischen Terror

  1. wreinerschoene schreibt:

    Solange Moslems den Glauben, ihren Glauben, über alles andere stellen, inkl. das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen, solange werden sie Andersgläubige vernichten wollen. Egal was man in der Presse vom friedlichen Islam erzählt, er ist nicht so. Schon vor der „IS-Zeit“ waren die meisten Anschläge, die meisten kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region des Islam oder wurden von Moslems weltweit in Szene gesetzt.

  2. Querkopf schreibt:

    Bei der RAF setzte der Staat damals erfolgreich die Rasterfahndung ein. Warum wird diese nicht heute auch eingesetzt, um radikalisierte Muslime frühzeitig aus dem Verkehr zu ziehen. Die Syrienheimkehrer sowieso sofort alle wegschließen. Weshalb verbietet unser Staat nicht die Rekrutierung von Terrorhelfern im frühen Vorfeld, z.B. diese Lies-Aktionen von Salafisten auf unseren Straßen.
    Unser Staat ist viel zu weich und „tolerant“ gegenüber diesen finsteren Subjekten, die unsere bekennenden Feinde sind. Mit aller Härte durchgreifen, das ist die einzige Sprache, die diese Subjekte verstehen. Und dann ausweisen und Staatsangehörigkeit aberkennen. Geldhahn zudrehen sowieso.

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